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Engel Des Bösen Film Kino Trailer - Die Geschichte Eines Staatsfeindes

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FSK Film: 16 | Länge: 127 Min | Kinostart: 24.02.2011 | Release: 24.06.2011 (DVD&BD)
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Schauspieler:Kim Rossi Stuart, Moritz Bleibtreu, Paz Vegas, Filippo Timi

Die Story:1985. Renato Vallanzasca (Kim Rossi Stuart), Sträfling Nr. 38529H, am 4. Mai 1950 in Mailand geboren, sitzt im Hochsicherheitstrakt des Gefängnisses Ariano Irpino ein. Schon als Neunjähriger fällt er der Exekutive erstmals auf - er und seine Freunde befreien einen Tiger aus dem örtlichen Zirkus. Renato ist ein charismatischer Junge, den seine Bandenmitglieder - Enzo, Giorgio und Antonella, seine kleine Schwester aus Neapel - verehren. Dieser Streich bringt den Jungen das erste Mal mit dem Gesetz in Konflikt und er landet in einem Heim. Eine Erfahrung, die ihn nachhaltig prägt. Kaum aus dem Arrest entlassen, begeht Renato in seinem Viertel kleinere Straftaten. Bald folgen Einbrüche, Entführungen und Tötungsdelikte. Es ist Renato Vallanzascas Bestimmung, Boss von Comasina zu werden. 1972. Das Mailänder Stadtviertel Giambellino. Renato lernt, während er mit seinen Kumpels Enzo (Filippo Timi), Nunzio (Lino Guanciale) and Rosario (Nicola Acunzo) in ihrem Lieblingsclub abhängt, Consuelo (Valeria Solarino), seine zukünftige Geliebte und Mutter seines einzigen Kindes, kennen. Vallanzascas Bande ist auf dem Höhepunkt ihrer Macht, man besucht schicke Clubs und noble Restaurants, versüßt sich die Zeit mit edlem Champagner und bildhübschen Frauen. Mailand wird zu der Zeit vom berühmt-berüchtigten Francis Turatello (Francesco Scianna) regiert, den man auch unter dem Spitznamen Faccia D’Angelo, sprich Engelsgesicht kennt. Zwischen den beiden Gangs kommt es zu Spannungen und Revierkämpfen. Die schönen Zeiten sind für Renato plötzlich vorbei, als er wegen eines Überfalls auf einen Geldtransporter verhaftet und zu einer langjährigen Gefängnisstrafe in San Vittore verurteilt wird. Erst nach viereinhalb Jahren gelingt ihm die Flucht. Während seiner Abwesenheit ist die Comasina-Bande stärker und mächtiger geworden, mit Fausto (Gaetano Bruno), Sergio (Moritz Bleibtreu) und Beppe (Paolo Mazzarelli) haben sich ihr neue Männer angeschlossen. Außerdem nehmen die Kämpfe mit Turatello und dessen Mannen an Gewalttätigkeit zu. Antonella (Paz Vega), Renatos Jugendfreundin, versucht ein Treffen zwischen den beiden Gangsterbossen zu organisieren. Doch ihre Bemühungen um ein Friedensabkommen schlagen fehl, die beiden Gangs erklären einander den Krieg, der die ganze Stadt in Angst und Schrecken versetzt Eine Zeitungsschlagzeile lautet: Vallanzasca, der Bandit, und ‚Faccia d’Angelo’ sind die Herren der Stadt. Die Gewalttaten nehmen stetig zu, Vallanzascas Bande begeht Mord auf Mord. Ein Verkehrspolizist stirbt in der Nähe von Montecatini, ein Bankangestellter kommt während eines Überfalls zu Tode, ein Arzt bei einem Autoraub. Die Gang ist wegen ihrer Brutalität in aller Munde, Renato Vallanzasca wird zur gefürchteten Berühmtheit. Renato beschließt das Geschäft auszubauen, in einem lukrativeren und weniger gefährlichen Arbeitsbereich zu operieren - dem Kidnapping. Das erste Opfer der Bande ist Nicoletta (Monica Barladeanu), eine hübsche junge Frau aus reicher Familie, für deren Freilassung viel Geld fließt. Doch dann verlässt Vallanzasca das Glück. Zwei Polizisten werden in der Nähe von Dalmine getötet. Vallanzasca flieht verletzt nach Rom, wird aber von den Behörden schnell gestellt und ins Gefängnis von Rebibbia gesperrt. Während seiner Haft söhnt er sich mit seinem Erzfeind Francis Turatello aus und die beiden freunden sich an. Man beschließt sogar, Renato zu verheiraten - mit Faccia D’Angelo als Trauzeugen. Die Frau unter den zahlreichen Bewunderinnen Renatos ausgewählt. Die Hochzeit dient in Wirklichkeit aber nur dazu, der Mailänder Unterwelt und ganz Italien zu zeigen, dass die beiden ehemaligen Erzfeinde nun beste Freunde sind. Die Hochzeit zwischen Renato und Giuliana Brusa (Federica Vincenti) findet im Gefängnis statt, Antonella schlüpft in die Rolle der Brautjungfer. Die Zeit zu feiern ist überaus begrenzt, schon am nächsten Tag wird Renato nach Mailand überwiesen, wo ihm der Prozess bevorsteht. In den darauffolgenden Jahren wird er von Gefängnis zu Gefängnis transferiert - von Novara nach Ariano, von Irpino nach Asinara. Francis fällt derweilen in Folge einer blutigen Fehde, die im Gefängnis ihren Anfang nimmt, einer Gruppe sardischer Krimineller zum Opfer, die von dessen ehemaligen Protegé Donato (Lorenzo Gleijeses) angeführt wird. Im Zuge einer weiteren Verlegung gelingt Renato die Flucht: Er entkommt auf See durch ein Bullauge des Schiffs und schlägt sich nach Mailand durch. Nach einer Stippvisite bei seinen Eltern sucht er Antonella auf, die einzige Frau, die ihm je nahe stand. Ihr Treffen hat für beide ungeahnte Folgen, doch Vallanzascas Zeit in Freiheit ist kurz und findet an einem Sommerabend ein jähes Ende...

