Wer Ist Hanna Trailer und Filmkritik
FSK Film: 16 | Länge: 111 Min | Kinostart: 26.05.2011 | Release: 08.12.2011 (DVD&BD)
© Sony Pictures | Genre: Thriller | DVD & BD leihen oder kaufen | Wo jetzt im Kino? |
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Schauspieler:Cate Blanchett, Eric Bana, Saoirse Ronan, Olivia Williams, Tom Hollander, Michelle Dockery, Jessica Barden
Die Story:Hanna (SAOIRSE RONAN) ist zwar noch ein Teenager, aber unterscheidet sich stark von anderen jungen Mädchen ihres Alters: Sie verfügt bereits über die Stärke, Ausdauer und Fähigkeiten eines Soldaten. Ihr Vater (ERIC BANA), ein ehemaliger CIA-Agent, hat sie in der Wildnis von Finnland großgezogen und alles daran gesetzt, sie durch jahrelanges Training zu einer perfekten Killerin zu machen. Auf dem Weg zum Erwachsenwerden erfährt Hannas Leben einen dramatischen Wendepunkt, als ihr Vater sie auf eine Mission hinaus in die Welt schickt. Heimlich reist sie quer durch Europa. Dabei muss sie Agenten entwischen, die eine skrupellose Geheimdienstleiterin (CATE BLANCHETT), die selbst einige Geheimnisse zu verbergen hat, auf Hanna angesetzt hat. Als sie sich ihrer ultimativen Zielperson nähert, wird Hanna plötzlich mit verblüffenden Enthüllungen über ihre eigene Existenz und unerwarteten Fragen über ihre Menschlichkeit konfrontiert.
Hintergrund:Nach Abbitte arbeitet die für einen Oscar® nominierte Saoirse Ronan in HANNA erneut mit dem renommierten Regisseur Joe Wright (Der Solist, Stolz und Vorurteil) zusammen und spielt die Titelrolle in diesem in Europa gedrehten Abenteuerthriller. In weiteren Rollen dieses erstklassig besetzten Films agieren Oscar(R)-Preisträgerin Cate Blanchett (Elizabeth - Das goldene Königreich, Der seltsame Fall des Benjamin Button), Eric Bana (München, Star Trek), Jason Flemyng (Kampf der Titanen, Der seltsame Fall des Benjamin Button), Tom Hollander (Operation Walküre - Das Stauffenberg-Attentat, Der Solist) und Olivia Williams (An Education, Der Ghostwriter).
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Eure Kommentare zu "Wer Ist Hanna":
Paul lovelyy xD ich denke die soll 16 sein? Naja egal... Die idee ist doch lustig. Außerdem ist dir schauspielerin heiß.
Tobi Ich hab den Film einfach nur genossen! Und so sehr an den Haaren gezogen find ich die storry nichtmal... Gehnmanipulation ist möglich und rein theoretisch kann man somit auch super soldaten erschaffen... offiziell wurde dies zwar noch nicht gemacht aber werweiß?^^
xutos langqweiliger film mit an den haaren herbeigezogener handliung
TrailerSeite.de Hi Neo, natürlich gar nichts ;) Da ist wohl ein Fehler passiert, wir stellen dir hier so schnell wie möglich die korrekte Kritik zur Verfügung.
Neo Hmm, ok, dann frage ich halt nochmal, wenn es schon beim ersten mal nicht gepostet wird ;)....was hat die ausführliche Kritik von Fluch d. Karibik 4 da unten unter den Kommentaren mit diesem Film hier zu tun? Der Film selbst...na ja, ein Teenie als ausgebildeter Killer, braucht ich nicht wirklich sowas!
Neo Auch wenn der Film mir nun wirklich nichts rüberbringt...aber was hat hier unten die ausführliche Film-Kritik zu Fluch d. Karibik 4 zu suchen? O-O
Marcus Fliegel "Wer ist Hanna ?" ist kein deutscher Film, wurde nur teilweise hier gedreht. Und die Hauptdarstellerin ist 17 und nicht 10. Und der Film ist zwar ab und zu lustig aber alles andere als lächerlich.
oooohoho yeah andreas türck spielt mit ! :S
deNni fürn deutschen film nich schlecht o_O :D
f die Idee der "Powerfrau als Heldin" wird hier so lächerlich gemacht das es schon lustig wird^^
Emil G. Yeah. Teenage Mutant Bourne Identity. Cool!
