Kokowääh Trailer
FSK Film: 6 | Länge: 126 Min | Kinostart: 03.02.2011 | Release: 19.08.2011 (DVD&BD)
© Warner Bros. Pictures | Genre: Comedy | DVD & BD leihen oder kaufen | Wo jetzt im Kino? |
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Schauspieler:Til Schweiger, Emma Schweiger, Jasmin Gerat, Samuel Finzi, Meret Becker, Friederike Kempter, Miranda Leonhardt, Anna Julia Kapfelsperger, Jessica Richter, Mišel Maticevic, Katharina Thalbach, Ulrich Wickert, Fahri Yardim, Sönke Möhring, Birthe Wolter, Johann Von Bülow, Genoveva Mayer, Sanny Van Heteren, Numan Acar, Jahmar Walker, Anne-Sophie Briest, Gode Benedix, Leni Berlin, Luna Schweiger
Die Story:Drehbuchautor Henry hangelt sich von einer glücklosen Liebschaft zur Nächsten und beruflich kommt er auch auf keinen grünen Zweig. Wie aus heiterem Himmel erhält er ein sensationelles Angebot: er soll als Co-Autor an einer Bestsellerverfilmung arbeiten - zusammen mit der Autorin, seiner Ex-Freundin und großen Liebe Katharina. Während Henry auf seine große zweite Chance hofft, taucht plötzlich die 8-jährige Magdalena vor seiner Wohnungstür auf und stellt sein Leben auf den Kopf. Sie soll seine Tochter aus einem vergessenen One-Night-Stand sein und Henry soll sich erst mal - solange die Kindsmutter Charlotte in den USA eine Gerichtsverhandlung hat - um Magdalena kümmern. Henry ist genauso wie Tristan, der sich bisher für den Vater der Kleinen hielt, mit der neuen Situation überfordert. Von jetzt auf gleich Vater werden ist nicht leicht. Erst recht, wenn man nebenher das Buch seines Lebens schreiben und die große Liebe zurückgewinnen muss...
Hintergrund:In den überaus erfolgreichen Komödien Keinohrhasen und Zweiohrküken war Emma Tiger Schweiger bereits in einer kleinen Rolle zu sehen, jetzt spielt die Siebenjährige unter der Regie ihres Vaters eine Hauptrolle. Til Schweiger fungiert wieder als Hauptdarsteller, Co-Autor, Produzent und Regisseur. Das Drehbuch verfasste er zusammen mit Co-Produzent Béla Jarzyk. Tom Zickler als weiterer Produzent und Kameramann Christof Wahl komplettieren das bewährte Barefoot-Films-Team.
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Zeit ist Geld: Die Ökonomie des Schnitts
Im Laufe ihrer Zusammenarbeit haben die Barefoot-Filmemacher eine sehr ökonomische und effektive Arbeitsweise entwickelt. Produzent Zickler berichtet: „Wir hatten wieder drei Schneideräume: einen im ‚Werk‘, einen am Set und einen bei Til zu Hause – der Cutter musste jeweils dort schneiden, wo Til sich gerade aufhielt. Diesmal gelang es auch, das Geyer- Kopierwerk auf unseren Rhythmus einzuschwören: Wir ließen das belichtete Filmmaterial nicht erst am Ende des Drehtages zum Kopieren bringen, sondern in mehreren Phasen jeweils nach drei, vier Stunden, sodass es schon parallel zum Dreh entwickelt werden konnte. Bei Geyer wurde nachts durchgearbeitet, um 4 Uhr wurde das entwickelte Material dort abgeholt und zum Werk gebracht, wo das Licht bestimmt wurde. Dann wurde es elektronisch abgetastet. Um 8 Uhr wurde es zu Til nach Hause geliefert, wo im Schneideraum der Ton angelegt wurde. Gegen 9.30 Uhr fuhr das Fahrzeug mit dem gesamten Material (auf Festplatte) ans Set. Schon in der ersten Drehpause des Tages konnte Til sich alle Muster vom Vortag anschauen und mit dem Schnitt beginnen. Auch die Mittagspause nutzte er für den Schnitt. Auf diese Weise konnten wir uns drei Tage nach Drehschluss bereits den gesamten Film anschauen. Zwei Wochen nach Drehschluss lief die erste Testvorführung vor 400 Zuschauern.“
Der Riesenvorteil besteht darin, dass die Filmemacher noch während des Drehs feststellen können, ob die Szenen funktionieren. Wenn etwas nicht stimmt, befinden sie sich noch in derselben Dekoration und können gegebenenfalls Teile nachdrehen. Das kommt in Ausnahmefällen auch vor. Doch niemand würde das tun, wenn es bedeuten würde, das Team erneut zusammenzuholen und wieder zum Motiv fahren zu müssen. Aber wenn man auf diese Weise einige fehlende Zwischenschnitte erhält, ist das durchaus wirtschaftlich. Und nichts wird dem Zufall überlassen.
