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The Rite - Das Ritual Trailer und Filmkritik

FSK Film: 16 | Länge: 112 Min | Kinostart: 17.03.2011 | Release: 15.07.2011 (DVD&BD)
© Warner Bros. Pictures | Genre: Horror | DVD & BD leihen oder kaufen | Wo jetzt im Kino? | Trailer kaputt?

 

TRAILER-TIPPS

 

Links & Infos

 

Schauspieler:Anthony Hopkins, Alice Braga, Torrey DeVitto, Ciarán Hinds, Rutger Hauer, Chris Marquette, Franco Nero, Toby Jones, Maria Grazia Cucinotta, Colin O'Donoghue, Marta Gastini, Rosa Pianeta, Nico Toffoli

Die Story:Der Film beruht auf wahren Begebenheiten: Der skeptische Seminarist Michael Kovak (Colin O’Donoghue) nimmt widerstrebend an einer Exorzistenausbildung im Vatikan teil. In Rom lernt er den unorthodoxen Geistlichen Pater Lucas (Anthony Hopkins) kennen, der ihn in die finsteren Aspekte seines Glaubens einführt.

Hintergrund:Regisseur Mikael Håfström (Zimmer 1408) stößt mit dem Thriller The Rite erneut ins Reich des Übersinnlichen vor und entdeckt, dass der Teufel selbst vor den heiligsten Orten auf Erden nicht zurückschreckt. Die Hauptrollen übernehmen Oscar-Preisträger Anthony Hopkins (Das Schweigen der Lämmer, Wolfman), Colin O’Donoghue in seinem Spielfilmdebüt, Alice Braga (Predators), Ciarán Hinds (HBO-Serie Rom, Harry Potter und die Heiligtümer des Todes), Toby Jones (Frost/Nixon, Harry Potter und die Kammer des Schreckens) und Rutger Hauer (Batman Begins, Der Blade Runner). Beau Flynn und Tripp Vinson (The Exorcism of Emily Rose) produzierten den Film mit ihrer Firma Contrafilm. Michael Petroni (Die Chroniken von Narnia – Die Reise auf der Morgenröte) ließ sich zu seinem Skript von Matt Baglios Buch anregen. Toby Emmerich, Richard Brener, Merideth Finn und Robert Bernacchi sind als Executive Producers beteiligt. New Line Cinema präsentiert eine Contrafilm-Produktion, einen Film von Mikael Håfström: The Rite. Der Film kommt am 24. Februar 2011 im Verleih von Warner Bros. Pictures Germany, a Division of Warner Bros. Entertainment GmbH, in die deutschen Kinos.

Sprachen:Making Of zum Film



DIE SCHULE DER EXORZISTEN

Exorzismus? Ist das nicht finsteres Mittelalter? So denkt Gary Thomas, Pfarrer im kalifornischen San José, als ihn sein Bischof auf den amtlichen Exorzistenkurs nach Rom schickt. Doch der Aufenthalt in der Ewigen Stadt verläuft ganz anders, als Thomas vermutet hat. Aber nicht nur der 50jährige Priester lernt in diesen Monaten Neues und Ungewöhnliches – auch der Journalist Matt Baglio, der den Geistlichen auf Schritt und Tritt begleitet. So entstand das Buch „The Rite“, eine fesselnde Reportage jenseits aller Exorzismus-Klischees, die vergangenen Herbst unter dem Titel „Die Schule der Exorzisten“ erstmals auf dem deutschen Buchmarkt erschienen ist.

Father Thomas’ Start im Exorzistenkurs ist denkbar schwierig. Er spricht kaum ein paar Worte Italienisch, und der versprochene Übersetzer lässt sich nicht blicken. Aber auch die anderen Kursteilnehmer scheinen nicht gerade gefesselt vom Vortrag des Dozenten. Soll er hier wirklich lernen, Dämonen auszutreiben? Also wird Thomas selbst tätig und geht – parallel zum Kurs – bei einem praktizierenden Exorzisten in die Lehre. Die Erfahrungen, die er dabei macht, krempeln seine Sicht auf die spirituelle Welt grundlegend um ...

