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Insidious Trailer und Filmkritik

Originaltitel: Insidious

FSK Film: 16 | FSK Trailer: 12 | Länge: 102 Min | Kinostart: 21.07.2011 | Release: 24.11.2011 (DVD&BD)
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Interview Leigh Whanell%

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Schauspieler:Patrick Wilson, Rose Byrne, Barbara Hershey, Angus Sampson, Ty Simpkins, Andrew Astor, J. LaRose

Regie:James Wan

Produktion:Oren Peli, Jason Blum

Drehbuch:Leigh Whannell

Die Story:Josh Lambert zieht mit seiner Frau Renai und ihren drei Kindern in ein neues Haus, es war für sie die Erfüllung eines langen Wunschtraums. Dieses währt nicht lang, denn düstere Geister treiben dort ihr Unwesen. Nachdem ihr Sohn Dalton nach einem mysteriösen Unfall ins Koma fällt, will Josh mit seiner Familie erneut umziehen. In der Hoffnung, dem Terror nun entflohen zu sein, müssen sie feststellen, das es nicht am Haus lag...

Hintergrund:Mit SAW schrieben Regisseur James Wan und Drehbuchautor Leigh Whannell Filmgeschichte. Jetzt legt das Duo den nächsten visionären Geniestreich vor: In der Tradition von zeitlosen Klassikern wie Bis das Blut gefriert, Der Exorzist oder Poltergeist schufen sie einen gnadenlos spannenden Gruselfilm, der mit unheilvoller Stimmung, brillant gesetzten Schocks und einer überraschenden Story Akzente setzt und ein unvergesslich intensives Kinoerlebnis beschert, ohne jemals auf übertriebene Gewalt zurückgreifen zu müssen. Als Produzenten von INSIDIOUS fungieren Oren Peli und Jason Blum, die mit PARANORMAL ACTIVITY bereits einen großen Überraschungserfolg landeten. Mit Patrick Wilson (Watchmen - Die Wächter) und Rose Byrne (Troja) exzellent besetzt, bietet INSIDUOUS Unterhaltung, die dem Zuschauer das Blut in den Adern gefrieren lässt. In den USA zählt der Schocker mit einem Einspielergebnis von aktuell mehr als 44 Millionen Dollar - und das Ende ist noch längst nicht in Sicht - zu den großen Gewinnern der Frühjahrssaison und dem profitabelsten Film 2011.



Langinhalt zum Film:

Eine grotesk aussehende, alte Frau erscheint in einem unheimlich beleuchteten Fenster. Um sie herum ist alles dunkel, finster, pechschwarz. Ihr faltiges, verhärmtes Gesicht verzieht sich zu einer bizarren Grimasse. Es ist ein Lächeln.

Renai (ROSE BYRNE) und Josh Lambert (PATRICK WILSON) - sie eine aufstrebende und ambitionierte Songwriterin, er ein engagierter Lehrer - haben sich einen lange gehegten Wunschtraum erfüllt: Mit ihren drei Kindern sind sie umgezogen, in ein prächtiges Haus in der Vorstadt. Noch ist die Familie gar nicht richtig eingezogen. Viele der Umzugskartons stehen noch unausgepackt herum, das Haus ist noch nicht bis in den letzten Winkel erforscht. Beim Ausräumen fällt Renai ein altes Fotoalbum in die Hände, das sie mit ihrem achtjährigen Sohn Dalton (TY SIMPKINS) durchblättert. Dem Jungen fällt sofort auf, dass es zwar viele Fotos seiner Mutter, aber nicht eines von seinem Vater als Kind gibt. Renai weiß eine einfache Erklärung: Josh war als Junge stets zu schüchtern, um sich fotografieren zu lassen. Dalton gesteht seiner Mutter, dass er Angst vor seinem neuen Zimmer hat. Sie beruhigt ihn. Das sei alles ganz normal und vergehe von selbst, wenn er sich eingelebt habe.

