Rango Trailer und Filmkritik
FSK Film: 6 | Länge: 108 Min | Kinostart: 03.03.2011 | Release: 19.08.2011 (DVD&BD)
© Paramount | Genre: Comedy | DVD & BD leihen oder kaufen | Wo jetzt im Kino? |
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Exklusiv: Interview mit Michael Kessler
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US Trailer zum Film
Schauspieler:Johnny Depp, Isla Fisher, Abigail Breslin, Bill Nighy, Stephen Root, Ray Winstone, Beth Grant, Ned Beatty, Harry Dean Stanton, Alfred Molina
Die Story:Auch wenn man seine Augen unabhängig voneinander bewegen und dem Wort Camouflage eine völlig neue Bedeutung geben kann, heißt das noch lange nicht, dass man die Situation im Griff hat. Trotz seiner unbestrittenen Talente ist Chamäleon RANGO weit davon entfernt, der Held zu sein, der er so gern wäre: cool, unberechenbar, selbstbewusst, geheimnisvoll, und an jedem Bein klebt eine schicke Chica. Der Alltag im Terrarium ist öde, und dass geht ihm völlig gegen den Kamm. Eine Sinnkrise jagt die nächste. Als er eher zufällig aus seiner Behausung entkommt, sieht er seine Chance gekommen. RANGO begibt sich auf eine abenteuerliche Suche nach seiner wahren Identität. Als er dabei plötzlich in einer mysteriösen Stadt im Wilden Westen strandet, die gerissene, skrupellose Banditen an sich gerissen haben, wird RANGO kurzerhand zum Sheriff ernannt. ¡Ay, caramba! Ist das die lang ersehnte Gelegenheit, endlich ein Held zu werden?
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Jetzt wird scharf geschossen, Gringos! Das Dreamteam aus "Fluch der Karibik", Regisseur Gore Verbinski und US Star Johnny Depp, hat in der Wüste fruchtbaren Boden für sein nächstes gemeinsames Kino-Abenteuer gefunden. In dem staubtrockenen, humorgeladenen CGI-Actioner RANGO fliegen ab 3. März 2011 Gags, Bohnen und Blei um die Ohren der deutschen Kinozuschauer, wenn ein durchgeknalltes Chamäleon dem Traum seines Lebens hinterher rennt. Paramount Pictures präsentiert einen Nickelodeon Movies Film, in dem die Sprecher der Originalfassung, Johnny Depp ("Alice im Wunderland"), Isla Fisher ("Shopaholic"), Abigail Breslin ("Little Miss Sunshine"), Alfred Molina ("Spiderman"), Bill Nighy ("Fluch der Karibik 2"), Harry Dean Stanton, ("Alpha Dog – Tödliche Freundschaft"), Ray Winstone ("Percy Jackson – Diebe im Olymp") und Timothy Olyphant ("Hitman") den Staub aus der Stimme schlagen und dem Wilden Westen glutheißes Leben einhauchen.
Eure Meinung zu "Rango"
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Eure Kommentare zu "Rango":
Ralf Kleis Gleich........
ich naja, also wirklich lustig siehts jetz nich aus, aber die animation is ja wohl einfach mal HAM MER!!!!!
Animationafanatiker Sieht sehr gut animiert aus und die Geschichte scheint auch ganz lustig zu sein. Die Augen, die Haut, das Fell... Hab bei der kleinen mit dem Hut echt doof geguckt. Ich fand das sah so "echt" im Sinne von realistisch aus. Ich denke, ich ga da mit meinem Bruder rein. Macht bestimmt Spaß.
lolala haha ich finds lustig.
ich langweilig !
Stephie also der trailer macht leider überhaupt keine lust auf mehr, - gut wie ich bin, nochmal die internetseite angewählt, und die is noch langweiliger als der trailer...
Jan LOL!
Holli kool
Phil krass.
