New Moon - Alle Background-Infos über den Film
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Trailer zum Film und weiteres Video-Material
In NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE, dem zweiten Film nach Stephenie Meyers enorm erfolgreicher Bestsellerreihe erreicht die Romanze zwischen einer Sterblichen und einem Vampir neue Höhen, wenn Bella Swan (KRISTEN STEWART) für einen flüchtigen Blick auf Vampir Edward (ROBERT PATTINSON), ihre große Liebe, das Schicksal herausfordert. Während sie die Mysterien dieser übernatürlichen Welt ergründet, der sie so sehr auch selbst angehören möchte, entdeckt sie einige uralte Geheimnisse, die sie größeren Gefahren aussetzen als je zuvor. Kurz nach Bellas 18. Geburtstag fällt Edward den Entschluss, sie zu verlassen, um sie zu beschützen. Mit gebrochenem Herz taumelt Bella wie eine Schlafwandlerin, betäubt und einsam, durch ihr letztes Jahr an der High School, bis sie entdeckt, dass sie Edward sehen, er ihr erscheinen kann, wenn sie sich in große Gefahr begibt. Ihr Wunsch, ihn um jeden Preis um sich haben zu können, treibt sie dazu, immer größere Risiken auf sich zu nehmen, wozu auch eine neue Vorliebe für Hochgeschwindigkeitsspritztouren mit dem Motorrad gehört. Mit Hilfe von Jacob Black (TAYLOR LAUTNER), ihrem Freund aus gemeinsamen Kindertagen, der dem mysteriösen Stamm der Quileute angehört, bringt Bella ein Motorrad für ihre abenteuerlichen Touren wieder in Schuss. Nach und nach erwärmt sich Bellas vereistes Herz durch die aufkeimende Beziehung zu Jacob, der selbst ein übernatürliches Geheimnis in sich trägt. Als Bella eines Tages allein über eine Wiese geht, steht sie plötzlich einem tödlichen Angreifer gegenüber. Ein grausiges Ende bleibt ihr nur erspart, weil ihr ein Rudel Wölfe von enormer Größe zu Hilfe kommt. Diese Begegnung macht erschreckend deutlich, dass Bella sich noch immer in großer Gefahr befindet. In einem Wettlauf mit der Zeit erfährt Bella das uralte Geheimnis des Quileute-Stamms - und den wahren Grund, warum Edward sie verlassen hat. Schließlich muss sie sich auch der Aussicht auf ein möglicherweise tödliches Wiedersehen mit ihrer großen Liebe stellen. Ein Wiedersehen, das doch anders ausfällt, als sie es sich erhofft hatte. Basierend auf Stephenie Meyers Bestsellerreihe ist die „Twilight“-Saga ein einzigartiges kulturelles Phänomen: Die engagierte Fangemeinde kann den Kinostart der zweiten Verfilmung kaum mehr erwarten. Über 52 Wochen lang schon halten sich die vier Bände der Erfolgsbuchreihe an der Spitze der New York Times Bestsellerliste, und ein Ende dieses Erfolgs ist nicht in Sicht. Über 40 Millionen Bücher wurden bisher weltweit verkauft. Über 100 Fansites gibt es allein zum ersten Band „Bis(s) zum Morgengrauen“, der viele wichtige Auszeichnungen erhielt. So wurde das Buch ausgewählt als „Editor’s Choice“ von The New York Times, als „Best Book of the Year“ vom Buchbranchenmagazin Publisher’s Weekly und als „Best Book of the Decade...So Far“ von Amazon. Darüber hinaus fand sich der Bestseller auf der „Hot List Pick“ vom Teen People Magazine, wurde von der American Library Association unter den „Top Ten Best Books For Young Adults“ und unter den „Top Ten Books For Reluctant Readers“ geführt. In mehr als 20 Sprachen wurde „Bis(s) zum Morgengrauen“ bisher übersetzt.
ÜBER DIE PRODUKTION
TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN („Twilight“, 2008), die Verfilmung des ersten Bandes von Stephenie Meyers Bestsellersaga, wurde von einer großen Leserschaft mit Spannung erwartet und erwies sich nach dem US-Start im November 2008 sofort als Erfolg. Eine große Leistung für ein Projekt, das von Millionen von Fans des Romans genau unter die Lupe genommen wurde, die es kaum erwarten konnten, wie ihre Helden und Heldinnen auf der Leinwand zum Leben erweckt würden. Allein am amerikanischen Startwochenende spielte die Verfilmung der unwahrscheinlichen Romanze zwischen einer sensiblen Schülerin und einem über 100 Jahre alten Vampir über 70 Millionen Dollar ein, erreichte schließlich ein weltweites Einspielergebnis von über 350 Millionen Dollar. Dieser Erfolg bereitete den Weg für die Verfilmung des zweiten Bandes der Bestsellerreihe, für NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE. Wyck Godfrey, Produzent beider Filme, war fest entschlossen, mehr aus dem Nachfolger zu machen als nur eine simple Fortsetzung. Wie schon die Buchvorlage bringt auch der Film die noch junge Beziehung zwischen Bella Swan und Edward Cullen auf ein anderes Level, mit größerer Intensität und noch mehr Gefahren. Und er enthüllt einen Konflikt, der Bella im weiteren Verlauf der Geschichte verfolgen und nicht mehr aus dem Kopf gehen wird: die uralte Rivalität zwischen dem Stamm der Quileute und den Vampiren, die zwischen Bellas bestem Freund, Jacob Black, und ihrer großen Liebe, Edward, zum Ausbruch kommt.
„Die Herausforderung bestand darin, nicht einfach zu wiederholen, was der erste Film geleistet hatte“, erklärt Godfrey. „Die Handlung schreitet voran und die darin gezeigte Welt öffnet sich. Wir müssen die Charaktere weiterentwickeln und diese neue Welt auch visuell vermitteln. In dem Moment, wo sich ihre Welt erweitert, dringen wir tiefer in Bellas Leben ein. Sie erfährt Neues über die Bewohner von Forks, vor allem über die Quileute-Indianer und Jacob. Die spektakulärste Entdeckung ist, dass sich Jacob und seine Freunde in Wölfe verwandeln können.“ „Bella erkennt“, fährt Godfrey fort, „dass sie in einer Fantasiewelt zu leben scheint, Vampire und Werwölfe aber tatsächlich existieren. Gerade als sie einen Freund gefunden hat, der sie nach Edwards Verschwinden wieder ins Leben zurückgeholt hat, findet sie heraus, dass auch er anders als die anderen ist. Und weil der einzige Grund für die Existenz von Werwölfen eben die Vampire sind, gäbe es ohne Edward auch keinen Werwolf Jacob. Das ist der zentrale Konflikt zwischen Jacob und Edward – und Bella steckt als Mensch mittendrin.“ Regisseur Chris Weitz verbuchte bereits mit den Bestsellerverfilmungen ABOUT A BOY ODER: DER TAG DER TOTEN ENTE („About a Boy“, 2002) und DER GOLDENE KOMPASS („The Golden Compass“, 2007) große Erfolge. Dies machte ihn, so Produzent Godfrey, zu einem logischen Regiekandidaten für dieses Projekt: „Chris besitzt Erfahrungen mit Fantasyfilmen, die komplexe Effekte erfordern, aber auch mit intimen Charakterstudien. Und er arbeitet gut mit jungen Schauspielern zusammen. Was ihn aber für die Regie von NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE prädestinierte, war die Wertschätzung, die er Stephenie Meyers Büchern und Figuren entgegenbrachte.“ „Für uns war es von elementarer Bedeutung, Stephenies literarischer Kreation und auch den Fans, die die „Twilight“-Saga lieben, unseren Respekt zu erweisen“, erklärt Godfrey weiter. „Wir hatten absolut kein Interesse daran, ihre Bücher für die Leinwand neu zu erfinden. Chris hat sich in diese Bücher verliebt, wusste, wie er die Geschichte zum Leben erwecken und sie in der Realität verwurzeln konnte. Das war unbedingt notwendig. Obwohl es sich um fantastische Kreaturen handelt, fühlt sich die in der Geschichte beschriebene Welt stets wie die unsere an.“ Ursprünglich war Weitz mit den Büchern nicht vertraut, doch er entwickelte sich schnell zum Fan. „Ich las die Bücher, habe mir dann den ersten Film mit Publikum angeschaut“, erinnert sich der Regisseur. „Ich war so aufgeregt, als ich beobachten konnte, welch tiefe Gefühlsreaktionen der Film auslöste. Wenn ich mir einen Film ansehe, suche ich nach einem überwältigenden Gefühl, völlig in ein anderes Universum eintauchen zu können. Dieser Film bot mir die Gelegenheit dazu. Er unterscheidet sich ein bisschen von dem, was ich bisher gedreht habe, aber ermöglicht es mir auch, auf einige meiner Erfahrungen zurückgreifen zu können.“ Weitz erkannte, dass seine Hauptverantwortlichkeit darin bestand, nah an der Vorlage zu bleiben. „Dafür habe ich sehr hart gearbeitet“, gibt der Regisseur zu. „Der erste Film war ein solches Phänomen, die Bücher auch. Primär war es meine Aufgabe, den Fans und ihrer Liebe für die Bücher, die sie auch auf den ersten Film übertrugen, Respekt zu erweisen. Es gab absolut keinen Handlungsbedarf, diese Welt völlig neu zu erschaffen. Wir schlagen dieses Mal andere Richtungen ein, bewahren dabei aber unseren Respekt für die Fans.“ Stephenie Meyer verrät, dass sich Weitz regelmäßig mit ihr beriet, selbst bei kleinsten Problemen: „Er hat sich für jedes Detail interessiert, ob zum Beispiel eine bestimmte Figur Schuhe tragen kann. Alles hat er überprüft, nichts dem Zufall überlassen. Er wollte den Film im Geist des Buchs drehen, war in dieser Hinsicht einfach cool.“ Für Weitz war der direkte Zugang zur Autorin der Bücher von unschätzbarem Wert. „Bei den ‚Herr-der-Ringe’-Filmen konnte niemand Tolkien nach seinen ursprünglichen Intentionen befragen. Ich aber konnte Stephenie per E-Mail ganz pragmatische Fragen stellen, ob etwa Jaspers Kräfte tatsächlich auf Bella wirken. Aber ich konnte auch große metaphysische Fragen an sie richten. Das alles erlaubte es mir, dass wir zu jedem Zeitpunkt auf einer Linie mit den Büchern blieben.“
Meyer schätzte diese Sorgfalt des Regisseurs: „Er hört wirklich zu, ist sehr ruhig und besitzt gleichzeitig eine klare Vorstellung davon, was er will. Ich hatte immer das Gefühl, dass meine Geschichte bei ihm in guten Händen war.“ Meyer erinnert sich, dass sich ihre Erfahrungen beim Schreiben des ersten und zweiten Buches deutlich voneinander unterschieden: „Für mich war das wahrscheinlich das schwierigste Buch überhaupt, denn zum ersten Mal wusste ich mit absoluter Sicherheit, dass es für meinen Text auch wirklich Leser gab. „Bis(s) zum Morgengrauen“ habe ich nur für mich geschrieben. Jetzt aber hatte ich mit einem Mal das Gefühl, dass man mir über die Schultern sah. Da stellte sich bei mir jede Menge Lampenfieber ein.“ „Bis(s) zur Mittagsstunde“ war ein völlig anderes Buch und nicht notwendigerweise das, was die Fans erwarteten“, fährt Meyer fort. „Im ersten Buch ging es um wahre Liebe. Die natürliche Konsequenz dieses Gefühls, besonders, wenn man so jung ist, ist, dass einem das Herz gebrochen wird. Und je mehr man liebt, umso schmerzlicher wird es. Edward glaubt, dass er mit dem Beenden der Beziehung Bella beschützen kann. Womit er nicht rechnet, ist die Qual und die Angst, daran zu zerbrechen. Für jeden Zuschauer aber, egal ob männlich oder weiblich, ist das eine universelle, vertraute Erfahrung. Am Ende haben beide eine Menge darüber gelernt, wie wichtig sie tatsächlich füreinander sind. Bella wird etwas reifer, und Edward muss erkennen, dass er nicht alles weiß.“ Im Mittelpunkt der Geschichte steht zudem die sich entwickelnde Freundschaft zwischen Bella und Jacob Black, der als Werwolf ein natürlicher Feind der Vampire ist. „Es steht jetzt viel mehr auf dem Spiel“, erläutert Regisseur Weitz. „Nicht nur Bellas Leben ist jetzt bedroht, sondern auch Edwards. Im Hinblick auf die in der Geschichte angelegte Welt entdecken wir neue Bereiche und Aspekte der Mythologie. Und so, wie sich die Mythologie erweitert, geschieht das auch mit diesem Film.“ „Selbstverständlich erzählen wir eine Geschichte über Vampire, Werwölfe und das Übernatürliche“, setzt Weitz seine Ausführungen fort. „Darüber hinaus aber geht es in dieser Geschichte um grundlegende menschliche Gefühle wie Liebe, Sehnsucht, Verlangen, Verlust, Verbundenheit und Freundschaft. Sie handelt von der Gefahr, der das Herz ausgesetzt ist, wenn man sich verliebt. Wie schon Bella in ‚Bis(s) zum Morgengrauen’ sagt, fürchte sie sich vor Edward nicht, weil er ein Vampir sei, sondern habe Angst, weil sie so große Liebe für ihn empfindet. In diesem Film entsteht eine Art Liebesdreieck, das wirklich jeder verstehen kann und das sehr reizvoll ist.“ Meyer gibt zu, dass sie über den nächsten Schritt in der Verfilmung der Twilight-Saga noch aufgeregter sei als beim ersten Film. „TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN hat für uns den Boden großartig bereitet, war eine Art Sprungbrett. Jetzt können wir abspringen und ein völlig neues Level erreichen. Die Schauspieler kennen sich und ihre Figuren. Jeder von ihnen ist wieder mit Begeisterung dabei. Das zweite Buch ist in gewisser Hinsicht emotionaler, geht viel tiefer. Und wir haben all diese neuen Charaktere. Es wird einfach ein großer Spaß werden. Ich freue mich wirklich darauf, das Wolfsrudel zu sehen, und natürlich werden auch die Volturi wirklich cool werden.“ Letztendlich sind es aber die Fans, die sie antreiben, gibt Stephenie Meyer zu: „Ich habe fiktive Figuren erträumt“, wundert sich die Autorin. „Figuren, deren Entwicklung den Fans wirklich etwas bedeutet. Was wird als nächstes mit ihnen geschehen? Was machen sie an einem ganz normalen Freitagabend? Und wohin würde Bella gehen, um sich ihre Nägel machen zu lassen. Jedes kleine Detail ist wichtig. Für mich ist das ein riesiges Kompliment, dass Leser und Zuschauer so großen Anteil an diesen Figuren nehmen.“
DAS CASTING
TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN machte seine jungen Hauptdarsteller zu internationalen Superstars: Kristen Stewart als Bella Swan, als unschuldige Sterbliche im Herzen der Geschichte, sowie Robert Pattinson als Edward, der verführerische, emotional zerrissene Vampir und Herzensbrecher. In NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE wird dieses Duo zum Trio, durch Taylor Lautner, der wieder Jacob Black spielt und nun buchstäblich eine Naturgewalt geworden ist, die nicht aufzuhalten ist.
Als Regisseur Chris Weitz zu diesem Projekt stieß, erwartete ihn eine für ihn ungewöhnliche Situation, denn er wusste bereits, wer seine Hauptdarsteller sein würden. „Normalerweise gehe ich an das Casting ziemlich offensiv und aggressiv heran“, gibt Weitz zu. „In diesem Fall hatte ich das Glück, das Erbe von Catherine Hardwicke anzutreten, diese von ihr besetzte großartige Darstellertruppe übernehmen zu können. Mit diesen Schauspielern arbeiten zu können, gehörte zu den aufregendsten Aspekten dieses Projekts.“
Und doch waren nicht alle Schauspieler bereits besetzt, als Weitz auf dem Regiestuhl Platz nahm: „Es gibt einige neue Figuren“, so Weitz, „die nur relativ kurz auf der Leinwand zu sehen sein werden, aber unglaubliche Bedeutung und dramatische Kraft für die Story haben und die einen weiter in die Mythologie der folgenden Teile der Reihe hineinführen. Ich versuche stets, die passenden Darsteller zu finden, unabhängig davon, wie groß die Rolle dann ist.“
Zu Beginn der Dreharbeiten machte Weitz etwas, das auch für ihn Neuland darstellte: Er verteilte eine 20-seitige Broschüre, in der er seine Vorstellungen von Film und Figuren umriss. „Ich habe sie einen Orientierungsratgeber genannt“, erklärt Weitz. „Die darin enthaltenen Informationen sollten alle mit den Schauplätzen und dem stilistischen Konzept des Films vertraut machen. Jeder sollte bereits im Vorfeld so viel wie möglich wissen. Das erlaubte uns schließlich, am Drehtag auch improvisieren zu können. Junge Schauspieler und Künstler sollen sich nicht von meinen Entscheidungen starr gebunden fühlen, darum geht es mir nie. Aber ich möchte ihnen so viel wie möglich für ihre Arbeit in die Hände geben.“
Bella, Edward und Jacob: Ein Liebesdreieck für die Ewigkeit.
