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Valerie Trailer

Originaltitel: Valerie

FSK Film: 12 | Länge: 83 Min | Kinostart: 22.09.2011 | Release: 27.04.2012 (DVD)
© Farbfilm | Genre: Drama | DVD & BD leihen oder kaufen | Wo jetzt im Kino? | Trailer kaputt?

 

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Valerie: Mehr zu diesem Film

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Schauspieler:Franka Potente, Stephanie Stumph, Maria Hartmann

Die Story:Valerie (Franka Potente) ist eine starke, selbstbewusste und moderne Frau - sie pendelt zwischen L.A., wo sie arbeitet, und Berlin, wo sie liebt. Der Grund: Ihr Geliebter arbeitet als Restaurator zurückgezogen in einer riesigen Berliner Wohnung hoch über den Dächern der Stadt und restauriert Jahrhunderte alte russische Ikonen. Schatten ziehen auf, als er ins Koma fällt und sie an seinem Krankenbett auf sein Erwachen wartet. Da beschließt Valerie ein letztes Mal nach L.A. zurück zu kehren, um dort alle Brücken abzubrechen und für immer nach Berlin zu ziehen. Für die Zeit ihrer Abwesenheit will sie Videokassetten besprechen, die im Krankenhaus täglich abgespielt werden. Am Vortage ihrer Abreise beginnt Valerie ihre Geschichte zu erzählen. Es ist die Geschichte ihrer ersten Begegnung, der aufregenden Zeit des sich Kennenlernens und der Sturz in eine Beziehung. Zunehmend verliert Valerie die Scheu vor der Kamera und sie beginnt ihre eigene Vergangenheit zu erforschen. Dabei beschreibt sie ihr bisheriges Leben, ihre Liebschaften. Immer mehr wird die Kamera zum intimen Partner und Freund einer Suche nach ihrem Innersten. Sie streunt durch die Wohnung, packt ihre Koffer und durchlebt beim Erzählen ihre Erlebnisse neu. Am Ende ihres kleinen Video-Tagebuches angelangt wird dem Zuschauer bewusst, dass die Beziehung zwischen den Beiden an einem Wendepunkt angelangt ist: Wird Valerie wie geplant nach L.A. aufbrechen, um ihr Leben dort zu einem Abschluss zu bringen? Und wird sie zu ihrem Geliebten zurückkehren, um in eine neue Phase ihrer Beziehung einzutreten?

Hintergrund:VALERIE ist der letzte Teil einer Trilogie von Monologfilmen des Produzenten Hubertus Meyer-Burckhardt (Polyphon), die 2002 mit MEIN LETZTER FILM begann. Hannelore Elsner nimmt darin ihre Lebensbeichte auf Video auf und erhielt dafür den Deutschen Filmpreis. Es folgte 2005 EIN GANZ GEWÖHNLICHER JUDE mit Ben Becker. Während bei den ersten zwei Filmen Oliver Hirschbiegel Regie führte, übernahm bei VALERIE Josef Rusnak die Leitung. Für die Bildgestaltung konnte Benedict Neuenfels (DIE FÄLSCHER, ANONYMA) gewonnen werden. Das Drehbuch verfasste Roger Willemsen, basierend auf seinem ersten Roman KLEINE LICHTER, der 2005 beim Fischer Verlag erschienen ist. In seinem Romandebüt nähert sich Roger Willemsen so leidenschaftlich wie klug, so innig wie genau dem Phänomen der Liebe. Er erzählt nicht nur eine Geschichte an der Bruchstelle zwischen Leben und Tod, sondern erkundet behutsam das Wesen und die Sprache der Liebe selbst.

Technikinfos:Bildformat: 2,35:1; Ton: Dolby Digital




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Produzent Hubertus Meyer-Burckhardt zum Film:

Mitte der 90er Jahre begann meine Zusammenarbeit mit dem Regisseur Oliver Hirschbiegel. Der erste Film, den ich mit ihm produziert habe, war TRICKSER mit Dominique Horwitz und Eva Hassmann. Buch: Jochen Greve. Bei der Arbeit fiel mir auf, wie sehr Hirschbiegel meine Leidenschaft zum Kammerspiel teilt. Spannung zu erzeugen auf engstem Raum…das machte diesen Film aus.

Zufällig machte ich damals Bekanntschaft mit einem Notar, dessen Spezialgebiet Erbrecht ist. Er erzählte mir beiläufig, dass immer mehr Erblasser nicht nur ein Testament abfassen, sondern zunehmend auch ein Video aufnehmen, bestimmt für den oder die Erben. Meistens - so berichtete er - handelt es sich dabei um eine Abrechnung mit dem Nachgeborenen bzw. dem Erbnehmer. Das hat mich fasziniert. Normalerweise ignorieren Schauspieler die Kamera. Das ist ein selbstverständliches Gesetz des Films. Dieses Gesetz zu brechen schien mir eine interessante Herausforderung zu sein: Die Einbeziehung der Kamera in das Spiel!

So entstand zunächst MEIN LETZTER FILM mit Hannelore Elsner, Buch Bodo Kirchhoff. Für dieses „atemberaubende Solo“ (FAZ) erhielt Hannelore Elsner den Deutschen Filmpreis. Es folgte EIN GANZ GEWÖHNLICHER JUDE mit Ben Becker, Buch Charles Lewinsky. Beide filmischen Monologe inszenierte Oliver Hirschbiegel.

Der große Erfolg der Filme ermutigte mich mit Roger Willemsens sehr poetischen und zugleich faszinierend sperrigen Stoff KLEINE LICHTER (VALERIE) diese Monologreihe zu beenden. Ja, sicher - ein Experiment in einer Zeit, in der Experimente gescheut werden! Umso mehr danke ich Franka Potente für ihren Mut dieses Wagnis auf sich zu nehmen. Sie spielt unter der Regie von Josef Rusnak hinreißend. Dank auch an Benedict Neuenfels, der für diesen Stoff Bilder gefunden hat, die mich tief beeindruckt haben.

Ich möchte mich abschließend bei der ARD, insbesondere beim Bayerischen Rundfunk, Norddeutschen Rundfunk und beim RBB für den Enthusiasmus bedanken, mit dem diese Projekte immer wieder begleitet wurden. Ein besonderer Dank geht an Dagmar Reim.