„Die Schule der Exorzisten“ versammelt faszinierende Szenen aus dem Leben eines Exorzisten sowie von Menschen, die von Dämonen besessen sind. Baglio geht aber auch der Geschichte des Exorzismus nach, erklärt Riten und Rituale und erläutert, was die katholische Kirche über Besessenheit wirklich lehrt. Entstanden ist ein Buch, das Skeptiker wie auch im Glauben Gefestigte gleichermaßen fesselt, ein Buch, das zeigt, dass die Wahrheit über Besessenheit nicht nur befremdlicher als Fiktion ist, sondern auch noch weitaus gruseliger.

Der Autor:
Matt Baglio wuchs in San Diego, Kalifornien, auf und schloss 1996 sein Literaturstudium ab. 2000 lernte er auf einer Europareise seine Frau kennen und lebt seitdem mit seiner Familie in Rom. Er arbeitet für verschiedene Agenturen und Zeitschriften wie The Associated Press, The American Magazine oder The International Herald Tribune  und schreibt u.a. über den Vatikan, die Mafia und satanische Kulte. Publisher’s Weekly  nannte „The Rite“ eine „packende und lehrreiche Lektüre“.


Eure Meinung zu "The Rite - Das Ritual"



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Eure Kommentare zu "The Rite - Das Ritual":

telod was stimmt mit den Amerikanern nicht?

Neo Meinungen und Kommentare zum Film schön und gut, aber tragt euren Glaubenskrieg woanders aus und nicht hier, Danke!

daguckstewa? Oh je, ein Freimaurer...

W. B?r Die Christen sehnen sich offensichtlich nach den "Hexenverbrennungen" und "Teufelsaustreibungen" zur?Wird Zeit das dem Vatikan das kriminelle Handwerk gelegt wird.

daguckstewa? Versteh ich nicht: warum soll Exorzismus plötzlich ein "finsterer Aspekt des Glaubens" sein?(siehe Story) Der Herr Jesus christus selbst war der erste Exorzist. Steht doch alles seit Zeitausend Jahren im Evangelium. Warum jetzt die Überraschung? Aber in Zeiten wo der ein oder andere nichtmal das Credo richtig aufsagen , ganz zu schweigen über die darin inhaltene Glaubensinhalte sprechen kann, halt ich mal lieber die Fresse.

Patrick Hopkins at his best! So muss das sein!

madame hui der ist gut, werd ich mir ansehn....

Neo Och ja, sieht durchaus interessant aus und dann auch mit recht namenhaften Schauspielern. Werde ich mir bei Gelegenheit dann gerne mal anschauen und hoffentlich ist er so spannend, wie der Trailer es vermuten lässt!

Koschie Cool, ich warte ja noch immer das es mal einer schafft den Exorcisten von damals zu Toppen oder zumindest genauso rüberkommt. aber bislang ist das noch keinem gelungen, diese art von film ohne großes blut vergießen und nur mit den tricks wie ton, musik atmosph. usw perfekt zu spielen und as rüber zu bringen das dies eine beklemmende atmosphäre schafft und einen im sessel vor angst starr werden läßt. den bis jetzt hat der exorcist bis heute nix an seine wirkung verloren und zählt noch immer zu den top horror filmen und das ganz ohne blut vergießen uns sonstigen gemetzel usw. vielleicht schafft einer es ja mal wieder so ein ding ab zu liefern, das wäre mal wieder ganz großes kino , und ein film an den man sich noch jahrzente später erinnert und nicht nur ein monat noch nach dem kino besuch.

Andy667 Gänsehaut!! Ich wohne 20km vom Ort entfernt, in dem damals Anneliese Michel exorziert wurde...ob psychisch krank oder wirklich besessen-schwierige Frage..ich glaube es gibt mehr auf dieser Welt als wir zu wissen glauben. ANSCHAUEN!!