Der Barefoot-Drehplan sieht für das Team anfangs eine Fünf-Tage-Woche vor, am Ende ein Vier-Tage-Woche, um den Drehplan zu entzerren. Weil vorgeschrieben ist, dass die Mitarbeiter nach Drehschluss elf Stunden zu Hause ausruhen, beginnt der Arbeitstag am Montag um 8 Uhr, am Dienstag um 10, am Mittwoch um 12. Freitag entwickelt sich meist zur Nachtschicht. Am Ende des Drehs, in der Vier-Tage-Woche, können sich die Mitarbeiter dann wirklich erholen, während die Filmemacher Zeit für die wachsenden Schnittaufgaben gewinnen, wenn Til Schweiger die einzelnen Szenen anpasst. Insgesamt verlängert sich der Dreh durch diese Methode um eine Woche, aber die Mitarbeiter haben auch Anspruch auf anteiligen Urlaub – er muss ebenfalls mit eingeplant werden. Zickler sagt: „Jedenfalls wird die Finanzierung durch dieses Verfahren einfacher, weil wir im anderen Bereich wieder deutlich einsparen. Nach mehreren Filmen haben wir es so perfektioniert, dass die Abläufe reibungslos funktionieren.“
Ohne Musik keine Emotion: Der Soundtrack
Volker Hohmann ist Til Schweigers Fahrer und Assistent – er wird regelmäßig von den Platten-Labels mit geplanten Veröffentlichungen versorgt. Während der Dreharbeiten hört er jeden Tag etwa sechs Stunden Musik, er kennt Til Schweigers Geschmack und trifft eine Vorauswahl der Tracks, die als Filmmusik infrage kommen. Abends auf der 40-minütigen Heimfahrt hört Schweiger sich diese Titel entspannt an und entscheidet, was ihm gefällt. Bei „Kokowääh“ entsteht der Soundtrack in Kooperation mit Sony Music, Four Music und Barefoot Music. „Da sich einige Titel noch in der Demo-Phase befinden, können wir mit den Künstlern sprechen und unsere Wünsche mit einbringen, bevor die Tracks endgültig produziert werden“, berichtet Tom Zickler. „Die Musikbranche weiß seit der Erfolgsgeschichte von ‚Apologize‘ (in ‚Keinohrhasen‘) und ‚I Like‘ (‚Zweiohrküken‘), welche Bedeutung, welchen Schneeballeffekt die Mitwirkung an einem Til- Schweiger-Film haben kann. Deshalb stehen uns die Türen bei den Labels immer offen.“
Familienfeste vor und hinter der Kamera
„Wir sprechen ein großes Familienpublikum an, haben das Konzept auf die FSK-Freigabe ab sechs Jahren angelegt, denn auch die Kinder sollen ‚Kokowääh‘ sehen dürfen, weil uns nach den vorigen Filmen klar ist, wie sehr die Kleinen unsere Emma lieben“, sagt Tom Zickler. „Das haben wir beim Bergfest, bei Set-Partys immer wieder gemerkt. Selbst mein 15-jähriger Sohn, der sonst eher auf Actionfilme steht, ist von Emma begeistert. Sie ist eine moderne Pippi Langstrumpf: Alle Kinder, die bereits Szenen aus unserem Film gesehen haben, wollen unbedingt genau so einen Schlafanzug haben, wie Henry ihn für Magdalena zuschneidet!“
