Hangover 2 Trailer und Filmkritik
Originaltitel: The Hangover Part 2
FSK Film: 12 | FSK Trailer: 6 | Länge: 101 Min | Kinostart: 02.06.2011 | Release: 02.12.2011 (DVD&BD)
© Warner Bros. Pictures | Genre: Comedy | DVD & BD leihen oder kaufen | Wo jetzt im Kino? |
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Schauspieler:Bradley Cooper, Zach Galifianakis, Heather Graham, Ken Jeong, Justin Bartha, Ed Helms, Jeffrey Tambor
Die Story:Phil (Bradley Cooper), Stu (Ed Helms), Alan (Zach Galifianakis) und Doug (Justin Bartha) reisen ins exotische Thailand, um Stus Hochzeit zu feiern. Nach der unvergesslichen Junggesellenparty in Las Vegas will Stu jedes Risiko ausschließen – er wünscht sich einen unverfänglichen, ganz normalen Brunch vor der Trauung. Allerdings läuft nicht alles so wie geplant. Vegas war Vegas – doch Bangkok übertrifft selbst die schlimmsten Befürchtungen.
Hintergrund:Mit Hangover 2 liefert Regisseur Todd Phillips die Fortsetzung zum äußerst erfolgreichen Hangover, der 2009 den Rekord als umsatzstärkste nicht jugendfreie Komödie aller Zeiten brach und als Bester Film (Komödie / Musical) den Golden Globe gewann. Wie im Original übernehmen Bradley Cooper, Ed Helms, Zach Galifianakis und Justin Bartha die Hauptrollen. Unterstützt werden sie auch diesmal von Jeffrey Tambor, Ken Jeong und Mike Tyson. Wieder inszeniert Phillips ein Drehbuch, das er mit Scot Armstrong (Starsky & Hutch) und Craig Mazin (Scary Movie 4) geschrieben hat. Phillips und Dan Goldberg (Hangover, Stichtag) produzieren für Phillips’ Firma Green Hat Films. Thomas Tull, Jon Jashni, William Fay, Scott Budnick, Chris Bender und J.C. Spink sind als Executive Producers beteiligt, David A. Siegel und Jeffrey Wetzel co-produzieren. Zu Phillips’ kreativem Team gehören Kameramann Lawrence Sher, Produktionsdesigner Bill Brzeski, Cutterin Debra Neil-Fisher und Kostümdesignerin Louise Mingenbach – sie alle haben bereits an Hangover mitgearbeitet. Hangover 2 entsteht in Los Angeles und an Originalschauplätzen in Thailand. Warner Bros. Pictures präsentiert den Film in Zusammenarbeit mit Legendary Pictures. In den deutschen Kinos startet er am 2. Juni 2011 im Verleih von Warner Bros. Pictures Germany, a division of Warner Bros. Entertainment GmbH.
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Eure Kommentare zu "Hangover 2":
Argon1977 Und wie ich den ersten Teil geliebt habt ... es wird sehr schwer den zu toppen, aber es sieht schon sehr vielversprechend aus ... oh, ich freu mich so!
alen Der Scheiss haut voll rein :) Intensiver als Gras
lordii jo der US Trailer :-)))) der Film wird nice
olli das wolfsrudel ist wierder da meine lachmuskeln

♥: Hohes Tempo, aufwändige Bilder, eingespielte Darsteller
−: Zu viele platte Sex-Gags, zu glattes Ende.
"Ich kann nicht glauben, dass es schon wieder passiert ist". Mit dieser dreisten Feststellung von Sonnyboy Phil erklärt Regisseur Todd Philips in "Hangover 2", warum sich gegenüber dem Filmhit von 2009 kaum was geändert hat. "Hangover 2" ist nicht nur eine Fortsetzung sondern eigentlich ein Remake - und wiederholt schamlos einige Gags mit manchmal nur minimalen Änderungen. Man kann den Machern daraus kaum einen Vorwurf machen. Denn die meisten Zuschauer wollen eben genau das verrückte Erlebnis noch einmal haben, dass sie damals hatten. Trotzdem ist der Film nicht frei von typischen Sequelsymptomen, alles größer, extremer und wilder zu machen. Das Tempo ist höher, die Erlebnisse durchweg irrwitziger, das gefühlte Risiko höher. Und natürlich gibt es mit Bangkok auch ein neues Spielfeld.
