Halbzeit - Vom Traum Ins Leben Kino Film Trailer
FSK Film: 0 | Länge: 104 Min | Kinostart: 27.05.2010
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Schauspieler:Mohammed Abdulai, Francis Bugri, Claudio Chavarria, Heiko Hesse, Florian Kringe
Die Story:Am Anfang stand ein Traum. Der Traum, Fußball zu spielen, vielleicht einmal ein Profi zu werden, ein Star. Seit 1998 begleitet die Kamera von Christoph Hübner fünf junge Leute, allesamt Ausnahmetalente aus der Jugend von Borussia Dortmund, auf ihrem Weg, diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Nach dem ersten Film DIE CHAMPIONS der 2003 in die Kinos kam und den Übergang von der Jugend in den Profifußball schildert, erzählt der neue Film HALBZEIt von den gleichen Spielern in der ‚Mitte ihrer Karriere’. Sie sind jetzt 26, 27 Jahre alt und in alle Welt verstreut. Einer von ihnen, Florian Kringe, hat es tatsächlich geschafft, hat seinen Traum vom Profi- Fußballer in der ersten Bundesliga verwirklicht. Zwei andere, Francis Bugri und Mohammed Abdulai quälen sich in den unteren Ligen herum, werden von Verein zu Verein gereicht. Claudio Chavarria tingelt mit Fußball durch Südamerika, verdient immerhin genügend Geld, um sich ein paar Lastwagen zu kaufen für das Leben danach. Heiko Hesse schließlich hat den Fußball ganz aufgegeben, studierte erfolgreich in Oxford und schaffte es danach bis in die Weltbank nach Washington. Es ist HALBZEIt für die noch immer jungen Karrieren. Erwachsenwerden heißt dabei oft: Abschied nehmen von den Jugendträumen. Im Profinachwuchs-Geschäft ist das eine harte Schule. Nur wenigen bleibt nach ersten Erfolgen die Aussicht, es noch weiter nach oben zu schaffen. Anderen bleibt nach Enttäuschungen nur die Hoffnung auf ein Irgendwann. Und manchen sogar nur der Abschied von der über Jahre gelebten Fußballerexistenz. HALBZEIT erlaubt einen ungewöhnlichen Blick hinter die Fassaden des Hochglanzfußballs, wie wir ihn aus den Schlagzeilen kennen und zugleich einen sehr persönlichen Blick auf die unterschiedlichen Lebenswege von fünf jungen Menschen, die einst mit dem gleichen Traum ihre Karriere begannen.
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Die Protagonisten
Florian Kringe
kam mit 13 Jahren zu Borussia Dortmund / mit 19 erhielt er seinen ersten Profivertrag beim BVB / ließ sich danach zwei Jahre zum 1. FC Köln ausleihen / seit 2004 wieder bei Borussia Dortmund unter Vertrag / absolvierte inzwischen über hundert Bundesligaspiele. „Das ist der Ehrgeiz, dass man sich nicht unterkriegen lässt, und letztendlich auch eine gehörige Portion Glück, dass man einen Trainer hat, der auf einen setzt, der einen spielen lässt. Der Rest liegt bei dir selber.“
Mohammed Abdulai
Ghanaischer Jugendnationalspieler / er kam 1998 zu Borussia Dortmund / wechselte 2001 in die Regionalliga und spielt seitdem in verschiedenen Vereinen der zweiten oder dritten Liga. „Ich versuche mal, mich frei zu halten und konzentriert zu arbeiten, irgendwann kommt es, das Glück, irgendwann, ich weiß nicht, heute oder morgen, aber irgendwann.
Francis Bugri
die Mutter Rumänin, der Vater Ghanaer / kam mit 14 Jahren zu Borussia Dortmund / mit 17 nahm er an der Jugendweltmeisterschaft in Ägypten teil, wurde dort ins ‚Allstar-Team’ gewählt / mit 19 bekam er seinen ersten Profivertrag beim BVB / nach einer Verletzung und verschiedenen Vereinswechseln beginnt er parallel zum Fußball ein Fernstudium. „Ich wollte schon immer der Beste sein, und das hat mich früher auch so stark gemacht. Nur irgendwann hat es nicht mehr geklappt, sich einfach vorzunehmen, der Beste zu sein. Da war der Druck so groß, dann kommen noch Enttäuschungen mit hinzu. Das kann man keinem Außenstehenden erklären. Es ist nicht leicht. Es ist echt schwer.“
Heiko Hesse
die Mutter Thailänderin, der Vater Deutscher / war fünf Jahre Jugendspieler bei Borussia Dortmund / danach sah er für sich keine Perspektive mehr im Fußball und ging zum Studium der Ökonomie in die USA, später nach Oxford / arbeitet gegenwärtig bei der Weltbank und dem IWF in Washington. „Ich komme aus einer Arbeiterfamilie und ich hatte viele Möglichkeiten, die meine Eltern nicht gehabt haben. Ich habe eine sehr gute Ausbildung gehabt, und ich glaube schon, dass für mich alles möglich ist.“
Claudio Chavarria
kam mit 17 aus Chile zum BVB / mit dem deutschen Fußball und der fremden Sprache kam er nicht zurecht / kehrte vorzeitig nach Chile zurück / seither spielt er bei verschiedenen Clubs in Südamerika. „Ich bin jetzt schon 27, bin ein bisschen mehr Mann, weißt du. Ich denke nicht nur an Spaß, wie früher. Ich denke daran, was ist Fußball, was ist das Leben? Deswegen muss ich viel beten zu Gott, und ich muss auch viel arbeiten. Und dann muss ich gucken, was passiert in der Zukunft, weißt du. Meine Zukunft, und die meiner Tochter. Das ist das Wichtigste in meinem Leben, meine Tochter...“

