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Sucker Punch Trailer und Filmkritik

FSK Film: 16 | Länge: 100 Min | Kinostart: 31.03.2011 (auch in 3D) | Release: 05.08.2011 (DVD&BD)
© Warner Bros. Pictures | Genre: Action | DVD & BD leihen oder kaufen | Wo jetzt im Kino? | Trailer kaputt?

 

TRAILER-TIPPS

 

Links & Infos

 

Schauspieler:Emily Browning, Abbie Cornish, Jena Malone, Vanessa Hudgens, Jamie Chung, Carla Gugino, Jon Hamm, Scott Glenn, Oscar Isaac, Danny Bristol, Vicky Lambert, Juliana Semenova

Die Story:Man hat Babydoll gegen ihren Willen eingesperrt. Aber sie gibt nicht auf und kämpft um ihre Freiheit: Sie drängt vier weitere Mädchen - die freimütige Rocket (Jena Malone), die gerissene Blondie (Vanessa Hudgens), die treu ergebene Amber (Jamie Chung) und die zurückhaltende Sweet Pea (Abbie Cornish) -, gemeinsam gegen das schreckliche Schicksal aufzubegehren, das ihre Wächter Blue (Oscar Isaac), Madam Gorski (Carla Gugino) und High Roller (Jon Hamm) für sie vorgesehen haben. Unter Babydolls Führung starten die Girls einen fantastischen Feldzug gegen Widersacher wie Samurais und Feuerdrachen, wobei sie jederzeit über ein virtuelles Waffenarsenal verfügen können. Gemeinsam müssen sie entscheiden, welche Opfer sie bringen wollen, um ihr Leben zu retten. Nur dann haben sie eine Chance, mithilfe eines Weisen (Scott Glenn) ihre Freiheit wiederzuerlangen.

Hintergrund:In Zack Snyders (Watchmen - Die Wächter, 300) kreativer Vision übernimmt ein Ensemble junger Stars die Hauptrollen: Emily Browning (Der Fluch der zwei Schwestern), Abbie Cornish (Bright Star), Jena Malone (Into the Wild), Vanessa Hudgens (die High School Musical-Filme) und Jamie Chung (Schön bis in den Tod). Mit dabei sind auch Oscar Isaac (Robin Hood) und Carla Gugino (Watchmen - Die Wächter) sowie Jon Hamm (The Town - Stadt ohne Gnade, TV-Serie Mad Men) und Scott Glenn (Das Bourne Ultimatum). Zack Snyder inszenierte Sucker Punch nach seinem und Steve Shibuyas Drehbuch und seiner Originalstory. Snyder und Deborah Snyder produzieren, als Executive Producers sind Thomas Tull, Wesley Coller, Jon Jashni, Chris deFaria, Jim Rowe und William Fay beteiligt. Zum kreativen Team zählen außerdem Produktionsdesigner und Oscar-Preisträger Rick Carter (Avatar) sowie drei seit Watchmen - Die Wächter und 300 bewährte Mitarbeiter: Kameramann Larry Fong, Cutter William Hoy und Kostümdesigner Michael Wilkinson. Die Musik komponierten Tyler Bates und Marius DeVries. Warner Bros. Pictures präsentiert in Zusammenarbeit mit Legendary Pictures eine Cruel and Unusual Produktion, einen Zack Snyder Film: Sucker Punch. Der Film kommt am 31. März 2011 im Verleih von Warner Bros. Pictures Germany, a division of Warner Bros. Entertainment GmbH, in die deutschen Kinos.

Sprachen:Exklusiv: Blondie




Eure Meinung zu "Sucker Punch"



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Eure Kommentare zu "Sucker Punch":

7r+# Skandal! Unter die Nazi-Zombies haben sich Kaiserliche aus dem 1. WK. gemischt!!

Napoliuno1 Endlich wieder ein Knallerfilm!!

jason schöne fraue,viele explosionen ,massen schlägerei und kämpfe gegen risen samureis das weckt alles was sich junge männer wünschen XD

Ferkel X das darf ich meine frau nicht zeigen, da muss ich die mit in kino nehmen.... :) richtig geil...