Das Ganze beginnt mit dem obligatorischen Anruf von Phil (Bradley Cooper) bei Doug´s Frau Tracy : "Es ist schon wieder passiert ....!" Sofort stellt sich ein ebenso komisches wie unangenehmes Deja-Vu-Feeling ein, wenn die Kamera um die drei unfreiwilligen Helden kreist, die auf einem Hoteldach auch Rettung warten.
Es folgt eine etwas längere Rückblende, denn um die Story halbwegs glaubwürdig in Gang zu bringen, muss diesmal etwas mehr erklärt werden. Warum sind sie in Thailand ? Warum ist Alan (Zach Galifianakis) wieder dabei, obwohl ihm alle die Schuld am letzten Schlamassel geben ? Neue Figuren müssen vorgestellt werden, wie Stus Braut Lauren(Jamie Cheung), ihr Bruder Teddy (Mason Lee) und deren Vater, der von Stu gar nichts hält. Und darum ist Stu (Ed Helms) erst recht entschlossen, vor seiner Hochzeit kein Risiko einzugehen. Statt eines zünftigen Junggesellenabschieds soll´s also nur ein gemeinsames Bierchen am Hotelstrand geben. Aber dabei bleibts natürlich nicht....
Am nächsten Morgen wachen die drei in einem siffigen Hotelzimmer auf, und haben keine Ahnung, wo sie sind, und was passiert ist. Aber es kommt noch viel, viel schlimmer. Vor allem gibts keine Spur von Teddy - mal abgesehen von seinem Finger...
Es beginnt eine verzweifelte, irrwitzige Odyssee durch Bangkok inklusive Zusammenstößen mit Polizei, Mönchen, Transvestiten und Gangstern, mit Schießereien, Verfolgungsjagden und drogendealenden Affen, immer auf der Suche nach dem Rest von Teddy. Die Hauptstadt von Thailand ist hier mehr als ein exotischer Background, sie ist ein Hauptdarsteller. Immer wieder schwenkt die Kamera über das wuselige Panorama der Stadt unter einem unheilvoll düsteren Himmel. Die Stadt ist ein Moloch, besonders für die Amerikaner, die weder die Sitten noch die Sprache kennen, Ein krasser Kontrast zu den glänzenden Hochhäusern der Innenstadt, den Traumstränden und dem Luxusresort auf Krabi, wo die Hochzeitsgesellschaft wartet.
So wird Thailand doch nicht ausschließlich als schmuddeliger Sündenpfuhl gezeigt. Schließlich kann das Land nach den unruhigen Zeiten mit dem Tsunami, innenpolitischen Unruhen und einem blutigen Grenzsteit mit Kambodscha ein bißchen gute P.R. gebrauchen. Als Zugeständnis an die gastfreundlichen Thais wurden offenbar auch die Hauptschurken des Films durchweg mit Weißen besetzt, unter anderem mit Paul Giamatti in einer Neuauflage seiner Rolle aus "Shoot em Up". Selbst Mr.Chow (Ken Jeong), der Widersacher im letzten Film, wechselt hier die Seiten und wird zum allerdings unberechenbaren Sidekick des Wolfsrudels.
Statt eines Babys wie in Las Vegas haben die drei diesmal ein kettenrauchendes Kapuzineräffchen im Schlepptau. Die 17-jährige Affendame ist übrigens der größte Star im Film, und war bereits in "Dr. Dolittle", "Nachts im Museum", American Pie" und "Indiana Jones and das Königreich des Kristallschädels" zu sehen. Um Tierschützer zu beruhigen: der Affe hat nicht wirklich geraucht, Rauch und Glut stammen aus dem Computer.
"Hangover 2" setzt stärker als sein Vorgänger auf Schockmomente, auf Blut und nackte Tatsachen, vor allem durch die legendären "Ladyboys" - Transvestiten die, überraschend für einen US-Film, zeigen dürfen was sie haben. Ein paar Peniswitze weniger hätten es allerdings auch getan. Aber der Film hat auch immer wieder Überraschungen parat. Wenn Doug, Stu und Alan sich etwa mit der Thai-Polizei anlegen erinnert man sich kurz an die Unruhen, die das Land vor kurzem erschütterten. In einer surrealen Traumsequenz erinnert Alan sich an einzelne Momente der Nacht, wobei alle Figuren von Kindern gespielt werden. Ein brillanter Blick in die Psyche des Sonderlings.