Die ersten Bilder und Sequenzen des Films gehören Bella, die sich ihres Alters und ihrer Sterblichkeit stärker bewusst wird. „Ein großer Druck lastet dadurch auf ihr“, erklärt Kristen Stewart. „Ihr größter Albtraum ist, dass Edward sie verlassen könnte. Und genau das geschieht. Jeder, der schon eine Trennung erlebt hat, auf dessen Herzen schon herumgetrampelt wurde, weiß, dass man danach alles in Frage stellt. Man denkt, ich war dieser Sache so sicher und fragt sich dann, ob irgendetwas davon, woran man dachte, überhaupt real gewesen sei. Nichts hätte doch realer als dieses Gefühl sein können. Aber das ist ein Irrtum.“
Eines stellt Kristen Stewart klar: „Bella ist nicht das klassische junge Mädchen in Nöten. Sie kontrolliert ihre eigene Situation sehr wohl selbst. Sie hat sich jemandem anvertraut, in die Hände begeben, und erwartet dasselbe von ihm.“ Bella hat zwei starke, aber grundverschiedene Beziehungen zu den Männern in ihrem Leben aufgebaut. „Edward ist jemand, den sie wirklich braucht“, erklärt die Darstellerin. „Er hält sie im emotionalen Gleichgewicht, was nicht unbedingt bedeutet, dass er für sie der beste Umgang ist. Er ist schwierig, kalt, zurückhaltend. Aber ohne diese Zurückhaltung könnten sie niemals zusammen sein.“
„Jacob ist das komplette Gegenteil davon“, fährt Stewart fort. „Er nimmt nichts zu schwer, ist witzig und warmherzig, bringt das Beste in Bella zum Vorschein. Im Grunde ist er ihr bester Freund. Es wäre wunderbar, könnte man mit dem besten Freund auch gehen. Das heißt aber nicht, dass man auch immer in ihn verliebt sein muss.“
Dass Weitz sich so akribisch auf den Film vorbereitete, machte großen Eindruck auf Stewart. „Chris denkt sehr organisiert, legt wirklich Wert auf Zusammenarbeit. Es war gut zu wissen, dass er sich dem Film ähnlich verpflichtet fühlte wie wir und nicht nur auf das nächste große Projekt aufspringen wollte.“
Auch Robert Pattinson war beeindruckt vom Verständnis des Regisseurs für die Welt der „Twilight“-Reihe. „TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN hatte ein Happy End“, erläutert Pattinson. „Bella und Edward waren vereint und ihre Feinde von ihnen besiegt. In der Fortsetzung NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE hält nun die Wirklichkeit Einzug. Sie werden konfrontiert mit der Entwicklung ihrer Beziehung, mit der Verpflichtung dem anderen gegenüber und mit den sehr realen Gefahren, die daraus erwachsen. Als Edward Bella verlässt, reißt er sie praktisch aus dem Leben, tötet sich selbst, weil er ihr nicht mehr nah sein kann. Das alles geschieht, weil sie beide so voneinander abhängig geworden sind.“
„Weil Kristen und ich diese Rollen bereits gespielt haben“, so Pattinson, „haben wir eine sehr konkrete Vorstellung davon, wie sich die Figuren im Verlauf der Reihe entwickeln werden. Chris hat das sehr gut verstanden. Aber er brachte auch viele großartige Ideen ein und hatte auch genügend recherchiert, um sie uns gegenüber zu begründen.“
Seine eigene Figur nennt Pattinson einen „Vampir wider Willen“, der Gegensatz zu den Volturi. „Die Volturi betrachten sich als Monster, aber haben kein Problem damit. Doch wenn sie einen Menschen, eine Frau, sehen, die ihre Liebe zu Edward gesteht, wollen sie glauben, dass so etwas wirklich möglich ist. Und das rettet Edward im Grunde.“
In NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE rückt Jacob Black in den Mittelpunkt, der im Vorgänger eher eine Randfigur gewesen war. Jacob gehört dem Stamm der Quileute-Indianer an, den Ureinwohnern von Forks, jener Kleinstadt im Bundesstaat Washington. Stephenie Meyer gibt zu, dass Jacob, ein Freund aus Bellas Kindertagen, ursprünglich kein so wesentlicher Bestandteil der Geschichte werden sollte: „Jacob kam aus dem Nichts, war anfangs nicht die Figur, zu der er sich dann entwickelte. Aber seine Persönlichkeit war so präsent, so stark. Ich konnte einfach erkennen, wie er die Ereignisse im Buch mitgestalten würde.“
Im Verlauf von NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE lernt Jacob, dass er als Beschützer seines Stammes ausgewählt wurde, als Werwolf, der die Quileute vor den Raubzügen der Vampire verteidigt. „Jacob befindet sich in einem Prozess der Veränderung“, beschreibt Lautner seine Figur. „Das zeigt sich schon körperlich. Und mit der körperlichen geht auch die emotionale Veränderung einher. Ich hatte großen Spaß dabei, die meisten meiner Stunts selbst ausführen zu können, diese Szenen gehören zu meinen liebsten im Film“, gibt Lautner zu, der während der Dreharbeiten 17 Jahre alt war. „Es gibt da zum Beispiel diese Szene, in der Jacob aus dem Haus herausbricht, über den Zaun und einen Bach springt und dann durch eine Wiese sprintet. Ich hing an Drähten, wurde in drei Metern Höhe über das Feld gezogen, bis ich abrupt abgebremst wurde und völlig bewegungslos sein musste, damit die Effektspezialisten später meinen Körper in einen Wolf verwandeln konnten.“
Lautner, der als Schüler alle möglichen Sportarten betrieben hatte und in „Extremkampfsport“ sogar zu Wettkämpfen angetreten ist, erklärt, dass sein Athletentum ihm nicht nur erlaubte, seine Stunts selbst auszuführen, sondern ihn auch für die Eigenheiten und für die Entwicklung seiner Figur inspirierte. „Vor der Verwandlung ist er sehr ungeschickt, wie ein enthusiastischer Teenager, der beim Joggen über seine eigenen Füße stolpert. Sobald er sich aber zum Wolf verwandelt, wird er extrem beweglich.“
Auch Jacobs Verhältnis zu Bella verändert sich. „Für mich ist die aufregendste Veränderung“, so Lautner, „dass Jacob nun die Chance hat, seine Beziehung zu Bella weiter zu entwickeln. Jacob wird die Sonne, die Bella erwachen lässt, sie zurück ins Leben bringt. Und das alles verliert Jacob wieder, als Edward zurückkehrt.“
Das Internet ist mittlerweile Schauplatz einer heftig geführten Debatte zwischen Team Jacob und Team Edward geworden. „Taylor hat eine Menge für das Team Jacob getan“, weiß Stephenie Meyer. „Diese ganze Rivalität zwischen dem Team Jacob und dem Team Edward gründet sich auf einen Jungentyp, für den man sich einfach interessieren kann. Müsste ich mich für ein Team entscheiden, würde das wahrscheinlich Team Jacob sein. Das passt besser zu mir. Glaubt man, dass man eine tiefe Freundschaft zu jemandem entwickeln und sich dann plötzlich verlieben kann, sollte man eigentlich Team Jacob angehören. Wenn man aber an die Liebe auf den ersten Blick glaubt und daran, den geheimnisvollen Mann in der Ecke stehen zu sehen, nun gut, dann schließt man sich besser Team Edward an.“
Die Wiederbegegnung mit den anderen Darstellern löste bei den Schauspielern nostalgische Gefühle aus und inspirierte sie. „Wir haben uns alle ziemlich verändert“, gibt Kristen Stewart zu. „Wir hatten uns ein Jahr nicht gesehen, aber einfach da weitergemacht, wo wir aufgehört hatten. Das fühlte sich ganz natürlich an.“
Taylor Lautner ergänzt, „dass der Erfolg von TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN den Aspekt der Cast-Reunion noch um eine Dimension erweitert hat: „Als wir TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN drehten, hatte keiner von uns eine Ahnung, wie groß das Ganze werden würde. Es ist wirklich sehr aufregend, wieder zurück im Team sein zu können.“
Vampire und Volturi
In einem kurzen, aber entscheidenden Auftritt richten die Cullens, die Familie der Vampire, Bellas Geburtstagsfeier aus. Dabei löst ein harmloser Papierschnitt eine gefährliche Kettenreaktion aus, die Edward zwingt, die Romanze zu beenden. Mit den Darstellern Ashley Greene, Peter Facinelli, Elizabeth Reaser, Nikki Reed, Kellan Lutz und Jackson Rathbone sind alle Mitglieder der Cullen-Familie wieder mit von der Partie.
„Wir sind eine richtige Familie geworden“, erklärt Nikki Reed. „Wir empfinden alle so große Leidenschaft für dieses Projekt, und meine Kolleginnen und Kollegen sind so smart und interessant. Mit ihnen wieder zusammenarbeiten zu können, ist einfach großartig. Wir können uns wirklich glücklich schätzen, dass wir diese Figuren durch mehrere Filme führen können. Wir alle sind Fans der Bücher, deshalb war es enorm befriedigend, etwas zum Leben erwecken zu können, das wir so lieben.“
Alice Cullen, erneut von Ashley Greene gespielt, kommt in diesem Kapitel der Geschichte nun voll zur Geltung. Ihre Zukunftsvisionen führen direkt zu Bellas verzweifelten Versuchen, Edward vor seinem törichten Selbstmordversuch zu bewahren. „Im Grunde ist Bella die beste Freundin von Alice“, beschreibt Greene ihre Rolle. „Sie will für Bella nur das Beste. Und das ist für Alice logischerweise, dass Bella zum Vampir wird und bei den Cullens bleibt. Sie respektiert Edwards Wunsch, Bella so lange wie nur möglich ein Leben als Mensch führen zu lassen. Aber Alice hat eine andere Zukunft vorausgesehen.“
Zwei Aspekte an Alice gefielen Greene besonders: ihre Vorliebe für schöne Kleidung und schnelle Autos. „Ich durfte die tollsten Outfits tragen“, schwärmt Greene. „Tish Monaghan, unsere Kostümdesignerin, fand diese großartigen Jacken und Mäntel. Einen weißen Seidentrenchcoat und eine gestreifte Jacke von Michael Kors. Diese wurden dann mit schwarzen Strumpfhosen, flachen Ballerinas und langen roten Handschuhen kombiniert. Einfach großartig, spleenig und damit typisch für Alice. Außerdem durfte ich diesen wunderbaren gelben Porsche durch kurvenreiche italienische Straßen steuern. Vor dem Dreh dieser Szene hatte ich eine einzige Fahrstunde. Zugegeben, ein paar Mal habe ich einige Häuser fast geschrammt.“
In NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE tauchen die Volturi zum ersten Mal auf. Sie kommen einem Adelsstand in der Vampirwelt am nächsten und sind eine treibende Kraft in den folgenden Teilen der Saga. Sie sind Hunderte von Jahren alt, unvorstellbar mächtig, stellen Gesetze für ihre Gemeinschaft auf und sorgen auch für deren Durchführung und Einhaltung. Aro ist ihr Anführer. Seinem Darsteller Michael Sheen ist diese Welt nicht fremd, spielte er doch bereits einen Werwolf, der in den UNDERWORLD-Filmen von Vampiren versklavt wurde. Doch Sheen enthüllt, dass es am Set noch jemand anderes gab, der einen Vampir und einen Werwolf in sich trug.
„In meinen Augen sah Chris Weitz wie eine Kreuzung von Vampir und Werwolf aus“, verdeutlicht Sheen seine These. „Zum einen hat er die fein geschnittenen Gesichtszüge eines Vampirs, zum anderen ist er so muskulös wie ein Werwolf. Es kam mir vor, als liefe eine großartige Kreatur aus der Mythologie auf dem Set herum.“
Für Aro entwickelte Sheen eine spezielle Stimme mit einer höheren Tonlage, viel klarer ausgeprägt als seine eigene. Weitz glaubt, dass dieser Tonfall möglicherweise ein Resultat früherer Gespräche über die Figur war: „Dieser Charakter ist 2000 Jahre alt. Englisch ist nicht seine Muttersprache, deshalb spricht er möglicherweise sehr artikuliert und kontrolliert. Er ist unglaublich kultiviert und liebenswert, aber auch extrem gefährlich.“
Unbewusste Vorbilder für Aros Stimme waren laut Michael Sheen die unheimlichen, psychedelischen, Musik hassenden und Farbe bleichenden Blaumiesen aus dem Animationsklassiker YELLOW SUBMARINE („Yellow Submarine“, 1967): „Es gab so einen Moment, wo ich plötzlich dachte ‚Oh, ich klinge ein bisschen wie die Blaumiesen’. Als Kind fand ich sie wirklich verstörend, deshalb hielt ich das für eine gute Sache.“
Alle Volturi sind sehr furchterregend, aber ihr furchteinflößendstes Mitglied ist vielleicht Jane – ein weiblicher Vampir mit süßem Unschuldsgesicht, der mit reiner Willenskraft Schmerzen zufügen kann und dies auch tut. Diese Rolle übernimmt Dakota Fanning. „Ich hatte bisher noch keine Gelegenheit, jemand Böses zu spielen“, sagt der Jungstar, „aber hier darf ich ein böses Mädchen oder besser, ein böser Vampir sein. Das hat großen Spaß gemacht. Außerdem war ich ein wirklich großer Fan der Bücher, hatte alle vier Bände in nur einer Woche gelesen. Das machte es so aufregend, Teil dieses Projekts zu werden.“
Mitverantwortlich für dieses Vergnügen war auch die körperliche Verwandlung. „Ich musste rote Kontaktlinsen tragen“, so Fanning. „Das war nicht nur cool, sondern veränderte buchstäblich alles, was ich vor Augen hatte. Und dann dieses weiße Make-up. Ich dachte eigentlich schon vorher, dass ich sehr blass war. Doch im Vergleich zu einem Vampir komme ich mir jetzt ziemlich sonnengebräunt vor.“
„Ungelogen, Dakota ist als Jane einfach gruselig und bösartig“, schwärmt Kristen Stewart, die Fanning bereits vor diesem Film kennen gelernt hatte. „Sie ist einer der eindrucksvollsten Menschen und Schauspielerinnen, die ich je getroffen habe. Sie besitzt wirklich eine Präsenz, die man besser nicht in Frage stellt. Und das erwartet man nicht, weil sie schließlich nur ein kleines Mädchen ist. Sie ist eine der besten Jungdarstellerinnen überhaupt, und es war sehr aufregend für mich, mit ihr zusammenarbeiten zu können.“
Das Wolfsrudel
Die Cullens sind eine Familie. Die Volturi auch, aber auf eine völlig andere Art. Und dann sind da noch die Werwölfe, die Chris Weitz eher als eine Bruderschaft definiert: „Aber nicht im Sinne einer Studentenverbindung wie Alpha Omega Chi“, erläutert der Regisseur. „Es ist ein Bruderbund, dessen Aufgabe es ist, seinen Stamm, dessen Land und auch die Menschen in seinem Umfeld zu beschützen, die nicht unbedingt verstehen, was sie da überhaupt tun.“
In der Story entwickelte sich das Wolfsrudel der Quileute als Schutz gegen die Vampire. Wesens- und Verhaltenszüge des Werwolfs bleiben so lange inaktiv, bis das Stammesland bedroht ist. Dann aber haben diejenigen, denen durch Bestimmung diese Rolle auferlegt ist, keine Wahl und auch kaum Kontrolle über ihre Verwandlung. In Wirklichkeit gibt es bei den Quileute keine Werwolftradition. Allerdings sagt die Legende, dass der Stamm auf Wölfe zurückgeht, die zu Menschen verwandelt wurden. Sogar der Stammesname, Quileute, ist von „Kwoli“, ihrem Wort für Wolf, abgeleitet.
Sam Uley, der ruhige, selbstsichere Anführer des Rudels, wird von Chaske Spencer verkörpert. Auch auf dem Set übernahm er die Führung und bekam deshalb von seinen Kollegen den Spitznamen „Alpha“ verpasst. „Als Sam spürte ich, dass ich mich um meine Jungs kümmern musste“, kommentiert Spencer. „Das war leicht, wir verbrachten viel Zeit miteinander, nicht nur vor der Kamera. Wir haben uns diese Figuren wirklich zu Eigen gemacht, waren eine echte Bruderschaft.“
Sam war der erste junge Mann seiner Generation, der die Verwandlung durchgemacht hatte und nun die anderen, die ihm folgten, führen muss. „Seine oberste Priorität ist der Schutz seiner Leute“, fährt Spencer fort. „Das ist sein Job. Ich glaube nicht, dass er ihn wirklich wollte, aber dafür wurde er eben auserwählt.“
Alle Mitglieder des Wolfsrudels werden von Schauspielern mit indianischen Wurzeln gespielt. Spencer selbst ist ein Lakota, ein Sioux. Bronson Pelletier, der Jared spielt, ist ein Cree-Metis, Kiowa Gordon, Darsteller von Embry Call, dagegen ein Hualapai, ein Yuma-Apache. Tyson Houseman, der Quill Ateara verkörpert, ist ein Cree, Alex Meraz schließlich, Darsteller von Paul, ein Purépecha, ein Tarasker.