 




♥: Eher psychologischer Horror ohne übertriebene Schockeffekte, gediegene Optik
−: Zäher Start, wenig überraschend, erst der letzte Akt bringt Spannung.

"Was haben sie erwartet ? Rotierende Köpfe und Erbsenuppe". Den Machern hinter "Das Ritual" ist klar, dass der Vergleich mit "Der Exorzist" aufkommen wird und so thematisieren sie den Horrorklassiker gleich selbst in ihrem Film. Auf die Markenzeichen des Friedkin-Schockers von 1973 wollen sie also verzichten. Aber was wollen sie stattdessen bieten ? Wieviele Zuschauer haben sich eigentlich damals beschwert, das "Der Exorzist" zu unheimlich ist ?


Vor einigen Jahren sorgte die Schlagzeile für Aufsehen, dass der Vatikan immer noch Exorzisten ausbildet, das der Berufszweig sogar einen regelrechten Boom erlebt.
Das haben offenbar auch die Macher des Films mitbekommen und sich überlegt, dass man mal gucken könnte, ob sich das Business der Dämonenaustreiber seit Ende der 70er Jahre geändert hat.
Warum Exorzisten heutzutage so gefragt sind, wird allerdings in "Das Ritual" nicht gefragt oder erklärt. Der Verweis auf die Aktualität des Themas bleibt damit reine Werbemaßnahme ohne Auswirkung auf den Film. Die Erkenntnis: Es hat sich gar nichts getan. "Das Ritual" könnte unverändert auch in den 70ern spielen und sieht meist auch so aus.
Regisseur Mikael Hafström hat mit "Zimmer 1408" schon einen echten Horrortrip vorgelegt. Das ist "Das Ritual" ein Schritt zurück. Drehbuchautor Michael Petroni hat schon einige Abstecher ins Okkulte und Religiöse gemacht bei Filmen wie "Königin der Verdammten" (mit Aalyiah) oder "Lost Heaven" (mit Jodie Foster).

Seit Generationen ist die Familie von Michael Kovak (Colin O'Donoghue, "Die Tudors")) im Bestattungsgewerbe. Von klein auf war der Junge von Leichen umgeben. Als junger Mann hat er nun nur zwei Möglichkeiten: entweder er übernimmt das Geschäft seines Vaters (Rutger Hauer, "Batman Begins") - oder er wird Priester. Michael entschließt sich fürs Priesterseminar. Zum Glück gilt das Zölibat noch nicht während des Studiums. Und am Ende kann man sich ja immer noch heimlich verdrücken, oder ? Von wegen. Michaels Mentor (Toby Jones, "Infamous") setzt die Daumenschrauben ein. Entweder Michael zahlt sein Studentendarlehen zurück (was er nicht kann)- oder er besucht ein Exorzismus-Seminar in Rom. Was gibts da noch zu überlegen ?
Während Rom als die altbekannte Mischung aus antiken Sehenswürdigkeiten und halbverfallenen, romantischen Gässchen gezeigt wird, hat sich im Vatikan offenbar einiges getan. Die Exorzisten lernen nicht in finsteren Verliesen, sondern in einem hellen Designer-Hörsaal mit Multimediaaustattung vom Feinsten. CSI lässt grüßen. Aber auch der Schnellkurs in Dämonologie beseitigt Michaels Glaubenskrise nicht. Als letzte Maßnahme schickt sein Betreuer ihn zu Pater Lucas (Anthony Hopkins, "Thor"), der quasi an vorderster Front gegen das Böse kämpft. Hier erlebt Michael seinen ersten Exorzismus. Ein schwangerer Teenager (sehr überzeugend: Marta Gastini) wird von einer Tante zur Teufelsaustreibung gebracht. Anthony Hopkins als kauziger Priester wirklich sehenswert und spielt den eigentlichen Hauptdarsteller mit Leichtigkeit an die Wand. Erst wächst er dem Zuschauer ans Herz mit seiner zupackenden Art, so daß man später um so mehr mit ihm leidet, wenns dramatisch wird. Das dauert allerdings, weil Michaels Vorgeschichte, sein Werdegang und seine Glaubenskrise zu viel Zeit einnehmen und der bisher unbekannte Colin O'Donoghue dabei sehr blass bleibt. Bis zum Finale wird er mangels Eigeninitiative von den Ereignissen mitgerissen. Richtig spannend wird "Das Ritual" erst im letzten Drittel, als die Sendboten der Hölle sich nach einem tragischen Todesfall ordentlich austoben.

