Shank Film Trailer
FSK Film: 16 | Länge: 91 Min | | Release: 16.11.2010 (DVD & BD)
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TRAILER-TIPPS
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Schauspieler:Kedar Williams-Stirling, Thomas, Ashley Bashy, Adam Deacon
Die Story:London, im Jahr 2015: Jugendbanden haben die Herrschaft über die verwahrloste und heruntergekommene Stadt übernommen und liefern sich erbitterte Kämpfe um Drogen und Nahrung. Rager - Anführer der Paper Chaserz - wird von einer rivalisierenden Gang während einer Straßenschlacht brutal ermordet. Ragers Gefolgsleute sinnen jetzt nur noch nach Rache. Ohne Gnade verfolgen die Kids den Mörder ihres Anführers. Ihnen zur Seite steht die Mädchen-Gang der Slaughter Gurlz... Mo Alis SHANK ist zweifellos das CLOCKWORK ORANGE unserer Generation!
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Extras
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Dodgergate Skandal,Cast &
Crew, Shank Premiere, Theatrical
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Untertitel
Deutsch
Ton
Deutsch, DTS, Dolby Digital 5.1
Englisch, Dolby Digital 5.1
Eure Meinung zu "Shank"

♥: cooler Soundtrack, einzelne gelungene Parkourszenen, optisch abwechslungsreich
−: mäßige Darsteller, billige Kulissen, billige Tricks, dünne Handlung halbgares Zukunftsszenario
Großbritannien hat derzeit jede Menge Probleme mit Jugendkriminalität, rassistischen Gangs und ethnischen Unruhen. Reichlich Material für spannende Filme. Was "Shank" daraus macht ist jedoch eher Schülertheater.
In einer nicht allzu fernen Zukunft ist die öffentliche Ordnung zusammengebrochen. Gangs beherrschen die Straßen von London. Statt wie in "28 Day Later" eine überzeugende Dystopie zu zeigen, müssen hier ein paar kunstvoll vermüllte Hinterhöfe als Kulisse herhalten.
Hier wird der besonnene Rager, Anführer einer Gang, erstochen, weil er seinen kleinen Bruder Junior beschützen will. Der sinnt jetzt natürlich auf Rache und macht sich auf die Suche nach den Killern, die ihn quer durch die Stadt führt.
Auf der Reise wird auch klar, dass die Ordnung keineswegs völlig zusammengebrochen ist. Immer wieder muss die Gang vor brutalen Polizisten fliehen. Wie genau diese Gesellschaft organisiert ist, erfährt man jedoch nicht. Sind alle Reichen ausgewandert ? Sind alle Erwachsenen gestorben ? Dafür liefert der Film keine Erklärungen. Selbst wer die eigentlichen Helden sind, woher sie kommen, wie sie leben erfährt man nicht.Dass die Gangs die Kontrolle übernommen haben, erkennt man in keinem Moment. Man sieht nur ein Haufen Kleinkrimeller mit Gangsterposen, die auf Straßen und in Pubs abhängen.
Statt uns das zukünftige London und die Funktionsweise dieser Welt zur erklären, klebt der Filme nur einzelne Szenen aneinander, in denen die "Paper Chaserz" auf andere Gangs treffen, mal Asiaten, mal Briten, mal Araber. Nur Juniors eigene Gang ist multikulturell, als wäre sie vom Integrationsbeauftragten zusammengestellt worden.
Zur Abwechslung treffen die Jungs dann zum Glück auch noch eine Mädchengang, die ebenfalls noch eine Rechnung mit Juniors Feinden offen hat. So gibts die Möglichkeit zu einem romantischen Tanzabend, bei dem einige von Juniors Freunden ihren Triebstau abbauen können.
Diese Verschnaufpause ist dringend nötig, denn die eigentliche Story reicht nur für eine Serienepisode. Am Ende seiner Rachefeldzugs kommt dann auch Junior zur Erkenntnis, dass Gewalt der falsche Weg ist. Sein Feind bringt sich jedoch durch seine eigene Hinterhältigkeit quasi selbst um. Wie praktisch. Denn so kriegt Junior seine Rache ohne sich schuldig fühlen zu müssen. Ebenfalls praktisch ist es, dass Schußwaffen in dieser alternativen Zukunft weitgehend unbekannt sind - sonst gäbe es wohl weitaus mehr Tote. Die angeblich so mächtigen Gangs können sich jedoch nur mit Fäusten, Knüppeln und Messern wehren. Vielleicht fehlte im Budget auch das Geld für einen Pyrotechniker. Oder einen Hundetrainer. Ein eingebauter Hundekampf ist so hektisch geschnitten dass man nicht erkennt, ob die Tiere überhaupt gleichzeitig am Drehort waren. Nur wenige Actioneinlagen sind sehenswert. Dabei zieht der Film kameratechnisch alle Register aus dem Videocliphandbuch arbeitet mit Zeitlupen, erklärenden Inserts, Zwischentiteln, Unschärfen, Standbildern,und allerdings ziemlich schlechten Computeranimationen. In denen rast ein virtueller Junior per BMX-Rad durch ein virtuelles London. Jedes Low-Budget-Computerspiel bietet bessere Bilder. Andererseits bringen diese grobklotzigen Bilder mit den mangelnden Details und den hölzernen Darsteller den Rest des Films sehr gut auf den Punkt.
"Shank" tut furchtbar wild und cool mit seinem ununterbrochen wummernden Soundtrack. Dahinter steckt aber eine minimalistische Story mit plumper Moral.
Wer einen überzeugenden Gangfilm sehen will, der ist mit "Warriors" weit aus besser bedient, obwohl der Film bereits 30 Jahre alt ist.
Wer eine überzeugend apokalyptische Zukunft sehen will, der kommt mit "28 Days Later" oder "Children of Men" viel eher zum Ziel.
Wer wissen will, wie hart Bandenkriminalität wirklich ist, der muß "City of God" oder "Sin Nombe" sehen.
Wer ein realistisches Gangdrama aus England sehen, der sollte sich "This is England" ansehen.
Etwas über die tatsächlichen Zustände auf Englands Straßen zu erfahren, wäre viel interessanter gewesen, als diese oberflächlich amateurhafte Pseudozukunftsvision.
Das britische Kino hat großartige Gangdramen und Milieustudien hervorgebracht. Das hier ist keine davon. Finger weg.