Danach sortiert Renai ein paar Bücher in ein Regal ein. Als sie wenig später wieder in den Raum kommt, findet sie die Bücher auf dem Boden. Sie fordert Dalton auf, er solle Bücher gefälligst wieder an ihren Platz räumen, nachdem er sie durchgeblättert habe. Der Junge behauptet jedoch steif und fest, dass er sie gar nicht angerührt hat.

Als Renai allein ist, widmet sie sich ihrer Arbeit. Sie schreibt am Klavier ein neues Lied, als sie Geräusche von oben hört, die sie nicht zuordnen kann. Sie folgt den Geräuschen und stößt auf einen Speicher, der ihr noch gar nicht aufgefallen war. Er ist vollgestellt mit alten Gegenständen, verpackten Sachen. Das Licht beginnt wie von Geisterhand bewegt zu flackern, sie findet eine Kiste mit Noten, die sie gesucht hatte, denkt sich aber nichts weiter dabei und wendet sich wieder ihrem Tagesgeschäft zu. Später ist es Dalton, der ebenfalls von Geräuschen auf den Speicher gelockt wird. Um das Licht anzudrehen, klettert er auf eine Leiter. Eine Sprosse bricht, der Junge fällt. Als sein Blick in eine dunkle Ecke fällt, beginnt er zu brüllen. Sofort sind seine Eltern bei ihm und bringen das panische Kind ins Bett, damit Dalton sich vom ausgestandenen Schrecken erholen kann. Am nächsten Morgen erscheint Dalton nicht zum Frühstück. Josh geht in sein Zimmer, um ihn zu wecken. Aber Dalton rührt sich nicht, auch nicht, nachdem er von seinem Vater gerüttelt wird. Alarmiert fahren die Eltern ihren leblosen Sohn ins Krankenhaus. Die Ärzte stehen vor einem Rätsel. Sie können sich Daltons Koma nicht erklären. Drei Monate später ist sein Zustand unverändert. Josh und Renai holen ihn zurück zu sich nach Hause.

Nun nimmt der Schrecken erst so richtig seinen Lauf. In immer kürzeren Abständen wird die Familie von unheimlichen, unerklärlichen Ereignissen heimgesucht. Renai hört groteskes Keckeln und Schreie auf dem Babyphone, doch als sie im Zimmer ihres kleinsten Kindes nachsieht, findet sie nichts. Danach sieht sie aus dem Augenwinkel immer häufiger vorbeihuschende Gestalten. Sie fühlt sich von Josh allein gelassen, der immer öfter auffällig lange Überstunden in der Schule macht und erst spät abends nach Hause kommt.

Renai kann ihre wachsende Verzweiflung nicht länger für sich behalten. Sie besteht darauf, dass das Haus besessen ist. Als Josh abwiegeln will, zeigt sie ihm den blutigen Abdruck einer Hand auf Daltons Bettüberzug. Kurz darauf wird sie im Schlafzimmer von einem mysteriösen Mann angegriffen. Der Alarm wird ausgelöst, doch als Josh ins Zimmer stürzt, findet er nur seine Frau vor. Nun kann auch er sich nicht mehr länger vor der Tatsache verschließen, dass etwas nicht stimmt mit ihrem neuen Zuhause. Um den Terror zu beenden, erklärt er sich bereit zum erneuten Umzug.

Der erhoffte Frieden will sich indes auch im neuen Heim nicht einstellen. Immer häufiger kommt es zu paranormalen Erscheinungen, immer gewaltsamer und heftiger wird das Aufeinandertreffen mit den dämonischen Gestalten. Die Lamberts sind am Ende mit den Nerven. Sie können sich nicht erklären, was um sie herum geschieht, warum ausgerechnet sie die Zielscheibe der Erscheinungen sind, die ihnen zunehmend jeglichen Lebensmut rauben. In Joshs Mutter Lorraine (BARBARA HERSHEY) findet Renai eine verständnisvolle Zuhörerin, die eine mögliche Lösung für das Dilemma der Familie weiß. Eine alte Freundin von ihr, Elise Reiner (LIN SHAYE), ist eine Spezialistin für übernatürliche Erscheinungen, eine Ghostbusterin aus Fleisch und Blut. Mit ihren beiden Assistenten nimmt sich Elise der Sache an. Bei einem ersten Besuch in Daltons Zimmer stockt selbst der Expertin der Atem: An der Decke sieht sie eine Gestalt, die sie einem der Assistenten bis ins letzte Detail beschreibt. Seine Zeichnung des Beschriebenen ist furchterregend: eine düstere, dämonische Gestalt mit einem roten Gesicht.