Koschie Na, vom Watchman macher. Watchman war schon großer misst, sieht hier zwar nach viel action aus, aber wieder viel zu viel kombiniert mit anderen dingen und zu kompliziert. und klingt schon nach ein wenig interception nur ein bissel anders verpackt. hoffe nur das dies nicht auch wieder so ein film wie sin city, oder watchman ,spirit usw wird die waren von der mach art her nämlich alles käse in meinen augen. will bei einer comic verfilmung usw unterhalten werden genauso wie beim lesen von einem comic. und nicht da groß lange überlegen um die story usw zu verstehn, das muss flüssig rüber kommen. hier habe ich das gefühl wollte man wieder zuviel in einem verpacken, und dardurch wird alles wieder zu komplex und überzogen , und dann noch mit viel action. na weiss nicht, dann lieber ne einfache story mit action und fantasy usw zb. wie Thor da macht das schaun spass und auch das erhoffte warten auf teil 2 womöglich.

Nasenbär Was für ein Sch...

Emil G. Du meine Güte! Sehr verwirrend. Scheinbar will da jemand noch eins drauf setzen und Inception übertreffen. Sieht aber echt gut aus. Wenn bloß die dämlichen Dialoge nicht wären...

lommi wie geil iss das denn

 




♥: Hübsche Frauen, schräge Ästhetik , cooler Soundtrack (Geschmackssache !)
−: Dialoge mal pathetisch, mal peinlich, plumpe Episodenstruktur ohne Spannung

Ein Sucker Punch ist ein überraschender Schlag, der das Opfer ohne Vorwarnung trifft. So einen möchte Regisseur Zack Snyder seinem Publikum offenbar auch verpassen. Allerdings hat er es lauthals angekündigt - so dass man glücklicherweise noch in Deckung gehen kann.
Das Filmposter verspricht auch "eine radikale Vision der Realität" - und das ist "Sucker Punch" nun überhaupt nicht. Mit der Realität hatte Snyder schließlich auch in "300" oder "Watchmen" noch was am Hut. "Sucker Punch" ist ein einziger Traum. Oder eher Albtraum. Nie kann man sicher sein, was wahr ist oder Illusion. Ein völlig virtueller Fantasy-Action-Mashup der sich selbst leider viel zu ernst nimmt. "Burlesque" trifft "Mortal Kombat".


Am Anfang präsentiert sich der Film als reinrassiges Musikvideo, das Babydolls (Emily Browning) Vorgeschichte erzählt. Nach dem Tod ihrer Mutter bringt Babydolls fieser Stiefvater (Gererd Plunkett) auch ihre Schwester (Frederique de Raucourt) um, weil er an das Erbe der Schwestern will.
Babydoll wird kurzerhand in ein düsteres Psycho-Sanatorium geschafft.
Hier besticht der Erbschleicher einen korrupten Arzt (oscar Isaac), um Babydoll per Lobotomie endgültig ruhig zu stellen. Während Snyder sich kameratechnisch austobt, betreibt seine Heldin Emily Browning Minimalismus und kommt in der ersten Viertelstunde komplett ohne Worte und mit gerademal zwei Gesichtsausdrücken über die Runden. Niedlich und mitleiderregend auszusehen reicht ihr. Im Sanatorium praktiziert die Ärztin Vera Gorski (Carla Gugino) eine ganz spezielle Therapie, bei der die anderen inhaftierten Mädchen auf einer Bühne mit ihren Traumata konfrontiert werden. Treffpunkt aller Patienten ist passenderweise ein alter Theatersaal, ein überdeutlicher Hinweis auf die Bedeutung von Illusionen und Täuschung in Snyders Inszenierung.
