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Burlesque Film Trailer und Filmkritik

FSK Film: 6 | Länge: 120 Min | Kinostart: 06.01.2011 | Release: 06.05.2011 (DVD)
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Schauspieler:Kristen Bell, Cam Gigandet, Eric Dane, Alan Cumming, Stanley Tucci, Christina Aguilera, Julianne Hough, Peter Gallagher, Cher, David Walton, Tanee McCall, Katerina Mikailenko, Wendy Benson-Landes, Black Thomas, Stephen Lee

Die Story:Die junge Sängerin Ali hat eine ungewisse Zukunft vor sich, als sie aus einer kleinen Provinzstadt nach LA kommt, um dort ihre Träume zu verwirklichen. Durch Zufall verschlägt es Ali in die Burlesque Lounge, ein altehrwürdiges aber etwas heruntergekommenes Revuetheater, dessen Besitzerin Tess auch der Star ihrer eigenen Show ist. Ali gelingt es, dort einen Job zu ergattern – als Cocktail- Kellnerin. Die sexy-provokanten Kostüme und die gewagte Choreographie der Revue faszinieren das unschuldige Mädchen vom Lande auf Anhieb und Ali schwört sich selbst, dass auch sie dort eines Tages auf der Bühne stehen wird. Ali freundet sich mit einer der Tänzerinnen an, findet eine Rivalin in einer eifersüchtigen Sängerin und gewinnt die Zuneigung von Barkeeper und Musiker Jack. Mit Unterstützung des scharfsinnigen Bühnenmanagers und eines Transvestiten schafft Ali endlich den Sprung von der Bar auf die Bühne. Ihre spektakuläre Stimmgewalt verhilft der Burlesque Lounge wieder zu altem Glanz. Da erscheint ein charismatischer Unternehmer auf der Bildfläche und unterbreitet Ali ein verlockendes Angebot...

Hintergrund:Superstar Christina Aguilera gibt in BURLESQUE an der Seite von Oscar- Preisträgerin Cher (Mondsüchtig, Die Hexen von Eastwick) ihr vielbeachtetes Kinodebut. In weiteren Rollen spielen Eric Dane (Grey's Anatomy, X-Men: Der letzte Widerstand), Cam Gigandet (Twilight – Biss zum Morgengrauen), Julianne Hough (Footloose), Peter Gallagher (Center Stage), Alan Cumming (GoldenEye), Kristen Bell (Veronica Mars, Heroes) und Stanley Tucci (Der Teufel trägt Prada, Julie & Julia). Regie führte Pussycat-Dolls-Mitbegründer Steven Antin.




Eure Meinung zu "Burlesque Film"



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Eure Kommentare zu "Burlesque Film":

Simone Leute die sagen, Christina und/oder der Film sei(en) sch... haben keine Ahnung! XTina ist klasse und der Film auch. Versteh die Kritiker nicht, die den Film schlecht bewertet haben. Auch Cher hat es noch drauf in ihrem Alter...

Dayton23 Das ist der grösste Mist wenn die olle anfängt zujaulen fürchterlich

dsfdsfdsfsdfsdfsa Oje war für eine Scheiße

 




♥: toller Popsoundtrack, schicke Bilder, Kulissen und Kostüme,
−: banale realitätsferne Story ohne Dramatik

Viele Popstars haben es schon mit einer Kinokarriere versucht. Viele bekleckerten sich dabei nicht mit Ruhm, sei es Maria Carey in "Glitter" oder Britney Spears in "Not a Girl". Da muss man schon zufrieden sein, wenn die Popidole sich nicht lächerlich machen, etwa wie Beyonce in "Dreamgirls". Und das immerhin schafft Christina Aguilera. Dabei könnte ihr Versuch als Leinwandstar auch damit zu tun haben, das ihre Musikkarriere derzeit einen kleinen Knick hat. Ihre letzte Platte hat sich für ihre Verhältnisse nur mäßig verkauft. Während sie eine Babypasue eingelegt hat, wurde ihr Platz von anderen Popprinzessinnen wie Lady Gaga oder Katy Perry besetzt. Daher ist es auch fraglich, ob die Popfans in Scharen ins Kino stürmen. Und einige würden von einem Spielfilm auch mehr erwarten als eine Cliprevue. Schließlich konnte man Aguilera schon in etlichen Videos in scharfen Klamotten sehen. Schon vor zehn Jahren war sie im Burlesque-Outfit zu sehen, im Video "Lady Marmalade" vom "Moulin-Rouge"-Soundtrack.
In ihrem Spielfilmdebüt macht sie es sich denkbar einfach, schließlich gehts in "Burlesque" um die Karriere einer Sängerin und Tänzerin.