Elise erkennt, dass die Lage ernst ist - es ist nicht das erste Mal, dass sie dem Dämon mit dem roten Gesicht begegnet. Und sie weiß nun auch, was es mit den Heimsuchungen auf sich hat, warum die Lamberts den Schrecken nicht einfach durch einen Umzug hinter sich lassen konnten: Nicht ihr Haus war von Geistern und Dämonen besessen - Dalton ist es, von dem sie Besitz ergriffen haben. Elise erklärt den Lamberts, dass Dalton eine überaus seltene Gabe besitzt. Er beherrscht die Fähigkeit zur astralen Projektion - er kann Erlebnisse außerhalb seines Körpers machen, in einer Parallelwelt der Geister, die sich Die Weite nennt. Dort kann er mit den Toten und Dämonen in Kontakt treten. Weder ihm noch seinen Eltern konnte das bisher auffallen, weil er die Reisen in Die Weite immer nur im Schlaf antritt, getarnt als besonders lebhafte Träume. Dies hat den Jungen aber auch zu einer leichten Beute für bösartige Geister gemacht - Geister, wie den Dämon mit dem roten Gesicht, der Dalton immer tiefer in Die Weite gelockt und dort seine Seele von seinem Körper getrennt hat, in der Hoffnung, den Körper fortan für seine eigenen durchtriebenen Zwecke zu missbrauchen, als Brücke von Die Weite in die reale Welt.

Zunächst fällt es den Lamberts schwer, den unfassbaren Worten von Elise Glauben zu schenken. Doch dann offenbaren Elise und Joshs Mutter den beiden, dass Dalton seine Fähigkeiten nur geerbt hat, von seinem Vater, der in seiner Kindheit ebenfalls von einem uralten Geist terrorisiert worden war. Um ihre Geschichte zu untermauern, holt Lorraine alte, vergessene Fotos aus Joshs Kindheit hervor. Auf ihnen sieht man den Jungen - und eine schattenhafte Gestalt, eine alte Frau, die Josh auf jedem neuen Foto ein Stück näher kommt.

Damals hatte Lorraine erstmals Elise zu Hilfe kommen lassen. Josh hat die traumatisierenden Ereignisse von einst seither in die hintersten Ecken seiner Träume verdrängt. Elise schlägt nun vor, dass es nur einen Weg gibt, um Dalton aus den Fängen des Dämons mit dem roten Gesicht zu retten. Josh soll sich hypnotisieren lassen und von seiner alten Fähigkeit der astralen Projektion Gebrauch machen. In Die Weite soll er sich auf die Suche nach Daltons Seele machen, sie befreien und wieder zurück in die wahre Welt begleiten. Dass es sich dabei um ein lebensgefährliches Himmelfahrtskommando handelt, das weitreichende Folgen für alle Beteiligten haben wird, muss Josh allzu schnell feststellen, als er erste Schritte in der ihm fremden Parallelwelt macht, die sich Die Ferne nennt...


Eure Meinung zu "Insidious"



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Eure Kommentare zu "Insidious":

Jens F. Sehr gelungenes Ghostmovie mit einigen drastischen "mir bleibt das Herz stehen " Momenten. Nichts für Gore-Fans aber ein genialer Schocker!!!

Didi Könnte genauso intressant werden wie der Film Fall 39. Da war dass Ende auch sehr überaschend. Werde mir den Film mal anschauen.