Zickler fährt fort: „Patchwork-Familien gehören inzwischen zum Alltag – für Til ist sie privat Realität, mir geht es genauso, ebenso vielen unserer Freunde. Die neuen sozialen Familienstrukturen haben sich eingebürgert. In jedem Fall geht es darum, Verletzungen zu überwinden, sich gegenseitig zu respektieren und immer das Wohl der Kinder in den Vordergrund zu stellen: Das ist das Entscheidende.“
Über die Arbeit im Barefoot-Team sagt Tom Zickler: „Für Til steht die Kreativität immer im Vordergrund. Es ist manchmal anstrengend, ihm dies möglich zu machen. Aber das Ergebnis spricht für sich.“
Am Set besteht kein Zweifel daran, dass Til Schweiger das Heft in der Hand hält. „Til ist ein autoritärer Regisseur, der zwar immer ein lustiges Wort auf den Lippen hat, aber wenn er konzentriert arbeitet, darf man ihn dabei nicht stören“, sagt Zickler. „Das geht gar nicht anders, weil er als Regisseur ja nicht nur den Überblick behalten muss, sondern sich auch als Darsteller ständig selbst in Szene setzt, immer wieder vor und hinter die Kamera wechselt, während er auch die anderen Schauspieler inszenieren und ihnen Stichworte geben muss. Emma interessiert sich selbst intensiv fürs Filmemachen. Sie ist unwiderstehlich charmant und extrem intelligent – unglaublich, wie schnell sie Dinge begreift.“
Wie überzeugend die Story von „Kokowääh“ ist, beweist die schönste Bestätigung, die Til Schweiger – egal ob als echter oder als Filmvater – während der Vorbereitung des Films von Emma bekam: Vater und Tochter hatten gerade das gesamte Drehbuch gemeinsam durchgelesen – Emma begriff, dass Magdalena im Film zwischen zwei Vätern steht. Sie dachte darüber nach und sagte schließlich: „Ach Papa, ich würde mich dann doch für dich entscheiden!“
Eure Meinung zu "Kokowääh Trailer"
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Eure Kommentare zu "Kokowääh Trailer":
Emm Til schw Eiger ist echt coolll und emma ist süßßß
jenz ja den find isch janz klase jo sum anschaoun jut ne??
cx Ein Film mit Würgereiz... Wie jeder Film wo Till Eulenspiegel drin vorkommt :-(
Sarah Der Film ist einfach toll :*
cv un er nuschelt immer noch -.-
k Til kann 3 dinge gut leute hauen , rumweinen und auf sentimental machen .. und das kommt an??
Regina Man muss Til Schweiger eins lassen mit barefoot film hat er bisher interessante Themen aufgegriffen, gut verpackt und fantastische Musik als Untermalung hinzugenommen. Toll Gratulation. Ich finde diesen Film wieder gelungen und es ist grandios dass ein deutscher Film es wieder schafft.
Frank Typischer Weiberfilm...voll auf Sentimentale...einfach zum kotzen
michelle petzenhauser cool
maja der film ist super gut, voll gelungen
udo der 1 naja du der film ging soo
jacqueline kokowääh is coque au vin oder so:D ist französisch und heißt hühnchen in weinsoße
Qqwert Was heißt den überhaupt Kokowääh?
?!?!?!?! das darf ich nicht verpassen... ;)
anonym Ich finde den Trailer gelungen, und ich glaube den Film geh ich gucken. :D
der der alles weiß der fil ist der hit!!!! ich find die kleine voll süß!!