Die junge Alice lässt das Landleben hinter sich um in Los Angeles Karriere zu machen. Nach einigen Absagen lnadet sie im Nachtklub von Tess (Cher). Da darf sie zwar auf nicht auf die Bühne, kann sich aber als Kellerin über Wasser halten und findet in Barkeeper Jack (Cam Gigandet) einen Freund, der ihr einen Schlafplatz anbietet. Bis es dann zum Durchbruch kommt, ist von da an nur noch eine Frage der Zeit. Die Musiknummern nehmen den größten Teil der Spielzeit ein. Der Rest, die Handlung ist nur Beiwerk, dass außerdem so glattgebügelt wurde, dass auch bessere Schauspieler Probleme hätten zu glänzen.

Dabei spielt sie angesichts der seichten Story gar nicht mal schlecht - wobei sie in gewisser Weise doch glänzt. Sie sieht von Anfang an wie ein Star aus, perfekt gestylt und geschminkt. Ein paar Second-Hand-Klamotten machen aus einem Glamourgirl noch kein Landei. Immerhin sieht sie erstaunlich jung aus. Aguilera wurde gerade 30 aber kommt hier viel jugendlicher rüber. Und so nimmt man ihr immerhin ab, dass Alice erst Anfang ihrer Karriere steht. Aber nicht eine Sekunde zweifelt man in "Burlesque" daran, dass alle ihre Träume wahr werden und sie ein Star wird.

Der Rest des Films ist dann eher wie eine Christina Aguilera-Show, ein Mitschnitt einer ihre Liveshows inklusive weichgespülter Backstage-Reportage. Kleine Konflikte um die Existenz des Klubs, um die Rivalität mit der Tänzerin Nikki (Kristen Bell) und um die Verlobte von Jack werden ziemlich halbherzig abgehandelt. Und auch von der harten Arbeit, die Sänger und Tänzer in ihre Karriere stecken,sieht man hier nicht. Zwar muss Alice (Christina Aguilera) anfangs als Kellnerin arbeiten. Aber so lernt sie ganz nebenbei sämtliche Choreographien der Show auswändig und kann sofort auf die Bühne, als sich die Chance bietet. Üben überflüssig. Und auch ihre Stimme ist von Anfang an eine Naturgewalt. Die Überraschung der Mitspieler angesichts der imposanten Stimme überträgt sich nicht auf den Zuschauer. Denn der kennt sie und ihre Melismen ja schon lange.

Cher muß dagegen als Clubbesitzerin Tess verblüfft wirken. Bislang war sie die Einzige im Club die Live gesungen hat, während die anderen Tänzerinnen nur die Lippen zum Playback bewegten. So ist "Burlesque" nebenbei auch ein kleiner Seitenhieb auf heutige Popsternchen, die sich aus gutem Grund nie live auf die Bühne wagen würden. Entlarvende Videos von Britney Spears etwa zeigen, wie dünn und wackelig die Stimme wirklich ist. Im Film darf auch Cher einen Song zum besten geben, eine für sie typische Popballade, die ihr offenbar auf den Leib geschneidert wurde. Allerdings hat die Diva es mit dem Lifting etwas übertrieben. Ihr Gesicht ist zwar makellos und sieht nichtmal ansatzweise wie das einer 62-jährigen aus. Allerdings ist auch jegliche Mimik verschwunden. Ein kleines Zucken der Augenbrauen ist alles was mit dieser Maske noch möglich ist. Trotzdem reicht ein Gesichtsausdruk in diesem Fall aus, den man mal als genervt, arrogant oder ironisch- amüsiert interpretieren kann.

An ihrer Seite spielt Stanley Tucci mal wieder seine Paraerolle als schwuler Assistant, wie schon in "Der Teufel trägt Prada". Allerdings hat er hier tatsächlich ein Privatleben und einen Liebhaber, und spielt wohl sowas wie das Alter Egeo von Regisseur Steven Antin. Denn "Burlesque" peilt nicht nur weibliche Zuschauer an, sondern auch die ebenso glamoursüchtige schwule Community. Darum muss auch Cam Gigandet ("Twilight", "Einfach zu haben") als Barkeeper lange Zeit mit Kajal durch die Kulissen laufen, bevor Alice feststellt, dass das wandelnde Sixpack doch nicht schwul ist. Bleibenden Eindruck hinterlässt er mit einer Fast-Nackt-Szene, in der er nur mit einer Müslipackung bekleidet ist. Damit ist paradoxerweise der nackteste Darsteller des Films. Denn wer hinter "Burlesque" einen Film über einen Stripteaseschuppen erwartet, liegt falsch.