Hintergrund:Der Film erzählt die wahre Geschichte des wohl berühmt-berüchtigsten Gangsters Italiens. Renato Vallanzasca, der bereits im Alter von 9 Jahren Straftaten beging, wurde noch vor seinem 27. Lebensjahr zum bekanntesten Verbrecher des Landes. Da er dabei stets einen gewissen Ehrenkodex wahrte, wurde er vor allem bei Frauen populär und zu einer Art Gentleman unter den Ganoven. Sein teuflischer Charme gepaart mit einem engelsgleichen Gesicht brachte ihm sogar den Spitznamen il bene René (der schöne René) ein. Der Kinofilm VALLANZASCA von Regisseur Michele Placido (Romanzo Criminale) zeigt das spannende Leben dieses außergewöhnlichen Verbrechers, gespielt von dem bekannten, italienischen Schauspieler Kim Rossi Stuart. In weiteren Rollen sind Moritz Bleibtreu, Paz Vegas und Filippo Timi zu sehen.




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heckel Hallo welchse songs spielen sie im film??

 





Anmerkungen des Regisseurs Michele Placido:

Ich habe mich sehr gefreut, als mir die Regie für ENGEL DES BÖSEN - DIE GESCHICHTE EINES STAATSFEINDES angeboten wurde. Und das, obwohl mir von Beginn an klar war, dass es sich hierbei um ein äußerst heikles Projekt handelte. Das ist immer so, wenn man einen Stoff adaptiert, bei dem Personen, die darin gezeigt werden, noch leben. Man läuft Gefahr, alte Wunden zu öffnen, Wunden, die auch die Zeit nicht zu heilen vermag. Aber dieses Risiko nahm ich gerne auf mich.