Babydoll findet sich aber erst mal auf einem Operationsstuhl wieder, wo ihr der sadistische Blue Jones (Oscar Isaac) mit einem Stahldorn das Hirn durchlöchern möchte. (Eine Technik die als transorbitale Lobotomie tatsächlich mal praktiziert wurde). Das klingt aber offenbar schlimmer als es ist, denn später zeigt sich, dass ein hübsches Mädchen auch mit perforiertem Gehirn immer noch völlig unverändert makellos aussehen kann. Bevor das jedoch passiert, erwacht Babydoll in einer ganz anderen Realität. Aus dem Psychoknast ist jetzt ein Bordell geworden, in dem sie mit ihren Leidensgenossinnen gefangengehalten wird. Der Doktor taucht als Oberzuhälter wieder auf, die Ärztin als Puffmutter, und die Pfleger als Schläger. Also alles wie gehabt, nur plüschiger. Die Mädels müssen tanzen , um ihre Freier zu erobern, und als wäre das nicht genug Ausbeutung müssen sie auch Böden schrubben und Kartoffeln schälen. Es ist die Hölle ! Babydoll soll als angebliche Jungfrau für einen ominösen Luxuskunden, den High Roller (John Hamm) aufgespart werden. Dazu kommt es allerdings nie, und so wird der vermeintlich Oberschurke zwar ständig erwähnt, bleibt aber nebulös und nichtssagend. Bei ihren Tanznummern entwickelt Babydoll ein ganz besonders Talent: Obwohl man nie einen einzigen Tanzschritt oder auch nur einen Hüftschwung sieht, (man erinnere sich nur an Jessica Alba in "Sin City") verschwindet die Welt um sie herum, die Zuschauer sind wie hypnotisiert und Babydoll findet sich einer weiteren alternativen, nun ja Realität kann man es kaum nennen. In einem asiatischen Kloster trifft sie hier den offenbar allwissenden "Wise Man" (Scott Glenn). Nach kurzer Einweisung muss sie mit gigantischen Samurai.-Monstern kämpfen, was nach der ersten Tracht Prügel auch richtig gut klappt.
Von ihrem Mentor bekommt sie auch einen Ausweg aus ihrer verzwickten Lage präsentiert. Babydoll Sie muss im Bordell vier Gegenstände auftreiben, die ihre Flucht ermöglichen.
Merke: auch wenn Frauen sich selbst befreien wollen, sollte ein kluger Mann ihr sagen wie das geht. Der Plan ist simpel: Babydoll tanzt und während alle sie fasziniert angaffen, tauchen alle Mädels , Amber (Jamie Chung) , Blondie (Vanessa Hudgens), Rocket (Jena Malone) und Sweet Pea (Abbie Cornish) in Babydolls Traumwelt ein und erobern die Artefakte dort in blei- und monsterhaltigen Schlachten, obwohl sie in Wirklichkeit in der Bordellwelt ganz profan geklaut werden. Die Actionszenarien werden wie Level in einem Computerspiel abgehakt. Fehlen nur die Munitions- und Lebenskraftanzeigen. Andererseits scheint jemand einen Cheat aktiviert zu haben, der endlose Munition und Unverletztbarkeit garantiert. Gefährlich wirkt das Gekloppe jedenfalls nie, das mal mit epileptischen Schnittgewittern, mal mit Extra-Super-Slow-Motion nur zwei Geschwindigkeiten kennt. In der "Realität" haben die Mädels derweil mit anderen Problemen wie Angst vor dem Risiko und Verrat zu kämpfen. Der Fluchtplan fordert überraschend doch einen hohen Blutzoll. Und dann liefert "Sucker Punch" doch noch einen überaschenden Schwinger ans Kinn des Zuschauers. "Das ist nicht meine Geschichte" sagt Babydoll kurz vor dem Finale. Da wechselt der Film also mal eben seine Heldin aus. So egal und austauschbar ist Snyder seine Heldin. Wie soll man sich da als Zuschauer emotional binden ?