Tintenherz der film ist aber süss
SuPP du liebe Güte! Muss der Schweiger jetzt in jedem seiner Schnulzen seine Tochter bringen? Und dann gucken sowas leute auch noch *kopfschüttel*
Weitere Infos zum Film:
Drehbuchautor und Produzent Béla Jarzyk („Reine Formsache“) war bis vor wenigen Jahren Chef der Künstleragentur Players und Til Schweigers Agent. Anfang 2010 bot er Schweiger die Urfassung von „Kokowääh“ (= Coq au vin) an: Sein als Drama konzipierter Stoff erzählte von einem kleinen Mädchen, das sich als „Kukuckskind“ mit zwei Vätern auseinandersetzen muss. „Wir fanden die Idee wunderbar“, berichtet Produzent Tom Zickler, der seit Jahren mit Schweiger gemeinsam die Produktionsfirma Barefoot Films leitet. „Und nachdem die kleine Emma Schweiger in ‚Keinohrhasen‘ und ‚Zweiohrküken‘ die Zuschauer so begeisterte, hatten wir sie sofort als Magdalena im Kopf. Wir hatten aber den Eindruck, dass sich Bélas Story als Komödie besser machen würde. Unser Ansatz war dabei ähnlich wie bei ‚Knockin’ on Heaven’s Door‘: Eigentlich ist die Geschichte sehr traurig, aber die Zuschauer haben den Film als Komödie wahrgenommen. So funktioniert auch ‚Kokowääh‘.“
Béla Jarzyk als Autor und Til Schweiger als zukünftiger Regisseur arbeiteten darauf fünf Monate lang intensiv am Drehbuch. „Die letzte Fassung mit dem ‚Schweiger-Touch‘ schrieb Til gut gelaunt während der Fußballweltmeisterschaft nach dem deutschen 4:1-Sieg über England“, erinnert sich Zickler. „Da wussten wir: Wir sind auf dem richtigen Weg.“
Erst Anfang Mai 2010 fiel die Entscheidung für die Produktion von „Kokowääh“ – die Dreharbeiten begannen dann sehr kurzfristig schon am 21. Juli. Gedreht wurden an 38 Drehtagen bis zum 17. September. Der Termin war vorgegeben, denn das Filmteam war abhängig von den Sommerferien der siebenjährigen Hauptdarstellerin Emma. „Zum Glück hatte ich unsere bewährten Mitarbeiter von ‚1 1/2 Ritter‘ und ‚Zweiohrküken‘ bereits gebeten, sich den Sommer freizuhalten“, berichtet Tom Zickler. „So etwas kann nur funktionieren, weil wir mit diesen Mitarbeitern seit vielen Jahren ein erfolgreiches Team bilden. Aber natürlich können sie es sich nicht leisten, während der Sommermonate, in denen üblicherweise die meisten Kinofilme gedreht werden, ewig in Bereitschaft zu bleiben und abzuwarten. Das Projekt muss dann auch durchgezogen werden – selbstverständlich spüre ich diese Verantwortung, wenn ich Regieassistent/Co-Regisseur Torsten Künstler, Kameramann Christof Wahl, Cutter Constantin von Seld und die anderen auf das Projekt anspreche. Gleichzeitig bin ich davon abhängig, dass Til Schweiger als Perfektionist sein Okay erst in dem Moment gibt, wenn er hundertprozentig vom Drehbuch überzeugt ist. Die Finanzierung war trotz der kurzen Frist kein Problem, weil Barefoot Films seit Jahren mit verlässlichen Partnern wie Warner Bros. Film Productions Germany und dem Medienboard Berlin-Brandenburg zusammenarbeitet.
