Larry Crowne Trailer und Filmkritik
Originaltitel: Larry Crowne
FSK Film: 0 | FSK Trailer: 0 | Länge: 99 Min | Kinostart: 30.06.2011
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Schauspieler:Tom Hanks, Julia Roberts, Bryan Cranston, Gugu Mbatha-Raw, Cedric the Entertainer, Taraji P. Henson
Regie:Tom Hanks
Drehbuch:Tom Hanks, Nia Vardalos
Die Story:Larry ist der Manager einer Supermarktkette, oft war er der Mitarbeiter des Monats. Urplötzlich wird er gefeuert, angeblich weil er nicht studiert hat. Durch diesen Vorwurf beschließt Larry wieder die Schulbank zu drücken und seinen Abschluss zu machen. Die Folge: Er lernt nicht nur jede Menge Mitschüler kennen, sondern auch die Lehrerin Mercedes. Und genau durch sie schöpft Larry wieder neues Lebensgefühl, und auch Mercedes kann Larrys Charme nicht allzu lang widerstehen...
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Eure Kommentare zu "Larry Crowne":
Neo Hmm, kann mir nicht helfen, aber hat irgendwie ein bißchen was von Forrest G. Aber ansonsten, tolle Hauptdarsteller, tolle Portion Humor und Romantik, das schaut gut aus. Und die beiden Hauptdarsteller mag ich sowieso gerne sehen! @cuteshell: Was netteres als Tom H.? Er ist mit einer der besten Charakter-Darsteller unserer Zeit und sieht für sein Alter doch immer noch top aus (und das sage ich als Mann). Wenn ich mal in dem sein Alter bin, dann möchte ich auch noch so gut aussehen können!^^ *** Ausführliche Kritik am 27.6.? Nun ja, mir egal, die lese ich mir eh nie bei irgendeinem Film durch, da ich mir in Bezug auf Filme anhand von Trailern meine eigenen Einschätzungen mache und dann entscheide, ob er geguckt wird oder nicht! Kann man also auch gleich weglassen sowas! ;)
Max Tom Hanks führt Regie und hat den film auch geschrieben? Und das noch mit Nia Vardalos? Muss ja ein Knaller werden!!
cuteashell Nice, auch wenn ich optisch gern was netteres als Tom Hanks gesehen h?e
Julia ...ist einfach die beste!

♥: Tom Hanks in einer Paraderolle als sympathischer Normalo
−: Julia Roberts zu selten im Bild, naive Story, null Drama.
Es war einmal vor langer Zeit, da gab es einen König und eine Königin, die aber nie zueinander fanden. Er war Tom Hanks, König der Romantikkomödien in den 90ern, sie war Julia Roberts, Königin derselben. Trotzdem haben sie nie gemeinsam in einer gespielt. Erst in der Politsatire “Der Krieg des Charlie Wilson” gabs ein (launiges aber auch kurzes) Treffen der Giganten. Das soll “Larry Crowne” nun ausbügeln. Dabei sind beide Darsteller der engen Schublade der Beziehungsschnulzen längst entwachsen. Allerdings ist “Larry Crowne” bei näherem Hinsehen auch gar nicht der spätgeborene Nachzügler von Hits wie “Pretty Woman” oder “Schlaflos in Seattle”. Einige werden sagen “ein Glück”, andere werdens schade finden.
Neunmal war Larry Crowne (Tom Hanks) schon Angestellter des Monats. Er ist ein
Bilderbuchangestellter in seinem Supermarkt. Als die Firma sparen muss ist er trotzdem derjenige,
der auf die Straße gesetzt wird. Die anderen sind nämlich entweder schwanger oder verheiratet
oder könnten die Firma wegen Diskriminierung verklagen. Larry ist dagegen alleinstehend und auf
Grund seines Alters auch einer der teuersten Angestellten. Ihm selbst erzählt man aber lieber, dass
sein fehlender College-Abschluß der Grund für die Kündigung ist.
Da zu Hause rumzusitzen nicht Larrys Ding ist, schreibt er sich prompt am College ein um seine
Bildung aufzupolieren. Symptomatisch für den US-Umgang mit der Krise. Den Fehler sucht Larry
nicht im System, sondern bei sich. So findet sich der Mittfünfziger auf einmal zwischen Leuten,
die allesamt seine Kinder sein könnten. Eher in seinem Alter ist die Rethorik-Dozentin Mrs. Tainot
(Julia Roberts). Die hat die Lust an ihrem Job aber schon längst verloren – und als Larry allein
durch seine Anwesenheit verhindert, dass ihr Kurs gestrichen wird, und ihr einen freien Tag ruiniert
ist sie ihm auch nicht gerade dankbar.
In seiner ersten Stunde soll der Ex-Koch Larry erklären wie ein French Toast zubereitet wird, und
rattert leidenschaftslos die Zutaten runter. Bevor er das Rezept fertigstellt (was ja immerhin noch
einen Mehrwert für den Zuschauer dargestellt hätte), wird sein steifer Vortrag jedoch von Mrs.
Taibot abgewürgt. Im Film schreitet leider keiner ein, obwohl der streckenweise auch ganz schon
langweilt.
