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Angele Und Tony Trailer

FSK Film: 6 | Länge: 84 Min | Kinostart: 04.08.2011 | Release: 02.12.2011 (DVD)
© Kool | Genre: Drama | DVD & BD leihen oder kaufen | Wo jetzt im Kino? | Trailer kaputt?

 

TRAILER-TIPPS

 

Links & Infos

 

Schauspieler:Clotilde Hesme, Grégory Gadebois, Evelyne Didi, Antoine Couleau, Jérôme Huguet, Lola Duenas, Patrick Descamps, Patrick Ligardes

Regie:Alix Delaporte

Drehbuch:Alix Delaporte

Die Story:Angèle sucht einen Mann, um neu anzufangen... Sie braucht einen Vater für ihren Sohn Yohan - sonst bekommt sie ihn nicht wieder. Auf ihre Anzeige meldet sich Tony, ein einfacher Fischer, der nicht viel Worte macht. Angèle glaubt, sie könne ihn mit ihrer Schönheit ködern. Tony schreckt vor ihrer schroffen Art zurück, aber er spürt ihre Sehnsucht und gibt ihr eine Chance als Verkäuferin. Seine Mutter ist wenig angetan. Was wissen sie eigentlich von dieser Frau, die ihren Sohn unbedingt heiraten will?




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Interview mit der Regisseurin ALIX DELAPORTE

Wie war Ihr Werdegang vor ANGÈLE UND TONY?
Ich war Journalistin. Ich habe bei der Agentur Capa angefangen, wo ich sehr bald Lust bekam, das Filmen zu lernen. Es war nicht leicht, das vor Ort in einer großen Agentur zu lernen, noch dazu mit 16 Kilo schweren Betacams! Im Verlauf meiner Wanderungen - von Nachrichten zu Gästeporträts usf. - landete ich bei Canal Plus. Zwei Jahre habe ich dort die Gäste von „Nulle Part Ailleurs“ porträtiert. Zur gleichen Zeit wurde ich von der FEMIS für einen Drehbuch-Lehrgang angenommen, der zwei Jahre dauerte. Bei Canal Plus habe ich dann 1998 während der Weltmeisterschaft Spielerporträts gemacht. In dieser Zeit habe ich Zidane getroffen, mit dem ich mich dann regelmäßig für Canalsat traf. Zum Abschluss habe ich eine DVD über seine gesamte Karriere gemacht, COMME DANS UN RÈVE. Eine unglaubliche Erfahrung, weil ich sie in völliger Freiheit machen konnte. Ich bat Jean-Louis Trintignant den Text zu sprechen - das war gewissermaßen das erste Mal, dass ich bei einem Schauspieler Regie führte.

Und das eigentliche Kino?
Ich hatte einen Kurzfilm geschrieben. Roschdy Zem sagte mir: „Ich spiele in deinem Kurzfilm, wenn du mir einen von Zidane signierten Ball bringst.“ Das habe ich gemacht, und er stellte mir Pascal Caucheteux vor, dem mein Drehbuch gefiel. LE PIÈGE wurde dann von Hélene Cases bei Why Not Productions produziert. 2006 habe ich dann noch einen Kurzfilm gedreht: COMMENT ON FREINE DANS UNE DESCENTE mit Clotilde Hesme… Damals habe ich begriffen, dass ich mit all diesen unterschiedlichen Unternehmungen daran gearbeitet habe, mir auf meine Weise die Grundlagen des Kinohandwerks anzueignen.

Wie ist das Projekt ANGÈLE UND TONY entstanden?
Ich wollte eine Liebesgeschichte erzählen: eine sehr starke Emotion für Angèle, die ein Gefühl entdeckt, das sie noch nie empfunden hat. Auch für Tony. Ich wollte, dass wir dabei sind und mit ihnen zittern. Dass wir ihre Sehnsucht teilen. Dass es uns mitreißt, dass es uns berührt. Angèle, ihre Geschichte, ihre Persönlichkeit, hatte ich schon lange im Kopf. Die Geschichte nahm Gestalt an, als ich mir vorstellte, wie sich Angèle in einen Fischer verliebt. Das hat mit meiner Kindheit zu tun: meine Mutter und Großmutter stammen aus der Normandie, nicht weit von Port-en-Bessin, wo der Film spielt. Ich habe dort alle meine Ferien verbracht. Die Fischer waren für mich immer Charaktere wie aus einem Roman. Menschen, die sich die meiste Zeit auf dem Meer aufhalten, abgeschnitten von einer bestimmten Wirklichkeit, aber fähig, wenn man sie reizt, der Politik Angst einzujagen. Ich hatte Bilder im Kopf, davon, wie die Fischer mit Fischen auf die Polizisten werfen. Ich fand sie unglaublich. Das war die Haltung, die ich mit Claire Mathon für die Bildgestaltung erarbeitet habe: Sie vergrößern, um sie zu Helden zu machen. Sie in ihrem Alltag zu filmen, aber dabei durch das Licht und die Filter verschönern, die ihren Gesichtern etwas Zartes geben.