Source Code Trailer
Originaltitel: Source Code
FSK Film: 12 | FSK Trailer: 12 | Länge: 93 Min | Kinostart: 02.06.2011 | Release: 11.10.2011 (DVD&BD)
© STUDIOCANAL | Genre: Action | DVD & BD leihen oder kaufen | Wo jetzt im Kino? |
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TRAILER-TIPPS
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Schauspieler:Jake Gyllenhaal, Michelle Monaghan, Vera Farmiga, Jeffrey Wright
Regie:Duncan Jones
Die Story:Soldat Captain Colter Stevens (Jake Gyllenhaal) erwacht im Körper eines unbekannten Mannes. Er ist Teil einer Mission um den Bombenleger der Chicagoer S-Bahn zu finden. Ein Experiment der Regierung namens Source Code ist ein Programm, das im erlaubt, im Körper eines anderen Mannes die letzten 8 Minuten dessen Lebens zu erleben.
Hintergrund:Ein Film von Duncan Jones.
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Eure Meinung zu "Source Code"
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Eure Kommentare zu "Source Code":
Axel Wow.
Sabine Ich find Jake ja soooo sexy!
Max 81% wow - und dabei seid ihr sonst so geizig ;)
Donko Die Ansatze an Butterfly Effect und deja vu sind noch relativ gering. Die Idee des Films ist wirklich sehr genial und ich freu mich sehr drauf. Endlich wieder was durchdachtes und kreatives.
Emil G. Uaaaaah. Also die Explosion sah ja mal kacke aus. B-Movie-Alarm!

♥: Viel Tempo, vertrackte Story, sympathische Darsteller,
−: Tricks & Ästhetik unspektakulär, großzügiger Ideenklau, Technokauderwelsch
Haben wir das nicht schon gesehen ? Das Gefühl beschleicht Filmfans in großer Regelmäßigkeit.
Vielleicht war tatsächlich jede Idee schon einmal da. Und alles was jetzt noch kommt sind Hybriden und Variationen mit neuen Gesichtern, einem anderen Stil. "Source Code" hat allerdings nicht nur ein Vorbild, sondern ein ganzes Dutzend. "Deja Vú", "Butterfly Effect", "Und täglich grüßt das Murmeltier", "Twelve Monkeys", sowie "Matrix" und sogar "Avatar" schimmern hier an verschiedenen Stellen durch. Denn Source Code beschränkt sich nicht auf eine Theorie. Zeitreisen, Computersimulationen, Paralleluniversen, Quantenmechanik und Identitätswechsel werden hier munter vermischt.
Eine neue, eigene Idee sucht man allerdings vergeblich. Die Mischung machts. Das ist Teil des Konzepts. Der Zuschauer wird bewusst verwirrt mit Fachgesimpel. "Es ist sehr kompliziert" lautet die lapidare Antwort eines Wissenschaftler - und der Filmemacher. "Source Code" will nichts detailliert erklären, und wer das als Zuschauer nicht akzeptieren kann, der wird ein Problem mit dem Film haben.
Als Kampfpilot Colter Stevens (Jake Gyllenhaal) aufwacht, ist er erstmal verwirrt. Zuletzt war er auf einem Einsatz in Afghanistan. Jetzt sitzt er in zivil in einem Vorortzug Richtung Chicago. Ihm gegenüber eine hübsche Frau, (Michelle Monaghan) die ihn offenbar kennt, aber er versteht nur Bahnhof. Durcheinander, desorientiert verzieht er sich erstmal aufs WC und dort wartet der nächste Schock. Aus dem Spiegel blickt ihn ein völlig Fremder an ! Bevor er dem Geheimnis auf den Grund gehen kann, wir er aber jäh gestoppt. Der gesamte Zug fliegt in die Luft, mit allen Menschen an Bord.
Als Colter das nächste Mal aufwacht, befindet er sich in einem ungemütlichen Metallkäfig. Eine Druckkammer ? Eine Rettungskapsel ? Eine uniformierte Frau auf einem Computerbildschirm bombardiert ihn mit Fragen über den Anschlag, über die Bombe, über Verdächtige an Bord.