Zwei Väter für Magdalena: Die Besetzung
„Das Casting war diesmal recht einfach – im Vergleich zu ‚1 1/2 Ritter‘: Bis wir damals Julia Dietze fanden, brauchten wir fünf oder sechs Casting-Runden, denn die Prinzessin sollte unserem vorgefassten Konzept entsprechen. Zum Casting eines Til-Schweiger-Films kommen selbst die renommiertesten Schauspieler Deutschlands, aber diesmal fiel uns die Wahl leicht, denn Samuel Finzi war hundertprozentig der Tristan, den wir uns vorstellten, und in den Testszenen zwischen Jasmin Gerat und Til entwickelte sich genau die Zuneigung, Spannung und Chemie, die für dieses Paar im Film unabdingbar ist. Wir wünschten uns also sofort, dass Jasmin die Rolle der Katharina übernimmt. Allerdings wusste Til auch von Anfang an, dass die Bestsellerautorin Katharina in seinem Film kurzes Haar tragen soll, und er bat Jasmin an diesem Tag, sich ihr langes Haar vor dem Dreh abzuschneiden. Jasmin hat ein so schönes, markantes Gesicht, dass Til es sich mit einer modernen Kurzhaarfrisur vorstellte.“
Samuel Finzi war zuvor schon bei mehreren Schweiger-Filmen in die engere Wahl gekommen – diesmal schlug Casting Director Emrah Ertem Finzi als Zahnarzt Tristan Walser vor, der mit Magdalenas Mutter Charlotte verheiratet ist und sich bisher für den Kindsvater gehalten hat. Dazu Zickler: „Mir hatte Samuel als Polizeipsychologe und Titelheld in der TVSerie ‚Flemming‘ besonders gut gefallen. Samuel ist ein wunderbarer Kollege, denn er ist die Ruhe selbst und völlig uneitel, ein hervorragender Team-Player und auch menschlich eine großartige Persönlichkeit. Wir sind inzwischen gute Freunde geworden.“
Viele heutige Filme sind technisch hervorragend gemacht, aber dennoch hängt letztlich alles davon ab, ob die Chemie zwischen den Darstellern stimmt. Das merken die Filmemacher bestenfalls schon beim Casting, spätestens während der Produktion nach den ersten zwei, drei Drehtagen. Über seine Erfahrungen berichtet Tom Zickler: „Unser Erfolg lässt sich wohl im Grunde darauf zurückführen, dass es uns gelingt, Schauspieler zusammenzubringen, die zueinander passen. Das war bei ‚Keinohrhasen‘ mit Til und Nora Tschirner so, und diesmal kommt es zu sehr rührenden und emotionalen Szenen zwischen Emma und ihren beiden Filmvätern. Das funktioniert, und daraus entsteht dann jener Goldstaub, der nicht nur ein paar, sondern hoffentlich Millionen Zuschauer verzaubert.“
„Für mich war sehr schnell klar, dass Emma die Magdalena spielen muss“, fährt Zickler fort: „Til hatte testweise zwei oder drei Szenen mit ihr durchgespielt, und Emma zeigte ausgesprochen große Lust, den Film zu machen – jede Woche fragte sie: ‚Papa, wann drehen wir denn endlich?‘ Sie ist begeistert dabei, und auch Emmas 13-jährige Schwester Luna übernimmt in ‚Kokowääh‘ eine Gastrolle.