Folken pausiert mal bei 01:25 . ist das nicht darth maul mit einem tunnel im rechtem ohr? *lol*

 




♥: Altmodischer Horror ohne blutige Details
−: Einfallsloser Plot , billige Optik, uneinheitliche Atmosphäre

Es grenzt an Hexerei: Horrorfilme gehören zu den einträglichsten Geldmaschinen der Filmindustrie.
So hat "Blair Witch Project" bei Kosten von 60.000 Dollar weltweit 250 Mio. Dollar eingespielt.
"Paranormal Activity" soll nur 15.000 Dollar gekostet haben, spülte aber über 190 Mio Dollar in die Kassen. Selbst der erste Beitrag der Saw-Reihe spielte das hundertfache seiner Kosten wieder ein. Das schafft kein teurer Blockbuster auch nur ansatzweise. Zum Vergleich: um so profitabel zu sein, müsste Transformers 3 bei einem Budget von 250 Mio. Dollar satte 1.000 Milliarden Dollar einspielen.


Mit dem ersten (und mit Abstand besten) Saw-Film haben James Wan und Leigh Wannell das erfolgreichste Horrorfranchise des vergangenen Jahrzehnts gestartet. Aber ihre Folter-Serie setzte auch neue Maßstäbe in Brutalität und gilt vielen als Gipfel von Geschmacklosigkeit und Verrohung.
Vielleicht war auch dieser zweifelshafte Ruf einer der Gründe, es mal mit etwas anderem zu versuchen. Mit Oren Peli als Produzent ist allerdings auch einer der Macher von "Paranormal Activity" beteiligt. In "Insidious" gibts keine Splattereinlagen, sondern ganz altmodischen Geisterhaus-Spuk im Stil der 70er und frühen 80er Jahre. Das macht allerdings nur Spaß, wenn man die zahlreichen Vorbilder nicht kennt. Sonst fällt einem nämlich schnell auf, dass man das alles schon mal anderswo besser gesehen hat. Aber es ist immerhin erkennbar, dass die Macher echte Horrorfans sind, die ihre Hausaufgaben gemacht haben und ihre Vorbilder kennen. Denen erweisen sie mit "Insidious" ihre Referenz. Oder anders gesagt: sie plündern den Fundus der im Laufe der Jahre erschienen "Haunted-House"-Filme. So wirkt ihre Low-Budget-Produktion als wäre sie selbst auf einem zugerümpelten Dachboden ausgebuddelt worden, auf dem hier das unheimliche Geschehen seinen Anfang nimmt.

Familie Lambert hat gerade ein neues Heim bezogen, das wirkt wie aus dem Katalog für "Amityville-Horror"-Häuser. Noch bevor die letzten Umzugskartons ausgepackt sind, ereignen sich die ersten unheimlichen Vorfälle. Bücher fallen aus Regalen, Türen schlagen zu, merkwürdige Stimmen krächzen über das Babyfon. Und dann der Schock: Nach einem scheinbar harmlosen Sturz, fällt der junge Dalton (Ty Simpkins) ins Koma. Die Ärzte stehen vor einem Rätsel, selbst Monate später hat sich sein Zustand nicht verändert. Aber im Haus der Lamberts wirds immer gruseliger.
Das muss besonders Mutter Renai (Rose Byrne ("Männertrip") feststellen. Immer öfter sieht sie unheimliche Gestalten, erst nur als Schatten in der Zimmerecke und hinter Vorhängen, dann aber auch höchst real und selbst am hellichten Tag. Vater Josh (Patrick Wilson "Watchmen") zweifelt allerdings eher am geistigen Zustand seiner Frau, er verkriecht sich vor den häuslichen Problemen bei der Arbeit. Trotzdem erfüllt er Renais Wunsch, das vermeintlich verfluchte Haus zu verlassen. Aber auch im neuen Domizil reißen die Gruselattacken nicht ab.
Josh´s Mutter (Barbara Hershey, "Black Swan") ist es , die schließlich einen Trupp schräger Ghostbusters ins Haus holt (darunter auch Drehbuchschreiber Leigh Whannell). Die testen das Heim der Lamberts mit dem üblichen Sortiment selbstgebauter Spürgeräte für übernatürliche Präsenzen. Kurz hat man den Eindruck, dass der Film durch die versponnen Spiritisten zur Komödie mutiert - aber dann tritt mit dem Medium Elise (Lin Shaye, "Verrückt nach Mary") eine Frau auf, die wieder für den nötigen Ernst sorgt (wenn die Macher ihr nicht für die entscheidene Geistersprechstunde eine absurde Gasmaske überstülpen würden).
Elise enthüllt den Lamberts die wahre Natur der Bedrohung und den Grund für das Koma ihres Sohnes. Dabei stellt sich nicht nur heraus, dass allein Josh seinen Sohn retten kann, sondern auch, dass der Fluch die Familie schon viel länger verfolgt als gedacht.