Das Ritual wirkt mitunter wie ein Werbevideo für die katholische Kirche. Das hat die nach den Skandalen der Vergangenheit dringend nötig. Hier sind die Seelsorger durchweg vertrauenswürdig.
Und es wird auch nicht vergessen zu erwähnen, dass die Kirche sorgfältig trennt zwischen psychischen Erkrankungen und Besessenheit. So lassen sich viele der Problemfälle im Film mit realen Traumata erklären. Wurde der angeblich besessene kleine Junge von seiner Mutter verprügelt ? Wurde das angeblich besessene schwangere Mädchen vergewaltigt ? Wie man das unterscheidet wird allerdings nicht erklärt. Der Konflikt zwischen Exorzismus und Psychatrie wurde in Filmen wie "Der Exorzismus der Emiliy Rose" und "Requiem" seriöser thematisiert. " Das Ritual" ist letztlich trotz behutsamer Figurenzeichnung doch nur ein Horrorfilm.Um keinen Zweifel an übernatürlichen Ursachen aufkommen zu lassen, greift der Film dann in die gut gefüllte Trickkiste der Horrorfilmgeschichte. Wildes Augenrollen, extremes Bodenturnen und düsteres Make-Up sorgen dabei für eher dezentes Gruselfeeling.
Wie zuvor erwähnt, wird auf Kotzattacken und unflätige Flüche verzichtet.
Viel Zeit wird darauf verwendet, den familiären Hintergrund von Michael Kovak zu beleuchten.
Und mit der Figur Michael Kovaks werden die Zweifel der Zuschauer gegenüber der Religion durchaus ernst genommen. Den Geistlichen mit der Glaubenskrise gab´s in "Der Exorzist" allerdings auch schon. Warum Michael dennoch jahrelang Theologie studiert ist allein mit Familientradition kaum zu erklären. Und auch seine allmähliche Wandlung zum Gläubigen lässt sich psychologisch nicht erklären. Da muss das Böse schon massiv seine Existenz beweisen. Der Beweis ist allerdings das Gegenteil vom Glauben. Und warum sollten Dämonen sich überhaupt die Mühe machen, einen Ungläubigen zu bekehren ? Nach gängiger Kirchenlehre ist er doch ohnehin verdammt. Dazu gesellen sich auch einige bequeme Logiklöcher. Das z.B. der unerfahrene Michael am Ende selbst einen Exorzismus vollziehen muss, ist natürlich unvermeidlich. Dabei ist er entgegen den geltenden Regeln weder ein Priester, noch hat er die Erlaubnis eines Bischofs. Und
hoffentlich kommt der Teufel nie dahinter, dass es unmöglich ist am Wochenende in Rom und im ganzen Vatikan einen erfahrenen Exorzisten aufzutreiben...

Einerseits soll in "Das Ritual" das Bild des Exorzismus psychologisch aufwertet werden, andererseits kann und will man dabei nicht auf altbackene Horrorstandards verzichten. Die Ästhetik ist durchweg gediegen, aber sehenswert ist vor allem Anthony Hopkins. "Das Ritual" ist ein Mainstream-Gruselfilm für Leute, die eigentlich keine Gruselfilme mögen.



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