Der kulturelle Hintergrund von Meraz spielte eine Schlüsselrolle dabei, wie er seine Rolle als Paul anlegte: „Beim Wolfsrudel kann man ein wenig erkennen, wie es ist, wenn man als Indianer im Reservat lebt. Das betrifft vor allem das Gefühl, dass sich die indigene Gemeinschaft als Familie betrachtet, so wie das auch das Wolfsrudel tut. Mein Stamm ist in Mexiko beheimatet“, führt Meraz weiter aus. „Dort war mein Großvater ein Schamane. Unsere Leute waren Fischer - wie auch die Quileute. Als Vorbereitung für mein Vorsprechen fragte ich im Gebet, ob es mir erlaubt wäre, ein Mitglied dieses Stammes zu spielen. Man muss den Menschen Respekt erweisen. Das betrifft die Vergangenheit genauso wie die Gegenwart und auch die Zukunft.“
Um für die Kampfszenen in körperlich guter Verfassung zu sein, mussten die Darsteller ein „Wolf-Camp“ hinter sich bringen und trainierten auch während der Dreharbeiten hart. „Sie haben viel Energie mit ans Set gebracht“, erinnert sich Kristen Stewart. „Ständig haben sie trainiert und das Wolfsgeheul geübt. Das brachte eine ganz frische Energie in den Film ein. Sie waren warmherzig, vergnügt und ausgelassen. Sie waren voller Leben, auf eine Art, wie es Vampire nie sein können.“
NEW MOON – Die Dreharbeiten
Die Dreharbeiten zu NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE begannen im März 2009 in Vancouver und endeten in Montepulciano, der berühmten toskanischen, von einer mittelalterlichen Stadtmauer umgebenen Kleinstadt. Die zwei Städte bilden einen starken Kontrast, hier die dunklen Nächte und geheimnisvollen tiefgrünen Wälder von British Columbia, dort die erdigen, polierten Farb- und Lichttönungen der Toskana. Der Look des Films wurde von beiden Schauplätzen inspiriert.
„Das Licht an der pazifischen Nordwestküste ist definiert von großer Streuung und Kälte“, erklärt Chris Weitz. „Und doch gibt es ein großes Spektrum von Farben, die wir zum Großteil auch für den Film nutzen wollten. Schatten waren auch von großer Bedeutung – der nächtliche Wald, die Schwärze der Depression. Das Licht in der Toskana ist völlig anders. Es gibt viel wärmere Töne, es ist buchstäblich sonniger, mit großen Farbtupfern durch die Kostüme. Auch die Architektur unterscheidet sich sehr. Montepulciano ist für seine Renaissance-Architektur bekannt, aber auch für seine Reste mittelalterlicher Stadtarchitektur.“
Um die Farb- und Lichtpalette des Films zu entwickeln, arbeitete Produktionsdesigner David Brisbin eng mit Chris Weitz zusammen. „Chris hatte ganz präzise Vorstellungen davon, wie diese Palette aussehen musste“, erklärt Brisbin. „Kernstück waren prä-raphaelitische Gemälde, die gesättigte Farben in natürlicher Umgebung hervorheben.“
„Ich liebe die klassischen Breitwandepen wie DR.SCHIWAGO („Dr. Zhivago“, 1965) und BARRY LYNDON („Barry Lyndon“, 1975)“, gesteht Chris Weitz. „Ich dachte auch darüber nach, welche Art von Malerei Sinn für diese Welt machen würde. Meiner Ansicht nach waren das die erzählerische Malerei und die Arbeiten der Prä-Raphaeliten. Beiden Richtungen gemeinsam ist eine starke Betonung von Story, Gefühl, Liebe und Verlust, Liebeskummer und Verlangen. Diese Gemälde waren die Begleiter von Tennyson und jener ganzen Epoche der Sentimentalität. Sie standen auch für ein Wiederaufleben einer Edelstein-getönten Farbpalette und für einen Umgang mit Farbe, der sich mir erschloss und sich vom ersten Film unterscheiden würde, aber dem Geist des zweiten Buchs treu bleiben würde.“
Brisbins eklektische Vita weist ihn selbst als eine Art Renaissance-Mann aus, der in einzigartiger Weise für diese Aufgabe qualifiziert war. Als junger Mann erhielt Brisbin das Henry-Luce-Stipendium, um in Asien zu studieren. Dort arbeitete er dann als TV-Reporter, berichtete vom Sturz des Marcos-Regimes auf den Philippinen. Ursprünglich ausgebildet als Architekt, wurde er Praktikant des bekannten amerikanischen Architekten Robert Venturi, der Berühmtheit erlangte, als er Mies van der Rohes Motto durch seine Aussage „Less is a bore“ („Weniger ist langweilig“) auf den Kopf stellte.
„Im Kern dreht sich in diesem Film alles um eine Romanze“, sagt Brisbin. „Klar, es ist ein Vampirfilm, aber in Wirklichkeit eine Liebesgeschichte. Meine ganze Vorstellung vom Produktionsdesign gründet sich auf dem Geschichtenerzählen. Ich kümmere mich darum, dass das Drama, das Schauspieler und Regisseur gemeinsam vor die Kamera zu bringen versuchen, in ein Umfeld eingebettet ist, das für die erzählte Geschichte perfekt ist.“
In Stephenie Meyers Buch residieren die Volturi in der italienischen Kleinstadt Volterra, die es auch tatsächlich in der Toskana gibt. „Es gab große Diskussionen, bis wir uns für Montepulciano als unser Volterra entschieden hatten“, erinnert sich Brisbin. Chris wollte sich in der Erschaffung der Welt von Volterra von alter Architektur leiten lassen. Tatsächlich ist Montepulciano eine mittelalterliche Stadt. Die große Piazza und das Rathaus gaben ihm die Möglichkeit, eine symmetrische Einstellung drehen zu können. Und das war so ziemlich genau der Grund, warum wir am Ende in Montepulciano gelandet sind.“
Meyers Beschreibung von Volterra und der Festung der Volturi bot eine solide Basis für Brisbins Arbeit. „Wenn es so etwas wie eine spezifische Schreibweise für einen Roman mit einem Auge für das Produktionsdesign gibt, dann ist Stephenie Meyers Volterra ein sehr gelungenes Beispiel dafür. Sie hat eine Welt erschaffen, in der Architektur zur Geschichte beiträgt. Die Volturi“, fährt Brisbin fort, „halten Hof in einer kreisförmigen Halle, die fast einem Strudel ähnelt. In der Mitte befindet sich ein Abfluss für das Blut, für den Fall, dass das Gefährlichste überhaupt eintritt. Sie hat dafür einen endlosen Korridor ausgemalt, den wir relativ problemlos mit Digitaltechnik erschaffen konnten. Das Design dieser Räume reflektiert die Stellung des Einzelnen in der Welt, die Erfahrung, die man macht, wenn man sich durch diese Welt bewegt.“
Der Produktionsdesigner ließ sich dabei von bekannten Beispielen toskanischer Architektur anregen. „Wir haben kein bestimmtes architektonisches Vorbild kopiert, aber wir griffen auf das Motiv von grünen Streifen zurück, das man in grünem und weißem Marmor in verschiedenen toskanischen Kathedralen und Kirchen finden kann. In der Toskana gibt es eine Fülle von Beispielen für die Architektur des Mittelalters und der Renaissance, der eine Periode von überladener Nouveau-Riche-Architektur folgte. Das alles stellte für uns eine sehr reichhaltige Inspirationsquelle dar.“
Aufgabe von Kostümdesignerin Tish Monaghan war es, die Sets mit kunstvollen und aufwändigen Kostümen für die Volturi zu ergänzen, deren Look buchstäblich Jahrhunderte widerspiegelt. „Chris ging es vor allem darum, die große Eleganz der Volturi herauszustellen“, erläutert Monaghan. „Wir schauten uns das 18.Jahrhundert genau an und wählten einen Schnitt, der sich etwa um 1790 entwickelte – einen Look, der sich durch Betonung von Länge und Schlankheit auszeichnete.“
„Wir wollten im Farbspektrum arbeiten, das David und Chris entwickelt hatten“, fährt Monaghan in ihren Ausführungen fort. „Aber zwischen dem 18. und dem 21.Jahrhundert gab es diesbezüglich große Veränderungen. Die Charaktere begegnen sich im 21.Jahrhundert, aber in Rückblenden sehen wir sie auch im 18.Jahrhundert. Für die Szenen im 21.Jahrhundert versuchten wir sie so düster wie möglich zu kleiden. Am düstersten sollte dabei Aro wirken, denn er besitzt die größte Macht von allen. Für die Szenen um 1790 herum kehrte ich das Ganze um und versuchte Aro so leuchtend wie möglich erscheinen zu lassen. Denn dann können wir ihn an der Spitze der dreiseitigen Farbpalette wahrnehmen, womit er naturgemäß ins Zentrum der Hierarchie rückt und die anderen als seine Höflinge erscheinen müssen.“
Der exotische Volturi-Kult wurde mittels traditioneller Filmtechniken in einer altertümlichen Welt inszeniert. Die Erzfeinde der Volturi aber, die Werwölfe des alten Quileute-Stammes, wurden mit hochmoderner Technologie aus dem 21.Jahrhundert auf die Leinwand gebracht. „Eine der wichtigsten Neuzugänge in der Welt dieser Fortsetzung sind die digital animierten Figuren“, erläutert Produzent Wyck Godfrey. „Computeranimation war der einzige Weg, die Wölfe in Pferdegröße auf die Leinwand zu bringen, wie Stephenie sie in ihren Büchern beschrieben hatte.“
Regisseur Weitz brachte Susan MacLeod als Effects Supervisor zu dem Projekt, nachdem er bereits bei DER GOLDENE KOMPASS („The Golden Compass“, 2007) mit ihr zusammengearbeitet hatte. „Wir verstanden uns sehr gut“, sagt MacLeod. „Als er mich fragte, ob ich mich ihm bei diesem Projekt anschließen wollte, sagte ich sofort zu. Die Wölfe sind wahrscheinlich die sexiesten Geschöpfe im Drehbuch.“ Kreiert wurden die Wölfe für NEW MOON schließlich vom Tippett Studio, das Phil Tippett, ein Pionier der visuellen Effekte, gegründet hatte. „Für uns war das sehr spannend, einen Look für sie zu entwickeln, der für die ganze Saga Bestand haben würde,“ so MacLeod. „Dabei versuchten wir, so nah wie möglich an den Beschreibungen der Romanvorlage zu bleiben. Dort nennt man sie zwar Werwölfe, aber es sind eben nicht diese stereotypen zweibeinigen Kreaturen, bei denen plötzlich Haare aus Fingerspitzen und Gesichtern herausschießen. Sie verwandeln sich sehr elegant vom Mensch zum vierbeinigen Wolf.“
„Jeder, der die Bücher gelesen und sich in das Team Jacob verliebt hat, will unbedingt sehen, wie wir diese Herausforderung bewältigt haben“, fährt MacLeod fort. „Es ist keine Animation, sie sehen wie echte Wölfe aus. Wir begannen damit, die Schauspieler noch vor Anfang der Dreharbeiten digital für die Arbeit mit dem Computer einzuscannen, damit wir sie dann mitten in einer Einstellung in Wölfe verwandeln konnten.“ Dieser Prozess erwies sich zumindest für die Schauspieler als überraschend einfach. „Ich habe erwartet, in einem mit kleinen Kontakten übersäten grünen Anzug zu stecken“, blickt Alex Meraz, der Paul spielt, zurück. „Tatsächlich stand ich aber nur auf einer Apfelkiste und wurde von oben bis unten von dieser großen Maschine abgetastet. Und das war es dann schon. Ich konnte alles auf dem Monitor beobachten, mein ganzer Körper war dort zu sehen, ein perfekter Scan. Ich war total verblüfft, wie schnell das Ganze ging. Am besten lässt sich diese Transformation mit Popcorn vergleichen. Das Bild platzt einfach heraus und schon ist der Wolf da.“
Für das Effekte-Team war das aber erst der Anfang. „Wir haben die Wölfe komplett im Computer erschaffen“, erklärt Susan MacLeod. „Begonnen haben wir mit einem Skelett mit beweglichen Gelenken, die animiert werden konnten. Darauf legten wir dann Muskeln, die sich beugen und biegen konnten. Darüber dann eine Schicht Haut und Fell. Sie sollten wie echte Wölfe aussehen und sich bewegen, nichts Menschenähnliches an sich haben.“
„Die Leute vom Tippett Studio besuchten sogar einen Wildpark mit Wölfen“, erzählt MacLeod. „Sie haben eine Menge Videomaterial dort gedreht und alles, was sie an Bildern im Internet gefunden hatten, zusammengetragen. Wölfe sind faszinierende Tiere, weshalb es relativ leicht fällt, stundenlanges Videomaterial von ihnen anzuschauen.“
Um den Schauspielern während der Dreharbeiten Referenzpunkte zu geben, wurden Wolfsattrappen in den verschiedensten Größen und Formen benutzt. „Einige davon waren ausgestopft, absolut dreidimensional“, so MacLeod weiter. „Andere waren Pappfiguren in voller Größe, die haltbarer waren und exakt für die Einstellungen positioniert werden konnten. So konnten wir Vorlagen für die Animatoren drehen, damit sie dann die Wölfe richtig ins Bild setzen konnten. Wir haben auch Felle benutzt, denn wir wollten die digitalen Wölfe so beleuchten, dass sie sich nahtlos ins Bild einfügten.“
TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN war hauptsächlich an Originalschauplätzen in Portland, Oregon gedreht worden. Für die Fortsetzung aber zog es die Filmemacher weiter nördlich, nach Vancouver in British Columbia. „Für das Studio wie auch für die Fans war es wichtig, dass dieser Lebensabschnitt von Bella mit dem ersten Abschnitt in ihrem Leben, den sie bereits kennen, in Einklang steht. Konkret bedeutete das für Bellas Haus“, so Produktionsdesigner Brisbin, „dass seine Außenansichten wie auch seine Innenräume genau wie im Vorgänger aussehen mussten. Wir haben geradezu zwanghaft die Originalschauplätze studiert wie auch das ganze Material aus dem ersten Film.“
Manchmal aber entschloss sich das Designteam, bestimmte architektonische Veränderungen vorzunehmen, wenn es die Handlung erforderte. „Wenn man sehr sehr genau hinsieht“, so Brisbin, „kann man beim ersten Haus für einen kurzen Augenblick die seitliche Fassade sehen. Und ein Erkerfenster gibt es da nicht. Das aber erfordert diese große Szene, in der Jacob wie in einem Hindernislauf durch ihr Fenster springt. Schließlich ist das eine der wichtigsten Szenen mit den beiden. Dafür hat es sich, alleine schon aus erzähltechnischen Gründen gelohnt, vom alten Schema abzuweichen.“
Das Haus der Cullens stellte das Team vor ganz andere Herausforderungen. „Im ersten Film sieht man ihr Haus sehr deutlich von außen. Man sieht das Treppenhaus an der Vorderseite, miteinander verbundene Räume, auch Edwards Zimmer und die Küche. Der Hauptteil unserer Arbeit konzentrierte sich auf die anderen Räumlichkeiten des Hauses. Wir schufen zusätzliche Zimmer, die sich wie in einem Puzzle in das Vorgegebene einpassen mussten.“
Die letzte Aufgabe des Produktionsdesigners bestand schließlich darin, zwei Häuser zu erbauen, in denen sich das Leben des Wolfsrudels abspielen würde. „In TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN gab es die Häuser von Jacob und Emily nicht“, führt Brisbin weiter aus. „Wir haben das Buch genau studiert und leidenschaftlich diskutiert, was wir verändern könnten. Im Buch ist Jacobs Haus rot. Wir fanden schließlich diesen fantastischen Drehort, der so mit dem Wald verbunden war, dass man glauben konnte, gleich hinter den Bäumen würde das Leben der Wölfe beginnen. Alles wirkte perfekt. Mit einer Ausnahme. Das Haus war grün.“
„Es war uns wichtig, das Rot von Jacobs Haus zu erhalten“, erzählt Brisbin weiter. „Schließlich hatte es diese Farbe bereits im Buch, und das gefiel uns. Am Ende haben wir alles rot gestrichen, um der Vorlage gerecht zu bleiben.“ Das Haus, in dem Sam Uleys Freundin, Emily wohnt, wurde nach den Vorstellungen von Weitz designt. „Für ihn“, so Brisbin, „repräsentiert Emily Trost in der Welt des Wolfsrudels. Sie sind voller Dynamik, etwas verrückt, rennen herum und verwandeln sich zum Wolf und wieder zurück. Aber dann gibt es diesen Ort, der Ruhe vermittelt, zum Nachdenken einlädt, der ihre Zuflucht ist. Wir haben einen versteckten Platz im Wald gesucht, der diese zarte weibliche Leichtigkeit vermittelt.“
„Der Eigentümer hatte das Haus mit 17 Jahren gebaut. Meiner Ansicht nach begründet sich diese majestätische Waldaura zum Teil dadurch, dass dieses Haus wirklich von einem 17-Jährigen als eine in seinen Augen perfekte Waldhütte gebaut wurde. Ich glaube, dass er relativ schnell nach der Errichtung des Hauses die Frau geheiratet hat, mit der er auch heute noch zusammen ist. Es war ihr gemeinsames Haus für eine lange, lange Zeit. Letztendlich sind sie dem Haus entwachsen. Aber es war für beide sehr schmerzhaft und schwierig, das Haus nach gemeinsamer Entscheidung dann zu verlassen, denn es ist einfach ein magischer Ort.“
Diese Sorgfalt im Detail und die Loyalität gegenüber dem geschriebenen Wort und dem Geist von Stephenie Meyers „Twilight“-Saga haben den ganzen Produktionsprozess geprägt, dessen ist sich Regisseur Weitz sicher: „Wenn man die Charaktere und die Romanze von TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN wie auch das Übernatürliche geliebt hat, dann findet man das alles und noch vieles mehr auch in NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE. Hier erweitert sich diese Welt, öffnet sich einer größeren Mythologie, die schließlich Brücke zwischen TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN und dem dritten Kapitel ECLIPSE - BISS ZUM ABENDROT („The Twilight Saga: Eclipse“) werden wird.
