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Vergissmichnicht Film Trailer

FSK Film: 0 | Länge: 89 Min | Kinostart: 23.12.2010
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Schauspieler:Sophie Marceau, Marton Csokas, Michel Duchaussoy, Jonathan Zaccaï

Die Story:Ein heiteres Spiel über die Frage, was im Leben wichtig ist. Managerin Margaret hat schon als Kind weitergedacht als andere. Zu ihrem 40. Geburtstag bringt ihr ein Notar Briefe, die sie als 7-jährige geschrieben hat, um sich daran zu erinnern, worauf es im Leben wirklich ankommt und dass es nie zu spät ist die Weichen neu zu stellen.




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♥: Sophie Marceau brilliert, originelle Regieeinfälle
−: viele Klischees über die ideale Kindheit – und über das Businessleben.

Sie hat es weit gebracht. Margaret (Sophie Marceau) hat ihre Karriere als Managerin in der Energiebranche fest im Griff. Hilfe holt sie sich dabei von anderen starken Frauen. Vor jedem Business-Meeting geht sie die Reihe ihrer Idole durch, von Mutter Theresa über Maggie Thatcher bis Marylin Monroe. Welche Strategie ist wohl gerade die Erfolgversprechendste ? Aber an ihrem 40. Geburtstag wird ihr wohlgeordnetes Leben durcheinandergewirbelt.Ein Notar aus ihrer Heimat übergibt ihr uralte Briefe. Die hat Margaret sich als Kind selbst geschrieben. So wollte sie sich selbst daran erinnern, ihre Kindheitsträume nicht zu vergessen.Ihr aktuelles Alter Ego kann sich daran gar nicht mehr erinnern - und auch nicht daran, dass sie damals nicht Margaret sondern Maguerite hieß. Das war ihr für die Karriere als Managerin wohl zu poetisch. Dabei hatte sie als Kind ganz andere Pläne, da kamen als Traumjobs unter anderem Konditorin oder Prinzessin in Frage. Und dennoch schnappt Margaret sich in einem plötzlichen Impuls die alten Briefe und beginnt, ihre verdrängte Kindheit wiederzuentdecken.


Wie leicht sich die toughe Business-Frau aus der Bahn werfen lässt ist schon erstaunlich. Zumal im Film natürlich natürlich gerade ein besonders heikles Geschäft auf der Kippe steht und von ihr volle Konzentration gefordert ist. Stattdessen irritiert sie ihren Ehemann und Geschäftspartner Malcolm (Marton Csokas) mit ihren nostalgischen Anwandlungen, reist überstürzt in ihre Heimat, und trifft einen lange vergessenen Jugendfreund wieder.

Die Macher von "Vergissmichnicht" können sich nicht entscheiden, ob sie eine kindertaugliche Komödie oder doch lieber ein romantisches Drama machen wollen. Auf der einen Seite stehen naïve Impressionen vom Kindsein, wie Pfützenspringen, Rolltreppen gegen die Richtung benutzen, auf der anderen Seite will ein kleines Familiendrama verarbeitet werden, wenn Margaret versucht, den verlorenen Kontakt zu ihrem Bruder wieder aufzunehmen. Naivität muss man auch als Zuschauer mitbringen, um die nicht immer logische Geschichte zu glauben. Für ein pures Märchen hat der Film wiederum zu viel Bodenhaftung. Dabei ist die Inszenierung erfrischend fantasievoll.

"Vergissmichnicht" ist weder Fisch noch Fleisch und auch die bezaubernde Sophie Marceau weiss offfenbar nicht so recht, was sie hier soll. Zumal alle anderen Darsteller neben ihr verblassen. Dabei ist die Intention des eigentlich gut und man beginnt tatsächlich darüber nachzudenken, was man früher vom Leben erwartete, und was aus den Plänen und Träumen geworden ist. Eine besserer Film zum selben Thema ist allerdings Bruce Willis "The Kid - Image it alles".



© Marcus Fliegel | Filmkritiken Übersicht