Kung Fu Panda 2 Trailer und Filmkritik
Originaltitel: Kung Fu Panda: The Kaboom of Doom
FSK Film: 6 | FSK Trailer: 0 | Länge: 95 Min | Kinostart: 16.06.2011 (auch in 3D) | Release: 27.10.2011 (DVD&BD)
© Paramount | Genre: Family | DVD & BD leihen oder kaufen | Wo jetzt im Kino? |
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Schauspieler:US-Stimmen: Angelina Jolie, Gary Oldman, Seth Rogen, Jean-Claude Van Damme, Jackie Chan, Dustin Hoffman, Jack Black, James Woods, David Cross, u.a. Deutsche-Stimmen: Hape Kerkeling, Bettina Zimmermann, Cosma Shiva Hagen, Gottfried John, Ralf Schmitz
Die Story:Endlich, endlich, endlich ist Panda Po am Ziel seiner Träume: Im wahrsten Sinne dick im Geschäft beschützt er als hoch geschätzter und anerkannter Drachenkrieger zusammen mit den Furiosen Fünf das Tal des Friedens und den Frieden seines Magens. Bis sich eines Tages ein Unheil bringender Gegner ankündigt, der mit Hilfe einer geheimen, unbezwingbaren Waffe China erobern und Kung Fu für immer den Gar ausmachen will. Für immer? Nicht mit Po! Beim besten Geheimrezept aller Nudelsuppen: Das muss verhindert werden! Wozu hat er sich denn all die Zeit abgerackert?! Doch um den fürchterlichen Gegner für immer auszuknocken, muss sich der gemütliche Po seiner mysteriösen Vergangenheit und den Wurzeln seiner Herkunft stellen, um eine einzigartige, POsitive Macht zu entfesseln...
Hintergrund:Po ist wieder da! Und mit ihm all das bärenstarke Chaos und die liebenswerten, verrückten Helden, die wir schon so lange vermisst haben. Mit einigen Pfunden zu viel auf den Rippen und noch mehr lockeren Sprüchen auf den Lippen stürzt sich Kung Fu Panda Po in dem jüngsten 3D-Animationsspaß der Macher von SHREK und MADAGASCAR hungrig in das verheißungsvollste Abenteuer, das China je erlebt hat!
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Eure Kommentare zu "Kung Fu Panda 2":
Freddy Freu mich auf den 2ten Teil. Nette Anspielung und Humor
Peter Fu rockt!
duy Kung Fu-Meisters Shifu, gegen das Böse fett
(^.^)b hoffentlich erfahren wir entlich was mit dem "armen" bösewicht aus teil1 passiert ist^^
Max Ailike! Cooler cooler Bär!

♥: temporeiches, exotisches Family-Entertainment
−: für ganz kleine Zuschauer zu martialisch, blasse Nebenfiguren
Mit über 600 Millionen Dollar Einnahmen war die Kampfkugel Po schon in der ersten Runde enorm erfolgreich. Da müsste man schon viel vermasseln, um im zweiten Anlauf zu stolpern.
Für Regisseurin Jennifer Yuh ist "Kung Fu Panda 2" der erste Spielfilm. Sie blickt aber auf eine lange Karriere als Animatorin zurück und war sowohl bei "Madagscar" als auch beim ersten Pandaabenteuer involviert. Die Autoren Jonathan Aibel und Glen Berger sind dieselben wie beim ersten Teil. Und damals haben die beiden zweifellos einen guten Job gemacht. Andererseits hat das Team auch schon Stangenware wie "Monster vs. Aliens" und "Chipmunks 2" abgeliefert. Auf allzu bgroße Neuerungen gegenüber dem Vorgänger verzichten sie zum Glück. Allerdings ist der Überraschungseffekt des ersten Films auch futsch. Den verfressenen Panda als geschmeidigen Kämpfer zu entdecken - und vor allem dessen Weg vom lethargischen Trauerkloß zum Kung Fu Champion - das hatte enormen Reiz. Wo kann da die Reise im zweiten Teil hingehen ?
Kämpfen kann Po ja nun. Bis er eine neue Aufgabe erhält, beeindruckt der "Drachenkrieger" lieber mit seinem unbändigen Appetit. "Kung Fu Panda 2" liefert aber neben rasanten Kloppereien eine durchaus bewegende, geheimnisvolle Ursprungsgeschichte. Wo kommt Po eigentlich her, und wie landete er als Findelkind beim Suppenkoch Ping ? Po entdeckt seine wahren Wurzeln, die tragische und stolze Geschichte seiner wirklichen Familie. Diese schon im ersten Teil ausgeblendeten Fragen werden nun zumindest ansatzweise geklärt. Gleichzeit legen sie das Fundament für einen dritten Teil, der im Finale mehr als deutlich in Aussicht gestellt wird.
