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Das Blaue vom Himmel Trailer

FSK Film: 12 | FSK Trailer: 6 | Länge: 104 Min | Kinostart: 02.06.2011 | Release: 13.01.2012 (DVD&BD)
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TRAILER-TIPPS

 

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Schauspieler:Hannelore Elsner, Juliane Köhler, Karoline Herfurth, Rüdiger Vogler

Die Story:Marga hat in der Vergangenheit wenige Gefühle für ihre Tochter Sofia zugelassen. Mit dem Alter ist sie nun immer vergesslicher geworden und sehnt sich nun um so mehr nach Zärtlichkeit und Geborgenheit. Eine ungewohnte Situation for Sofia, die zuletzt eher wenig Kontakt mit ihrer Mutter hatte und sich nun um sie kümmern muss. Sofia hört von ihrer Mutter viele Geschichten aus der Vergangenheit, als wolle sich diese von Erinnerungen befreien. Eine gemeinsame Reise nach Riga soll die Zweifel von Sofia ausräumen, was die Erzählungen ihrer Mutter in ihr geweckt haben. Dort offenbart sich umso mehr, das die Geschichten nur das Blaue vom Himmel waren...




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Der geschichtliche Hintergrund

Der „Hitler-Stalin-Pakt“ wird am 23. August 1939 unterschrieben. Lettland fällt aufgrund dieser geheimen Vereinbarung an die damalige UdSSR. Am 17. Juni 1940 besetzt die Rote Armee das lettische Territorium, das daraufhin gegen den Willen des lettischen Volkes in die UdSSR eingegliedert wird.

Im Juni 1941 marschiert die deutsche Wehrmacht in Lettland ein. Drei Jahre später finden auf lettischem Gebiet schwere Kämpfe zwischen der deutschen und der sowjetischen Armee statt, aus denen die UdSSR als Sieger hervorgeht. Während dieses Krieges werden die Letten von beiden Okkupationsmächten zum Militärdienst einberufen und sogar gegeneinander eingesetzt.

Die folgenden Nachkriegsjahre zeichnen sich durch besonders grausame Aktionen gegen die lettische Bevölkerung aus. Fast 120.000 Letten werden verhaftet und in sowjetische Konzentrationslager (GULAG) eingesperrt. 130.000 Menschen flüchten vor der sowjetischen Okkupationsmacht in den Westen. Am 25. März 1949 werden in einer groß angelegten Aktion fast 43.000 Einwohner, vorwiegend aus der Landbevölkerung, von Lettland nach Sibirien verschleppt. In der zweiten Hälfte der 80er Jahre nutzen die Letten die beginnende Liberalisierung in der Sowjetunion zur Gründung verschiedener politischer Organisationen, wie u.a. die Volksfront, die Nationale Unabhängigkeitsbewegung und den Bürgerkongress. Diese Organisationen treten für die Wiederherstellung der staatlichen Unabhängigkeit Lettlands ein.

Am 23. August 1989 bilden die drei Volksfronten eine mehrere Hundert Kilometer lange lebende Menschenkette von Tallinn über Riga bis Vilnius (der Baltische Weg), um auf das 50 Jahre währende Verbrechen des Hitler-Stalin-Paktes aufmerksam zu machen. Auf den vielen Massenkundgebungen singt die Bevölkerung die verbotenen Lieder. Mutige Rockversionen populärer lettischer Lieder werden zu Sommerhits. Der Begriff der „Singenden Revolution“ wird geprägt.

Ein großer Schritt zur Wiederherstellung der Unabhängigkeit Lettlands wird am 4. Mai 1990 getan. An diesem Tag verabschiedet der Oberste Rat der Lettischen SSR eine Deklaration, in der der Wille zur Wiederherstellung der Unabhängigkeit ausgedrückt und eine Übergangszeit bis zur vollständigen Unabhängigkeit festgelegt wird.

Moskau sträubt sich gegen die Unabhängigkeitsbestrebungen der Balten, könnten diese doch das gesamte Sowjetreich zum Einsturz bringen. Die Revolution nimmt jedoch in der Nacht des 13. Januar 1991 mit den blutigen Ereignissen in Vilnius ihren Lauf, als sowjetische Militärs das litauische Fernsehen besetzen. Dreizehn friedliche Demonstranten werden dabei getötet. Daraufhin errichtet die Rigaer Bevölkerung Barrikaden um ihr Radiogebäude und das Parlament in der Rigaer Altstadt, um diese vor Zugriffen der sowjetischen Militärs zu schützen. Tage- und nächtelang halten die Menschen der eisigen Kälte mit ihren Liedern an den Lagerfeuern stand. Als "die alten Garden" im August 1991 in Moskau gegen Gorbatschow putschen, werden in Tallinn, Riga und Vilnius erneut Barrikaden errichtet und Lieder der Solidarität gesungen. Die friedliche Revolution im Baltikum droht zu scheitern. Doch wenige Tage später bricht der Putsch in Moskau zusammen.

Am 21. August 1991 wird im lettischen Parlament der Beschluss über die vollständige Wiederherstellung der Staatlichkeit Lettlands gefasst. Im September 1991 erkennt die UdSSR neben den westlichen Demokratien die Unabhängigkeit Lettlands an.