Der Grosse Crash Trailer
Originaltitel: Margin Call | Mit: Kevin Spacey, Zachary Quinto, Simon Baker
FSK Film: 16 | Länge: 110 Min | Kinostart: 29.09.2011 | Release: 27.01.2012 (DVD&BD)
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Der Grosse Crash
Schauspieler:Kevin Spacey, Paul Bettany, Jeremy Irons, Zachary Quinto, Penn Badgley, Simon Baker, Mary McDonnell, Demi Moore, Stanley Tucci, Aasif Mandvi, Ashley Williams, Susan Blackwell, Maria Dizzia, Al Sapienza
Regie:J.C. Chandor
Produktion:Michael Benaroya, Robert Ogden Barnum, Neal Dodson, Corey Moosa
Drehbuch:J.C. Chandor
Die Story:Wall Street 2008: Vermögensberater, Broker und Börsenmakler jonglieren noch ohne schlechtes Gewissen mit hohen Einsätzen und erzielen schwindelerregende Gewinnmargen. Doch die Finanzkrise hat bereits Einzug gehalten. Hauptleidtragender in einer großen Investmentfirma ist Top-Risk- Analyst Eric Dale. Dale arbeitete an einer Analyse der aktuellen Unternehmenssituation und übergibt die brisanten Daten bei seiner Entlassung seinem ehemaligen Schützling, dem smarten Jungtalent Peter Sullivan. Sullivan stellt daraufhin weitere Berechnungen an und erkennt, dass der finanzielle Untergang seiner Firma bevorsteht. Von den Zahlen alarmiert, beschließt die Konzernführung um Will Emerson, Sam Rogers, Jared Cohen, Sarah Robertson und John Tuld zum bevorstehenden Wochenende eine hochspekulative Rettungsaktion. Es beginnt eine moralische und zunehmend dramatische Achterbahnfahrt, die alle Beteiligten innerhalb der nächsten Stunden an den Rand der Katastrophe katapultieren wird.
Hintergrund:Im Gefolge jener Krise, die 2008 die weltweiten Finanzmärkte erschütterte, stellte sich im Hinblick auf die Verantwortlichen der Katastrophe für viele Menschen diese Frage. Wie geht jemand mit der Tatsache um, dass er gescheitert ist - ein Scheitern, das ihn nicht nur den eigenen Job kosten kann, sondern Millionen Menschen ihre Lebensgrundlage? J.C. Chandors fesselnder und bewegender Thriller Der Grosse Crash - Margin Call führt uns dorthin, wo sich noch kein anderer Film hingewagt hat: mitten ins kalte Herz einer jener gigantischen Wall-Street-Firmen, die allgemein als zu groß galten, um scheitern zu können. Und dabei entwirft er das gestochen scharfe Bild einer Welt und ihrer Entscheider am Rande des Untergangs.
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Dominik Toller Film
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In den oberen Stockwerken eines Wolkenkratzers an der Wall Street blickt eine Handvoll Banker, Trader und Analysten über das nächtliche Manhattan. Sie erleben gerade - und nur sie wissen, dass es so ist - die letzten Stunden einer Ära. Denn wenn die Sonne wieder aufgeht und das Tagesgeschäft beginnt, wird die Welt Zeuge einer epochalen finanziellen Kernschmelze werden - einer Schmelze, die nur sie haben kommen sehen und die sie mit zu verantworten haben. Wie lässt es sich unter diesen Umständen mit sich selbst leben?
Die Handlung von Der Grosse Crash - Margin Call spielt sich in einem Zeitraum von etwa 24 Stunden ab. Es beginnt mit dem Verdacht, dass irgendetwas ganz fürchterlich schiefläuft, und führt über die Erkenntnis, wie groß das Ausmaß der Katastrophe tatsächlich ist, bis hin zum Sichten der Trümmerlandschaft, nachdem die letzte Glocke geläutet hat und das Blutbad, das man Trading nennt, zum Erliegen kommt. Ob Junior-Analyst oder Konzernchef: Sämtliche Beteiligten an der Führungsspitze müssen mit der Tatsache fertig werden, dass ihr schlimmster Albtraum Realität geworden ist - und dass sie dabei eine entscheidende Rolle gespielt haben. Um diese Geschichte mit Leben zu füllen, tritt ein unvergleichliches Star-Ensemble an: Kevin Spacey, Paul Bettany, Jeremy Irons, Zachary Quinto, Penn Badgley, Simon Baker, Demi Moore und Stanley Tucci.
In letzter Konsequenz verdichtet Der Grosse Crash - Margin Call die Ereignisse auf eine Wahrheit, die ebenso bewegend wie verstörend ist - dass die Männer und Frauen, die die weiter schwelende Finanzkrise zu verantworten haben, auch nur ganz normale Menschen sind; dass sie ungeachtet ihres Könnens, ihrer Intelligenz und ihrer zumeist schwindelerregenden Gehälter letzten Endes zum Opfer ihrer eigenen Fahrlässigkeit, Kurzsichtigkeit und verschobenen Prioritäten wurden. Die Wall Street als solche mag seelenlos sein, wer dort in den Korridoren der Macht arbeitet, ist es nicht. DER GROS - SE CRAS H - MARGIN CALL erzählt die Geschichte jener Menschen und der längsten, dunkelsten Nacht ihres Lebens, in der sie in einen Abgrund starrten, den sie selbst erschaffen hatten. Obwohl sich ohne Übertreibung sagen lässt, dass die Finanzkrise nahezu jeden Bewohner dieses Planeten getroffen hat, entstand Der Grosse Crash - Margin Call, der Debütfilm von Regisseur und Autor J.C. Chandor, aus sehr persönlichen Gründen. "Ich bin überzeugt, dass sich viele Leute gefragt haben, wieso ich mich in der Finanzbranche so gut auskenne, obwohl ich nie dort gearbeitet habe", sagt er. "Nun, mein Vater hat in der Branche gearbeitet, er war fast vierzig Jahre bei Merrill Lynch. Von daher weiß ich, wie die Menschen in diesem Geschäft ticken, vor allem aber weiß ich, was und wer ihnen am meisten am Herzen lag."