Der Film war nicht leicht zu realisieren – wir hatten zunächst vier verschiedene Drehbuchentwürfe. Aber die Geschichte nahm in dem Moment Konturen an, als ich mich für Kim Rossi Stuart als Hauptdarsteller entschied. Ich war nicht sonderlich an einer Umsetzung von Vallanzascas Buch interessiert, ich wollte es nicht analysieren und auf den Wahrheitsgehalt hin prüfen. Vom künstlerischen Standpunkt her interessierte mich die Möglichkeit, in ein kriminelles Gehirn einzudringen – ohne dabei moralisch werten zu wollen. Ich wollte mich der Titelfigur entomologisch nähern, herausfinden, wie es sich anfühlt, jenseits des Gesetzes zu leben, sich bewusst dafür zu entscheiden, böse statt gut zu sein.

Kim Rossi Stuart in der Titelrolle zu besetzen, war von entscheidender Wichtigkeit. Ich kenne ihn seit Jahren. Als Schauspieler haben wir in POLIZIOTTI („Cops”, 1996) von Regisseur Giulio Base gemeinsam vor der Kamera gestanden. Er hat einen Polizisten gespielt, ich einen knallharten Verbrecher. 2005 habe ich ihn in ROMANZO CRIMINALE besetzt, ich wusste also genau, dass er der perfekte Darsteller für den Part des Vallanzasca sein würde. Er hat mich nicht enttäuscht, er ist exzellent und er ist in seiner schwierigen Rolle voll aufgegangen. Ich wollte, dass er den Part wirklich verinnerlicht, deshalb habe ich ihn auch darum gebeten, an der endgültigen Drehbuchfassung mitzuschreiben. Ich war mir sicher, dass seine Mitarbeit im Vorfeld des Drehs später für sein Spiel von großem Nutzen sein würde. Er war der Hauptdarsteller, und, wenn Sie so wollen, auch mein Ko-Regisseur. Unsere Zusammenarbeit war hervorragend, aber ich will auch nicht verhehlen, dass wir manchmal heftig aneinander gerieten – aber das ist nur normal, wenn zwei so Dickschädel, wie wir beide es sind, gemeinsam an einem Projekt arbeiten!

Auch mit der übrigen Besetzung bin ich höchst zufrieden. Jeder Schauspieler hat sich voll in den Dienst der Geschichte gestellt. Alle gaben sich größte Mühe, jene Jahre wieder auf der Leinwand zum Leben zu erwecken, dieses Gefühl der „milanesita“ wieder zu beleben, diese Atmosphäre im damaligen Mailand, die für den Erfolg des Films so wichtig ist. Dank unserer internationalen Ko-Produzenten konnten wir auch Schauspieler aus unterschiedlichsten Ländern verpflichten, darunter Paz Vega aus Spanien, die in den Schlüsselpart der Antonella schlüpfte, Moritz Bleibtreu aus Deutschland, den man in Italien aus SOUL KITCHEN (2009) und DER BAADER MEINHOF KOMPLEX (2008) kennt, und Monica Barladeanu aus Rumänien, die man zuletzt in dem kontrovers diskutierten FRANCESCA (2009) auf der Leinwand gesehen hat. In punkto italienische Schauspieler durfte ich mit einigen der derzeit größten Talente arbeiten, mit Filippo Timi als Enzo, Valeria Solarino als Consuelo und Francesco Scianna als Gangsterboss Francis Turatello.

Filippo Timi bewältigte mit Bravour die wohl schwierigste Rolle im Film, die des Enzo, Junkie der Comasina Bande, der auch ein Jugendfreund Vallanzascas ist. Timi spielt diesen „Verrückten” überaus glaubwürdig, man spürt förmlich die Dämonen, die von seinem Geist Besitz ergriffen haben. Nicht zufällig gefallen mir wohl jene Szenen besonders gut, die im Gefängnis von San Vittore spielen, in das Renato und Enzo gemeinsam eingesperrt sind. Es ist einer der schwierigsten Momente in ihrem Leben, die Dialoge sind voller Drama und Pathos. Es ist eine Art Showdown. Der Boss zeigt wie kalt, hart und herzlos er ist, der „kleine Bruder” hingegen ist vollkommen verzweifelt und mittellos. Beide befinden sich in einer Hölle, aus der es kein Zurück gibt, sie sind verdammt und haben keine Aussicht auf Erlösung. Kim und Filippo sind beide so vorzügliche Darsteller, dass wir bei ihnen nie einen zweiten Take brauchten. Die erste Aufnahme saß immer. Ganz besonders überzeugen die zwei in ihren Gefängnisszenen. Hier wird einem ihr Charakter vollkommen klar – beide sind verrückt, durchgeknallt, der eine ist böse, der andere verzweifelt. Man sieht hier nicht ein Abbild ihrer Hölle, man glaubt, mit ihnen in ihr zu sein.