Der großartige Bryan Cranston (“Malcom mittendrin”, “Breaking Bad”) spielt Julia Roberts
Ehemann und muß als Gegenstück zu Tom Hanks herhalten, ein pornokonsumierender
Stubenhocker, der sich vor seinem Mißerfolg zu Hause verkriecht. Klar, dass Mrs. Tainot den
zynischen Versager in die Wüste schickt – und damit frei ist für Larry. Aber es dauert bis die beiden
zueinander finden. Und selbst dann bleibt sie fast eine Nebenfigur, so daß das unvermeidliche
Happyend etwas drangeklatscht wirkt. “Larry Crowne” ist eher eine College-Komödie (allerdings
ohne die sonst im Genre üblichen Zoten) als eine RomCom. So entsteht allerdings auch kaum
spürbare Chemie zwischen den Hauptdarstellern. Und das Julia Roberts ihrem Kollegen die ganze
PR-Arbeit für den Film überließ scheint damit doch mehr als nur Termingründe zu haben
Ein Highlight ist George Takei (Mr. Sulu aus “Raumschiff Enterprise”) als kauziger
Wirtschaftsdozent Ed Matsutani und auch Rami Malek (“Nachts im Museum 2”, “Biss zum
Morgengrauen”) kann als verpeilter Student Steve Dibiasi bleibenden Eindruck hinterlassen.
Die anderen Nebenfiguren sind zwar nett, aber auch blass. Die superheiße Kommilitonin Talia
(Gugu Mbatha-Raw) frisst einen Narren an dem leicht weltfremden Larry und hilft ihm, Anschluß
zu finden. Das tun Supermodels ja häufiger: alternde Nerds unter ihre Fittiche nehmen. Auch ihr
eifersüchtiger Freund ist eigentlich nie so richtig sauer auf Larry. Alle sind hier so furchtbar nett zu
einader, dass man sich wie in einer Folge der Brady-Familie fühlt.
“Larry Crowne” ist ein Film ohne Biss. Vielleicht gehen die Macher davon aus, dass das
Zielpublikum schon mit den dritten Zähnen arbeitet.
Sehr dezent greift der Film die aktuelle Stimmung in den USA auf. Die Wirtschaftskrise hat
massenweise Jobs vernichtet, viele Familie sind überschuldet und verlieren ihre Häuser, dazu
kommt ein Hauch von ökologischem Bewußtsein, wenn Larry aus Sparsamkeit vom SUV auf den
Motorroller umsteigt. All das sind im Film aber nur Randnotizen. Selbst wenn Mrs.Tainot ihren
Kummer immer wieder mit Cocktails ertränkt, reichen ein paar Runden auf dem Stepper, um den
latenten Alkoholismus in den Griff zu kriegen. Und schließlich erfahren wir auch, dass Larry mehr
ist als nur eine ungelernte Supermarktaushilfe. Er ist ein Ex-Soldat und ausgebildeter Koch. Also
könnte er jederzeit wieder in seinem alten Job arbeiten. Er will nur nicht – bis dann irgendwann der
finanzielle Druck doch zu groß wird und er als Küchenhilfe anfängt.
Aus keinem der angeschnittenen Themen – fehlende Bildung, Wirtschaftkrise, Arbeitslosigkeit im
Alter, schlägt der Film dramatische Funken. Alles läuft, alles findet sich und einem Ursympathen
wie Tom Hanks kann offenbar generell nichts richtig Schlimmes passieren. So plätschert der Film
allerdings reichlich undramatisch vor sich hin. Natürlich ist “Larry Crowne” kein Drama , sondern
eine Komödie. Aber auch in denen kann ein bißchen Bodenhaftung nicht schaden.
“Larry Crowne” ist erst Tom Hanks zweiter Spielfilm nach “That Thing You Do”– zumindest als
Regisseur und Autor. Vielleicht sollte man ihm da noch Welpenschutz gönnen. Andererseits hat
der Mann mit den größten Regisseuren der Welt gearbeitet und war auch als Produzent an ganz
großen Projekten beteiligt, mal ganz abgesehen von seinen frühen Komödien- und Romanzen
wie “Big”, “Splash” und “E-Mail für dich”. Er sollte wissen, wie man es besser macht.
Als Koautorin ist Nia Vardalos dabei, die aber an den Megaerfolg “My Big Fat Greek Wedding”
(produziert von Tom Hanks) nie anknüpfen konnte.
“Larry Crowne” ist das Leinwandequivalent eines French Toast. Süß aber ohne wertvolle
Inhaltsstoffe. Der Film ist nett – aber das ist wie man weiss, ja nur die kleine Schwester von….
Wer sich vom Zusammentreffen der Romantik-Megastars eine Lovestory de Luxe und ein
Revival der 90er erhofft hat, der wird enttäuscht. Andererseits hat der Titel ja auch nichts anderes
versprochen. Der lautet nun mal “Larry Crowne” und nicht “Tom & Julia”. Über weite Strecken
gibts darum eine Tom-Hanks-Soloshow. Ein bißchen wie “Forrest Gump - light”. Das ist zwar
schön – aber zu wenig.