Die Ursprünge der Burlesque-Show sind Jahrhunderte alt. Die heute bekannte Version von Dita von Teese als Edel-Retro-Striptease-Show ist nur eine Interpretation. Der Film hat eine andere. Wer hofft, dass auch Christina Aguilera hier blankzieht, der wird enttäuscht. Zwar hat sie in ihren Videos immer wieder mit erotischen Signalen und selbst SM-Optik gespielt. Aber es bleibt immer bei der provokativen Andeutung. Aguilera sieht Burlesque überhaupt nicht als Vergnügungsprogramm für Männer , sondern als einen Ausdruck von Frauenpower. Das sollte sie mal mit Alice Schwarzer diskutieren ! Auch Regisseur Steven Antin geht es nicht darum, die sexuellen Fantasien von Hetero-Männern zu bedienen.

Auch wenn Burlesque wie ein Tanzmärchen wirkt: jedes Märchen hat bessere Schurken und mehr Dramatik. Zwar lässt  die Nummerrevue ähnliche Werke wie "Showgirls" oder "Step Up" blass und steif aussehen. Aber man muss denn Film auch mit seinen großen Vorbildern vergleichen, wie "Cabaret" und "Moulin Rouge" und da hat "Burlesque" eindeutig das Nachsehen. Denn die Story ist ein schlechter Witz. Tief sind hier nur die Dekolletes. Immerhin hat es für drei Nominierungen bei den Golden Globes gereicht, darunter eine als bester Musikfilm des Jahres. "Burlesque" ist ein opulentes Musikvideo in Spielfilmlänge. Wem das reicht, der kann mit dem Film einen netten Kinoabend erleben.



© Marcus Fliegel | Filmkritiken Übersicht

10 Facts über die Burlesque-Kunst:
 
1. Die Geschichte des Begriffs „Burlesque“ kann bis zur mittelalterlichen Dichtung zurückverfolgt werden. Musikalische Darbietungen unter dieser Bezeichnung wurden jedoch erst ab dem 18. Jahrhundert in Europa bekannt. Weltweite Popularität erlangte die Burlesque schließlich um 1900 als Variante des US-amerikanischen Unterhaltungstheaters.
 
2. Typisch für die meist auf sehr fantasievoll gestalteten Bühnen dargebotenen Shows sind aufwendige, betont feminine Kostüme, anzüglich-humoristische Liedtexte und lasziver Tanz in Verbindung mit angedeuteten Striptease-Einlagen.
 
3. Zu den berühmtesten Vertreterinnen des amerikanischen Burlesque zählen Künstlerinnen wie Josephine Baker, Blaze Starr, Gypsy Rose Lee, Tempest Storm und Ann Corio.
 
4. Im Gegensatz zur amerikanischen Variante, legte die klassische britische Burlesque des 19. Jahrhunderts inhaltlich noch gesteigerten Wert auf die parodistische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen.
 
5. Als Auflockerung zwischen den musikalischen Nummern dienten beim Burlesque akrobatische Einlagen oder Auftritte von Komikern.
 
6. Anders als beim Striptease entkleiden sich Burlesque-Tänzerinnen auf der Bühne NIE komplett.
 
7. Dessous, Netzstrümpfe, Negligés, Federboas, Fächer, Handschuhe, Strapse, Korsagen, Hüte und jede Menge Glitzerschmuck sind charakteristische Bestandteile eines burlesquen Outfits.
 
8. Bis Ende der 1930er Jahre hatten sich die Burlesque-Shows vielerorts zu reinen Striptease-Veranstaltungen „weiterentwickelt“ – womit die Burlesque-Ära zu dieser Zeit allmählich ihr Ende fand.
 
9. 60 Jahre später erlebte die Burlesque ein Revival, das als „New Burlesque“ oder „Neo-Burlesque“ bezeichnet wird und dessen Beliebtheit bis heute anhält. Die wohl bekannteste Burlesque-Künstlerin dieser Tage ist Dita Von Teese.
 
10. Die „Burlesque Hall of Fame“ ist ein Museum in Las Vegas, das die Geschichte der Kunstform dokumentiert. Im Inventar finden sich auch originale Kostümbestandteile von ehemaligen Größen wie Gypsy Rose Lee und Jayne Mansfield.