Nur das Finale ist etwas enttäuschend, denn hier lösen sich einige der aufgetürmten Probleme allzu einfach in Luft auf oder werden mit einem Schulterzucken abgetan. Da entpuppt sich das Abenteuer dann irgendwie als Fantasytrip und straft sein früheres, schwitzendes, stinkendes, gammeliges Antlitz Lügen. Zum Glück taucht dann - was für ein Zufall - noch eine Kamera mit Schnappschüssen aus der verlorenen Nacht auf, genau wie im ersten Film und mindestens genauso durchgeknallt.
Wie Teil 1 ist "Hangover 2" genauso Komödie wie Thriller oder Detektivstory. Und je mulmiger das Gefühl, das einen zwischendurch beschleicht, umso befreiender ist dann der Lacher.
Dazu kommt ein wieder mal genial zusammengestellter Soundtrack, der bis auf übliche Verdächtige wie "One Night in Bangkok" vor allem coole, eher unbekannte Tracks u.a. von Wolfmother, Danzig und Curtis Mayfield einsetzt. Und der Film sieht um Längen besser aus als die üblichen glattpolierten Hollywoodkomödien mit ihrem sterilen Look. Viele Szenen wurden vor Ort gedreht - oder in so aufwändig nachgebauten Kulissen, dass sie nicht als Fake auszumachen sind. Die authentische Optik täuscht darüber hinweg, dass es auch in Hangover reichlich unglaubwürdige Situationen gibt - und die Figuren allesamt Karikaturen oder Stereotypen sind und sich kaum von anderen Buddykomödien unterscheidet. Allerdings machen die Darsteller hier ihre Sache ungleich besser, und geben den Charakteren immer wieder , naja, keinen Tiefgang, aber doch Bodenhaftung. Und die Darsteller waren vor "Hangover" eher unbekannt und nicht mit anderen Rollen verbunden.
Phil (Bradley Cooper) ist der Schöne und auch rationalste der Truppe - kein Wunder, ihm passiert praktisch nichts Schlimmes. Er ist damit auch Hauptidentifikationsfigur fürs Publikum, während Alan (Zach Galifianakis) als Freak und Stu (Ed Helms) als Spießer die volle Härte des Lebens zu spüren bekommen. Der Reiz der Film besteht darin, dass wir uns mit den Darstellern identifizieren und verbünden. Das ist wie eine Sauftour mit eigenen Kumpels. An denen schätzt man ja auch ,dass man sie kennt, und nicht dass sie sich ständig verändern. Und da macht dann auch der x-te Ausflug in die Nacht noch Spaß.
Wer jetzt (wie einige Kritiker) erwartet, dass die Fortsetzung Wesentliches ändert, ist schlicht naiv. Warum sollte man die Fans enttäuschen und die Rezeptur versauen ? Warum etwa sollten die Charaktere eine Entwicklung durchmachen ? Dass sie das trotz der zurückliegenden Erlebnisse nicht tun, ist ja gerade der Witz des ganzen. Ob das beim dritten Mal auch noch ausreicht, ist offen. Für Part 2 reicht es allemal. Drei Männer machen eine Nacht lang richtig einen drauf - und erinnern sich dann nicht daran. Das ist zwar nicht glaubwürdig - aber nun einmal notwendig. Wer diese Grundvoraussetzung nicht akzeptiert, wird mit dem Film kaum Spaß haben.
Was aber ist an den "Hangover"-Filmen so witzig ? Man tut sich schwer, echte Punchlines zu finden, die man zitieren könnte und die New York Times ruft bereits das Zeitalter der "Komödie ohne Witze" aus. Nicht ganz zu Unrecht. Auch in Judd Apatows Filmen gibts komische Momente, aber kaum echte "Gags. Apatows Helden sind allerdings Nerds und Außenseiter, die nur einen Teil der Zuschauer repräsentieren. Das Wolfsrudel ist da viel mainstreamiger und erwachsener.
Wer schon bei "Hangover" verständnislos den Kopf geschüttelt hat, sollte auch um den Bangkok-Trip des Wolfsrudels einen Bogen machen.Wem "Hangover" im Vergleich zu anderen Gross-Out-Komödien zu harmlos war, der könnte diesmal eher auf seine Kosten kommen. Fans des ersten Film bekommen hier das was sie wollten: eine neue Party mit den alten Kumpels.
"Hangover 2" ist der ultimative Männerfilm. Man erinnert sich an die eigenen Aussetzer und tröstet sich, dass die im Vergleich vielleicht doch nicht sooo schlimm waren. Ein bißchen wie "Jack Ass" mit Handlung. Und letztlich können die Kerle ja gar nichts für das, was ihnen passiert.