Chandor ließ sich von seinem Vater und einer Reihe von Industrieveteranen beraten, um in Der Grosse Crash - Margin Call die Finanzindustrie, ihre wichtigsten Player und Tendenzen möglichst authentisch wiederzugeben. "Ich glaube", sagt Chandors Vater Jeffrey, "dass sich J.C. vor allem von jenen Phasen in meinem Leben inspirieren ließ, als ich während Boomperioden hektisch Leute anheuerte - Leute, die ich später wieder feuern musste, wenn es schlecht lief, Leute, die er teilweise kannte. Die Wall Street ist kein Geschäftszweig, der gut gemanagt wird. Es gibt gute Trader, es gibt sehr gute Investmentbanker, und es gibt sehr gute Verkaufsleute - aber das Ganze als Geschäft zu managen, das jahrein, jahraus halbwegs profitabel ist, ist schwer. Und es gibt nur wenige Firmen in diesem Geschäft, die sich darauf verstehen. All diese Details so in eine Geschichte einzubauen, dass Normalsterbliche sie verstehen und möglicherweise sogar etwas über das Geschäft lernen, ist J.C.‘s Talent. Darauf versteht er sich ausgesprochen gut."
Schauspieler und Produzent Zachary Quinto empfindet die persönliche Perspektive als ausschlaggebend für die Wirksamkeit und den Appeal des Drehbuchs. "Noch bevor ich J.C. richtig kennenlernte, war mir klar, dass diese Geschichte sehr viel mit ihm selbst zu tun hatte", sagt er. "Ist es nicht wunderbar, wenn sich eigene Erfahrungen so nahtlos und unverfälscht auf Papier niederschlagen und aus Schauspielersicht so mühelos darzustellen sind? Das ist wirklich einmalig! Die Figuren im Drehbuch sind für J.C. echte Menschen. Viele von uns hat das angezogen. Es hat eine Menge Zeit und Energie gespart, dass J.C. auch unser Regisseur war", sagt er. "Denn er ist in dieser Welt zu Hause. Er wusste ganz genau, wie er uns erklären musste, wo sich unsere Figuren psychologisch gerade befanden, und wie ihre Beziehung zu diesem Material, diesen Zahlen, diesem Geld aussah. Das war unglaublich wertvoll und wirklich inspirierend!"
Die persönliche Beziehung zu seinem Material war es, die Chandor einen unvergleichlichen Einblick in das Innenleben seiner Figuren ermöglichte. Was in anderen Händen vielleicht zu einer Anklage gegen die Finanzwirtschaft geraten wäre, entwickelte sich statt dessen zu einem nuancierten, empathischen Gruppenporträt. "Im Kern erzähle ich eine sehr menschliche Geschichte", sagt Chandor. "Ich habe sie von beiden Seiten betrachtet, mit verständnisvollem Blick. Ich bin zwar kein Banker, der andere Banker verteidigt. Andererseits kenne ich viele dieser Leute, und deshalb weiß ich, dass sie nicht das personifizierte Böse sind." Quinto ergänzt: "Was mir an diesem Drehbuch gefällt, ist, dass es kein Urteil fällt. Es wurde nicht geschrieben, um diese Leute durch den Dreck zu ziehen oder sie an den Pranger zu stellen. Vielmehr handelt es davon, welche Entscheidungen Menschen in ihrem Leben fällen müssen, und wie sehr sich die ganze Sache am Ende ihrer Kontrolle entzog. J.C. versteht das alles durch und durch, auch auf persönlicher Ebene, und darin zeigt sich seine Integrität." Eine Einschätzung, die Produzent Rob Barnum teilt: "Diese Geschichte wird noch x-Mal erzählt werden und jedesmal dieselbe Botschaft haben. Es wird Versionen geben, die die Wall Street aufs Korn nehmen und den Zuschauern die bösen Seiten des Kapitalismus erklären wollen. Aber das ist nicht die Absicht unseres Films. Er erzählt eine sehr menschliche Geschichte."
Dass sich das Drehbuch auf die menschlichen Aspekte der Finanzkrise konzentriert, erwies sich als entscheidend. Obwohl die Figuren häufig authentische Fachtermini benutzen, ist Der Grosse Crash - Margin Call keine Geschichte über rätselhafte Finanzmanipulationen. "Die Geschichte des Films ist weit mehr als die Summe der Details dieses komplizierten Jargons", sagt Quinto. "Vielleicht überraschte mich das am meisten, als ich das Drehbuch las - dass die Geschichte so erzählt wird, dass auch ein großes Publikum sie nachvollziehen und begreifen kann. Ich glaube, letztlich war es das, was uns alle begeisterte, als wir das Drehbuch zum ersten Mal lasen. Und es war mitentscheidend dafür, dass Der Grosse Crash - Margin Call schließlich unsere erste Produktion wurde, der erste Film, bei dem wir alles gaben, damit er gedreht wird."