DIE SCHAUSPIELER
Kristen Stewart (Bella)
Mit ihrer herausragenden Darstellung von Jodie Fosters Tochter in David Finchers Thriller PANIC ROOM („Panic Room“, 2002) erregte Kristen Stewart erstmals weltweite Aufmerksamkeit. In den deutschen Kinos sah man sie zuletzt an der Seite von Jesse Eisenberg in Greg Mottolas Coming-of-Age-Komödie ADVENTURELAND („Adventureland“, 2009). Davor glänzte sie im Drama THE CAKE EATERS (2007), dem Regiedebüt von Schauspielerin Mary Stuart Masterson. Zu ihren aktuellen Projekten zählen unter anderem Jake Scotts Drama WELCOME TO THE RILEYS (2009) mit James Gandolfini, sowie Floria Sigismondis Rock’n’Roll-Biografie THE RUNAWAYS, die sich Joan Jetts gleichnamiger Girl-Group der Siebzigerjahre annehmen wird – mit Stewart in der Rolle von Joan Jett.
Zu ihren weiteren wichtigen Filmen gehören Sean Penns Drama INTO THE WILD („Into the Wild“, 2007), Udayan Prasads, mit Maria Bello und William Hurt besetztes Independent-Road Movie DAS GELBE SEGEL („The Yellow Handkerchief“, 2008), außerdem Doug Limans Fantasythriller JUMPERS („Jumpers“, 2008), Barry Levinsons Satire INSIDE HOLLYWOOD („What Just Happened“, 2008), Jon Kasdans Regiedebüt IN THE LAND OF WOMEN (2007), Danny und Oxide Pangs Horrorfilm THE MESSENGERS („The Messengers”, 2007), Jon Favreaus Jugendfilm ZATHURA – EIN ABENTEUER IM WELTRAUM („Zathura“, 2005), Griffin Dunnes Drama FIERCE PEOPLE – JEDE FAMILIE HAT IHRE GEHEIMNISSE („Fierce People“, 2005), Bart Freundlichs Jugendkrimi MISSION POSSIBLE – DIESE KIDS SIND NICHT ZU FASSEN („Catch That Kid“, 2004), David Gordon Greens Familiendrama UNDERTOW – IM SOG DER RACHE („Undertow“, 2004), Mike Figgis’ Thriller COLD CREEK MANOR – DAS HAUS AM FLUSS („Cold Creek Manor“, 2003), Rose Troches Familiendrama THE SAFETY OF OBJECTS (2001) sowie das TV-Drama „Speak“.
Robert Pattinson (Edward Cullen)
Shootingstar Robert Pattinson machte als 19-Jähriger erstmals in der Filmbranche Schlagzeilen, als er in Mike Newells HARRY POTTER UND DER FEUERKELCH („Harry Potter and the Goblet of Fire“, 2005) für die Rolle des Cedric Diggory besetzt wurde, Hogwarts offiziellen Vertreter beim Triwizard Tournament. In einer Rückblende war Pattinson in gleicher Rolle auch in David Yates’ Fortsetzung HARRY POTTER UND DER ORDEN DES PHÖNIX („Harry Potter and the Order of the Phoenix“, 2007) zu sehen.
Seine Laufbahn als Schauspieler hatte der Brite in Uli Edels TV-Mehrteiler „Die Nibelungen“ begonnen. Er verkörperte darin neben Stars wie Benno Fürmann und Samuel West den Giselher. Außerdem wirkte er in Oliver Irvings Dramödie HOW TO BE – DAS LEBEN IST KEIN WUNSCHTRAUM („How to Be“, 2008) mit, die beim Slamdance Film Festival die Ehrung „Special Honorable Mention for Narrative Feature“ erhielt. Außerdem überzeugte Pattinson in der Rolle des jungen Salvador Dalí in Paul Morrisons Drama LITTLE ASHES (2008). Schließlich stand Pattinson unlängst mit Emilie de Ravin, Pierce Brosnan und Chris Cooper für Allen Coulters romantisches Drama REMEMBER ME vor der Kamera, das Anfang 2010 in die amerikanischen Kinos kommen soll.
Auch für das britische Fernsehen übernahm Pattinson Rollen, so als Royal-Airforce-Pilot im BBC-Drama „The Haunted Airman“. Schließlich sammelte er auch auf der Bühne Erfahrungen als Mitglied der Barnes Theatre Group, etwa in der Hauptrolle von Thornton Wilders Drama „Unsere kleine Stadt“ („Our Town“). Zu seinen anderen Theaterengagements zählen Cole Porters Musical „Anything Goes“, die Thomas-Hardy-Adaption „Tess of the D’Urbevilles“ sowie Shakespeares „Macbeth“, aufgeführt am OSO Arts Centre.
Taylor Lautner (Jacob)
Mit 13 Jahren feierte Taylor Lautner sein Filmdebüt und übernahm die Rolle des Sharkboy in Robert Rodriguez’ Familienfilm DIE ABENTEUER VON SHARKBOY UND LAVAGIRL („The Adventures of Sharkboy and Lavagirl 3-D“, 2005). Nach diesem Durchbruch ergatterte er innerhalb weniger Monate auch eine Rolle in Adam Shankmans Komödienfortsetzung IM DUTZEND BILLIGER 2 – ZWEI VÄTER DREHEN DURCH („Cheaper by the Dozen 2“, 2005). Er spielte den Sohn von Steve Martins Rivalen Jimmy Murtaugh, verkörpert von Eugene Levy.
Lautner wurde 1992 in Grand Rapids, im Bundesstaat Michigan geboren. Mit sechs Jahren nahm er erstmals Karateunterricht und gewann bereits ein Jahr später die ersten Turniere. Bald lud ihn der siebenmalige Karateweltmeister Mike Chat zum Training ein. Mit acht Jahren nahm er an der Weltmeisterschaft der World Karate Association teil, wurde „Junior World Champion Weapons and Forms“ und gewann drei Goldmedaillen. 2003, mit 11 Jahren, führte er bereits mehrere Wettkampfkategorien des Kampfsports weltweit als Nummer eins an und eroberte im nächsten Jahr als Träger eines Schwarzen Gürtels drei Junior World Championships.
Interesse an der Schauspielerei verspürte Lautner erstmals als Siebenjähriger, nachdem ihn sein Kampfsportlehrer überzeugt hatte, in Los Angeles für einen Werbespot von Burger King vorzusprechen. Drei Jahre später fasste seine Familie den schweren Entschluss nach Los Angeles umzuziehen, damit Lautner sich dort regelmäßig für Engagements vorstellen konnte. So kam er schließlich zu TV-Rollen in der Sitcom „My Wife and Kids“, in „The Bernie Mac Show“, in der Familienserie „Summerland“ sowie in „The Nick and Jessica Variety Show“.
Außerdem hat sich Lautner als Sprecher in TV-Zeichentrickprogrammen einen Namen gemacht: Er sprach mehrfach die Rolle des Youngblood in „Danny Phantom“ und war in zwei Folgen von „What’s New, Scooby-Doo?“ und „Charlie Brown“ zu hören.
Ashley Greene (Alice)
Nachdem sie bereits in Catherine Hardwickes TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN („Twilight“, 2008) als Alice Cullen zu sehen war, fällt Ashley Greene in der Fortsetzung NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE („The Twilight Saga: New Moon“, 2009) noch größere Bedeutung in ihrer Rolle zu. Stephenie Meyers „Twilight“-Saga erzählt in bisher vier Bänden eine Liebesgeschichte zwischen Mensch und Vampir und entwickelte sich zu einem kulturellen Phänomen, das durch den riesigen Erfolg des ersten Films sogar noch verstärkt wurde.
Nach TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN übernahm Greene die Titelrolle in Lee Gordon Demarbres Suspensethriller SUMMER’S BLOOD („Summer“, 2009). Sie verkörperte eine junge Frau, die auf der Suche nach ihrem biologischen Vater einer Familie von psychopathischen Killern in die Hände fällt und als Geisel in deren Keller gefangen gehalten wird. Außerdem hat Greene einen Kurzauftritt als Kevin Spaceys Sekretärin in Jonas Pates Drama SHRINK (2009), das Sommer 2009 in die amerikanischen Kinos kam.
Darüber hinaus spielte sie mit in Tony Krantz’ Independentproduktion OTIS (2008), Irwin Winklers Drama HOME OF THE BRAVE („Home of the Brave“, 2006) und in Mike Cahills Komödie KING OF CALIFORNIA („King of California“, 2007). Außerdem stand sie zuletzt in John Alan Simons Philip-K.Dick-Adaption RADIO FREE ALBEMUTH vor der Kamera, in der die Geschichte alternative Wege geht und der fiktive korrupte Politiker Ferris F. Fremont in den Sechzigerjahren US-Präsident wird.
Zu ihren TV-Engagements zählen Rollen in den Hit-Serien „Shark“ („Shark“) und „Crossing Jordan“ („Crossing Jordan“), sowie in der Soap „Desire“, wo sie in mehreren Folgen die Renata spielte, als auch ein Auftritt in der Serie „MADtv“.
Im August 2009 wurde Greene mit dem „Teen Choice Fresh Faces Award“ ausgezeichnet – eine Ehrung für die populärste aufstrebende Jungdarstellerin in Hollywood. Greene repräsentiert als Sprecherin auch die amerikanische Organisation „DonateMyDress.org“, die Teenagern aus ärmeren Familien kaum benutzte Kleider für den Abschlussball an der High School zur Verfügung stellt.
Sport betreibt Greene mit Leidenschaft und auch wettkampfmäßig. So nahm sie an Cheerleading- und Tanzwettbewerben teil, war als Kind und Jugendliche Mitglied der Schwimm-, Tauch- und Volleyballteams ihrer Schulen. Derzeit gehören Tae Kwon Do und Surfen zu den Lieblingssportarten von Greene, die in Los Angeles wohnt.
Rachelle Lefevre (Victoria)
Nach ihrem Auftritt im Blockbuster TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN („Twilight“, 2008) ist die Kanadierin auch in NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE („The Twilight Saga: New Moon“, 2009) in der Rolle der Victoria zu sehen. Sie setzt darin als skrupelloser weiblicher Vampir mit flammenden Haaren ihren Rachefeldzug gegen die von Kristen Stewart verkörperte Heldin, Bella fort.
Demnächst wird Lefevre an der Seite von Oaul Giamatti in BARNEY’S VERSION zu sehen sein. Regie führte Richard J. Lewis. In dieser Adaption von Mordecai Richlers bekanntem Roman, der in Deutschland unter dem Titel „Wie Barney es sieht“ erschienen ist, wird die Geschichte von Barney (Paul Giamatti) erzählt, der für immer von den drei Ehefrauen seines Lebens verändert wurde. Lefevre übernimmt dabei die Rolle seiner ersten Ehefrau Clara, einer jungen, von Sorgen erfüllten feministischen Poetin. Zu ihren weiteren prominenten Filmpartnern zählen Dustin Hoffman, Minnie Driver, Scott Speedman und Rosamund Pike.
Außerdem übernahm Lefevre an der Seite von Kevin Spacey und Barry Pepper eine Nebenrolle in George Hickenloopers Thriller CASINO JACK, der die wahre Geschichte des in Ungnade gefallenen Washingtoner Lobbyisten Jack Abramoff auf die Leinwand bringt. Ein Skandal, der in Washington als der größte seit Watergate gilt. Lefevre ist dabei als Emily Miller zu sehen, die ehemalige Pressesekretärin von Tom Delay und sitzengelassene Ex-Verlobte von Abramoffs Geschäftspartner Michael Scanlon, von der viele vermuten, dass sie bei diesem Skandal die erste und wichtigste FBI-Quelle gewesen war. In weiteren Rollen sind neben Spacey und Pepper auch Kelly Preston und Jon Lovitz vertreten.
Die Kanadierin war nach Los Angeles gezogen, nachdem sie die weibliche Hauptrolle in der Sitcom „Life on a Stick“ ergattert hatte. Hier spielte sie Lily, laut Lefevre ein „smarter Freigeist und ein wildes Mädchen“. Auf diesen Einstieg ließ Lefevre eine erfolgreiche TV-Karriere folgen. In fünf Folgen der Serie „Swingtown“ verkörperte sie die ehrgeizige Börsenbotin Melinda, die in den Siebzigerjahren um ihren Platz in einem von Männern dominierten Berufsfeld kämpft und schließlich dafür sorgt, dass die von Jack Davenport gespielte Hauptfigur Jack seiner Ehefrau untreu wird. Jacks Ehefrau wird verkörpert von Molly Parker. Ebenfalls über mehrere Episoden hinweg war sie in der hoch gelobten Anwaltsserie „Boston Legal“ („Boston Legal“) als Dana Strickland zu sehen, für die Jerry, einer der Kanzleianwälte, entflammte. Diese Rolle hatte David E. Kelly, Mastermind dieses Serienhits, extra für sie geschrieben.
Sommer 2009 flimmerte Lefevre mit der Miniserie „The Summit“ über die amerikanischen Bildschirme. In diesem Politthtriller über einen geplanten Terroranschlag beim G8-Gipfel in Toronto spielte sie die Aktivistentochter des von Bruce Greenwood verkörperten kanadischen Premierministers, die nach einem Anschlag dem Pockenvirus ausgesetzt ist und damit die Gesundheit von jedem Gipfelteilnehmer gefährdet. Überzeugen konnte Lefevre auch als selbstbewusste Stripperin Heather, die in der zweiten Staffel der Beziehungsserie „What About Brian“ das Herz von Hauptdarsteller Matthew Davis erobert. Lefevres aktuellste TV-Rolle ist in der neuen Anwaltsserie „The Deep End“ zu verfolgen. Hier ist sie als Anwaltsgehilfin hin- und hergerissen zwischen dem neuen Mitarbeiter Dylan, gespielt von Matt Long, und Kanzleipartner Cliff, der von Billy Zane verkörpert wird.
Auf der großen Leinwand hat Lefevre bereits die unterschiedlichsten Figuren mit Leben erfüllt. Im Sommer 2009 startete in den US-Kinos J.B. Rogers’ Komödie POOL BOYS (2009) – ein Remake von Paul Brickmans Komödienklassiker LOCKERE GESCHÄFTE („Risky Business“, 1983), das von Warren Zide, Produzent von AMERICAN PIE („American Pie“, 1999), produziert wurde. An der Seite von Matthew Lillard und Tom Arnold spielt sie hier die Klartext redende Hostess Laura, die einen Sommer lang Bordellchefin wird. Ein ziemlicher Kontrast dazu war Lefevres Rolle in FUGITIVE PIECES (2007). In dieser von Jeremy Podeswa inszenierten, mit Stephen Dillane und Rosamund Pike besetzten Adaption von Anne Michaels’ internationalem Bestseller ist Lefevre als junge, lebhafte Jüdin Naomi zu sehen, deren Ehe von den Wunden, die der Holocaust hinterließ, schwer in Mitleidenschaft gezogen wird. Produziert wurde der Film von Robert Lantos, der bereits David Cronenbergs Erfolgsfilm TÖDLICHE VERSPRECHEN („Eastern Promises“, 2007) produziert hatte.
Privat engagiert sich die Schauspielerin mit großer Leidenschaft für die Organisation „School on Wheels“, die Bildungsdefizite bekämpft, sowie für die „Susan G Komen Foundation“ – hier als Botschafterin für die Heilung von Brustkrebs. Bergsteigen, Reiten und Tauchen zählen zu ihren großen Hobbys, wie auch das Reisen.
Billy Burke (Charlie)
Billy Burke ist ein wandelbarer und faszinierender Schauspieler, hoch gelobt und erfolgreich mit Auftritten in Kinofilmen und TV-Projekten. Wie schon in Catherine Hardwickes Hit TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN („Twilight“, 2008), übernimmt er auch in NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE („The Twilight Saga: New Moon“, 2009) die Rolle von Bella Swans Vater Charlie. Auch im dritten Teil der Reihe, ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT („The Twilight Saga: Eclipse“) wird er diese Rolle verkörpern.
Vor seinem Ausflug in die Vampirwelt jagte er an Diane Lanes Seite als FBI-Agent einen Serienkiller in Gregory Hoblits Thriller UNTRACEABLE („Untraceable“, 2008) und hatte ein Jahr zuvor bereits in Hoblits Thriller DAS PERFEKTE VERBRECHEN („Fracture“, 2007) mitgewirkt. Hier an der Seite von Anthony Hopkins und Ryan Gosling. In einem gänzlich anderen Genre, in Robert Bentons romantischem Drama ZAUBER DER LIEBE („Feast of Love“, 2007), spielte er schließlich neben Morgan Freeman und Greg Kinnear einen verheirateten Mann, der mit Radha Mitchell eine Affäre hatte.
