Meine Erfundene Frau Trailer und Filmkritik
FSK Film: 0 | FSK Trailer: 0 | Länge: 116 Min | Kinostart: 24.02.2011 | Release: 24.06.2011 (DVD&BD)
© Sony Pictures | Genre: Comedy | DVD & BD leihen oder kaufen | Wo jetzt im Kino? |
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Interviews mit den Stars
Schauspieler:Jennifer Aniston, Nicole Kidman, Adam Sandler, Bailee Madison, Nick Swardson, Kevin Nealon, Lori Heuring, Heidi Montag, Brooklyn Decker, Rachel Specter, Elena Satine, Dave Matthews, Dana Goodman
Die Story:Schönheitschirurg Danny Maccabee (Adam Sandler) trägt einen Ehering, obwohl er gar nicht verheiratet ist. Denn er will mit möglichst vielen Frauen ausgehen, ohne bei ihnen die Erwartung zu wecken, auf der Suche nach einer festen Bindung zu sein. Als er aber eines Tages der Frau seiner Träume (Brooklyn Decker) begegnet, hat er plötzlich ein Problem: Danny muss so tun, als ob er sich ganz schnell scheiden lassen will. Kurzerhand heuert er seine langjährige Assistentin Katherine (Jennifer Aniston) und deren Kinder an, damit sie sich als seine künftige Ex-Familie ausgeben. Eine Lüge führt zur nächsten und am Ende landen alle zusammen bei einem Familienausflug auf Hawaii, wo jeder versucht, seine Version der Geschichte aufrechtzuerhalten, damit aus dem Traum kein Alptraum wird.
Hintergrund:Star-Komiker Adam Sandler (Kindsköpfe, 50 Erste Dates) zündet an der Seite von Jennifer Aniston (Trennung Mit Hindernissen, Wo Die Liebe Hinfällt ...), Supermodel Brooklyn Decker und Nicole Kidman (Veriebt In Eine Hexe, Die Frauen Von Stepford) ein wahres Gagfeuerwerk in dieser romantischen Komödie. Regie führte Dennis Dugan (Kindsköpfe, Leg Dich Nicht Mit Zohan An).
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Im Film zu sehen sind Jennifer Aniston und Victoria's-Secrets-Model Brooklyn Decker, die in MEINE ERFUNDENE FRAU ihr Kinodebüt gibt.
Die beiden attraktiven Damen verwickeln den von Sandler gespielten notorischen Schwerenöter und Schürzenjäger in einige Turbulenzen, als er sich zum ersten Mal in seinem Leben ernsthaft verliebt und versucht, das Herz seiner Traumfrau mit einem ebenso unkonventionellen wie ungewöhnlichen Trick zu erobern...
Eure Meinung zu "Meine Erfundene Frau"

♥: Die Stars harmonisieren gut, der Wortwitz zündet, lässige Luxus-Atmo.
−: Übertriebene, unglaubwürdige Verwicklungen, platter Slapstick, nervige Nebenfiguren.
Zwei der größten Stars der Romantik-Komödien á la Hollywood tun sich erstmals zusammen.
In Dutzenden Filmen haben Jennifer Aniston und Adam Sandler bereits den bzw. die Richtige gesucht - und sich nun endlich gefunden. Was wie eine kalkulierte Megafusion wirkt, funktionoert auf der Leinwand überraschend gut. Die Chemie zwischen Jennifer und Adam Sandler stimmt und die routinierten Stars spielen sich die Bälle lässig, gekonnt und mit Gefühl zu.
Mit einem falschen Ehering schleppt der Schönheitschirurg Dan (Adam Sandler) die tollsten Frauen ab. Als wahlweise vernachlässigter oder misshandelter Ehemann weckt er offenbar Mitleid bei den Frauen, die angeblich mit unverbindlichem Sex zufrieden sind, da Dan ja offiziell fest gebunden ist.
Gejammer als Anmache ? Das ist mal eine interessante Flirtstrategie. Als Dan dann mit Palmer (Brooklyn Decker) seine vermeintliche Traumfrau trifft, erweist sich der Ring aber als Fallstrick. Palmer will als Scheidungskind keine Ehe zerstören. Also muss Dan ihr beweisen, dass seine Beziehung definitiv im Eimer ist und seine Frau nichts gegen ihre angebliche Nachfolgerin hat.
Und als Vorführfrau ist keine besser geeignet als Dan´s langjährige Assistentin Katherine (Jennifer Aniston). Schon bis hierhin klingt die Idee völlig konstruiert und unglaubwürdig. Aber die Macher satteln da noch locker drauf.
Als Katherine dummerweise beim Treff mit Palmer erwähnt, dass sie Kinder hat, wird Dan überraschend auch noch ein Pseudo-Vater. Natürlich will Palmer auch seine Sprößlinge kennenlernen. Und die nutzen ihre Position schamlos aus. So erpressen sie ihren Vater auf Zeit zu einem gemeinsam Urlaub auf Hawaii. Und weil´s da ja sonst zu langweilig wäre kommt auch noch Dans Cousin (Nick Swardson) als Katherines angeblicher Geliebter Dennis mit. Die zweite Filmhälfte spielt also unter tropischer Sonne in einem ausgedehnten Luxusresort ( das aussieht wie das Hotel in "Nie wieder Sex mit der Ex" - oder in "Nach sieben Tagen - Ausgeflittert".
