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Mein Vater, Seine Frauen Und Ich DVD Film Trailer

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FSK Film: 12 | Länge: 91 Min | | Release: 01.10.2010 (DVD & Blu-ray)
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Schauspieler:Andie MacDowell, Larry Miller, Edward Herrmann, Michael Kelly, Tim Allen, Elisha Cuthbert, Chris Klein, Eric Christian Olsen, Kelli Garner, Paz Vega, John Farrer, Jenna Elfman, Lindsay Sloane, S. Epatha Merkerson, Jenna Dewan, Barbara Barrie, Peter Kybart, Monica McCarthy, Klaudia Gajek, Connor Fox, Rebecca Guzman, David Gere, Jheri Cavitt, T. Anthony Quinn

Die Story:Henry Lefay ist ein angeberischer, aber erfolgreicher Geschäftsmann, der nun schon seine sechste Ehe eingegangen ist. Als er nach einem Fallschirmsprung vermisst und schließlich für tot erklärt wird, bricht das Chaos aus: Seine Tochter, die sich um die Trauerfeierlichkeiten kümmern will, muss sich neben der Witwe auch mit den fünf Ex-Ehefrauen rumschlagen, die nichts Besseres im Kopf haben, als sich um das Erbe des tüchtigen Geschäftsmannes zu streiten. Doch dass Henry noch am Leben sein könnte, kommt den Frauen bei ihren Streitigkeiten um seinen Nachlass nicht in den Sinn...




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♥: Slapstick, Wortwitz und absurder Humor und eine kuriose Familie
−: ein bißchen unentschlossen zwischen Komödie und Drama und dadurch keins davon richtig

Tim Allen und Regisseur Howard Michael Gould waren schon einmal ein Team: bei der Kult-Sit-Com "Hör mal wer da hämmert". Hier arbeiten sie nach Jahren wieder aml zusammen. Aber das Ergebnis ist weniger kultverdächtig.


Anfangs bekommt man hier noch ein maßgeschneiderte One-Man-Show von Allen zu sehen. Er spielt einen beruflich und privat höchst erfolgreichen Genußmenschen.Mit herrlich absurden und geschmacklosen Werbespots hat er sich ein lukrative Ladenkette aufgebaut. Daran konnten auch seine zahlreichen Scheidungen nichts ändern. Er war bereits sechs mal verheiratet - und die nächste Verlobte ist auch schon in Sicht.Mit dem Lotterleben ist aber Schluß als Henry Lefay beim Parasailing in Mexiko ums Leben kommt.

Mit einemmal kippt die launige Komödie ins dramatische. Es bleibt nicht der einzige Stimmungswechsel.
Henrys Tochter Barbara "Barbie" hatte sich vor einem Jahr im Streit von ihrem Vater verabschiedet. Das bereut sie nun und reist zur Beerdigung. Dort haben sich auch Henrys Exfrauen versammelt und Barbie hat alle Hände voll zu tun, sie unter Kontrolle zu bringen, bevor sie sich an die Gurgel gehen. Denn jede besteht darauf, dass sie Henry am Besten kannte. Beim wilden Gerangel um den Sarg und die beste Beerdigung wechseln sich Slapstick und Wortwitz ab, manchmal will der Film aber auch ernst genommen werden. Der Haken an der Sache: Im wahren Leben hätten ihn seine Exfrauen zerrissen und sich eher um das Erbe gestritten als darum. wo Henry zur letzten Ruhe gebettet wird. So wirkt der Film oberflächlich und unglaubwürdig. Wenn der Film versucht, tatsächlich etwas über Trauer und Verantwortung zu sagen, wirds dröge.Denn die albernen Ereignisse sind es nicht wirklich wert ernsthaft beurteilt zu werden. Vor allem aber das Finale mit seiner nicht ganz überraschenden Wendung reisst dem Rest der Films die Füsse weg - und ist auch viel zu bequem erzählt.

Auch wenn er den meisten Platz auf dem Poster hat - und sich letztlich alles um ihn dreht , ist Tim Allen über weite Strecken gar nicht mit dabei. Schade, denn sein gutmütiger Schürzenjäger ist ein wirklich interessante Figur, von der man gerne mehr gesehen hätte. Die eigentlich Hauptrolle hat dagegen Elisha Cuthbert. Sie ist das "Ich" im Filmtitel und tatsächlich gehts im Film darum, wie sie mit dem Frauenverschließ ihres Vaters klarkommt, wie sich seine Bindungsunfähigkeit auf sie auswirkt. Wird sie jemals mit einem einzigen Mann glücklich sein, ihm vertrauen können. Das wird nicht leichter als sie feststellt, welche wilde Vergangenheit ihre Großmutter hatte...Für eine wirklich gelungene schwarze Komödie sollte man sich lieber "Sterben für Anfänger" ansehen. Einige Pointen sind gelungen, aber sie sind zu selten.

"Mein Vater, seine Frauen und ich" wirkt unausgegoren, halb Komödie, halb Drama. Ein bißchen von beidem und nichts davon richtig. Fans von Tim Allen dürfen trotzdem mal ein Auge riskieren.



© Marcus Fliegel | Filmkritiken Übersicht