Zu Burkes weiteren Filmen zählen Independentproduktionen wie die mit John Savage besetzte Thriller THE GRIFT (2008, Regie: Ralph E. Portillos) und Andrew Sheas Thriller FORFEIT (2007) mit Sherry Stringfield in der weiblichen Hauptrolle. Letzterer wurde auf dem South By Southwest Film Festival uraufgeführt. Nicht zu vergessen Jordan Bradys Kultkomödie DILL SCALLION (1999), die mit Peter Berg, Henry Winkler und Lauren Graham in weiteren zentralen Rollen seine Premiere beim Sundance Film Festival feierte. Daneben war Billy Burke auch in großen Studioproduktionen zu sehen, so mit Joaquin Phoenix und John Travolta in Jay Russells Drama IM FEUER („Ladder 49“, 2004); mit Morgan Freeman in Lee Tamahoris Entführungsthriller IM NETZ DER SPINNE („Along Came a Spider“, 2001); sowie mit Billy Crudup in Robert Townes Sportlerbiografie WITHOUT LIMITS (1998).
Im Fernsehen beeindruckte er unter anderem mit einem beunruhigenden Auftritt in sechs Folgen der zweiten Staffel des Thrillerhits „24“, sowie mit der für ABC realisierten Therapeutenserie „Wonderland“, für die Peter Berg als Autor und Regisseur mitverantwortlich zeichnete.
Peter Facinelli (Carlisle)
Dank vieler überzeugender und markanter Darstellungen gehört Peter Facinelli zu den gefragtesten Schauspielern Hollywoods. In NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE („The Twilight Saga: New Moon“, 2009) spielt er nach TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN („Twilight“, 2008) ein zweites Mal die begehrte Rolle des Patriarchen des Cullen-Clans. Er steht seit August 2009 auch für den von David Slade inszenierten dritten Teil der Reihe, ECLIPSE –- BISS ZUM ABENDROT („The Twilight Saga: Eclipse“) als Carlisle Cullen vor der Kamera.
Einen weiteren großen Erfolg verbuchte Facinelli unlängst auch im Fernsehen: Er spielt eine Hauptrolle in „Nurse Jackie“, dem neuen, mit Emmy®-Preisträgerin Edie Falco besetzten Komödienhit des Kabelsenders Showtime. Die halbstündige Comedyserie mit Facinelli in der Rolle von Dr. Cooper, einem attraktiven, höchst erfolgreichen Arzt, der von einer schrulligen Variante des Tourette Syndroms geplagt wird, soll demnächst mit einer zweiten Staffel fortgesetzt werden.
Starken Eindruck machte der New Yorker Schauspieler auch in der preisgekrönten Justizserie „Damages – Im Netz der Macht“ („Damages“). In acht Folgen spielte er die wichtige Rolle von Gregory Malina, einem entscheidenden Zeugen von Anwältin Patty Hewes (Glenn Close) in ihrem Fall gegen den undurchsichtigen, von Ted Hanson gespielten Milliardär Arthur Frobisher. Seine unbestreitbare Wandelbarkeit unterstrich Facinelli auch mit seiner Hauptrolle in der sexy Krimiserie „Fastlane“ („Fastlane“), die von Regisseur und Produzent McG entwickelt wurde, sowie als beliebter, erfolgreicher Kunststudent und Freund von Lauren Ambroses Figur Claire in einigen Folgen der Familienserie „Six Feet Under – Gestorben wird immer“ („Six Feet Under“). Mit seinen Kolleginnen und Kollegen wurde Facinelli 2005 in der Kategorie „Outstanding Performance by an Ensemble in a Drama Series“ für einen Screen Actors Guild Award nominiert.
Vielseitigkeit bewies Facinelli auch im Kino. Zuletzt war er als Freund von Brittany Snow in Peter Tolans Komödie FINDING AMANDA (2008) zu sehen, die mit Matthew Broderick in einer weiteren zentralen Rolle beim Tribeca Film Festival uraufgeführt wurde. Außerdem wirkte er an der Seite von Dwayne „The Rock“ Johnson mit in Chuck Russells Action-Fantasyhit THE SCORPION KING („The Scorpion King“, 2002) und neben Drew Barrymore auch in Penny Marshalls Drama UNTERWEGS MIT JUNGS („Riding in Cars With Boys“, 2001). Hoch gelobt wurde er schließlich für seine Darstellung des jungen Vertreterkollegen von Danny DeVito und Kevin Spacey in John Swanbecks Dramödie THE BIG KAHUNA – EIN DICKER FISCH („The Big Kahuna“, 1999). Dieser Film wurde beim Sundance Film Festival und beim Film Festival von Toronto erstmals Presse und Publikum gezeigt.
Zu seinen weiteren Filmen zählen Walter Hills, mit Angela Bassett und James Spader besetzter Sci-Fi-Film SUPERNOVA („Supernova“, 2000), Harry Elfonts und Deborah Kaplans Teenkomödie ICH KANN’S KAUM ERWARTEN („Can’t Hardly Wait“, 1998), in der Jennifer Love Hewitt seine Partnerin war. Er spielte in Annette Heywood Carters Teendrama FOXFIRE – VERSTECK DER ANGST („Foxfire“, 1986) mit einer jungen Angelina Jolie in der weiblichen Hauptrolle, sowie Tim McCanlies’ Kleinstadt-Dramödie DANCER, TEXAS („Dancer, Texas Pop. 81“, 1998), in der er unter anderem mit Breckin Meyer vor der Kamera stand.
Peter Facinelli wuchs in seiner Geburtsstadt New York auf, besuchte die „Tisch School of the Arts“, die der New York University angeschlossen ist, und arbeitete als Schauspieler in New York, bis ihn die Titelrolle im TV-Drama „Jimmys Tod - Und was kam danach“ („After Jimmy“) schließlich nach Los Angeles führte.
Nikki Reed (Rosalie)
Bereits mit ihrem Filmdebüt in Catherine Hardwickes Teendrama DREIZEHN („Thirteen“, 2003) erspielte sich Nikki Reed höchstes Kritikerlob. Dabei stand sie 14-jährig nicht nur mit Holly Hunter vor der Kamera, sondern hatte auch im Team mit Hardwicke das Drehbuch geschrieben. Heute ist Reed 21 Jahre alt und hat ihr Talent als vielseitige und überzeugende Darstellerin schon oft unter Beweis gestellt.
Bereits in Hardwickes Welterfolg TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN („Twilight“, 2008) spielte Reed die von Carlisle Cullen zum Vampir verwandelte Rosalie und schlüpft nun auch in NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE („The Twilight Saga: New Moon“, 2009) in diese Rolle. Daneben übernahm sie auch die Hauptrolle in Vlad Yudins Komödie LAST DAY OF SUMMER (2009), die sie auch als ausführende Produzentin betreute. In dieser Independentproduktion verändert sie als schöne Kundin eines Fast-Food-Ladens für immer das Leben eines Angestellten, der nach ständigen Quälereien durch seinen Chef die Grenze seiner Belastbarkeit erreicht hat. Abgedreht ist auch Deon Taylors Horrorthriller CHAIN LETTER (2009), hinter dem mit „Twisted Pictures“ die Produktionsfirma von SAW („Saw“, 2004) steht.
Darüber hinaus wirkte Reed, die als Ben McKenzies Freundin Sadie Campbell auch in einigen Folgen der Hitserie „O.C., California“ („The O.C.“) zu sehen war, in Nick Guthes Krimi MEIN ERSTER MORD („Mini’s First Time“, 2006) mit. Hier spielte sie an der Seite von Luke Wilson, Jeff Goldblum und Carrie Anne Moss eine rebellische Teenagerin, die als Call Girl ihr Taschengeld aufbessert, bis ihr von Alec Baldwin gespielter Stiefvater Kunde ihrer Agentur wird, wodurch sie in einen Strudel von Leidenschaft und Mord gerät.
Davor verkörperte Reed die Schwester von Skateboardstar Tony Alva in DOGTOWN BOYS („Lords of Dogtown“, 2005). Dieses mit Heath Ledger und Emile Hirsch besetzte Porträt der Surfer- und Skaterszene Kaliforniens in den frühen Siebzigerjahren wurde erneut von Catherine Hardwicke inszeniert.
Nikki Reed lebt in ihrer Heimatstadt Los Angeles, schreibt in ihrer Freizeit und ist eine leidenschaftliche Reiterin.
Jackson Rathbone (Jasper)
In Singapur geboren, lebte Jackson Rathbone bereits in Indonesien, London, Connecticut, Kalifornien und Norwegen, bevor er schließlich nach Texas zog. Dort schloss er sich „The Pickwick Players“ an, einer regional auftretenden Theatertruppe für junge Schauspieler. Um sich auf seine beiden großen Leidenschaften, die Schauspielerei und die Musik, konzentrieren zu können, besuchte er schließlich im Nordwesten von Michigan die angesehene Interlochen Arts Academy, eine Privatschule mit künstlerischem Schwerpunkt, auf der er eine Bühnenausbildung erhielt. Während dieser Zeit trat er beim Southwest Shakespeare Festival in der Rolle des Ferdinand in „Der Sturm“ („The Tempest“) auf und fand auf seiner Schule Freunde fürs Leben, die sein Interesse an der Kunst teilen.
Nach seinem Abschluss in Interlochen versuchte er sein Glück in der Film- und Fernsehmetropole Los Angeles, sicherte sich auf Anhieb ein Engagement bei der Show „Disney 411“, durfte dabei als Entertainmentreporter Stars des Disney-Channels wie Hilary Duff oder Raven-Symoné interviewen. Während er auch in mehreren Werbespots vor der Kamera stand, zog er weitere TV-Rollen an Land, darunter in der Gerichtsserie „Close To Home“ („Close To Home“), im Teenhit „O.C., California“ („The O.C.“), in der Sitcom „Familienstreit De Luxe“ („The War at Home“) sowie in acht Folgen der Familienserie „Beautiful People“.
Obwohl Rathbone normalerweise in Hauptrollen besetzt wird, sucht der Jungschauspieler auch die Herausforderung interessanter Charakterrollen, wie etwa in Rob Schneiders Actionkomödie BIG STAN – KLEINER ARSCH GANZ GROSS! („Big Stan“, 2007) oder in Nick Weiss’ Komödie SENIOR SKIP DAY (2008). Um irgendwann einmal nicht nur vor der Kamera, sondern als Regisseur auch dahinter stehen zu können, gründete Rathbone mit „Patchmo Entertainment“ auch seine eigene Produktionsgesellschaft.
Als leidenschaftlicher Musikliebhaber schreibt Rathbone seine Songs selbst und ist von den unterschiedlichsten musikalischen Stilrichtungen fasziniert. Im Gardenia Restaurant in West Hollywood stand er erstmals als Musiker auf der Bühne, gründete dann mit Ben Graupner, einem Freund aus den Tagen an der Interlochen Arts Academy, die Band „100 Monkeys“. Wenn er nicht gerade vor der Kamera oder für die Aufnahme eines Albums im Studio steht, spielt er mit seiner Band in verschiedenen Szenelokalen rund um Los Angeles, darunter The Viper Room und The Scene in Glendale.
Seit er seine Arbeit an den TWILIGHT-Filmen begann und auch in M. Night Shyamalans neuem Großprojekt THE LAST AIRBENDER – DIE LEGENDE VON AANG („The Last Airbender“) eine Hauptrolle übernahm, lebt Jackson Rathbone nur noch aus dem Koffer.
Kellan Lutz (Emmett)
In nur wenigen Jahren ist die Karriere des 23-jährigen Schauspielers richtig in Fahrt gekommen. Nachdem er die erste Staffel von Lisa Kudrows HBO-Sitcom „The Comeback“ als festes Ensemblemitglied abgedreht hatte, wurde er sofort fürs Kino entdeckt. In Jessica Bendingers Sportlerdrama REBELL IN TURNSCHUHEN („Stick It“, 2006) spielte er einen BMX-Biker, der sich mit der von Missy Peregrym verkörperten Hauptfigur, einer Turnerin, anfreundet. In Steve Pinks Komödie S.H.I.T. – DIE HIGHSCHOOL GMBH („Accepted“, 2006) schloss er sich als einer der beiden Molson-Zwillinge dem von Justin Long ins Leben gerufenen Pseudo-College an.
Mit Catherine Hardwickes TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN („Twilight“, 2008) war Kellan Lutz in seinem ersten Welthit zu sehen. Nach der Fortsetzung NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE („The Twilight Saga: New Moon“, 2009) wird Lutz auch im dritten Teil der Saga, ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT („The Twilight Saga: Eclipse“) Emmett Cullen verkörpern.
Darüber hinaus setzte er parallel auch seine TV-Karriere fort. So war er als George Evans, einer der besten, aber auch arrogantesten Athleten seiner Schule in bisher sechs Folgen von „90210“ („90210“) mit von der Partie, ein Remake der populären Teenserie der Neunzigerjahre. Außerdem verkörperte er einen Soldaten in der siebenteiligen Miniserie „Generation Kill“, die ausführend produziert und mitverfasst wurde von David Simon und Ed Burns, dem Kreativteam hinter der hoch gelobten Krimi- und Copserie „The Wire“ („The Wire“). Die Miniserie basiert auf Evan Wrights preisgekröntem gleichnamigem Sachbuch und erzählt hautnah von den Erlebnissen junger Marines, die mit ihrer Einheit die erste Angriffswelle bei der Einnahme von Bagdad bildeten. „Generation Kill“ wurde, mit Evan Wright als Koautor und Berater, komplett in Afrika gedreht und von HBO im Juli 2008 ausgestrahlt.
Zu den weiteren bekannten Filmen von Kellan Lutz zählen zwei Remakes erfolgreicher Horrorhits. So spielte er an der Seite von Brittany Snow in Nelson McCormicks PROM NIGHT („Prom Night“, 2008), der fiktiven Geschichte eines High-School-Abschlussballs, der von einem sadistischen Killer gestört wird.
Anna Kendrick (Jessica)
Mit ihrer Hauptrolle im Teendrama ROCKET SCIENCE (2007), inszeniert von Newcomer Jeffrey Blitz, machte Anna Kendrick erstmals auf sich aufmerksam. Für ihre Darstellung eines extrem ehrgeizigen Mitglieds eines High-School-Debattierteams wurde sie hoch gelobt und als „Beste Nebendarstellerin“ für einen Independent Spirit Award nominiert. Der Film selbst erhielt beim Sundance Film Fesival den „Director’s Award“ und wurde für den „Grand Jury Price“ vorgeschlagen.
In Catherine Hardwickes Erfolgsfilm TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN („Twilight“, 2008) war sie erstmals als Bellas Freundin Jessica Stanley zu sehen. Sie spielt diese Rolle auch in NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE („The Twilight Saga: New Moon“, 2009) und im dritten Kapitel der Saga, ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT („The Twilight Saga: Eclipse“).
Eine überzeugende Darstellung zeigte Kendrick unlängst auch in Jason Reitmans, mit ernsten Tönen durchsetzter Komödie UP IN THE AIR („Up in the Air“, 2009). An der Seite von George Clooney und Jason Bateman spielt sie die ehrgeizige Collegeabsolventin Nathalie Keener, die in der Firma, für die auch Clooney arbeitet, Karriere machen will. Eine Firma, die auf „Karriereübergangsberatung“ spezialisiert ist – ein Euphemismus für das effektive Feuern von Mitarbeitern. Reitmans beim Toronto Film Festival uraufgeführter und gefeierter Film kommt Weihnachten 2009 in die amerikanischen Kinos.
Abgedreht hat Kendrick auch Edgar Wrights neuen Film SCOTT PILGRIM GEGEN DEN REST DER WELT („Scott Pilgrim vs. The World“). In dieser Adaption eines Graphic Novel, verkörpert sie Stacey Pilgrim, die Schwester der von Michael Cera gespielten Titelfigur.
Ihr Filmdebüt hatte die Schauspielerin in Autor Todd Graffs Regieerstling CAMP (2003) absolviert. Der Film stieß beim Sundance Film Festival auf ausgesprochen positive Resonanz und brachte ihr in der Kategorie „Beste Nebendarstellerin“ Nominierungen für einen Independent Spirit Award sowie für den jährlich vergebenen Chlotrudis Award ein.
Ihre Karriere im Theater begann die Bühnenveteranin 1997 mit ihrer Darstellung der Dinah Lord in der Broadwayaufführung von Cole Porters Musical „High Society“. Für ihre erstaunliche Leistung erhielt die damals 12-Jährige in der Kategorie „Best Featured Actress in a Musical“ eine Tony®-Nominierung und war damit die zweitjüngste Darstellerin, die je für den wichtigsten Theaterpreis vorgeschlagen wurde. Darüber hinaus wurde sie für diese Rolle für einen Drama Desk Award und einen FANY Award nominiert. Zu ihren weiteren Bühnenengagements zählen die mit Jeremy Irons an der New York City Opera inszenierte Aufführung von Stephen Sondheims „A Little Night Music“, eine Rolle in „My Favorite Broadway/The Leading Ladies: Live at Carnegie Hall“ sowie Broadway-Workshops für „Jane Eyre“ und „The Little Princess“.