Max LOL - was ist DAS denn bitte? Johnny Depp macht ja nur abgedrehte Filme

♥: ausgefeilte Optik, schräge, fantasievolle Figuren, liebevolle Westernhommage
−: für kleine Zuschauer zu spirituelle Atmosphäre. Teilweise unausgegorene Story
Der Boom der Animationsfilme ist ungebrochen. Neben den Branchengrößen Pixar und Dreamworks wollen darum immer mehr Teams was vom Kuchen abbekommen. Mit "Rango" tritt nun aber ein neues Schwergewicht auf: Gore Verbinski, Regisseur der "Fluch der Karibik"-Trilogie und die Trickzauberer von ILM (Industrial Lights & Magic) , die schon in Dutzenden Filmen ihr Ausnahmekönnen gezeigt haben. Einen ganzen Spielfilm hatten sie dagegen bislang noch nicht in Angriff genommen.
Chamäleons gelten als Meister der Tarnung. Sie können sich optisch perfekt an ihre Umgebung anpassen und verschmelzen mit dem Hintergrund. Eine herrliche Metapher für die Frage nach der eigenen Identität. Wer bin ich und wenn ja wie viele ? Passend dazu hat unser kleiner schuppiger Freund anfangs nicht mal einen Namen. Rango nennt er sich erst im Laufe seines Abenteuers.
Zu Beginn fristet er sein Dasein in einem trostlosen Terrarium auf der Hutablage eines Autos. Seine einzige Freunde sind ein Plastikbaum und ein Barbietorso, mit denen er Filmszenen nachspielt und sich in andere Welten träumt. Ein großer Künstler braucht dafür keine aufwändigen Requisiten sondern nur seine blühende Fantasie und die hat Rango.
Doch als er nach einem Beinahecrash ziemlich unsanft in der realen Welt landet hilft ihm das nicht weiter. Auf dem Seitenstreifen eines Highways in der Wüste sind Überlebenskünste gefragt. Und von sowas hat er keine Ahnung. Ein ziemlich verschrobenes Gürteltier (mit auffallender Ähnlichkeit zu Don Quixote) rät ihm, sich auf den Weg zu einer Stadt mitten in der Wüste zu machen. Also nichts wie los. Das marode Westernkaff "Dreck" hat allerdings schon bessere Zeiten gesehen. Eine langanhaltende Dürre macht Wasser zum Luxusgut. Außerdem herrschen raue Sitten, und Rangos Leben ist in ständiger Gefahr.
Als er mit mehr Glück als Verstand einen bedrohlichen Habicht zur Strecke bringt, wird Rango jedoch zum Helden der Einwohner, darunter die Eidechse Beans (Isla Fisher) - und zum neuen Sheriff. Die Vorgänger haben meist nur ein paar Tage durchgehalten. Welche Chancen hat da Rango ? Dem gefällt die Heldenrolle aber viel zu gut um abzulehnen. Und irgendwie muß er die Stadt retten und klären, wohin das Wasser verschwunden ist.
Die Macher haben sich von etlichen Westernklassikern inspirieren lassen, von John Fords epischen Abenteuern bis zu den staubtrockenen Spaghetti-Western Sergio Leones. Bei "Rango" wird aber nicht nur die passende Kulisse hingestellt, der Film verströmt in jedem Bild reichlich Atmosphäre. Ähnlich wie Pixar bei "Wall-E" haben die Macher mit Roger Deakins ("No Country for old men", "Die Verurteilten") einen erfahrenen Kameramann verpflichtet, der ihnen half, filmische Bilder zu kreieren, mit spannenden Perspektiven, Hitzeflimmern, Lichbrechungen und Unschärfeeffekten. Dabei verzichtet Verbinski sogar auf den 3D-Effekt. Sein Film braucht ihn einfach nicht. Die Einwohner der maroden Westernstadt sind skurile Typen bei denen diverse Wüstentiere mit bekannten Wild-west-Archetypen verschmolzen wurden, wie man sie aus jedem Saloon westlich des Mississippi kennt.
