Die besten Musikerbiographien
Vor rund 30 Jahren wurde John Lennon in New York erschossen. Pünktlich zum traurigen Jubiläum erscheint nun mit "Nowhere Boy" ein Film über seine Jugendjahre. Über Michael Jackson gabs bislang nur mäßige TV-Filme seiner frühen Kindheit. Aber irgendwann kommt da bestimmt auch ein großer Kinofilm. Nun muss man als Musiker nicht unbedingt sterben, um mit einer Filmbiographie geehrt zu werden, siehe "What´s love go to do with it ?" über Tina Turner. Aber traurigerweise sterben viele Stars auch verdammt früh. In Arbeit sind derzeit unter anderem Filme über Folkrockröhre Janis Joplin (gespielt von Amy Adams), Jimi Hendrix (im Gespräch ist Andre 3000 von Outkast) und "The Who"-Schlagzeuger Keith Moon (mit "Austin Powers" Mike Myers). Da ist ein Biopic ein gute Gelegenheit, seinem Idol noch einmal nahezukommen.
Walk the Line
©20th Century Fox
Einen Oscar und vier Nominierungen gabs für dieses Musikdrama über Country-Legende Johnny Cash. Ein echter Ausnahmefilm, von einem Regisseur James Mangold (Todeszug nach Yuma, Copland), der auch die dunklen Seiten des Musikerdaseins nicht ausspart. Besonders beachtlich aber, dass Joaquin Phoenix alle Songs selbst gesungen hat.
Der Film, der Jamie Foxx fast über Nacht zum Star machte. Für seine Darstellung des blinden R & B-Pianisten Ray Charles bekam er nicht nur den Oscar sondern auch den Golden Globe. Ray Charles hatte ihn selbst ausgesucht, starb aber noch vor der Premiere des Films. Sämtliche Pianoparts im Film spielt Fox übrigens selbst.
Nicht ein einzelner Ausnahmemusiker, sondern eine ganze Plattenfirma steht hier im Mittelpunkt, von den bescheidenen Anfängen bis zum Durchbruch und dem folgenden Untergang. Legenden wie Muddy Waters oder Chuck Berry wurden dort zu Stars. Prominent ist auch die Besetzung mit Oscarpreisträger Adrien Brody und Beyonce Knowles, die die Songs von Etta James natürlich selbst schmettert.
Nowhere Boy
©Senator
Bevor er mit den Beatles ein Megastar wurde , war John Lennon ein fast gewöhnlicher Teenager. Mit Aaron Johnson in der Hauptrolle zeigt dieser Film Lennons schwierige Jugend in Liverpool zwischen zwei Frauen, die sein Leben prägten, und Anfänge seiner Musik-Begeisterung. Am Ende steht die Entstehung der Beatles - die damals aber noch "The Quarrymen" heißen.
Schwierig waren die Karriereanfänge bei vielen späteren Stars. Aber das Leben von Edith Piaf war noch etwas extremer. Als Straßensängerin wurde sie von ihrem Vater durch die übelsten Gegenden von Paris geschleppt. Als es dann bergauf ging, liess sie es derart krachen, dass heutige Rockstars daneben blass wirken. Marion Cotillard bekam für die Rolle den Oscar und war zuletzt in "Inception" zu sehen.
Dreamgirls
©Paramount
Die Geschichte der Supremes mit Diana Ross stand Pate für die All-Girl-Band der "Dreamettes". Als Broadway-Musical war die Story schon lange ein Erfolg, uns sollte mal mit Whitney Houston , mal mit Lauryn Hill. Jahre später ging die Rolle dann an Beyonce. Aber Newcomerin Jennifer Hudson stahl ihr die Show und gewann in der Rolle der Effie den Oscar und den Golden Globe. Außerdem dabei sind Jamie Foxx und Eddie Murphy in seiner besten Rolle seit Jahren
Dieser Film über Folkrocktitan Bob Dylan ist mal eine ganz andere Biographie. Statt historische Fakten abzuhaken, wird die Persönlichkeit des Musikers in ihre Bestandteile zerlegt.Und darum wird Bob auch von sechs verschiedenen Schauspielern dargestellt, darunter neben Jude Law auch Cate Blanchett. Und eine Episode spielt auch im Wilden Westen, um Dylan musikalische Wurzeln zu beleuchten. Abgedreht.
Falco - Verdammt wir leben noch
©Eurovideo
Nur wenige europäische Popstars haben es weltweit zur Spitze geschafft. Mit "Rock me Amadeus" konnte Falco sogar in den USA einen No.1-Hit landen. Damit war er lange vor Eminem auch der erste erfolgreiche weiße Rapper. Fast wäre aus dem Film nichts geworden, weil Robert Stadlober kurz vor Drehstart ausstieg. Die Titelrolle übernahm dann Manuel Rubey und wurde für seine Leistung überschwänglich gelobt.
Control
©Alive
Mit erst 23 Jahren beging Ian Curtis, Frontmann der Elektropop-Band Joy Division Selbstmord. Aber sein Einfluß auf die eigentlich erst danach entstehende Szene der Synthie-dominierten Musik ist dennoch enorm. Herausragend an dem Film ist die ausgefeilte Optik. Regisseur Anton Corbijn machte sich einen Namen als Fotograf und Videoregisseur in der Musikszene, die daher natürlich besonders gut kennt.
Notorious B.I.G.
©20th Century Fox
Gerade mal 25 Jahre alt war Rapper Notorious B.I.G., als er 1997 erschossen wurde. Ein halbes Jahr zuvor war dasselbe mit seinem Rivalen Tupac Shakur passiert. Hintergrund war vermutlich die Feindschaft zwischen Hiphoppern der US-Ost- und Westküste. Dieser Konflikt ist auch ein Thema im Film, genau wie Notorious´Karriere als Drogendealer. Trotzdem erfährt man in dem Film nichts Negatives über das rappende Schwergewicht. Kein Wunder, da sein guter Kumpel P.Diddy den Film produziert hat,
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