Anna Kendrick lebt in Los Angeles.
Michael Sheen (Aro)
Mit seinen beeindruckenden Darstellungen vor der Kamera und auf der Bühne zählt Michael Sheen zu den herausragendsten britischen Schauspielern seiner Generation. Zuletzt überzeugte er im schwarzhumorig durchsetzten biografischen Drama THE DAMNED UNITED (2009). Unter der Regie von Tom Hooper, verantwortlich für die preisgekrönte Miniserie „John Adams“ und nach einem Drehbuch von Peter Morgan, der David Peaces Roman adaptierte, spielte Sheen den streitlustigen ehemaligen Team-Manager von Leeds United. Der März 2009 in den britischen Kinos gestartete Film, der 1974 Cloughs nur 44 Tage umspannende Amtszeit als Team-Manager des Top-Clubs begleitet, erreichte sofort die Spitze der britischen Kinocharts und brachte Sheen erstklassige Presserezensionen ein. Der Film wurde später auch in den USA sehr positiv aufgenommen.
Nach seiner Rolle als Clanchef der Volturi in NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE („The Twilight Saga: New Moon“, 2009) wird Sheen dem weißes Kaninchen in Tim Burtons mit Spannung erwartetem Projekt ALICE IM WUNDERLAND („Alice in Wonderland“ 2010) seine Stimme leihen. Außerdem spielt Sheen einen Nachtclubbesitzer in TRON LEGACY (2010), Joseph Kosinskis Fortsetzung von Steven Lisbergers virtuellem Klassiker TRON („Tron“, 1982).
2009 war Sheen in zwei völlig unterschiedlichen Erfolgsfilmen zu sehen. Zunächst als TV-Talker David Frost in FROST/NIXON („Frost/Nixon“, 2008), Ron Howards Adaption von Peter Morgans Theaterstück, die fünf Oscar®-Nominierungen, darunter als „Bester Film“, erhielt. Schließlich auch als Lucian, Anführer der Lykaner, in UNDERWORLD: AUFSTAND DER LYKANER („Underworld: The Rise of the Lycans“, 2009), einem von Patrick Tatopoulos inszeniertem Prequel im populären Vampir/Werwolf-Franchise.
Eine weitere wichtige Rolle in den letzten Jahren übernahm Sheen in Steven Savalichs biografischem Drama MUSIC WITHIN (2007), der Geschichte von Richard Pimentel, der sich früh für die Rechte von Versehrten und Körperbehinderten einsetzte und als engagierter Aktivist mitverantwortlich war, dass 1990 der „Americans with Disabilities Act“ erlassen wurde. Sheen verkörperte Pimentels besten Freund Art – ein an den Rollstuhl gefesseltes Genie, das mit Witz die Vorurteile entschärft und abwehrt, mit denen er sich täglich konfrontiert sieht.
Eine seiner wichtigsten Rollen hat Sheen bereits zweimal gespielt und wird sie auch ein drittes Mal übernehmen. Unter der Regie von Stephen Frears verkörperte er den britischen Premierminister Tony Blair erstmals im TV-Drama „Doppelspitze“ („The Deal“). Es folgte Frears’ Kinohit DIE QUEEN („The Queen“, 2006), der Sheen in der Rolle Blairs zahllose Auszeichnungen einbrachte. Darunter etwa als „Bester Nebendarsteller“ einen Los Angeles Film Critics Award und eine Nominierung für einen Award der British Academy of Film and Television Arts (BAFTA). Geplant ist, dass Sheen in Richard Loncraines Politdrama THE SPECIAL RELATIONSHIP Blair ein drittes Mal vor die Kamera bringen soll.
Sein Filmdebüt hatte Sheen als Lakai von Dr. Jekyll in Stephen Frears’ Horrordrama MARY REILLY („Mary Reilly“, 1996) gefeiert – in einem mit Julia Roberts, John Malkovich und Glenn Close prominent besetzten Ensemble. Zu seinen weiteren wichtigen Kinofilmen zählen Edward Zwicks Drama BLOOD DIAMOND („Blood Diamond“, 2006) mit Leonardo DiCaprio und Djimon Hounsou, Ridley Scotts Kreuzzugsepos KÖNIGREICH DER HIMMEL („Kingdom of Heaven“, 2005), Peter Howitts romantische Komödie LAWS OF ATTRACTION („Laws of Attraction“, 2004), Richard Donners Fantasyabenteuer TIMELINE („Timeline“, 2003), Stephen Frys Evelyn-Waugh-Adaption BRIGHT YOUNG THINGS („Bright Young Things“, 2003), Shekhar Kapurs Abenteuerfilm DIE VIER FEDERN („The Four Feathers“, 2002) und Brian Gilberts Drama OSCAR WILDE („Wilde“, 1997).
Michael Sheen ist in Wales geboren und wuchs in der Industriestadt Port Talbot auf. Dort kam auch Anthony Hopkins zur Welt, in der unmittelbaren Umgebung ebenso Richard Burton. Seine schauspielerische Ausbildung erhielt er an der renommierten Royal Academy of Dramatic Art (RADA). Er wurde bereits im zweiten Studienjahr für seine konstant herausragenden Leistungen mit dem begehrten Laurence-Olivier-Stipendium ausgezeichnet.
Noch während seines Studiums ergatterte Sheen 1991 eine Hauptrolle an der Seite von Vanessa Redgrave in „When She Danced“ - gleichzeitig sein Debüt am Londoner West End. Dort war Sheen später auch in Peter Halls Wiederaufführung von „Amadeus“ zu sehen und erhielt für seine Darstellung Mozarts eine Nominierung für den Olivier Award. Mit dieser Rolle feierte er 1999 auch sein Broadwaydebüt.
Für seine Darstellungen in „Blick zurück im Zorn“ („Look Back in Anger“) und „Caligula“ wurde Sheen zwei weitere Male für den Olivier Award vorgeschlagen und gewann darüber hinaus für „Caligula“ als „Bester Darsteller“ einen London Critics Circle Award sowie einen London Evening Standard Award. Großes Kritikerlob wurde ihm auch für seine Leistungen in den Aufführungen von „Romeo und Julia“ („Romeo and Juliet“), „Peer Gynt“ und „Heinrich V“ („Henry V“) zuteil.
Große Erfolge feierte Sheen am Broadway auch mit „Frost/Nixon“: Er spielte dort im Sommer 2007 David Frost an der Seite von Frank Langella in der Rolle von Richard Nixon. Auch für diese Darstellung bekam Sheen eine Reihe von Auszeichnungen, darunter eine Nominierung für einen Drama League Award in der Kategorie „Distinguished Performance“. Sheen führte das Stück auch nach London und wurde für seine Leistung in den kontinuierlich ausverkauften Vorstellungen für einen Olivier Award und einen Evening Standard Award vorgeschlagen.
Schließlich zeigte Sheen sein Können auch in verschiedenen Fernsehproduktionen: Im biografischen BBC-Drama „Kenneth Williams: Fantabulosa“ porträtierte er herzzerreißend den verstorbenen britischen Starkomiker Williams und wurde 2006 für diese Leistung für einen Award der British Academy of Film and Television Arts nominiert, wie auch für einen Best Actor Award der Royal Television Society. Darüber hinaus wurde er für „Dirty Filthy Love“, ein Drama über einen Architekten, der mit seinen Zwangsstörungen zu leben versucht, für einen Award der British Academy of Film and Television Arts vorgeschlagen.
Für seine künstlerischen Leistungen wurde Sheen schließlich eine weitere große Ehre zuteil. Im Juni 2009 nahm er durch die Queen seine bereits Anfang des Jahres angekündigte Ernennung zum Officer of the Order of the British Empire (OBE) entgegen.
Dakota Fanning (Jane)
Nach NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE („The Twilight Saga: New Moon“, 2009) wird Jungstar Dakota Fanning in Floria Sigismondis musikalischer Biografie THE RUNAWAYS zu sehen sein, als Cherie Currie, Leadsängerin der in den Siebzigerjahren enorm populären Girlband. Mit von der Partie ist auch Kristen Stewart als Joan Jett.
2009 war sie in den Kinos in zwei gänzlich unterschiedlichen Filmen präsent. Nur mit ihrer Stimme in der Titelrolle von Henry Selicks skurrilem 3-D-Animationsfilm CORALINE („Coraline“, 2009) sowie in Paul McGuigans Thriller PUSH („Push“, 2009), in dem sie, unterstützt von einem prominenten Ensemble, Cassie, die weibliche Hauptrolle, spielte.
Davor überzeugte sie mit ihrer Darstellung in Gina Prince-Bythewoods Drama DIE BIENENHÜTERIN („The Secret Life of Bees“, 2008), einer Adaption des hoch gelobten Bestsellers von Sue Monk Kidd, die sie mit Queen Latifah, Alicia Keys, Sophie Okonedo, Jennifer Hudson und Paul Bettany vor die Kamera führte. Für ihre darstellerische Leistung wurde sie schließlich für einen Critics Choice Award vorgeschlagen.
Fannings Filmdebüt ist in Jessie Nelsons Drama ICH BIN SAM („I Am Sam“, 2001) zu bestaunen, in dem sie an der Seite von Michelle Pfeiffer die Tochter Sean Penns verkörperte. Ein Critics Choice Award als „Best Young Actor“ sowie eine Nominierung für einen Screen Actors Guild Award, die sie zur jüngsten Schauspielerin machte, der je diese Ehre zuteil wurde, waren der Lohn für ihre eindrucksvolle Leistung. Kurz danach übernahm sie eine Hauptrolle in der von Steven Spielberg produzierten Sci-Fi-Miniserie „Taken - Entführt“ („Taken“), die bis heute der Quotenkönig des Sci-Fi-Channels blieb und 2003 in der Kategorie „Outstanding Miniseries“ mit dem Emmy® ausgezeichnet wurde.
Darüber hinaus spielte Fanning mit Charlize Theron in Luis Mandokis Entführungsthriller 24 STUNDEN ANGST („Trapped“, 2002), mit Mike Myers in Bo Welchs Kinderfilm EIN KATER MACHT THEATER („Dr. Seuss’ Cat in the Hat“, 2003), mit Brittany Murphy in Boaz Yakins Teenkomödie UPTOWN GIRLS – EINE ZICKE KOMMT SELTEN ALLEIN („Uptown Girls“, 2002), als junge Ausgabe von Reese Witherspoon in Andy Tennants Romanze SWEET HOME ALABAMA – LIEBE AUF UMWEGEN („Sweet Home Alabama“, 2002) sowie mit Robin Wright Penn und David Morse in Deborah Kampmeiers kontroversem Drama HOUND DOG (2007).
Denzel Washington war ihr Beschützer in Tony Scotts Thrillerremake MANN UNTER FEUER („Man on Fire“, 2004), das ihr die zweite Nominierung für einen Critics Choice Award einbrachte. Ein Jahr später verkörperte sie Robert DeNiros Tochter in John Polsons Thriller HIDE AND SEEK – DU KANNST DICH NICHT VERSTECKEN („Hide and Seek“, 2005) und wurde dafür bei den MTV Movie Awards in der Kategorie „Most Frightened Performance“ prämiert.
Ihren zweiten Critics Choice Award erhielt Fanning für ihre Darstellung von Tom Cruises Tochter in Steven Spielbergs Sci-Fi-Hit KRIEG DER WELTEN („The War of the Worlds“, 2005). Im gleichen Jahr wirkte sie an der Seite von Kurt Russell in John Gatins Familiendrama DREAMER – EIN TRAUM WIRD WAHR („Dreamer“, 2005) mit, das beim Toronto Film Festival uraufgeführt wurde.
Beim Sundance Film Festival feierte dagegen Rodrigo Garcías Episodendrama NINE LIVES („Nine Lives“, 2005) Premiere. Die gesamte prominente Besetzung, neben Fanning bestand unter anderem aus Glenn Close, Holly Hunter, Sissy Spacek und Robin Wright Penn und wurde für einen Gotham Award nominiert. Der Film selbst wurde für einen Independent Spirit Award in der Kategorie „Bestes Drehbuch“ vorgeschlagen.
Schließlich war Dakota Fanning auch in der weiblichen Hauptrolle von Gary Winicks Familienfilm SCHWEINCHEN WILBUR UND SEINE FREUNDE („Charlotte’s Web“, 2006) zu sehen, einer Adaption des beliebten und verehrten Romans von E.B. White. Dabei spielte Fanning eine reale Figur, unterstützt von animierten Charakteren, denen im amerikanischen Original Stars wie Julia Roberts, Oprah Winfrey und Robert Redford ihre Stimmen liehen. Erneut wurde Fanning für einen Critics Choice Award vorgeschlagen und schließlich auf der ShoWest als „Beste Nebendarstellerin“ ausgezeichnet.
Chaske Spencer (Sam Uley)
Der gebürtige Lakota, Mitglied des großen Volks der Sioux, wuchs in Indianerreservaten in Montana und Idaho auf. Als Kind träumte er von einer Karriere als Fotograf, fand sich aber schon bald vor der Kamera wieder, als er sich entschloss, Schauspieler zu werden. Nach seinem Umzug nach New York jobbte er als Barkeeper und Kellner, während er sein erstes großes Engagement erhielt – die Titelrolle in einer Off-Broadway-Aufführung von „Dracula“.
Im Anschluss daran spielte er in New York auf verschiedenen Bühnen, hatte dann das Glück, von Casting-Direktorin René Haynes entdeckt zu werden. Die Film- und TV-Veteranin besetzte Spencer für sein Filmdebüt, Chris Eyres Kriminaldrama SKINS (2002), für Steve Barrons TV-Mehrstünder „DreamKeeper“ sowie für die von Steven Spielberg mitproduzierte Miniserie „Into the West“ („Into the West“).
Ähnlich leidenschaftlich wie in der Schauspielerei ist Spencer in seinem Bemühen, etwas zu bewirken, Dinge zu verändern. So ist er Sprecher für die gemeinnützige Organisation „United Global Shift“: Er kann damit Projekte ins Leben rufen oder unterstützen, die Armut und Hunger bekämpfen, sich für erneuerbare Energien oder Umweltschutz einsetzen. Darüber hinaus ist er auch hinter der Kamera aktiv, leitet mit Produzentenveteran Ted Kurdyla und seiner Managerin Josselyne Herman die Produktionsgesellschaft „Urban Dream“.
Alex Meraz (Paul)
Alex Meraz gehört zum Stamm der Purépecha, die die spanischen Eroberer Tarasken nannten. Heutige Heimat der Purépecha ist der mexikanische Bundesstaat Michoacán. Meraz wuchs in seiner Geburtsstadt Mesa, in Arizona auf, arbeitete dann in Phoenix und Umgebung. Er unterrichtete Klassen an Schulen und in Gemeindezentren in allen möglichen Kunstbereichen. Dazu gehörte das Kunsthandwerk der Maskenanfertigung, genauso wie Breakdancing. Heute hat sich der Absolvent der New School for the Arts zu einem facettenreichen Performer und Künstler entwickelt. 12 Jahre nahm er außerdem an Wettkämpfen in Mixed Martial Arts teil - ein Kampfsport, der verschiedene Stile in sich vereint. Dabei gewann er zahlreiche Turniere in Karate und Capoeira, was schließlich dazu führte, dass er ein Stuntman-Training mit Andy Cheng absolvieren durfte.
In der Welt des indianischen Tanzes gehört Meraz zu den gefragtesten Performern. So hat er als Leadtänzer unter anderem mit berühmten Choreographen wie Raoul Trujillo, Rulan Tangen oder auch Santee Smith zusammengearbeitet und ist sogar Gründungsmitglied von Rulan Tangens Tanzgruppe „Dancing Earth“. Seine Auftritte mit „Dancing Earth“ brachten ihm schließlich die Ehre ein, für eine exklusive Tanztruppe ausgewählt zu werden, die die USA bei einer Aufführung für die jordanische Königsfamilie in Amman vertraten.
Seine Leistungen in der Welt der künstlerischen Performance führten schließlich auch zu einer Rolle in Terrence Malicks poetischem Siedlerepos THE NEW WORLD („The New World“, 2005), in dem er an der Seite von Christian Bale und Colin Farrell erstmals vor der Kamera stand.
Kiowa Gordon (Embry)
Kiowa Gordon wurde als siebtes von acht Kindern kurz nach dem Fall der Mauer in Berlin geboren. Er war ein Jahr alt, als sein Vater die Familie zurück nach Amerika, nach McLean im Bundesstaat Virginia führte, um dort für die Regierung zu arbeiten. Ein Jahr später zog die Familie in den Norden Arizonas, in das Hualapai-Reservat, damit die Kinder dort ihr kulturelles Erbe kennenlernen und pflegen konnten. Gordon hat die meiste Zeit seines Lebens in Arizona verbracht. Als seine älteren Brüder auf die High School gingen, zog die Familie nach Mesa, damit die Jungs bei einem der besten Teams Arizonas Football spielen konnten. Er selbst besuchte verschiedene High Schools, die Hermona Vista, die Stapley Jr. High und die Mountain View High, bevor er sich mit seiner Mutter in Cave Creek niederließ und dort auf die Cactus Shadows High School ging.