"Sucker Punch" ist der erste Film von Zack Snyder , der auf einem eigenen Drehbuch basiert.
Einer der gefeiertsten Blockbuster-Regisseure der letzten Jahre darf also sein Lieblingsprojekt umsetzen. Was "Inception" für Christopher Nolan war, das ist Sucker Punch für Zack Snyder. Leider könnten die Ergebnisse kaum unterschiedlicher sein.
Das Konzept, das verschiedene Traumebenen ineinander verschachtelt, erinnert frappierend an "Inception". Wobei man Snyder kaum ein Plagiat unterstellen kann, schließlich war sein Film schon längst entwickelt, als "Inception" herauskam. Aber der direkte Vergleich ist so natürlich unvermeidbar - und offenbart, dass Zack Snyder anders als Christopher Nolan, keine Drehbücher schreiben sollte. Das hat er in seinen bisherigen Filmen auch nicht getan. Und auch für seinen Coautoren Steve Shibuya ist es das erste Skript. Für seinen nächsten Film Superman hat er mit David S.Goyer ("The Dark Knight")zum Glück einen mehr als erfahrenen Drehbuchlieferanten.

Die Actionszenarien sind zwar herrlich durchgeknallt, aber auch reichlich simpel gestrickt. Dampfgetriebene Zombiesoldaten, Riesensamurai mit Maschinenkanonen und Hubschrauberattacken auf Orkarmeen ? Herrlich ! Aber auch hohl. In keinem der explodierenden Fantasyszenarien hat man ein Gefühl echter Gefahr. Die einzelnen "Levels" in Schützengräben, einer mittelalterlichen Burg und auf einem Staurnmond wirken zufällig und austauschbar. Jedes Computerspiel hat einen besseren Spannungsaufbau. Die Steampunktechnologie die hier durchaus reizvoll vorgeführt wird, konnte man auch schon in "Sky Captain and the world of tomorrow" sehen. Wie man Computerspiele zu packenden Filmen verwurstet, haben "Kick-Ass" und "Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt" gezeigt.
Die Struktur und Teile der durchgestylten Optik erinnern dagegen an Sin City, ohne aber dessen lässig-böse Coolness zu erreichen.
Das Schlimmste jedoch: zwischen den Kampfszenen, wenn die Mädchen sich zwischen ihren Einsätzen absprechen, kommt der Film knirschend zum Stillstand. Wer hätte gedacht, dass es im Umkleideraum voller Unterwäschemodels so langweilig sein kann. Keins der Mädchen entwickelt auch nur einen Hauch von Persönlichkeit. Die Draufgängerin, die Zweiflerin, die Schwache - und die Asiatin - das muss als Charakterisierung reichen.
Intensiv wird die Frage diskutiert, ob Sucker Punch ein Fanal der Frauenpower oder ein sexistischer Fetish-Katalog ist. Indizien gibt es für beides. Die Heldinnen kämpfen stehts in knappstens Outfits. Aber immerhin kämpfen sie, und ihre meist männlichen Gegner sind häßlich, widerlich und niederträchtig. Allerdings hat Snyders Plädoyer für unterdückte Frauen durch seine Retroästhetik, die marode Horrorklinik und das Variete wie aus der Prohibitionsära absolut keinen Bezug zur Gegenwart. Unter Emo- und Gothikfans dürfte "Sucker Punch" allein durch die Fetish-Mode und den wummerden Industrial-Metal-Pop-Soundtrack Kultstatus erlangen. Musik spielt eine wichtige Rolle, wenn in "Moulin Rouge"-Manier mehr oder weniger bekannte Rock- und Pop-Songs durch den Industrial-Filter gejagt werden, darunter Songs von den Eurythmics, Björk, Grace Slick und Skunk Anansie.
In Japan wird der Film mit seiner fleischgewordenen Animeheldin Babydoll im Sailormoon-Outfit mit riesigen Augen und meterlangen Wimpern wahrscheinlich abräumen. Da steht man auf kleine Killerbabes in Schuluniformen. Auch wenn Babydolls Alter mit 20 angegeben wird, wirkt Emily Browning eher wie 15.

Obwohl große Teile der Geschichte in einem Bordell spielen, ist Sex oder Nacktheit natürlich kein Thema. Und obwohl ein genauso großerTeil der Action auf Schlachtfeldern spielt, ist kaum ein Blutstropfen zu sehen. Auch wenn das Dekor betont schmuddelig ist wirken Zack Snyders Traumwelten künstlich und sind allzu sichtbar komplett im Studio entstanden. Nichts ist echt. Aber vor allem: nichts wirkt echt. Snyders Traumprojekt ist so hohl und leblos wie seine dampfgetriebenen Zombiesoldaten.

Auf DVD und Bluray wird irgendwann ein Directors Cut erscheinen. Dann soll nicht nur die Action deftiger ausfallen, auch komplette Musicalnummern, (von denen man im Nachspann einen Vorgeschmack bekommt), werden dann wieder eingefügt. Das könnte dem Film ganz neuen Reiz geben. Die hölzerne Dramaturgie, die trotz allem Aufwand nie packenden Actionszenen, die dämlichen Dialoge, die Schauspielleistungen auf Soapniveau wird auch das nicht ausgleichen können. "Sucker Punch" wurde nicht durch unnötige Schnitte ruiniert. Das Drehbuch ist einfach Mist. Das alle wäre nicht so ärgerlich wenn Snyder sich auf sinnlose Action beschränken würde. Aber er behauptet, seine hyperstilisierte Gothic-Comic-Fantasie hätte irgendeinen Tiefgang, den er dem Zuschauer in unfreiwillig komischen, bedeutungsschwangeren Dialogen und Glückskeksweisheiten vor den Latz knallt. Wie sowas geht kann Snyder sich etwa bei Guillermo del Toro´s "Pan´s Labyrinth" abgucken.
Wie ein Kind im Süßwarenladen schmeißt Snyder, Ideen, Motive, Designs, falsche Fährten und ganze Universen durcheinander. Was ist Traum , was ist Realität ? Das ist nicht virtuos sondern wahllos. Der Zuschauer wird bombardiert, in der Hoffnung, dass er selbst nicht mehr den Ausweg findet oder sich aus den herumfliegenden Trümmern seinen eigenen Film bastelt. Zack Snyder wollte eine Ode an die Macht der Fantasie fabrizieren und hat dabei vergessen, erstmal einen guten Film zu machen.



© Marcus Fliegel | Filmkritiken Übersicht