Allerdings sind 28 Drehtage für ein siebenjähriges Kind eine große Herausforderung. Beim Dreh sind außerdem gesetzliche Auflagen zu beachten: Emma durfte nur drei Stunden täglich arbeiten. Damit sich der Drehplan trotzdem durchführen ließ, stimmten ihn die Filmemacher mit dem Amt für Arbeitsschutz ab. Beim Einleuchten oder wenn Magdalena zum Beispiel in Dialogszenen nur von hinten zu sehen ist, weil die Kamera auf ihren Partner gerichtet ist, kam eines von vier Doubles zum Einsatz. Zickler sagt: „Wir casteten sie so, dass sie Emma sehr ähnlich sehen. Sie trugen die gleichen Kostüme und die gleichen Frisuren – es war sehr lustig, wenn Magdalena gleich vierfach über das Set tobte!“
Außerdem bekam Emma ihren eigenen Wohnwagen, der mit Spielzeug und DVD-Player ausgerüstet war. Das gesamte Team kümmerte sich intensiv um die kleine Hauptdarstellerin, sie hatte ihre Freundin dabei und wurde von ihrem vertrauten Kindermädchen betreut. „Wir haben alles getan, damit ihr der Spaß am Spielen nicht verging“, berichtet Zickler. „Es hat ihr sehr gut gefallen, stets im Mittelpunkt des Geschehens zu stehen. Ihre Energie ist unglaublich, sie turnte ständig herum und rannte auch nach drei Stunden Arbeit unermüdlich mit ihren Freundinnen über das Set. Meine größte Angst war: Was passiert, wenn unsere kleine Hauptdarstellerin nicht durchhält? Sie könnte ja eines Tages sagen: ‚Ich habe keine Lust mehr.‘ Es nützt dann überhaupt nichts, wenn man sie auf ihren Vertrag hinweisen würde …“
Natürlich hängt das Gelingen solcher Dreharbeiten vital vom Verhältnis zwischen Hauptdarstellerin und Regisseur ab. Dazu Zickler: „Til sagt nicht: ‚Spiel mal dieses oder jenes.‘ Vielmehr erarbeitet er die Szenen mit ihr beim Spielen. Dabei muss er stets sehr flexibel bleiben. Wenn sie sagt: ‚Ich sage den Satz jetzt aber anders‘, dann stimmt er ihr manchmal zu, manchmal insistiert er aber auch: ‚Nein, Emma, du darfst das jetzt nicht ändern, weil es sonst eine andere Bedeutung bekommt.‘ Natürlich hilft es sehr, dass er ihr Vater ist.“
Hat Emma ihre 28 Drehtage also durchgehalten? „Am Ende hatte sie ein paar Momente, da wurde es ihr ein wenig zuviel“, sagt Zickler. „Das war zu erwarten, und obwohl das Wetter zu Drehbeginn sehr gut war und sich daher für die Außenaufnahmen geeignet hätte, verzichteten wir darauf, um gleich zu Anfang die schwierigen Dialogszenen in Henrys Wohnung zu drehen, in denen Emma sehr stark gefordert wurde und die das Herz des Films ausmachen. Die Außenaufnahmen fielen ihr leichter, weil sie dort im Wasser planschen darf oder im Park nur an der Hand des Vaters durchs Bild geht – die legten wir bewusst ans Ende des Drehplans.“ Insgesamt waren durch die Vorgaben der Kinderschutzbestimmungen 38 Drehtage nötig, etwas mehr als üblich. Auch die Ausstattung wurde teurer – statt mit dem Team einfach zum nächsten Motiv umzuziehen, wurden zum Teil kleinere Dekorationen (wie die Pizzeria oder die New Yorker Innenräume) in die großen hineingebaut, damit das Team weiterarbeiten konnte, wenn Emma ihr tägliches Drei-Stunden-Pensum absolviert hatte.
