Love Life Liebe Trifft Leben Trailer und Filmkritik
Originaltitel: Komt een vrouw bij de dokter
FSK Film: 12 | FSK Trailer: 6 | Länge: 113 Min | Kinostart: 29.09.2011
© Twentieth Century Fox | Genre: Drama | DVD & BD leihen oder kaufen | Wo jetzt im Kino? |
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TRAILER-TIPPS
Love Life Liebe Trifft Leben: Mehr zu diesem Film

Die Meinung zum Film - von Marcus Fliegel
Immer wieder wird LIEBE TRIFFT LEBEN mit der Edelschmonzette LOVE-STORY verglichen. Dabei verbindet die beiden nur die Edel-Optik, die Zweierbeziehung und das tragische Ende. Aber es fällt schwer, bei diesem Beziehungsdrama mitzuleiden, denn im Mittelpunkt steht ein oberflächlicher, unsympathischer Egomane.Links & Infos
Schauspieler:Carice van Houten und Barry Atsma, sowie Anna Drijver, Jeroen Willems
Regie:Reinout Oerlemans
Die Story:Stijn (Barry Atsma) und Carmen (Carice van Houten) sind das ultimative Traumpaar: Sie sind jung, gut aussehend, erfolgreich, haben einen großen Freundeskreis und eine bezaubernde kleine Tochter Luna (Yfke Wegman). Wenngleich: auch nach der Hochzeit mit Carmen lässt Stijn nichts anbrennen und geht regelmäßig fremd. Carmen wusste, auf wen sie sich einließ und lässt ihm seine Seitensprünge mehr oder weniger durchgehen. Für Stijn steht ihre glückliche Ehe ohnehin in keinem Widerspruch zu seinen sexuellen Eskapaden. Carmen ist und bleibt die Liebe seines Lebens. Die große Herausforderung für ihre Liebe beginnt, als Carmen schwer erkrankt. Stijn steht fest an ihrer Seite, in guten wie in schlechten Zeiten, wie versprochen. Trotzdem schafft er es nicht, das Fremdgehen sein zu lassen. Vielmehr dehnt er es aus und baut eine zweite Beziehung zu Roos (Anna Drijver) auf, von der er nicht nur den nötigen Sex, sondern auch Kraft und Zuneigung bekommt, die er wiederum an Carmen weiter geben kann. Doch das Blatt hat sich gewendet: Für Carmen, die um nicht weniger als ihr Leben kämpft, wird Stijns Treue immer wichtiger…
- Schwerkraft Film Trailer
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Das bewegende Liebesdrama LOVELIFE – LIEBE TRIFFT LEBEN nach dem erfolgreichen Bestseller „Mitten ins Gesicht“ von Kluun ist mit über 1,2 Millionen Besuchern einer der erfolgreichsten niederländischen Filme aller Zeiten. Bei den Niederländischen Rembrandt Awards 2010 wurde LOVE LIFE – LIEBE TRIFFT LEBEN in gleich 4 Kategorien ausgezeichnet: Bester Film (Reinout Oerlemans), Beste Schauspielerin (Carice van Houten), Bester Schauspieler (Barry Atsma) und Beste Filmmusik (Dinand Woesthoff).
Eure Meinung zu "Love Life Liebe Trifft Leben"
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Offene Beziehung - Chance oder Risiko für die Liebe?
Keine Frage, das Modell "offene Beziehung" ist so hip wie das neueste Smartphone. Ist doch völlig logisch, dass eine Partnerschaft ohne veraltete Einschränkungen wie Monogamie besser funktioniert, oder? Spätestens seit pseudowissenschaftlichen Büchern wie Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus wissen wir ja, dass Männer evolutionstechnisch gesehen für die ausschließliche Zweisamkeit ungeeignet sind. Wieso sich also unnötig quälen?