Alex die Ideen werden immer banaler :D jetzt verbrügelt schon ein 10 jähriges Mädchen die halbe Welt :D

♥: Phänomenale Hauptdarstellerin, spannende Locations, cooler Soundtrack
−: Nichts für Fans pausenloser Action
Ganz gewöhnliche Filme können einen besonderen Reiz entwickeln, wenn sich die Filmhandlung, oder die Hauptfiguren mit dem realen Leben der Darsteller überschneiden
Wie "Mr. & Mrs. Smith" in dem Brad Pitt und Angelina Jolie ein Paar spielten, während sie privat gerade zueinander fanden, oder "The Wrestler", in dem der abgehalfterte Schauspieler und Kampfsportfan Mickey Rourke einen ebenso desillusionierten Proficatcher spielt.
Gute Darsteller können dann ihre persönlichen Dämonen auf der Leinwand austreiben und im besten Fall mit einer inspirierten Performance begeistern, in der das wahre Leben durchschimmert.
Nun hat Saoirse Ronan ihre Kindheit nicht am Polarkreis verbracht und auch keine Ausbildung zum Einzelkämpfer absolviert (mal abgesehen vom intensiven Kampftraining für den Film). Aber "Wer ist Hanna ?" ist eben nicht nur ein Actionthriller, sondern vor allem eine "Coming-of-Age"-Story, die Geschichte eines jungen Mädchens, das die Welt um sich herum entdeckt, sich mit Vater- und Mutterfiguren auseinandersetzt, Freunde findet und verliert und erste holprige Erfahrungen in der Liebe sammelt. Wie ein Alien betrachtet sie die Welt von außen - mit Neugier, kindlichem Staunen und gelegentlichem Unverständnis. Gleichzeitig bebildert der Film auch die Ängste aller Eltern, die ihr Kind in die Welt hinauslassen - und nicht bei jeder Gefahr eingreifen können, dürfen, sollen.
Und genau das macht den besonderes Reiz dieses außergewöhnlichen Films aus.
Hanna (Saoirse Ronan) ist in einer verschneiten Wildnis im Norden Finnlands groß geworden. So wächst sie in einer Welt ohne Technologie und ohne andere menschliche Kontakte auf.
Unter Bedingungen wie vor Jahrhunderten lebt sie mit ihrem Vater Erik (Eric Bana) in einer Hütte mitten im Wald. Der ist allerdings kein ökologiosch motivierter Naturliebhaber. Erik versteckt sich seit Jahren vor dem Geheimdienst, und da ist die menschenleere Einöde am Polarkreis genau richtig.
Hier hat er seine Tochter zu einer zähen Kämpferin ausgebildet. Mit Methoden die schon an Kindesmißhandlung Grenzen prüft er immer wieder ihre Fähigkeiten, ihre Wachsamkeit, ihre Entschlossenheit. Und das wird sich natürlich noch als nützlich erweisen. Denn finstere Agenten sind nicht nur hinter ihm, sondern aus zunächst unbekannten Gründen auch hinter seiner Tochter her. Erik weiss, dass die Konfrontation unausweichlich ist. Aber den Zeitpunkt bestimmt Hanna. Sie entscheidet wann sie sich für bereit hält. Ohne dass sie genau weiss, was ihr bevorsteht.
Der archaische Anfang des Films wird von einer kalten Hightech-Welt abgelöst als waffenstarrende Agenten sie festnehmen und in ein geheimes Labor/Gefängnis schleppen. Aber sind die Agenten hier tatsächlich die Bösen ? Oder haben sie sie nur einem psychotischen Vater entrissen ? Hat Hanna nicht tatsächlich eine Gehirnwäsche von ihrem Vater verpasst bekommen ? Und ist ihre Vorsicht angesichts des militärisch gedrillten Mädchens nicht angebracht ? Warum überhaupt sind alle hinter Vater und Tochter her ? Für all diese Fragen gibt es keine schnellen Antworten. Man wird auf die Folter gespannt und das hält die Spannung hoch.
Erstmal gibts aber nur leise Andeutungen. Da ist ist eiskalte Geheimdienstchefin Marissa Wiegler (Cate Blanchett) , die aus guten Grund nicht selbst Hanna gegenüber tritt, sondern eine unglückliche Doppelgängerin zum Treffen schickt.
Hannas Ausbildung erweist sich nämlich als enorm effektiv und tödlich. Ihr Ausbruch aus dem Geheimlabor markiert den nächsten Bruch im Film. Hanna klettert aus einem Loch im Boden und steht mitten in einer Steinwüste in Nordafrika. "Wer ist Hanna ?" ist ein Film der extremen Kontraste.