Mit ihrer selbstgebauten Mythologie und der unheimlichen Parallel-Dimension "The Further" bieten Whannell/Wan tatsächlich eine einigermaßen originelle, eigenständige Variante des "Haunted-House"-Genres.
Wo es aber hapert, ist die technische Umsetzung ihrer Low-Buget-Grusel-Hommage. Die Bildgestaltung ist bieder, die Gruseleffekte sind plump. Zwar verzichten die Macher auf Pseudo-Schock-Effekte wie die überraschende Hand auf der Schulter oder plötzlich aus dem Regal hüpfende Haustiere und mitunter gelingen ihnen tatsächlich unheimliche Momente. Aber all das hat man auch anderwo schon gesehen - und dann meist atmosphärischer. Hier tauchen stattdessen im fröhlichen Wechsel Schemen, Schatten, und höchst reale Eindringlinge auf, die mal Geister, mal Dämonen oder sonstwie verfluchte Seelen verkörpern. Da springt ein Junge im 30er-Jahre-Outfit durchs Wohnzimmer, eine verschleierte Horroroma stammt eher aus dem 19. Jahrhundert, während ein tobender Psychopath aus einem ganz anderen Film zu stammen scheint ebenso wie der rot geschminkte Dämon (offenbar aus Tenacious D´s "Kings of Rock" abgeworben). Irgendwie konnten sich Wan und Whannel nicht entscheiden, wer hier nun die eigentliche Bedrohung darstellen soll und bestücken ihre Geisterbahn mit allem, was der Kostümverleih auf Lager hatte. Wie in dutzenden früherer Filme wird auch hier nicht auf den vorgeschriebenen Twist am Ende verzichtet, den man freilich schon lange zuvor kommen sieht. Als Josh seinen Sohn aus dem Further rettet ruft er im letzten Moment noch "Warte nicht auf mich, ich komme gleich nach." Natürlich wird er das....
Genauso einfallslos ist die Rahmenhandlung geschrieben und inszeniert. Trotz der recht prominenten Besetzung mit Rose Byrne, Patrick Wilson und Barbara Hershey kommen die Hauptfiguren und ihre Dialoge nie über die reine Funktionalität hinaus. Mutter Renai ist die sensible, hysterische, Vater Josh ist der emotional unzugängliche Rationalist. Und so wirkt auch der zwangsläufige Ehekrach uninspiriert. Dafür darf Vater Lambert im Jenseits sich in der Geisterwelt höchst unesoterisch mit seinen Widersachern prügeln. Diese Actioneinlage ist aber nicht nur dämlich, sondern auch ziemlich amateurhaft inszeniert.

Die Macher haben mit gerade mal 1,5 Millionen Dollar bei den Ausgaben kräftig gespart. Angeblich haben sie absichtlich den Low-Budget-Ansatz gewählt. Genauso möglich ist es aber, dass kein großes Studio ihnen für das unausgegorene Skript Geld geben wollte. Als Zuschauer soll man aber trotzdem den vollen Preis berappen. Wan und Whannell klauen was das Zeug hält bei Vorbildern wie "Amityville Horror" und "Poltergeist". Einzig originelle Zutat ist die leicht bizarre Note bei der Bevölkerung ihrer Geisterwelt, die aber auch ziemlich ziellos wirkt. Wenn sie beweisen wollten , dass sie die Zuschauer auch ohne Blutfontänen und Folterszenarien fesseln können, ist die Mission schlicht gescheitert. Wenn sie nur auf den Zug der superlukrativen Billig-Horror-Streifen aufspringen wollten, dann waren sie höchst erfolgreich. Denn die Produktionskosten haben sie bereits locker wieder eingespielt.



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