Seine Mutter Camille Nighthorse ist Mitglied der Screen Actors Guild und besorgte ihrem heranwachsenden Sohn ein paar Statistenrollen in Filmen. Sie hat stets ihre Kinder ermutigt, Schauspielunterricht zu nehmen. Genau an dem Tag, an dem Kiowa Gordon eigentlich für NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE („The Twilight Saga: New Moon“, 2009) vorsprechen sollte, drängte sie ihren Sohn dazu, ein paar Stunden vorher noch einen Schauspiellehrer in den Verve Studios aufzusuchen. Das Vorsprechen selbst fand in Phoenix statt, alle Teenager mit indianischen Wurzeln durften daran teilnehmen unter der Aufsicht von Casting-Direktorin René Haynes, die aus dem kalifornischen Burbank angereist war. Gordon sprach für die Rolle von Paul vor, bekam aber nach überzeugender Leistung die Rolle von Embry angeboten.
Jamie Campbell Bower (Caius)
Jamie Campbell Bower zählt zu den herausragendsten britischen Talenten seiner Generation. Der Jungstar hat eine aufregende Zeit vor sich, steht derzeit für LONDON BOULEVARD, einer Adaption von Ken Bruens gleichnamigem Roman vor der Kamera. Dieses Kriminaldrama, Regiedebüt von Drehbuchautor William Monahan, erzählt die Geschichte eines vor Kurzem auf Bewährung entlassenen Kriminellen, der eine zurückgezogen lebende junge Schauspielerin kennen lernt. Sie wird von Keira Knightley dargestellt, während Campbell Bower an der Seite von Colin Farrell und Ray Winstone in der Rolle des „White Boy“ zu sehen sein wird.
In NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE („The Twilight Saga: New Moon“, 2009) verkörpert der junge Brite Caius, einen der drei Anführer der Volturi Vampire. 2010 und 2011 wird man Campbell Bower als Gellert Grindelwald in David Yates’ HARRY POTTER UND DIE HEILIGTÜMER DES TODES („Harry Potter and the Deathly Hallows“) sehen können, in einem Ensemble, dem unter anderem Emma Thompson, Jim Broadbent und Michael Gambon angehören.
Obwohl der Jungschauspieler erst seit wenigen Jahren vor der Kamera steht, finden sich in seiner Filmografie bereits einige hoch gelobte Projekte. Tim Burtons schauriges Horrormusical SWEENEY TODD – DER TEUFLISCHE BARBIER AUS DER FLEET STREET („Sweeney Todd and the Demon Barber of Fleet Street“, 2007) markiert sein Filmdebüt, in einer zentralen Rolle neben den Stars Johnny Depp, Alan Rickman und Helena Bonham Carter. Darüber hinaus gehörte er mit Gerard Butler und Thandie Newton zum Ensemble von Guy Ritchies Gangsterkomödie ROCK ‚N’ ROLLA („RocknRolla“, 2008) und von Martin Koolhovens Kriegsdrama OORLOGSWINTER (2008).
Auch im Fernsehen beginnt sich der junge Brite einen Namen zu machen. Mit Hayley Atwell und Sir Ian McKellen wird er in „The Prisoner“ zu sehen sein, einer Neuauflage der Kultserie „Nummer 6“ („The Prisoner“) der Sechzigerjahre, die Ende 2009 auf amerikanischen Bildschirmen Premiere feiern soll. Zwei Jahre zuvor hatte Campbell Bower in der BBC-Dramödie „The Dinner Party“ zum ersten Mal überhaupt vor der Kamera gestanden, erhielt aber für seine Darstellung des Douglas sofort höchstes Kritikerlob.
Elizabeth Reaser (Esme)
Innerhalb weniger Jahre ist Elizabeth Reaser als eine der viel versprechendsten Schauspielerinnen in Hollywood hervorgetreten – Resultat einer eindrucksvollen Kombination von Talent, Präsenz und Energie. Für ihre Rolle in Ali Selims Drama SWEET LAND (2007) wurde sie für einen Independent Spirit Award nominiert. Als Norwegerin Inge zieht sie in dieser Geschichte in den Zwanzigerjahren ins ländliche Minnesota, um dort den Mann zu treffen, der ihr Ehemann werden sollte. „Ein Wunder von Stärke, Humor und Sinnlichkeit“ schwärmte die Branchenbibel Variety von ihrer Darstellung. Ähnliche Begeisterung verriet die Los Angeles Times, die zu dem Fazit kam, dass „nur wenige Schauspielerinnen vor der Kamera so dominieren würden wie Reaser in dieser Rolle.“
Auch für ihre Fernseharbeiten wurde Reaser bereits prämiert. So wurde sie für ihre Gastrolle in der Ärzteserie „Grey’s Anatomy – Die jungen Ärzte“ („Grey’s Anatomy“), als Ava, die verstörte Patientin und Freundin von Justin Chambers, für einen Emmy® nominiert. Außerdem erhielt sie für ihre Mitwirkung in der Serie eine Nominierung für den Screen Actors Guild Award in der Kategorie „Best Ensemble“. Darüber hinaus spielte Reaser die Hauptrolle in der hoch gelobten Beziehungsserie „The Ex List“.
In TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN („Twilight“, 2008) schlüpfte sie erstmals in die Rolle der Clanmatriarchin Esme Cullen, die sie auch in den nächsten zwei Filmkapiteln der Saga spielen wird. Internationale Premiere beim Sundance Film Festival 2009 feierte bereits Peter Callahans Drama AGAINST THE CURRENT (2009), das Reaser an der Seite von Joseph Fiennes und Justin Kirk zwischen den TWILIGHT-Filmen drehte.
Zu ihren weiteren Filmen zählen unter anderem Maria Maggentis romantische Beziehungskomödie PUCCINI FOR BEGINNERS (2006), die 2006 ebenfalls beim Sundance Film Festival zu sehen war und darüber hinaus auch das Outfest Film Festival eröffnete. Des Weiteren wirkte sie mit in Ed Burns’ romantischem Drama PURPLE VIOLETS (2007), unterstützt von Debra Messing, Selma Blair, Ed Burns und Donal Logue mit, außerdem in Thomas Bezuchas Komödie DIE FAMILIE STONE – VERLOBEN VERBOTEN! („The Family Stone“, 2005), Marc Forsters Mysterythriller STAY („Stay“, 2005), Henry Beans Drama INSIDE A SKINHEAD („The Believer“, 2001), in dem - wie schon in STAY - Ryan Gosling mit ihr vor der Kamera stand. Schließlich war sie auch zu sehen in Eric Schaeffers Beziehungskomödie MIND THE GAP (2004), in Bruce Leddys Dramödie SHUT UP AND SING (2006), sowie in Jill Sprechers Ensemblefilm 13 CONVERSATIONS ABOUT ONE THING (2001).
Reaser, die mit Tom Everett Scott auch in der Ärzteserie „Saved“ sowie in Folgen der Serienhits „Criminal Intent – Verbrechen im Visier“ („Law & Order: Criminal Intent“) und „Die Sopranos“ („The Sopranos“) mitwirkte, ist Absolventin der Julliard School, einer renommierten Schauspielerschmiede. Sie lebt abwechselnd in New York und Los Angeles.
Edi Gathegi (Laurent)
In gerademal drei Jahren vor der Kamera hat sich Edi Gathegi bereits einen Namen gemacht – sowohl im Film als auch im TV. Fernsehzuschauern ist er wohl am besten bekannt durch seine Rolle im Serienhit „Dr. House“ („House M.D.“). In sieben Folgen spielte er Dr. Cole, alias BIG LOVE, der sich auf einen Platz im Team der Titelfigur Hoffnung machte.
Nach einer Gastrolle in der US-Serie „Life on Mars“, die im Ausstrahlungsjahr 2008 bei den Kritikern zu den besten Shows der Saison gezählt wurde, schloss er sich dem Ensemble von Catherine Hardwickes Welterfolg TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN („Twilight“, 2008) an. Die Rolle des undurchsichtigen und gefährlichen Vampirs Laurent spielt er auch in der Fortsetzung NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE („The Twilight Saga: New Moon“, 2009).
Darüber hinaus gehörte er in einer der Hauptrollen auch zur Besetzung von Patrick Lussiers Horror-Remake MY BLOODY VALENTINE 3D („My Bloody Valentine 3D“, 2009). Er verkörperte in Ben Afflecks Regiedebüt GONE BABY GONE – KEIN KINDERSPIEL („Gone Baby Gone“, 2007) einen gefährlichen Drogendealer und war mit Kevin Bacon in James Wans Actiondrama DEATH SENTENCE – TODESURTEIL („Death Sentence“, 2007) sowie mit Jason Statham in Mark Neveldines und Brian Taylors Hochdruckthriller CRANK („Crank“, 2006) zu sehen.
Große Erfahrung kann Gathegi auch auf der Bühne vorweisen. So trat er am angesehenen Old Globe Theatre in San Diego in „Two Trains Running“ auf, darüber hinaus an Regionaltheatern in „King Hedley II“, „Blues for an Alabama Sky“, „Golden Boy“, „Wie es Euch gefällt“ („As You Like It“), „Was Ihr wollt“ („Twelfth Night“), „Hexenjagd“ („The Crucible“), „Fade“, „A Maiden’s Prayer“ (ausgezeichnet mit dem Santa Barbara Independent Award), „A Raisin in the Sun“, „Othello“, „Ein Sommernachtstraum“ („A Midsummer Night’s Dream“), „Cyrano“ und schließlich auch in „Dutchman“.
Edi Gathegi ist Absolvent der Tisch School of the Arts, die der New York University angeschlossen ist, und lebt in Los Angeles.
Michael Welch (Mike)
Michael Welch steht seit Ende der Neunzigerjahre vor der Kamera, ist in der Entertainmentbranche längst ein Fixpunkt geworden - mit starken Leistungen in Film und Fernsehen. Bereits mit 10 Jahren begann seine Karriere, seitdem hat er in allen Bereichen des Showbusiness gearbeitet, in Film und Fernsehen, als Sprecher in Animationsprojekten und auf der Bühne. Zweimal schon wurde er mit dem Young Artist Award ausgezeichnet. Das erste Mal als Zehnjähriger für sein Filmdebüt in Jonathan Frakes’ Sci-Fi-Film STAR TREK – DER AUFSTAND („Star Trek: Insurrection“, 1998), ein weiteres Mal für seine Darstellung des Luke Girardi in der Dramaserie „Die himmlische Joan“ („Joan of Arcadia“), die zwei Staffeln lang auf dem US Sender CBS lief.
Neben seiner Mitwirkung in den ersten drei Teilen der TWILIGHT-Saga wird er demnächst in der Hauptrolle von Jason Eppersons psychologischem Thriller UNREQUITED zu sehen. Epperson belegte in der von Steven Spielberg als ausführender Produzent betreuten TV-Show „The Lot“, in der 16 aufstrebende Filmemacher um einen Development Deal mit DreamWorks kämpften, den zweiten Platz und wählte danach UNREQUITED als sein Regiedebüt aus.
In seiner 12 Jahre umspannenden Karriere hat Michael Welch bisher 19 Filme abgedreht und jedes Jahr werden es deutlich mehr. Darunter finden sich Festivalfavoriten und Independentproduktionen wie David Lee Millers Dramödie MY SUICIDE (2009), Tommy O’Havers Drama AN AMERICAN CRIME („An American Crime“, 2007), Matthew Ryan Hoges Drama STATE OF MIND („The United States of Leland“, 2003), Neil Abramsons Drama AMERICAN SON (2008), Jonathan Levines Horrorfilm ALL THE BOYS LOVE MANDY LANE („All the Boys Love Mandy Lane“, 2006) und Asif Ahmeds Freundschaftsdrama LOST DREAM (2008).
Darüber hinaus stand er in zahllosen Erfolgsserien, viele mit dem Emmy® ausgezeichnet, vor der Kamera. Darunter fallen in den letzten Jahren die Comedyserie „The Riches“, „CSI Miami“ („CSI Miami“), „Numb3rs – Die Logik des Verbrechens“ („Numb3rs“), „Law & Order New York“ („Law & Order: Special Victim’s Unit“), „Crossing Jordan“ („Crossing Jordan“), „Navy NCIS („Navy NCIS“), „Cold Case – Kein Opfer ist je vergessen“ („Cold Case“) und „Without a Trace – Spurlos verschwunden“ („Without a Trace“).
Davor spielte er unter anderem mit in „Stargate“ („Stargate“), „Für alle Fälle Amy“ („Judging Amy“), „The District – Einsatz in Washington“ („The District“), „Ein Hauch von Himmel“ („Touched By An Angel“), „Malcolm mittendrin“ („Malcolm in the Middle“), „Akte X“ („The X Files“), „Pretender“ („The Pretender“), „Eine himmlische Familie“ („7th Heaven“), „Chicago Hope“ („Chicago Hope“) und „Frasier“ („Frasier“).
Obwohl er vor der Kamera so gefragt ist, steht Welch gelegentlich auch auf der Bühne, im Jahr 2008 etwa in der Komödie „Speech & Debate“. Darüber hinaus wurde er 2005 für sein Umweltengagement mit dem „Star Innovative Award“ ausgezeichnet und bringt sich seit 1999 auch aktiv in der Organisation „Kids With a Cause“ ein.
Christian Serratos (Angela)
Christian Serratos begann ihre Karriere als Model, fand aber schnell Anschluss an die Schauspielerei mit erfolgreichen Auftritten in diversen TV-Shows. So spielte sie Heather Prez in Disneys populärer TV-Komödie „Cow Belles“, hatte Gastrollen in „Eine himmlische Familie“ („7th Heaven“), „Zoey 101“, und „Hannah Montana“ („Hannah Montana“), einem weiteren Disney-Hit.
Ihre Interessen gehen aber weit über das Modeln und die Schauspielerei hinaus. Als Folge ihrer großen Tanzleidenschaft nahm sie Unterricht in den verschiedensten Tanzstilen, darunter Ballet, Hip-Hop, Jazz und Stepptanz. Darüber hinaus setzt sie sich engagiert für Tierschutz ein, ist das neue Gesicht der bekannten Kampagne „I’d Rather Go Naked than Wear Fur“, lanciert im Auftrag von PETA (People For the Ethical Treatment of Animals).
Justin Chon (Eric)
Justin Cho ist einer der Stars des extrem populären Internetkurzfilms TURBO (2009), der auf einer eigens eingerichteten Website (www.turbothemovie.com) zu bestaunen ist. Im Kino war er zuletzt in Wayne Kramers Episodendrama CROSSING OVER („Crossing Over“, 2009) zu sehen, mit prominenten Partnern wie Harrison Ford, Ray Liotta und Ashley Judd.
Zu seinen weiteren Filmen zählen Danny Leiners Komödie BALLS OUT: THE GARY HOUSEMAN STORY (2008) mit Seann William Scott und Randy Quaid, sowie Matt Flynns Horrorkomödie HACK (2007), an der Seite von Danica McKellar und William Forsythe. Bekannt ist Chon auch durch seine Rolle in der Teenserie „Just Jordan“. Hier spielte er den besten Freund der Titelfigur, eines Basketballjungstars. Außerdem spielte er in dem von Disney produzierten TV-Film „Wendy Wu: Homecoming Warrior“ Peter Wu, den Bruder der Protagonistin.
Chons Eltern sind Emigranten aus Korea, sein Vater war dort ein bekannter Film- und Fernsehdarsteller, seine Mutter eine renommierte Pianistin. Justin Chon wuchs in Südkalifornien auf, geprägt vom typischen Strandleben. Er surfte, spielte Tennis und Golf, war auch ein guter Skateboarder. Darüber hinaus lernte das Multitalent, mehrere Instrumente zu spielen, darunter Gitarre, Klavier, Violine und Saxophon. Als Schauspieler versucht er sich ständig weiterzuentwickeln, hat Unterricht bei den besten Lehrern der Branche genommen.
Justin Chon lebt in Los Angeles.
DIE FILMEMACHER
Chris Weitz (Regie)
Vor NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE („The Twilight Saga: New Moon“, 2009) inszenierte Chris Weitz das prestigeträchtige Fantasyepos DER GOLDENE KOMPASS („The Golden Compass“, 2007). Die Verfilmung des ersten Bandes aus Philip Pullmans preisgekrönter und enorm erfolgreicher „His-Dark-Materials“-Trilogie, besetzt mit Stars wie Nicole Kidman, Sam Elliott, Eva Green, Daniel Craig und Neuentdeckung Dakota Blue Richards, spielte weltweit über 350 Millionen Dollar ein.
Davor führte er mit seinem Bruder Paul gemeinsam Regie bei der preisgekrönten romantischen Komödie ABOUT A BOY („About a Boy“, 2002) – auch diese ein Kassenerfolg. Das Drehbuch, eine Adaption von Nick Hornbys gleichnamigem Roman, verfassten die Weitz-Brüder selbst. Der Lohn waren eine Oscar®-Nominierung in der Kategorie „Best Adapted Screenplay“, außerdem wurde das Skript für Auszeichnungen der British Academy of Film and Televison Arts (BAFTA) und der Writers Guild, sowie von den Chicago Film Critics und Humanitas vorgeschlagen. Der Film selbst zählte zu den Jahrgangsbesten des American Film Institute, wurde als „Best Comedy“ für einen Golden Globe® nominiert und beim U.S. Comedy Arts Festival als „Best Studio Comedy Feature“ prämiert.