Am Set drehte sich alles um Emma – anders ließ sich das Projekt nicht realisieren. Daher konnten für die anderen Rollen auch nur Schauspieler besetzt werden, die bereit waren, sich diesem Konzept unterzuordnen. Ein Beispiel: Meret Becker wollte Magdalenas Mutter Charlotte gern spielen, war aber auch an eine andere Produktion gebunden und wollte dann in den Sommerferien mit ihrer eigenen Tochter Urlaub machen. Zickler erinnert sich: „Vor dem Dreh mussten wir Meret darauf einschwören, dass sie im Notfall tatsächlich ihren Urlaub in Brandenburg für einen Tag unterbrochen hätte, um an unser Set zu kommen, denn mit unserer Priorität Emma ließ sich das nicht anders planen. Meret war dazu bereit, aber zum Glück trat dieser Notfall nicht ein, und wir konnten die Unterbrechung ihrer Sommerferien umgehen.“
Selbst die kleinen Rollen in „Kokowääh“ sind hochkarätig besetzt. Den kurzen Auftritt des Filmregisseurs, der Katharinas Bestseller verfilmen soll, übernimmt der preisgekrönte Mišel Maticevic („Im Angesicht des Verbrechens“, „Effi Briest“). Dazu Zickler: „Mišel ist ein toller Schauspieler – wenn er sich bereit erklärt, den Regisseurs Rob zu spielen, ist das für uns eine große Ehre. Umgekehrt ist es natürlich genauso: Die Kollegen wissen, dass sie in einem Til- Schweiger-Film von sehr vielen Zuschauern gesehen werden. Außerdem ist jedem klar, dass Til nur Schauspieler besetzt, von deren Leistung er wirklich beeindruckt ist – das ist eine besondere Anerkennung von seiner Seite.“
Auch Katharina Thalbach („Der Mond und andere Liebhaber“, „Strajk – Die Heldin von Danzig“) prägt den Film mit einem kurzen, aber unvergesslichen Auftritt als Patientin in Tristans Zahnarztpraxis. Thalbach und Til Schweiger hatten bereits bei „Der Eisbär“ zusammengearbeitet, in dem sie eine Gastrolle übernahm. Zickler berichtet: „Kürzlich hielt Katharina die Laudatio, als Til den ‚B.Z.‘-Preis gewann – davon war er so beeindruckt und gerührt, dass er sie bat, in ‚Kokowääh‘ mitzuwirken. Sie selbst suchte sich die Rolle der Patientin mit der Kiefersperre im Mund aus.“
In dieser Szene zeigt sich einmal mehr das große Talent des Regisseurs Til Schweiger. Denn die erste Begegnung zwischen Tristan und Henry ist eigentlich sehr traurig – aber durch Katharina Thalbachs Präsenz als Patientin lacht man trotzdem. „Die Sensoren der Zuschauer sollen natürlich ins Tragische ausschlagen, aber auch gleich wieder ins Komische, um eine stimmige Gesamtheit zu ergeben“, sagt Zickler. „Darin ist Til der Meister seines Fachs. Das Gespür für solche Szenen hat er im Blut: Die Patientin im Hintergrund war seine Idee. Darauf muss man erst einmal kommen! So wird die Szene mit einem Lacher beendet, und schon in der nächsten werden wir von den ernsten Tönen wieder völlig gefangengenommen.“
Til Schweiger als Magnet für internationale Filmproduktionen: Schauplatz Berlin Hauptschauplatz in „Kokowää“ ist Henrys Loft: Die Szenen auf diesem Set erforderten 15 Drehtage – sie hätten sich in einem gemieteten Apartment kaum realisieren lassen. Außerdem war es nötig, für Einstellungen mit langen Brennweiten bestimmte Wände verschieben zu können. Daher baute Silke Buhrs Ausstattungsteam die Wohnung in eine leer stehende Lagerhalle in einem Berliner Hinterhof am S-Bahnhof Wedding. In derselben Location ließen sich auch die Szenen im Treppenhaus und selbst die New Yorker Wohnung drehen. Auch der ganze Hof konnte genutzt werden – die Produktion erforderte umfangreiche Abstellflächen für die Wohnwagen der StarsSchauspieler. Aufgrund der aufwändigen Ausleuchtung waren statt der üblichen zwei Ausrüstungs-Lkw sechs Lkw erforderlich – auch der Platz für all diese Fahrzeuge muss vorab eingeplant werden.
