Habemus Papam Trailer
Originaltitel: Habemus Papam - Ein Papst büxt aus | Mit: Michel Piccoli, Jerzy Stuhr, Renato Scarpa
FSK Film: 0 | FSK Trailer: 0 | Länge: 110 Min | Kinostart: 08.12.2011
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Schauspieler:Michel Piccoli, Jerzy Stuhr, Renato Scarpa, Franco Graziosi, Camillo Milli, Roberto Nobile, Ulrich von Dobschütz, Gianluca Gobbi, Nanni Moretti, Margherita Buy, Camilla Ridolfi, Leonardo Della Bianca, Dario Cantarelli, Manuela Mandracchia
Regie:Nanni Moretti
Produktion:Nanni Moretti, Domenico Procacci
Drehbuch:Nanni Moretti, Francesco Piccolo, Federica Pontremoli
Die Story:Die Kirchenglocken läuten, weißer Rauch steigt in den Himmel und Abertausende auf dem Platz vor dem Petersdom harren in froher Erwartung. Aber Kardinal Melville ist panisch. Man hat ihn zum Papst gewählt. Was soll er bloß tun? Er kann sich der Welt nicht zeigen - und tut es auch nicht. Schnell ist die ganze Welt in Sorge, während der Vatikan verzweifelt nach Lösungen sucht. Wie auch der Papst, nur eben auf seine Art: Er büxt aus...
Hintergrund:Mit einem großartig sanften Michel Piccoli, dessen Kardinal Melville ebenso viel Verletzlichkeit wie Würde ausstrahlt, zeigt Nanni Moretti (Liebes Tagebuch, Das Zimmer meines Sohnes) uns das Oberhaupt der katholischen Kirche von einer ganz und gar ungewohnten Seite: der menschlichen. Sein Papst, der keiner sein will, lässt die Welt für einen Moment stillstehen und führt - nicht ohne sanfte Ironie - vor, wie viel Kraft und Mut es kostet, einer großen Aufgabe mit Demut und Zweifeln anstatt mit Machtversessenheit und Pragmatismus zu begegnen. Ein berührender und zärtlicher, nachdenklicher und zugleich unwiderstehlich komischer Film, der in Italien zum Sensationserfolg wurde. Seit seinem Kinostart in Italien am 15. April ist Habemus Papam - Ein Papst büxt aus zu einem Sensationserfolg geworden! Über 1 Mio. Zuschauer haben den mit Preisen überhäuften Film bereits gesehen. Darüber hinaus wurde Habemus Papam - Ein Papst büxt aus auf zahlreichen internationalen Filmfestivals präsentiert. Zu einem wahren Triumph wurde die Vorführung im Wettbewerb der diesjährigen Filmfestspiele von Cannes, wo der Film vom Publikum mit Standing Ovations gefeiert wurde.
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Weitere Infos zum Film:
Nach zwei Jahren als Direktor des Filmfestivals in Turin führt er wieder Regie und führt uns hinter die Kulissen des Vatikans bis hinein in den geheimsten Ort überhaupt: das Konklave. Er erzählt in einer Mischung aus Komödie und Drama von den Stärken und Schwächen eines Mannes, der die ihm zugedachte Rolle infrage stellt, statt sich über seine neugewonnene Macht zu freuen. Auch wenn die Anfangssequenz originales Filmmaterial von der Beerdigung Karol Wojtylas zeigt, sind die Handlung und die Charaktere doch frei erfunden. Der Regisseur erzählt von "seinem" Vatikan, "seinen" Kardinälen und "seinem" Papst, um die Kirche von ihrer menschlichen Seite zu zeigen. Und dies tut er in wahrer Moretti-Manier: Seine Kardinäle nehmen Beruhigungsmittel, spielen Karten und puzzeln, halten sich auf dem Heimtrainer fit, tanzen und amüsieren sich beim Volleyball, während der Papst ins Theater geht.
Nanni Moretti ist berühmt-berüchtigt für seine Gesellschaftskritik: In seinen frühen Werken nimmt er die Linke auf die Schippe, seine Generation und sich selbst. In "Liebes Tagebuch" (Caro diario, 1994) macht er sich sogar über den Krebs lustig, an dem er litt. Und in "Der Italiener" (Il caimano, 2006) ist die Berlusconi-Regierung dran. Nach "Die Messe ist aus" (La messa è finita, 1985) widmet sich der Regisseur erneut einem Film, der sich im Milleu der katholischen Kirche bewegt. Ging es ihm damals um den Widerspruch zwischen selbstloser Liebe und Körperlichkeit, stellt er in HABEMUS PAPAM die Angst vor den Erwartungen anderer in den Mittelpunkt. Dieses Thema hat viele überrascht, besonders der Vatikan sah skeptisch einem kirchenkritischen Film entgegen - aber das ist HABEMUS PAPAM nicht. Dies bestätigen auch die Würdenträger der katholischen Kirche in einem Artikel in der Tageszeitung Repubblica vom 15. April 2011, in dem sie den Regisseur dafür loben, dass er in unterhaltender Weise die zutiefst menschliche Dimension des Konklaves, seiner Kardinäle und insbesondere des Heiligen Vaters selbst zeige, der "das Schiff von San Pietro zu lenken" habe.