In dem neuen Kinofilm "Love Life - Liebe trifft Leben" (Filmstart: 29. September 2011) sind Stijn (Barry Atsma) und Carmen (Carice van Houten) ein glücklich liiertes Paar - mal abgesehen davon, dass Stijn die Hände nicht von anderen Frauen lassen kann. Notgedrungen akzeptiert Carmen seine Schwäche, bis ein Schicksalsschlag sie zwingt, diese "offene" Beziehung erneut in Frage zu stellen.
Wie Carmen wollen wir heute einmal abwägen: Was spricht dafür, den Partner sexuell mit anderen zu teilen? Und was spricht dagegen?
Contra: Polygamie ist nicht in unseren Genen
Entgegen den Thesen von Bestsellerautoren liegt die Polygamie nicht in der Urnatur des Menschen. Beispiele der Monogamie finden sich bereits in der Tierwelt, zum Beispiel bei Höckerschwänen. Besonders verbreitet ist sie bei unseren evolutionären Vorfahren, den Menschenaffen. Möglicherweise hat die Monogamie sogar den evolutionären Vorteil: Forscher meinen, dass sie unter anderem verhindert, dass sich schwere Geschlechtskrankheiten verbreiten. Fest steht: nichts in unserer Veranlagung hindert uns daran, monogam zu leben.
Pro: Der Reiz liegt im Verbot
Allerdings schießen Internetseiten mit Namen wie Lovepoint, Firstaffair, Meet2cheet oder Seitensprung wie Pilze aus dem Boden. Ihr Angebot, das "diskrete Fremdgehen" für jeden, ist offensichtlich eine große Verlockung für die meisten. Denn Sex außerhalb der Partnerschaft ist wie Schokolade während der Diät: Gerade weil ich nicht darf, will ich sie. Viele Fremdgänger wissen hinterher gar nicht mehr, warum sie ihre Beziehung für etwas so Unbedeutendes aufs Spiel gesetzt haben. Also: lüftet man das Verbot, gerät man weniger in Versuchung.
Contra: Wenn du glücklich bist, lass dir nichts andrehen
Okay, viele sehen die Monogamie sicher deswegen als das Ideal des menschlichen Zusammenlebens an, weil wir in unserer Gesellschaft von Kindesbeinen multimedial darauf getrimmt werden. Aber dennoch gibt es eben Menschen, die sind in einer monogamen Beziehung am glücklichsten. Sie haben nur Augen für den eigenen Partner und kämen gar nicht auf die Idee, ihre sexuellen Gelüste anderswo befriedigen zu müssen. Für diese Leute wäre es völlig absurd, eine offene Beziehung einzugehen, weil es sie zwangsläufig unglücklich machen würde.
Pro: Offen heißt nicht, dass alles erlaubt ist
Viele Menschen machen sich von einer offenen Beziehung völlig falsche Vorstellungen. So wie es gute und schlechte Partnerschaften im Allgemeinen gibt, so gibt es auch gute und schlechte offene Beziehungen. Oft gibt es auch dabei klare Regeln, z.B. was bei den sexuellen Eskapaden erlaubt ist oder, dass man einander absolut ehrlich darüber berichten muss. Eine Voraussetzung für die offene Beziehung muss im Übrigen immer gegeben sein: das Einvernehmen darüber, dass man eine solche Art des Zusammenlebens auch wirklich führen möchte. Nur dann kann das Ganze auch funktionieren.
Fazit: Top oder Flop?
Wir haben es doch irgendwie kommen sehen: Es geht gar nicht darum, ob diese oder jene Art der Beziehung an sich besser oder schlechter ist. Viel wichtiger ist, ob sie beide Partner richtig oder falsch ist. Wahrscheinlich wird man bei genauem Hinschauen feststellen, dass eine jede glückliche Partnerschaft auf längst bekannten Werten aufbaut, wie Vertrauen, Ehrlichkeit oder dem Willen, die eigenen Bedürfnisse auch mal für den geliebten Menschen zurückzustecken.