Momente zu zweit mit seiner Flamme kann Dan so natürlich vergessen. Und ständig muss er höllisch aufpassen, dass sein Lügengebäude nicht zusammenstürzt.
Zum Glück braucht Katherine bald seine Hilfe bei einer ganz eigenen Hochstapelei als sie im Hotel auf ihre alte Highschool-Intimfeindin Devlin (Nicole Kidman) trifft. Die ist ihr so zuwider, dass der Name Devlin von ihr als Ersatzschimpfwort zweckenfremdet wurde - "das ist ja total Devlin!" Natürlich will sie vor Devlin nach Kräften angeben, und das geht kaum besser als mit einem Schönheitschirurgen an der Seite. Und so kommen sich auch Dan und Katherine endlich mal ein bißchen näher. Aber mit Jennifer Aniston und Adam Sandler als Hauptdarsteller - wer erwartet da etwas anderes, als das die beiden zueinander finden ?
Und ihre Romanze und ihre allmähliche Annäherung sind wirklich süß, da sprühen die Funken.
Aber um es in der Sprache des Films auszudrücken: Das Drehbuch von "Meine gekaufte Frau" ist kompletter "Devlin". Dazu gibts neben etlichen gelungenen Gags über die Auswüchse von Schönheits-Ops auch platte oder reichlich abgehangene Gags und alberne, hölzerne Dialoge.
Dan´s erste Braut gesteht ihren Freundinnen Minuten zu Beginn des Films vor der Hochzeit, dass sie mit viel Spaß fremdgegangen ist und Dan nur heiratet, weil er Arzt werden will - und Dan lauscht rein zufällig an der Tür. Dan´s Cousin betritt dessen Praxis und wird begrüßt mit "Hallo, mein Cousin." Platter kann man eine Figur wohl nicht vorstellen.
Dan´s große Liebe (Bikinimodel Brooklyn Decker) wird durch die dämliche Charade, die hier gespielt wird und die sie nie durchschaut wohl zu einer der dümmsten Blondinnen der Filmgeschichte.
Katherines Tochter Maggie (Bailey Adamson) nervt über weite Strecken mit einem schrecklich gekünstelten englischen Akzent. Von der Natürlichkeit ihrer Darstellung in "Brothers" oder "Brücke nach Terabithia" ist hier nichts zu sehen. Sicher können Kinder solche Launen haben, aber ein schauspielerndes Kind, das ein schauspielerndes Kind spielt, das ist einmal zu oft um die Ecke gedacht.
Dans Cousin (Nick Swardson) agiert über weite Strecken mit dicken Brillengläsern und einem schlechten deutschen Akzent (der wohl skandinavisch sein soll, was für Amerikaner aber offenbar keinen Unterschied macht). Swardson übernimmt hier die Rolle, die sonst in Sandler Filmen immer Rob Schneider zufällt. Der glänzt diesmal erfreulicherweise durch Abwesenheit.
In Sekunden mutiert Devil (Nicole Kidman) von der jahrzehntelangen Erzfeindin und eiskalten, gekünstelten Zicke zur einfühlsamen Freundin.
Dennis Dugan ist Adam Sandler Haus- und Hof-Abo-Regisseur. Sieben Filme haben die beiden inzwischen zusammen gedreht. Noch bevor "Meine erfundene Frau" im Kino rauskam, waren sie mitten in den Dreharbeiten zum nächsten gemeinsamen Projekt.
Die Vorlage zu "Meine erfundene Frau ist der Komödienklassiker "Die Kaktusblüte" mit Walther Matthau und Goldie Hawn. Das Drehbuch stammt von Billy Wilders Hausschtreiber I.A.L. Diamond. Die Neufassung erreicht aber nie diese Klasse, weil das Konzept mit infantilem Klamauk verwässert wurde.
Nicole Kidman wunderte sich beim Dreh, wie locker es da zuging. Für sie eine willkommene Abwechslung nach vielen intensiven Dramen. Dennis Dugan und viele andere etablierte Mitarbeiter bilden ein eingespieltes Team. Dugan macht sich dabei die Arbeit denkbar einfach. Er lässt die Kamera auch mal 45 Minuten am Stück laufen, die Stars drauflos blödeln und pickt sich die besten Szenen raus. Ist das noch relaxt oder einfach planlos und faul ? Angesichts des Tempos in dem Dugan seine Projekte raushaut, darf man wohl nicht erwarten, dass er sich um eine spannende Bildgestaltung kümmert. Nahezu jede aufwändigere, durch choreographierte Szene wie ein Dschungelausflug oder der abschließende Hula-Abend zeichnen sich durch platte Gags aus. Da wird tatsächlich dass jahrzehnte-alte Apfelsinenspiel Kuppelmethode reaktiviert. Ein Partygag, den schon Heinz Ehrhardt kannte. Hier stand offenbar der Spaß aller Beteiligten im Vordergrund. Der überträgt sich aber nicht immer auf Zuschauer.
Die Lovestory zwischen Sandler und Aniston funktioniert überraschenderweise tatsächlich und liefert spritzige Untrhaltung. Schade, dass die Macher es nicht dabei belassen sondern "Meine erfundene Frau" mit vielen unnötig platten Gags von der Romantikkomödie zur Romantikklamotte degradieren.