Dabei hat Colter selbst mehr als genug Fragen. Aber die Antworten sind spärlich denn die Zeit drängt. Immerhin erfährt er, dass er Teil eines Army-Projekts ist. Der Anschlag war real - und der Bombenleger muss identifiziert werden. Denn der hat noch eine viel größere Bombe, die er mitten in Chicago zünden will. Darum muss Coulter das Szenario nochmal durchleben und neue Hinweise finden. Beim zweiten Anlauf ist er immerhin besser vorbereitet. Und so verlaufen die acht Minuten, die er hat diesmal ganz anders - aber trotzdem nicht erfolgreich. In den einzelnen Missionen wird "Source Code" zur virtuosen Detektivstory, jede 8-Minuten-Episode hat ihren eigenen Reiz, mal dramatisch, mal actiongeladen und machmal auch humorvoll, weil Coulter immer routinierter auf bestimmte Ereignisse reagiert. Immer wieder wird Colter auf seine Mission geschickt und sammelt nicht nur Informationen über den Anschlag, sondern auch über dass was mit ihm passiert. Ist er Teil einer Computersimulation ? Ist er in der Zeit zurückgereist ? Befindet er sich in einer alternativen Realität ? Und warum soll er den Anschlag nur aufklären und nicht verhindern ? Kann er die Menschen an Bord nicht retten ? Oder ist das völlig egal, weil alle schon längst tot sind ?
Science-Fiction liefert hier nur den Rahmen für die Frage, was man im Leben anders machen würde, wenn man eine zweite Chance hat. Oder eine dritte, vierte, fünfte. Das betrifft nicht nur Colter Stevens, sondern auch seine Reisebegleitung Christina. Deren Leben verläuft anfangs, passend zur fatalen Zugfahrt, wie auf Schienen. Sie hat ihre Träume aufgegeben und sich mit einem routinierten Dasein in einem ungeliebten Job abgefunden. Bestimmt würde sie ihr Leben auch gerne zurückspulen und bestimmte Dinge anders machen. Tragischerweise weiss sie allerdings nicht, dass ihre Existenz und damit jede Chance auf Veränderung nur Minuten später jäh enden wird.
Die Action nimmt imm Film zwar viel Platz ein, ist aber eigentlich nur Garnierung für diese existenzialistische Drama. Darum ist auch der gesuchte Terrorist ziemlich austauschbar.
Die viel interessanteren Widersacher sind die Militär-Wissenschaftler, für die Colter Stevens gleichzeitig Spezialagent und Laborratte spielt. Der Pilot kämpft also an zwei Fronten gleichzeitig, einmal um die Aufklärung eines Anschlags und andererseits um das Geheimnis der eigenen Existenz.
Leider ist der Film optisch über weite Strecken nur solides Handwerk und erinnert an einen besseren Serienpiloten. Nur in einigen Momenten blitzen originelle Ideen durch. Besonders ein für die Handlung zentraler Special-Effekt im Finale wirkt unausgereift. Da hat man Duncan Jones in seinem ersten Hollywood-Auftritt wohl doch nicht genug getraut, um ihm ein ordentliches Budget anzuvertrauen.
Nach seinem hochgelobten Debüt "Moon", einem existentialistischen One-Man-Sci-Fi-Drama wurde Duncan Jones als kommender Regiestar gefeiert. Das Drehbuch zu "Source Code" wurde seinerseits schon länger hoch gehandelt. Die Kombination aus beidem schürt also hohe Erwartungen. Die kann Jones nur bedingt erfüllen. Einerseits ist das Thema von "Source Code" , durchaus vergleichbar mit "Moon". Ein Individum wird zum Spielball dunkler Mächte, Realität, Identität und der freie Wille kommen auf den Prüfstand. "Source Code" ist allerdings vordergründig viel rasanter und unterhaltsamer. Kein ganz großer Wurf, aber ein actionreicher Science-Fiction-Thriller mit symphatischen Hauptdarstellern, der über seine unausgegorene technische Seite im Schnellzugtempo hinwegdonnert.

