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Denise Ream Exklusiv-Interview zu Cars 2

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Eure Meinung zu "Denise Ream Exklusiv-Interview zu Cars 2"



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Das Exklusiv Interview mit Denise Ream zu Cars 2 könnt ihr hier auch nochmal in der Übersetzung nachlesen: 

 

TrailerSeite.de:
Sie sind Produzentin von "Cars 2". Das ist eine große Verpflichtung. Soviel ich verstehe geht es bei der Arbeit eines Produzenten darum Geld reinzuholen und es zu verwalten. Produzenten finanzieren natürlich bei Disney ihre eigenen Werke, was ist aber genau der Produzentenjob bei einem Pixar-Film?

Denise Ream:
Glücklicherweise, wie Sie erwähnt haben, muss ich mich nicht um die Finanzierung sorgen, dafür aber um die Kosten. Für mich ist es wichtiger, dass wir eine tolle Geschichte erzählen, und das tue ich mit John Lasseter. Ich bin für die Castings, Aufnahmesitzungen und Komponisten verantwortlich. Generell ist mein Job sicher zu gehen, dass die über 300 Menschen, die an der Produktion beteiligt sind, genau das haben, was sie brauchen, um gute Arbeit zu leisten und eine tolle Geschichte zu erzählen.


TrailerSeite.de:
Es kommen Situationen vor, wenn der Produzent dem Regisseur ein Nein sagen muss. Dann ist der Produzent auch der Animationsleiter, also sozusagen gleichzeitig auch der Chef. Wie sagen Sie einem Regisseur zum Beispiel, dass etwas mit dem vorgesehenen Budget nicht machbar ist?

Denise Ream:
Anfangs - muss ich sagen - habe ich mir etwas Sorgen darüber gemacht. Erfreulicherweise konnten aber John und ich ziemlich gut miteinander verhandeln. Dabei geht es vor allem darum, sich Alternativmöglichkeiten anzuschauen. John wusste genau, welche Mittel wir zur Verfügung hatten und entschied sich entweder für die Option A, B oder C. Wir mussten uns dann einigen, was für die Geschichte wichtig ist. Öfters meinte er, dass er wirklich, wirklich etwas machen muss. Ich würde dann einen Vorschlag machen, wie wir das umsetzen und einen Ausgleich finden können. Es geht einfach darum, clever mit dem umzugehen, was man hat. Ich glaube das versteht er wahrscheinlich besser als viele anderen, da er für die Filme von Pixar und Disney verantwortlich ist.


TrailerSeite.de:
Eine Sache, über die Sie entscheiden mussten, war die Idee zahlreiche Animateure auf eine Weltreise zu schicken. War das eine leichte Entscheidung oder mussten Sie sich überzeugen lassen?

Denise Ream:
Wir hatten einige Ausflüge, wahrscheinlich im Vergleich zu allen anderen Filmen von Pixar haben wir die meisten Exkursionen gemacht. Bei der großen Reise, an der ich auch teilgenommen habe, waren wir um die zehn Mitarbeiter, hauptsächlich aus der Designabteilung. Ich glaube das, was Pixar-Filme von anderen Filmen hervorhebt, ist die authentische Wiedergabe dieser Länder und unsere Detailliebe. Wir wollten sicher gehen, dass wir von Tokyo, Paris bis London realitätstreu bleiben. Es war nun mal teuer, aber meiner Meinung nach wichtig. Für mich und John war es bedeutend, wenn Menschen aus London, Italien oder Tokyo diese Städte sehen, das Gefühl dabei haben, dass wir die Städte authentisch repräsentiert haben. Das war sehr, sehr wichtig und - wie ich meine - das Geld auch wert.  


TrailerSeite.de:
Ich habe gelesen, dass Sie in einer bestimmten Produktionsstufe planten, Deutschland in einem Kapitel mit einzubeziehen. Können Sie mir sagen, inwieweit Pläne dafür gemacht wurden, und warum Sie sich doch dagegen entschieden haben?

Denise Ream:
Wir haben tatsächlich eine ausführliche Exkursion im Schwarzwald unternommen. Viel Designarbeit wurde gemacht, wir haben auch Filmszenen entworfen. Es ging schon ziemlich weit. Etliche deutsche Autos haben wir gemacht. Glücklicherweise sind deutsche Autos in ganz Europa vertreten. In den Ländern, die wir besucht haben, waren jedenfalls viele deutsche dabei. Wir mussten auf die Szenen in Deutschland verzichten, weil sonst ein dreistündiger Monumentalfilm daraus geworden wäre. Wir haben dennoch viel Designarbeit und kleine Kunstwerke gemacht und Manches davon können Sie im Abspann sehen.


TrailerSeite.de:
Wird auf dem DVD mehr davon sein?

Denise Ream:
Wir sind mit unseren Planungen noch nicht so weit gekommen. An einem gewissen Punkt hat John darüber gesprochen, das machen zu wollen, aber wie ich gesagt haben, waren unsere verfügbaren Mittel knapp und er wollte sie für das eigentliche Filmmaterial aufwenden.


TrailerSeite.de:
Vielleicht könnte man die Szenen für "Cars 3" verwenden?

Denise Ream:
Kann man nie wissen. Ich hoffe ja!


TrailerSeite.de:
In "Cars 2" wird in Hinsicht auf die Lokalisierung neues Terrain gewonnen. Meines Wissens nach haben verschiedene Sprachtalente, wie etwa aus Spanien und Frankreich, mitgemacht. Wie viele waren das genau?

Denise Ream:
Wir haben viele internationale Versionen gemacht und Pixar ist sehr stolz darauf Filme für die verschiedenen Regionen der Welt anzupassen. Wir hatten Sprachtalente von überall: Sebastian Vettel ist zum Beispiel Synchronsprecher für einen Charakter im Film, auch andere Formel-1-Rennfahrer aus unterschiedlichen Ländern sind dabei. Ich finde es verleiht dem Film mehr Authentizität.  


TrailerSeite.de:
Das könnte auch etwas riskant sein. Obwohl es im Film eindeutig funktioniert hat, sind Prominente oft keine Sprachtalente. Sie könnten eventuell den Film qualitativ schlechter machen. Gab es Diskussionen darüber? Was waren die Anforderungen an die Prominenten, um mitmachen zu dürfen?  

Denise Ream:
Wir kümmern uns sehr viel um die Mitwirkenden, die nicht unbedingt Schauspieler sind. Glücklicherweise haben zum Beispiel in der englischen Version die Rennfahrer, die wir eingesetzt haben, wirklich viel geübt und es war ihnen auch wichtig eine gute Leistung zu erbringen. John Lasseter hat sehr genau und sorgfältig mit den Sportlern gearbeitet. Ich denke, wenn man sich einfach die nötige Zeit nimmt und nichts überstürzt, dann macht sich die Arbeit am Ende bezahlt.