Über die Motivsuche für die übrigen Schauplätze erzählt Tom Zickler: „Vor einem Jahr hatten wir gute Erfahrungen damit gemacht, im Berliner Schiffskontor ein schönes, liebevoll gepflegtes altes Boot auszuleihen und mit den Kindern die Berliner Wasserwege zu befahren, vom Müggelsee bis zum Wannsee. Wenn es zu warm wird, springt man einfach ins Wasser. Til und ich merkten sofort, dass nur eine Stunde auf dem Wasser genügt, bis wir uns völlig entspannen. Mit dem Boot haben wir manche Motive vom Wasser her ausgewählt. Auf diese Weise fanden wir zum Beispiel bei Potsdam direkt an der Havel, in der Nähe der Glienicker Brücke, ein Ausflugslokal in prachtvollem italienischem Baustil. Spontan beschlossen wir, dort eine wichtige Aussprache zwischen Henry und Tristan zu drehen.“
Über das Barefoot-Konzept sagt Zickler: „Wie schon in den früheren Filmen wollen wir Berlin als Metropole zeigen, eben nicht nur Kreuzberg und Linie 1, sondern als eine Stadt, die mit London und Paris mithalten kann. Kirsten Niehuus, Chefin der Filmförderung Berlin- Brandenburg, bestätigte vor Drehbeginn, dass ‚Keinohrhasen‘ der Filmstadt Berlin einen ungeheuren Nutzen gebracht hat, weil seitdem bei ihr ständig auch von ausländischen Produktionen angefragt wird, die sich für Dreharbeiten in der Hauptstadt interessieren. Deshalb behalten wir dieses Konzept bei und suchen besonders ansprechende Schauplätze aus.“
Dazu gehört auch der kleine Park, in dem Henry und Magdalena Eis essen. Zickler berichtet: „Seit etwa einem Jahr mache ich mit meinem Sohn Fahrradexkursionen durch Berlin, denn in dieser großen und schönen Stadt gibt es immer wieder etwas Neues zu entdecken, was per Auto viel zu schnell vorbeifliegen würde. Mit dem Fahrrad biegt man eben gern auch mal in eine Seitenstraße ein. Der wunderschöne Körnerpark liegt in Neukölln nur eine Querstraße von der ausgesprochen hässlichen Sonnenallee entfernt. Man würde ihn dort überhaupt nicht vermuten.“
Magdalenas Schule ist eigentlich ein Verwaltungsgebäude in jenem Potdsamer Villenviertel, in dem bis vor 20 Jahren die russische Armee einquartiert war. Tristans opulentes Wohnhaus mit Säulenportikus steht in Potsdam-Babelsberg. Die prachtvollen Villen am Griebnitz-See in Potsdam wurden in den 1920er-Jahren von UFA-Produzenten und Filmstars erbaut – Luxus mit 30 Zimmern und mehr. Die Potsdamer Konferenz fand 1945 auch deswegen hier statt, weil diese Häuser nicht bombardiert worden waren und den Delegationen zur Verfügung standen.
Die Zahnarztpraxis richtete das Team in einer Babelsberger Villa ein, weil aus dem Fenster ein parkähnlicher Garten zu sehen sein und damit Tristans Reichtum demonstrieren soll, der aber auch kein Heilmittel gegen seine Einsamkeit ist. Zickler kommentiert: „Einfach gesagt: Wohlhabenden Menschen geht es bei all ihrem Geld nicht besser als uns.“
Das schlossähnliche Anwesen, in dem Katharina zu Hause ist, fanden die Filmemacher in der weiteren Umgebung eine Autostunde von Berlin entfernt. „Im Film wird die Autorin Katharina als eine der 100 einflussreichsten Personen vorgestellt. Uns ging es darum, deutlich zu machen, dass sie einen Megaseller von ‚Harry Potter‘-Dimensionen geschrieben hat. Das drücken wir auch durch ihr großzügiges Haus aus.“
Die Innenaufnahmen in Katharinas Domizil entstanden in Berlin-Charlottenburg in einem Möbelhaus, der Villa Harteneck, wo man Teile der außergewöhnlichen Ausstellungsstücke und antiken Möbel für die Inneneinrichtung nutzte. Schwierig für das Team war vor allem die notwendigerweise sehr sorgsame Auslagerung all der Stücke, die für die Szenen nicht gebraucht wurden, denn es handelt sich bei diesen Objekten um erhebliche Werte. „Allein manche Vase kostete mehrere tausend Euro“, sagt Zickler.