Das Thema von Haustieren in der Wildnis wurde schon in "Madagascar 1 & 2" durch die Mangel gedreht. Aber "Rango" sieht gleich um einige Klassen besser aus und liefert neben Action und Slapstick auch eher erwachsene Pointen. Die Macher möchten "Rango" als Familienfilm vermarkten. Klar, denn das bedeutet erheblch höhere Einnahmen. Aber diesmal sollte man die lieben Kleinen besser zu Hause lassen. Das liegt einerseits an einem sehr furchteinflößenden Schurken, an dem mitunter recht hintergründigen Humor und einigen psychedelisch-meditativen Sequenzen, die man wohl erst nach der Pubertät genießen kann. Wenn eine wüste Meute von Stadtbewohner einer Räuberbande hinterhetzt, sieht die Verfolgungsjagd auf Wüstenvögeln vor der untergehenden Sonne sensationell cool und gleich urkomisch aus, bis den Verfolgern auffällt, dass sie in der Hektik gar nicht überlegt haben, wo sie hinwollen. Hinter der vordergründigen Pointe versteckt sich auch dezente Kritik an modernen Phänomenen wie richtungslosem Aktionismus.
Man fragt sich mehr als einmal, wieviel Tequila wohl bei der Entstehung dieses verrückten Trickabenteuers konsumiert wurde, auch wenn Gore Verbinski den Gebrauch bewußtseinsverändernder Substanzen leugnet. Aber wenn einem in der flirrenden Wüstenluft die Sonne auf dem Schädel brennt, kann man schon mal ein paar Halluzinationen bekommen...
Die Story um das verschwundene Wasser von "Dreck" ist daneben ziemlich wirr und teils auch unlogisch. Das macht aber gar nichts. Eigentlich geht es um die Selbstfindung eines verlorenen Charakters. Und da begnügen sich die Macher nicht mit den üblichen Floskeln "glaube an dich selbst", oder "jeder kann ein Held sein". Mehr noch als ein denaturiertes Haustier ist "Rango" auch ein unverstandener Künstler auf der Suche nach seiner Rolle und so erzählt der Film auch die Geschichte seiner Macher.
Johnny Depp hat schon in den morbiden Trickfilmen von Tim Burton ("A Corpse´s Bride") Erfahrung mit Animation gesammelt. "Rango" setzt auf ähnlich schrägen Humor, hat allerdings eine erhebliche größere Fabpalette. Die Figur des unangepassten Chamäleons hat aber nicht nur die Stimmue sondern auch etliche andere Charakterüge und mimische Markenzeichen von Depp verpasst bekommen. Und natürlich fügt sich die Figur nahtlos in sein bisheriges Repertoire verschrobener Einzelgänger. Neben Depp hört man im Original eine illustre Sammlung berühmter Stimmen, wie Timothy Olyphant, Abigail Breslin, Ned Beatty, Alfred Molina und Bill Nighy. In der Deutschen Fassung wurden erfreulicherweise keine C-Promis eingesetzt, sondern erfahrene Synchronprofis, mit Ausnahme von "Switch-Reloaded"-Star Michael Kessler, der seine Sache aber mehr als gut machen, weil er eben auch ein Könner im Umgang mit Sprache ist.
"Rango" ist das erste Animationshighlight des Jahres und rüttelt mächtig am Thron der Branchenkönige von Pixar. Die bringen in diesem Jahr mit "Cars 2" nur eine Fortsetzung eines ihrer schwächeren Filme ins Kino. Gut möglich dass sie so erstmals seit Jahren nicht den besten Animationsstreifen des Jahres stellen. Die ersten Zusammenarbeit von Depp und Verbinski im Animationssektor ist dabei nicht so leicht verdaulich wie "Ice Age" oder "Madagascar", brennt sich aber definitiv ins Gedächtnis ein. Mit dem Prädikat "Meisterwerk" sollte man sehr sparsam umgehen, aber "Rango" ist da schon verdammt dicht dran.