Diese Reise durch geistige Fehlfunktionen und Verdammnis sehe ich als Schlüssel zum Verständnis der wahren Natur unseres Films. Normalität ist wesentlich unfilmischer als Devianz, als Filmemacher muss man schlimme Geschichten erzählen, Geschichten von Verzweiflung und über das Böse im Menschen. Man muss sich beim Filmemachen auch die Hände schmutzig machen. Wenn man im Kino nur die schönen Geschichten abhandelt, im Edlen und Guten schwelgt, erzählt man nur die halbe Wahrheit. Wenn wir nur von vorbildlichen Taten berichten, werden wir nie die dunklen Seiten unserer Geschichte begreifen und aufarbeiten. Man fragt mich oft nach meiner Beziehung zu Vallanzasca, aber ich kann dazu nicht viel sagen. Natürlich fühle ich mich nicht besonders zu ihm hingezogen – wie auch, er ist schließlich einer der gefährlichsten und berüchtigtsten Verbrecher des Nachkriegs-Italiens. Vallanzasca spürte das genau, aber er wusste auch, dass ich als Regisseur niemanden mit Samthandschuhen anfasse.

Ich wünsche mir, dass das Publikum unseren Film versteht, die Schönheit und Kraft der Bilder schätzen wird. Die Zuschauer sollen den Schmerz und die Intensität der Geschichte spüren und die Arbeit der Schauspieler gutheißen. Ich hoffe, unsere Zuschauer durchleben dieselben emotionalen Schwankungen, die wir während des Drehs erlebten. Und sie sollen sich wie wir wundern, warum ein netter, normaler, gut aussehender „Junge von nebenan” sich für ein so schlimmes Leben entscheidet, ein „inglorious bastard“ wird, ein „Engel des Bösen“.


Die Musik

Die Band Negramaro besteht aus Giuliano Sangiorgi (Gesang und Gitarre), Emanuele Spedicato (Gitarre), Ermanno Carlà (Bass), Danilo Tasco (Schlagzeug), Andrea Mariano (Klavier und Synthesizer) und Andrea De Rocco (Sampler). Die sechs Musiker, die alle in oder in der Nähe der in der italienischen Region Apulien gelegenen Stadt Lecce geboren wurden und aufwuchsen, begannen ihre Karriere in der alternativen Szene und erlangten durch ihre Liveauftritte zunächst lokale Berühmtheit. 2003 erschien ihr erstes Album „Negramaro“. Mit ihrem zweitem Album „000577” (2004) fassten sie in der italienischen Musikszene Fuß und arbeiteten erstmals mit dem Produzenten Corrado Rustici zusammen. Gemeinsam spielten sie in der Folge die Alben „Mentre tutto scorre” (2005) und „La finestra” (2007) ein. Mit ihrer Single „Mentre tutto scorre” von der gleichnamigen LP gewann Negramaro den prestigeträchtigen Premio della Critica Radio & TV Award beim 55. Festival di San Remo. Dies war nur der erste von vielen Preisen, mit denen die Band in den Jahren 2005 und 2006 ausgezeichnet wurde.