Zunächst aber muß in Teil 2 ein mächtiger Gegner unschädlich gemacht werden. Der Pfau Lord Chen wurde einst wegen seiner Vorliebe für dunkle Magie von seinen Eltern verstoßen. Mit seiner Bande verschlagen-dämlicher Wölfe plündert er seitdem friedliche Dörfer aus, immer auf der Suche nach Metall. Denn heimlich arbeitet er an einer gewaltigen Waffe, mit der er seine Heimatstadt erobern will. Ganz nebenbei wird hier noch die chinesische Herkunft und die zwiespältige Natur von Schießpulver aufgegriffen, dass als Feuerwerk ebenso Spaß macht wie beeindruckt aber auch schreckliche Zerstörungen anrichten kann. Als Po und seine Freunde von einem Dorf um Hilfe gebeten werden, kommen sie Chens Plänen in die Quere. Allerdings ist Po dabei keine große Hilfe. Irgendetwas an Chen versetzt ihn in unerklärliche Panik. Als ihm klar wird, dass das mit seiner eigenen Kindheit zu tun hat, ist er um so entschlossener, das Geheimnis um Chen zu lösen. Aber wie soll er das anstellen ? Lord Chen, der Schurke vom Dienst ist spannenderweise ein absolutes Negativ von Po, nich nur im optischen Sinne. Auch er hat seine Eltern verloren, wenn auch auf andere Weise als Po und knabbert noch heute an der traumatischen Erfahrung. Allerdings ist auch seine Therapiemethode völlig anders. Statt sich seinen eigenen Fehlern zu stellen, lässt er andere dafür büßen. Auch Chen hat großes Interesse an Po, denn einst wurde ihm sein Ende durch die Hand eines schwarz-weißen Kriegers prophezeit. Und das will er natürlich verhindern. Unterdessen will Po mit Hilfe von Meister Shifu sein Kung Fu weiterentwickeln. Der kleine Yoda-Klon hat durchaus noch ein paar beachtliche Tricks auf Lager und kann durch pure Konzentration auf seinen "Inneren Frieden" erstaunliches vollbringen. Aber Geduld und Ausdauer sind nicht gerade Po´s starke Seite. Wenn kleinere Zuschauer sich sonst wohl eher weniger für fernöstliche Philosophie interessieren - die Probleme mit dem Stillsitzen können sie garantiert nachempfinden.
Als das spielt sich in einem enormen Tempo ab und schon nach gut 80 Minuten ist das Feuerwerk vorbei. Das ist aber auch gut, denn die emotionaleren Szenen sind doch reichlich rührselig und da gilt - je kürzer desto besser. Das lässt umso mehr Platz für eine ganze Schüssel voll Action. Die ist manchmal etwas zu schnell und turbulent, um sie wirklich zu genießen, glänzt aber doch immer wieder durch orginelle Einfälle oder schiere Opulenz.
Wie gewohnt sieht der 3D-Effekt im Animationsfilms mal wieder um Längen besser aus als in jedem Realfilm. Allerdings scheinen die Macher sich besonders zu Beginn viel Mühe gegeben zu haben, um dann im Verlauf der Geschichte einen Gang zurückzuschalten. Da wird die Geschichte dann von den Figuren und dem Humor getragen - und das reicht auch.
Die Hintergründe sind wie gewohnt an traditionelle chinesische Tuschezeichnungen angelehnt und verliehen dem Film die passende Stimmung, dazu kommen Rückblenden in feinster Asia-Anime-Optik à la Hayao Myiazaki ("Chihiros Reise ins Zauberland"). Vielleicht hat hier aber auch Guillermo del Toro als Coproduzent seine Visitenkarte hinterlassen, der in "Hellboy & die goldene Armee" einen ähnlich kunstvollen Vorspann zeigte.
Im Original bekommt man die Stimmen von Jack Black, Angelina Jolie, Dustin Hoffman, Jackie Chan, Lucy Liu , Michelle Yeoh und Seth Rogen zu hören. So ein Lineup wäre in einem Real-Film der Hammer. In deutschen Kinos werden aber die wenigsten Zuschauer in den Genuß kommen.Die deutsche Synchronfassung ist mit Hape Kerkeling, Bettina Zimmermann, Cosma Shiva Hagen, Gottfried John und Ralf Schmitz nicht so prominent, aber dafür mit ebenfalls mit echten Könnern bestückt. Auf C-Promis, die dem Film ein bißchen PR verschaffen sollen, wurde zum Glück verzichtet. Die hat "Kung Fu Panda 2" auch gar nicht nötig.
Wenn man denn etwas kritisieren möchte, dann sind es die Nebenfiguren. Poo´s Freunde Gottesanbeterin, Affe, Kranich, Schlange und Tigerin bleiben auch diesmal ziemlich blass und zwei der wichtigeren Figuren, Poos Ziehvater Ping und sein Erzfeind Lord Chen sind als Vögel rein anatomisch weder ausdrucksstark, noch sonderlich ernst zu nehmen. Für zwei so wichtige emotionale Anker der Geschichte ist das eine unglückliche Wahl. Außerdem ist das Ende von Anfang an absehbar, weil per Weissagung angekündigt. Aber "Der Weg ist das Ziel", sagte ja angeblich schon der alte Konfuzius.
"Kung Fu Panda 2" ist ein Stück bombastischer und martialischer als sein Vorgänger, aber immer noch turbulentes, charmantes Action-Entertainment für die ganze Familie, mit Ausnahme der ganzen Kleinen. Für die dürfte die Geschichte vom schmerzhaften Verlust der Eltern und der martialische Kampf gegen einen fiesen Potentaten etwas zu düster sein. Bei allem Humor nimmt der Film seine kulturellen Wurzeln ernst und ist wie der Vorgänger Komödie und Hommage des Kampfkunstgenres in einem. "Kung Fu Panda 2" setzt die Erfolgsgeschichte zweifellos fort und heizt gekonnt die Neugier auf ein drittes Abenteuer an.