"Hangover 2" ist aber auch der ultimative Frauenfilm. Hier können die Ladys genüßlich sehen, wie die Männer sich zum Affen machen und die gerchte Strafe für ihre Sauftour bekommen. Genau genommen ist "Hangover 2" also der ultimative Datefilm.:-)
Weitere Infos zum Film:
„Hangover 2“ beginnt zwei Jahre nach den Ereignissen in Vegas. „Wir erfahren, dass die Jungs sich weiterentwickelt haben“, berichtet Phillips. „Zumindest die Meisten - Alan wohnt allerdings weiterhin bei seinen Eltern. Doch Doug und Tracy sind glücklich verheiratet und erwarten Nachwuchs, Phil hat ein weiteres Kind bekommen, und Stu hat eine wunderbare Frau kennen gelernt - sie sind verlobt und wollen heiraten. Lauren stammt aus Thailand, deshalb wollen sie dort die Hochzeit feiern.“ Weil Stu gewisse Erfahrungen mit den herkömmlichen Sitten vor der Hochzeit gemacht hat, stellt er nun eine ausdrückliche Bedingung. Dazu Helms: „Nach Vegas ist Stu verständlicherweise ein gebranntes Kind und lehnt die traditionelle Junggesellenparty strikt ab. Er hat jetzt fast alles im Leben erreicht und will diesmal auf jeden Fall ausschließen, dass etwas schiefgeht.“
„Wir können uns in diesem Film sehr gut in Stu hineinversetzen, und Ed bringt seine Probleme sehr einfühlsam zum Ausdruck - wir Zuschauer sind eindeutig auf seiner Seite“, sagt Phillips. Doch von Stus „Junggesellen-Brunch“-Idee ist Phil nicht gerade begeistert, um es vorsichtig auszudrücken. „Phil hat eine große Klappe“, meint Cooper. „Im Grunde hat er sich sein Leben sehr schön eingerichtet, aber er ist und bleibt ein Alpha-Tier, hat wahrscheinlich gleich nach dem Schulabschluss geheiratet und wünscht sich eben oft, mit seinen männlichen Freunden mal richtig auf den Putz zu hauen.“
Der Regisseur bezeichnet Coopers Phil „als den solidesten der Jungs - aber das will nicht viel heißen“, sagt Phillips und lacht. „Er behält den klarsten Kopf, was den anderen Jungs ermöglicht, völlig durchzudrehen.“ Aufgrund der früheren Erfahrungen will Stu ausschließen, dass irgendetwas seine bereits gespannte Beziehung zu seinen zukünftigen Schwiegereltern Joi und Fohn (die beliebten Thai-Schauspieler Penpak Sirikul und Nirut Sirichanya) gefährdet. Deshalb fehlt ein bestimmter Name auf der Einladungsliste. „Was in Vegas passiert ist, ist gewesen. Aber Stu hat seitdem nicht mehr das Gefühl, dass Alan so wie Phil und Doug zu seinen Freunden zählt, auf die er jederzeit zählen kann“, erklärt Phillips. „Im Gegensatz dazu bildet sich Alan aber durchaus ein, dass sie alle die besten Freunde sind. Als er dann von der Hochzeit erfährt, reagiert er fassungslos, weil er nicht eingeladen ist.“
Galifianakis’ Alan beschreibt sich selbst als Muttersöhnchen und verkörpert laut Phillips das, was Männerfreundschaften so lustig macht: „Frauen gehen sehr viel eleganter miteinander um. Männer verhalten sich viel umständlicher, was wir in unseren Filmen aufs Korn nehmen, weil Alan im Verhältnis zu den Jungs zwei linke Füße hat. Tatsächlich ist es doch wohl so, dass Alans beste Freunde sein Vater, seine Mutter und sein Hund sind. Er sehnt sich derart nach menschlichen Beziehungen, dass er es heillos übertreibt.“
Die im ersten Film entwickelte Dynamik zwischen Phil und Alan spielt auch jetzt wieder eine große Rolle. „Gerade das gefällt mir am neuen Film besonders, weil sich ihre Beziehung sehr intensiv entwickelt“, sagt Cooper. „Im ersten Film haben Zach und ich viel improvisiert, ohne recht zu wissen, ob es funktionieren würde. Aber diesmal ist das bereits vorgegeben, und wir können es ausbauen - als ob man einen Film mit seinen Brüdern dreht. Keiner muss sich mental intensiv in die Situation einfühlen - alles läuft wie von selbst. Unser einziges Ziel ist, dass die Zuschauer sich schlapplachen.“

