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Infinite Space Der Achitekt John Lautner Film Bilder

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Schauspieler:Sean Connery, Karol Lautner Peterson, Frank Gehry, Helena Arahuete, Frank Escher, Judith Lautner, John de la Vaux, Jan-Richard Kikkert, Julius Shulman, Nicholas Olsberg

Regie:Murray Grigor

Produktion:Sara Sackner, Anne Thomas

Drehbuch:Murray Grigor

Die Story:Die Häuser von John Lautner gehören zum Aufregendsten, was die amerikanische Architektur hervorgebracht hat. Einem unbedingten Schönheitsideal verpflichtet, wirken ihre Räume unendlich - aus der Perspektive der Bewohner, denn Lautners Architektur ist für den Menschen gemacht. Jedes Haus ist ein Kunstwerk für sich, definiert das Verhältnis von Innen- und Außenraum neu. Viele sind auch als Filmkulissen berühmt geworden: James Bond lief in den 1960ern durch das Elrod House, Tarantino belebte für Pulp Fiction ein Googie-Restaurant wieder und Colin Firth’s Oscar-prämierte Darstellung in A Single Man wurde in der Schaffer Residence gedreht.

Hintergrund:Der Film ist das Porträt eines visionären Architekten und erscheint in Deutschland zu seinem 100. Geburtstag. Der Film führt durch die Karriere Lautners, arbeitet die wichtigsten Prinzipien seines Werks heraus, lässt ihn selbst (mithilfe von Audio-Archivmaterial) seine Arbeiten kommentieren und befragt wichtige Weggefährten des Architekten: seine Familie, seine Mitarbeiter und ehemalige Bauherren, außerdem berühmte Lautner-Fans wie Frank O. Gehry. Die heutigen Hausbesitzer ließen Murray Grigor und seinen Kameramann Hamed Shams den Zauber und die unvergängliche Schönheit von John Lautners unendlichen Räumen einfangen.



Zu Beginn des Films läuft James Bond durch das berühmte „Elrod House“. Sean Connery war bei den Dreharbeiten von Diamonds are forever beeindruckt von dieser Kulisse, einem in den Fels gebauten Haus, dessen äußere Begrenzung mit einem Wasserfall wie aufgehoben erschien. Erst jetzt erfährt Connery, wer der Architekt dieses Hauses war: John Lautner.

Das Elrod House steht in Palm Springs. In Los Angeles, wo sein Büro stand, hat Lautner wenig gebaut – zu reizlos schien ihm die Stadt, zu hässlich, zu wenig geeignet für sein Spiel mit den Innenräumen, die sich zur Umgebung öffnen (wie die flexible Wohnzimmerwand in der Carling Residence von 1947), oder in die die Umgebung kunstvoll integriert wird (wie der Fels, der im Elrod House als Wand fungiert).

Lautners Vater war Geisteswissenschaftler, seine Mutter Künstlerin; ihr ganzes Leben war auf Schönheit ausgerichtet. Geboren am 16. Juli 1911, wuchs er in Marquette im ländlichen Michigan auf und interessierte sich nach dem Vorbild seiner Eltern schon früh für die Schönen Künste. Als der berühmte Architekt Frank Lloyd Wright in seiner nahegelegenen Sommerresidenz Taliesin 1933 ein Ausbildungsprogramm ins Leben rief, bewarb sich Lautner – und damit begann eine Zusammenarbeit, die mit Unterbrechungen bis 1947 anhielt, dem Jahr, in dem Lautner in Los Angeles sein eigenes Büro gründete.

Bei Wright lernte Lautner nicht das verhasste „saubere Zeichnen“, sondern einen umfassenden handwerklichen Zugang zum Design eines Gebäudes. Schon früh gelang es dem Jüngeren aber, sich aus der Formsprache Wrights „herauszuboxen“ (Lautner) und zu einem eigenen Stil zu finden. Das unaufdringliche Einpassen eines Gebäudes in die Landschaft, oft mit Wrights Prinzip der „organischen Architektur“ assoziiert, wird bei Lautner zum experimentellen und dramatischen Wechselspiel zwischen Innen- und Außenraum.

Die Mitarbeiterinnen Julia Strickland und Helena Arahuete sowie Tochter Julia Strickland beschreiben den kreativen Prozess in Lautners Büro, in dem jedes Gebäude individuell entworfen wurde; und Ingenieur John de la Vaux, der als gelernter Schiffsbauer zu Lautners Team dazukam, kann erzählen, wie sehr der Architekt auf ungewöhnliche, ja nie vorher dagewesene Lösungen zur subjektiven „Öffnung des Raums“ hingearbeitet hat.


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