Es folgten unter anderem der Premio Rivelazione beim Festivalbar 2005, der Premio Miglior Tour beim selben Festival im Jahr darauf, der Premio Lunezia Poesia del Rock 2006 für ihr Album „Mentre tutto scorre”, der MTV Europe Award als Beste italienische Band, der Premio Videoclip Italiano für „Mentre Tutto Scorre”, der Premio M.E.I. für die Beste Band des Jahres, der Nastro D’argento für den Besten Song mit der Single „Mentre Tutto Scorre” sowie – fürs dasselbe Lied – der Premio SIAE für ihre guten Umsätze und die zahlreichen Auftritte bei Radio, Fernsehen und Film. Der Song ist auch zu den Eröffnungstiteln von Alessandro D’Alatris Spielfilm LA FEBBRE (2005) zu hören. Der Regisseur wählte insgesamt acht Titel des Negramaro-Albums für den Soundtrack seiner Komödie aus. Im selben Jahr nahm die Band Silvio Muccino unter Vertrag, der sie in dem Musikvideo „Estate” (einem Titel der LP „Mentre tutto scorre”) inszenierte, und verpflichtete die italienische Schauspielerin Valeria Solarino, um in „Solo3min” aus demselben Album aufzutreten. 2007 führten Dario Baldi und Giuliano Sangiorgi beim Video „L’immenso” (aus „La finestra”) Regie, 2008 verantwortete Regisseur Giovanni Veronesi ihr Musikvideo „Meraviglioso” (ein Track der LP „Negramaro San Siro live”), in dem als Gaststars Carlo Verdone und Riccardo Scamarcio auftraten. Der Song ist auch in Giovanni Veronesis romantischer Komödie MANUALE D’AMORE 2 („Handbuch der Liebe 2“, 2007) zu hören.

Zwischen Januar und April 2007 nahm die Band in den USA ihr Album „La finestra” auf, das am 8. Juni des Jahres veröffentlicht wurde. Das Album wurde in den Plant Studios in San Francisco aufgenommen und bei Sterling Sound in New York gemastert. Als Produzent firmierte Corrado Rustici, die Arrangements stammen von Rustici und Negramaro. Die 14 Stücke vermengen klassischen Rock-Sound mit Melodien, die in der Tradition italienischer Songwriter stehen. Dazu gesellen sich elektronische Andeutungen und „visuelle” Texte, die sich metaphorisch mit gesellschaftspolitischen Missständen auseinandersetzen. Auf dem Multi-Platin- Album ist auch ein außergewöhnliches Duett namens „Cade la pioggia” zu hören, bei dem Jovanotti mitgesungen hat.

2007 wurde auf den Filmfestspielen von Venedig in der Sektion „Orizzonti“ die „Rockumentation” DALL’ALTRA PARTE DELLA LUNA uraufgeführt, ein weiterer Beweis für Negramaros Liebe für Kino und Film. Die Dokumentation von Dario Baldi und Davide Marengo erzählt von sechs jungen Menschen, die einen gemeinsamen Traum träumen: den von einer großen Musikkarriere. In nur wenigen Jahren schaffen sie es von einem Keller in einem Haus einer kleinen Stadt nahe Lecce bis nach San Francisco in die legendären Plant Studios. Mit ihrer LP „La finestra” gewann das Sextett weitere Preise und Auszeichnungen, darunter den Vincitori assoluti bei der Festivalbar 2007 für das Lied „Parlami d’amore”. Auf „L’immenso”, einer Auskoppelung aus diesem Album, in ihrer Heimat eines der meistgespielten Songs des Jahres, folgte die Hit-Single „Cade la pioggia“. Im Oktober 2007 wurde der Band für „Via le mani dagli occhi” der Premio Lunezia verliehen.

Im Herbst 2007 ging Negramaro auf Tournee. „La finestra tour a teatro” wurde zum Riesenerfolg, nicht zuletzt weil die Band ihrem Publikum einen neuen Musikstil präsentierte. Am 31. Mai 2008 trat Negramaro vor 45.000 Zuhörern im San Siro von Mailand auf. Es war das erste Mal, dass eine italienische Band in diesem Stadion spielte, das die Sportwelt auch unter dem Begriff „Die Scala des Fußballs“ kennt. Die Truppe aus Lecce spielte in der Folge in weiteren Stadien überall in Italien. Am 21. November erschien die erste Live CD/DVD der Band, Titel: „Negramaro san siro live”. Auf dem Album waren Livemitschnitte der Tournee zu hören, auf der DVD gab es dazu noch die entsprechenden Bilder. Die Premiere des Videos fand simultan in 30 Kinos statt – mittels HD-Projektion ausgestrahlt via Satellit; ein Novum in Italien. Beim San Siro Konzert führte Cristian Biondani Regie, die künstlerische Koordination verantwortete Giuliano Sangiorgi.