Diesmal ist Hanna aber zum erstenmal quasi in der "realen" Welt der normalen Menschen gelandet. Sie trifft eine Urlauberfamilie, schließt erste, vorsichtige Freundschaften. Aber sie bleibt vorsichtig und wachsam, will ständig die Kontrolle behalten und betrachtet doch mit kindlicher Neugier die neue Situation, die wir Alltag nennen würden. Die junge Sophie (Jessica Barden) ist das Abbild typischer dauerplappernder, eitler, oberflächlicher Teenygirls. Und damit gleichzeitig Lehrerin, Freundin und Studienobjekt für Hanna. Im Mittelteil wird einen Gang zurückgeschaltet, weil Hanna erstmal die Außenwelt kennenlernt, eine ganz normale Familie, und Jungs. Hier wird der Kaspar-Hauser-Charakter ihrer Figur voll ausgespielt. Aber natürlich ist sie weiter in Gefahr, und die Agentur hat ihr ein Killerteam auf den Hals gehetzt. Es sind allerdings recht schräge Killer: ein schwuler Nachtklubbesitzer und seine Neonazischergen. Mit denen im Nacken beginnt eine Verfolgungsjagd von Marokko quer durch Europa bis nach Berlin. Überhaupt gibt es im ganzen Film jede Menge Bezüge zu Deutschland. So war Hannas tote Mutter Deutsche und die falsche Identität, die sie auswändig gelernt hat, ist die eines Mädchens aus Leipzig. Teile des Films wurden auch in Hamburg gedreht, da wird im riesigen Containerhafen gekämpft, man sieht den grandiosen Blick von der Köhlbrandbrücke über die Stadt und den verrucht-legendären Safari Club an der Reeperbahn. Andere Szenen entstanden in der Berliner U-Bahn, im verlassenen Spreepark und in Bad Tölz. Und diese geographische Orientierung liegt nicht nur an Fördergeldern, die der Filmproduktion halfen, sondern auch an der Verknüpfung der Story mit Märchenmotiven der Brüder Grimm. Ein ungewöhnlicher Hintergrund für einen Agententhriller, aber mehr als nur ein Gimmick. Schließlich sind Märchen ja nunmal erzieherische Warnungen für Kinder, mit denen sie auf fantastische Weise auf die raue Wirklichkeit vorbereitet werden sollen. Dazu kommt in diesem Fall noch ein erfrischend aggressiver und moderner Soundtrack der Chemical Brothers.
Diese Kombination macht den Reiz des Films aus, so dass es kaum stört, dass die vordergründige Geschichte vom skrupellosen Geheimdienst und seiner knallharten Chefin eher Genrestandard ist.
Zum Glück ist der Oberschurke mit Cate Blanchett exzellent besetzt und auch erfreulich hintergründig gespielt. Marissa Wiegler hat nicht nur Angst sondern auch Bewunderung für Hanna. Und es ist kein Zufall, dass die beiden Frauen sich so ähnlich sehen...
Hauptdarstellerin Saoirse Ronan sorgte in Joe Wrights "Abbitte" schon für Furore und wurde eine der jünsten Oscarkandidatinnen. Danach schnappte Peter Jackson sie sich für sein Mystery-Drama "In meinen Himmel" in dem sie wieder glänzte, auch wenn der Film nicht so einschlug. Mit ihr muß man in Zukunft rechnen.
Junge Frauen als eiskalte Killer - das gabs schon häufiger im Kino. Zuletzt sorgte Hitgirl in der Comicverfilmung "Kick-Ass" für Furore und in "Sucker-Punch" (den "Hanna"-Regisseur Joe Wright übrigens für üblen Mist hält) schnetzelte sich eine ganze Girlclique durch Horden von Gegnern. "Wer ist Hanna ?" hat aber viel größere Ähnlichkeiten mit Luc Bessons Filmen "Nikita", und "Leon Der Profi", in denen die Psychologie der Figuren ernst genommen wird.
"Wer ist Hanna ?" ist auch keine Teeny-Variante der "Bourne"-Filme oder "Salt" in der Junior-Edition. Denn die Action ist zwar hart, aber selten spektakulär, und ohnehin nicht die Hauptattraktion des Films. Dass derselbe Kampfchoreograph wie in den "Bourne"- Filmen verpflichtet wurde, sorgt dennoch für authentische, packende Kämpfe. Hier gibts keine Drahtseilakrobatik.
Da hilft ein Blick auf das bisherige Werk von Regisseur Joe Wright. Plakative Action ist nicht sein Ding und auch im Liebesdrama "Abbitte" (Auch mit Saoirse Ronan) zeigte er Abgründe hinter den romantischen Kulissen und ein ausgefeiltes Gefühl für starke Bilder.
"Wer ist Hanna ?" ist ein Actionthriller abseits der ausgetretenen Mainstreampfade. Eine absolute Rarität im Kino und damit eine unbedingte Empfehlung.