AMERICAN PIE („American Pie“, 1999), der enorm erfolgreiche Start des Komödien-Franchises, markiert die erste Zusammenarbeit der Weitz-Brüder als Regisseure. Als ausführender Produzent betreute Chris Weitz auch die beiden Fortsetzungen, erst J.B. Rogers’ AMERICAN PIE 2 („American Pie 2“, 2001), dann Jesse Dylans Trilogieabschluss AMERICAN PIE – JETZT WIRD GEHEIRATET („American Wedding“, 2003).
Vor ihrem Drehbuch zu ABOUT A BOY hatten die Weitz-Brüder gemeinsam an verschiedenen Skripts gearbeitet, darunter an den Vorlagen für das von Eric Darnell, Tim Johnson und Lawrence Guterman inszenierte Animationsprojekt ANTZ („Antz“, 1998) und Daisy von Scherler Mayers MADELINE („Madeline“, 1998), eine Adaption des gleichnamigen populären Kinderbuchs.
1999 hatten Chris und Paul Weitz mit „Depth of Field“ in Los Angeles ihre eigene Produktionsgesellschaft gegründet. Mit ihr produzierten sie die hoch gelobte Dramödie REINE CHEFSACHE („In Good Company“, 2004) und die mit Hugh Grant und Dennis Quaid besetzte Komödie AMERICAN DREAMZ – ALLES NUR SHOW („American Dreamz“, 2006) – beide Hits inszeniert von Paul Weitz. Außerdem produzierten sie mit ihrer Company Peter Soletts Romanze NICK & NORAH – SOUNDTRACK EINER NACHT („Nick & Norah’s Infinite Playlist“, 2008) und ganz aktuell das preisgekrönte Regiedebüt von Tom Ford, A SINGLE MAN (2009), in dem Julianne Moore und Colin Firth die Hauptrollen spielen.
Auf der Projektliste von „Depth of Field“ finden sich zudem Dan Weiss’ Komödie THE GAME, die auf dem Dating-Bestseller von Neil Strauss basiert, sowie eine Verfilmung von Michael Moorcocks epischer Fantasyreihe „The Elric Saga“.
Neben seiner Tätigkeit als Regisseur, Autor und Produzent ist Chris Weitz gelegentlich auch als Darsteller aktiv. Den Anfang machte Miguel Artetas Dramödie CHUCK & BUCK („Chuck & Buck“, 2000), ein Erfolg auf dem Sundance Film Festival.
Melissa Rosenberg (Drehbuch)
Melissa Rosenberg gehört zu den gefragtesten und vielseitigsten Autorinnen in Hollywood, wechselt nahtlos und erfolgreich zwischen Fernsehen und Film.
Mit ihrem Drehbuch zu Catherine Hardwickes TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN („Twilight“, 2008), einer Adaption von Stephenie Meyers Bestseller, lieferte sie die Grundlage für einen Welterfolg, der mit Kristen Stewart und Robert Pattinson in den Hauptrollen am ersten Wochenende mit einem Einspielergebnis von 70 Millionen Dollar einen Traumstart an den amerikanischen Kinokassen hinlegte und schließlich weltweit über 383 Millionen Dollar einnahm. Auch für die beiden Fortsetzungen, Chris Weitz’ NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE („The Twilight Saga: New Moon“, 2009) und David Slades ECLIPSE – BISS ZUM ABENDROT („The Twilight Saga: Eclipse“, 2010), verfasste Rosenberg die Drehbücher.
Als Autorin besitzt die Kalifornierin große Erfahrung mit Teendramen, deshalb erschien sie als ideale Kandidatin für die Adaption von „Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen“. Obwohl man ihr für diese Aufgabe nur sechs Wochen zugestehen konnte, nahm sie den Auftrag sehr gerne an: „Erfindungsreichtum ist bei diesen Stoffen gefragt“, erklärt Rosenberg. „Hier kann ich High-School-Erfahrungen ausleben, die ich selbst nie gemacht habe, denn im Film ist alles möglich.“
Als Chef-Autorin und ausführende Produzentin gehört Rosenberg auch zum Kreativteam der gewagten und cleveren Serienkillerserie „Dexter“ („Dexter“), deren vierte Staffel gerade in den USA vom Kabelsender Showtime ausgestrahlt wird. Für ihre Mitarbeit an diesem Serienhit erhielt sie den prestigeträchtigen Peabody Award, eine Emmy®-Nominierung und wurde für einen Writer’s Guild of America Award vorgeschlagen. „In dieser Serie darf ich Risiken eingehen – mit der Entwicklung der Figuren und auch dem Plot“, freut sich Rosenberg. „Schreibt man 22 Folgen für eines der großen Networks, bleibt vielleicht nicht genug Zeit, um wirklich die beste Arbeit abliefern zu können. Bei einer Serie für einen Kabelsender aber erwarten mich nur 12 Folgen pro Staffel. Das gibt mir die Zeit, meine Gedanken zu entwickeln, einen Zusammenhang herzustellen und eine Geschichte zu erzählen, die stark und in sich abgerundet ist.“
Rosenbergs Karriere als Drehbuchautorin begann mit Anne Fletchers Tanzdrama STEP UP („Step Up“, 2006). Als ausgebildete Tänzerin war Rosenberg prädestiniert, die großstädtische Romanze zu erzählen zwischen einem tänzerisch hoch talentierten Unruhestifter, gespielt von Channing Tatum, und einer Ballerina aus besseren Kreisen, verkörpert von Jenna Dewan. STEP UP kam 2006 in die Kinos, spielte weltweit über 114 Millionen Dollar ein und machte aus Channing Tatum einen Hollywood-Herzensbrecher. Der Film war nicht ihre erste Erfahrung mit Teenager-relevanten Themen, hatte sie doch bereits mehrere Folgen für den Serienhit „O.C. California“ („The O.C.“) geschrieben.
Zu den anderen TV-Arbeiten von Rosenberg, die sich von Stoffen inspirieren lässt und deren Motor die Charaktere sind, zählen Drehbücher für die Serien „Ally McBeal“ („Ally McBeal“), „Party of Five“ („Party of Five“), „Boston Public“ („Boston Public“), „Outer Limits – Die unbekannte Dimension“ („The Outer Limits“) und „Dr. Quinn: Ärztin aus Leidenschaft“. Obwohl sie dankbar ist, ihren Karrierestart bei den großen Networks erlebt zu haben, fühlt sie sich bei den amerikanischen Kabelsendern ausgesprochen wohl, hat dort ihre Nische gefunden.
Ursprünglich wollte Rosenberg Choreographin werden, studierte Theater und Tanz am Bennington College in Vermont. Nach ihrem Umzug nach Los Angeles schlug sie einen anderen Berufsweg ein, den einer Autorin. Während sie für einen TV-Produzenten als Assistentin arbeitete, machte sie ihren Abschluss im Studiengang „Producing for Film & Television“ am Peter Stark Producing Program der University of Southern California.
Stephenie Meyer (Romanvorlage)
Als Hausfrau und Mutter zog Stephenie Meyer drei junge Söhne groß, als sie 2003 intensiv von einigen Figuren träumte, die ihr nicht mehr aus dem Kopf gingen. So verschob Meyer alles, was nur möglich war, entwickelte tagsüber die Handlung und schrieb die Geschichte nachts, wenn das Haus seine Ruhe gefunden hatte, im Computer nieder. Drei Monate später hatte sie die Arbeit an ihrem ersten Roman „Bis (s) zum Morgengrauen“ („Twilight“) beendet.
Ihr Roman, der aus einem Stapel unverlangt eingesandter Manuskripte ausgewählte wurde, ging schnell durch die Hände der wichtigsten Verleger. Megan Tingley von „Little, Brown Books for Young Readers“ erkannte das Potenzial, machte ein Vorwegangebot für drei Bände im höheren sechsstelligen Dollarbereich. Als das Buch schließlich 2005 auf den Markt kam, erreichte es innerhalb weniger Wochen Platz 5 auf der Bestsellerliste der New York Times. Mittlerweile sind die außeramerikanischen Rechte an dem Bestseller weltweit in bisher 45 Länder verkauft worden.
Die mit größter Spannung erwartete Fortsetzung, „Bis(s) zur Mittagsstunde“ („New Moon“), wurde September 2006 veröffentlicht und hielt sich 31 Wochen an der Spitze der Bestsellerliste der New York Times. So neugierig waren Meyers größte Fans auf das Buch, dass Vorabexemplare für 380 Dollar auf e-Bay ersteigert wurden.
„Bis(s) zum Abendrot“ („Eclipse“), der dritte Teil von Meyers Vampirreihe, erschien am 7. August 2007. Schon am Starttag wurden 150.000 Exemplare verkauft. Erwartungsgemäß stürmte das Buch landesweit an die Spitze der Bestsellerlisten, darunter von USA Today und The Wall Street Journal. Auch in Deutschland, Spanien und Argentinien wurde der dritte Band zur Nummer eins der Bestsellerlisten.
Am 2. August 2008 wurde der vierte und letzte Band der Reihe veröffentlicht. Die Erstauflage von „Bis(s) zum Ende der Nacht“ („Breaking Dawn“) umfasste 3,2 Millionen Exemplare, die größte Erstauflage in der Geschichte des Verlagshauses. Mit 1,3 Millionen am ersten Tag verkauften Büchern katapultierte sich auch Band Vier auf Anhieb an die Spitze der Bestsellerlisten.
2008 wurde für Stephenie Meyer ein bahnbrechendes Jahr: Dann kam ihr erster Roman für erwachsene Leser auf den Markt. Der Sciencefictionroman „Seelen“ („The Host“), in den USA verlegt von Little, Brown and Company“, erschien am 6. Mai 2008 und schaffte es ebenso an die Spitze der Bestsellerlisten der New York Times und des Wall Street Journal. Darüber hinaus erklärte die Tageszeitung USA Today Meyer zur „Autorin des Jahres“, hatte sie doch „erreicht, was niemandem zuvor, nicht einmal J.K. Rowling, in den 15 Jahren gelungen war, seit es die Bestsellerliste von USA Today gab.“ Denn 2008 nahm Stephenie Meyer mit ihren Büchern die ersten vier Plätze der Bestsellerliste ein.
Meyer, die Englische Literatur an der Brigham Young University in Utah studierte, lebt mit ihrem Mann und drei Söhnen in Arizona.
Wyck Godfrey (Produktion)
Wyck Godfrey war zuletzt Produzent von Simon Wests Thriller UNBEKANNTER ANRUFER („When a Stranger Calls“, 2006) und ERAGON - DAS VERMÄCHTNIS DER DRACHENREITER („Eragon“, 2006), Stefen Fangmeiers Adaption von Christopher Paolinis Bestsellerfantasyroman. Nachdem Godfrey innerhalb von vier Jahren sechs Filme als Produzent oder ausführender Produzent betreut hatte, fühlte er sich bereit, Filme für ein Publikum zu machen, das in seinen Augen und auch nach Ansicht seines Freundes Marty Bowen, in Hollywood in Vergessenheit geraten war. Gemeint waren die Amerikaner, die im Herzen des Landes wohnten. Viele von ihnen sehnten sich nach Filmen, die etwas zu sagen hatten, die eine spirituelle Thematik behandelten.
So gründete Godfrey mit seinem Partner Marty Bowen die Produktionsgesellschaft „Temple Hill“. Der erste Film der neuen Company war Catherine Hardwickes biblisches Drama ES BEGAB SICH ABER ZU DER ZEIT... („The Nativity Story“, 2006), der jüngste ist Stephen Belbers romantische Komödie MANAGEMENT („Management“, 2008), in der Jennifer Aniston und Steve Zahn die Hauptrollen spielen.
1990, nach dem Abschluss seines Anglistikstudiums an der renommierten Princeton University, hatte Godfrey seine Karriere im Filmgeschäft in einer leitenden Position bei New Line Cinema begonnen. In dieser Zeit arbeitete er an vielen Erfolgsfilmen mit, darunter Chuck Russells Comicadaption DIE MASKE („The Mask“, 1994), Peter und Bobby Farrellys Komödie DUMM UND DÜMMER („Dumb and Dumber“, 1994) sowie an verschiedenen Fortsetzungen der erfolgreichen Franchises von HOUSE PARTY und NIGHTMARE ON ELM STREET. 1995 schloss er sich Paul Schiffs und Michael Londons Produktionsgesellschaft „Horizon Pictures“ an und überwachte als Senior Vice President of Production alle Filme, die „Horizon Pictures“ für 20th Century Fox entwickelte.
Zwei Jahre später stieß Godfrey als Executive Vice President zum Team von John Davis’ Company „Davis Entertainment“. Nachdem er die Produktion von John Moores Kriegsdrama IM FADENKREUZ – ALLEIN GEGEN ALLE („Behind Enemy Lines“, 2001) überwacht hatte, wurde er 2001 zum Präsident der Company befördert. Er entwickelte und produzierte noch im gleichen Jahr Steve Carrs mit Eddie Murphy besetzte Komödie DER KINDERGARTEN-DADDY („Daddy Day Care“, 2003). Es folgten Alex Proyas’ Sci-Fi-Blockbuster I, ROBOT („I, Robot“, 2003) mit Will Smith sowie der packende Abenteuerfilm DER FLUG DES PHÖNIX („The Flight of the Phoenix“, 2004), seine zweite Zusammenarbeit mit Regisseur John Moore. Darüber hinaus war er ausführender Produzent von Paul W.S. Andersons Sci-Fi-Hit ALIEN VS. PREDATOR („Alien vs. Predator“, 2004).
Karen Rosenfelt (Produktion)
Karen Rosenfelt hat im Auftrag von 20th Century Fox unter anderem die von David Frankel inszenierten Komödien DER TEUFEL TRÄGT PRADA („The Devil Wears Prada“, 2006) und MARLEY & ICH („Marley & Me“, 2008) sowie Tim Hills Familienspaß ALVIN AND THE CHIPMUNKS („Alvin and the Chipmunks“, 2007) betreut – alle als ausführende Produzentin.
Davor bekleidete sie 16 Jahre lang eine leitende Position in der Produktionsabteilung von Paramount Pictures, überwachte dabei unter anderem den Produktionsprozess von Hugh Wilsons Komödienerfolg DER CLUB DER TEUFELINNEN („The First Wives Club“, 1996), Adrian Lynes Erotikdrama EIN UNMORALISCHES ANGEBOT („Indecent Proposal“, 1993), Garry Marshalls Komödie DIE BRAUT, DIE SICH NICHT TRAUT („Runaway Bride“, 1999), Thomas Carters Tanzdrama SAVE THE LAST DANCE („Save the Last Dance“, 2001) und Carters Sportlerdrama COACH CARTER („Coach Carter“, 2005) sowie Mark Waters’ Teenkomödie GIRLS CLUB – VORSICHT BISSIG („Mean Girls“, 2004). Außerdem war sie mitverantwortlich für die Partnerschaft von Paramount Pictures mit „Nickelodeon Movies“ und überwachte die Verfilmungen der bekannten TV-Reihen des Kabelkanals „Rugrats“ („Rugrats“) und „SpongeBob Schwammkopf“ („SpongeBob SquarePants“), sowie die Produktion von Brad Silberlings Kinderbuchadaption LEMONY SNICKET – RÄTSELHAFTE EREIGNISSE („Lemony Snicket’s A Series of Unfortunate Events“, 2004).
Ihre Karriere begann Rosenfelt bei der Agentur ICM, als Assistentin der berühmten Hollywood-Agentin Sue Mengers. Danach arbeitete sie für Jerry Weintraub Productions sowie als Senior Vice President für MGM.
Zu Rosenfelts aktuellen Projekten zählen Chris Columbus’ Fantasyfilm PERCY JACKSON – DIEBE IM OLYMP („Percy Jackson and the Olympians: The Lightning Thief“), der, von Columbus, Michael Barnathan und Mark Ratcliffe koproduziert, Februar 2010 auch in die deutschen Kinos kommen soll. Darüber hinaus ist sie auch ausführende Produzentin von Betty Thomas’ Familienspaß ALVIN UND THE CHIPMUNKS 2 („Alvin and the Chipmunks: The Squeakquel“, 2009).
Bill Bannerman (Koproduktion)
Nach dem hervorragenden Abschluss seines Filmstudiums an der York University in Toronto erhielt Bill Bannerman mehrere Stipendien, darunter den Famous Players Award of Excellence. Nachdem sein Studentenabschlussfilm 1981 auf dem Film Festival von Montreal gezeigt worden war, wurde Bannerman nach Los Angeles eingeladen, durfte bei mehreren Filmen hospitieren und Erfahrungen sammeln, darunter bei Francis Ford Coppolas romantisch-fantastischem Meisterstück EINER MIT HERZ („One From the Heart“, 1982).
Bannerman, der berufliche Erfahrungen mit visuellen Effekten mitbrachte, begann dann eine Karriere als Regieassistent und arbeitete mit vielen prominenten Filmemachern zusammen, darunter Clint Eastwood, Kevin Costner und Frank Marshall. Diese Erfahrungen führten wiederum dazu, dass er bei verschiedenen Filmen Regisseur des zweiten Aufnahmeteams wurde. Eines seiner bekanntesten Projekte war dabei Haruki Kadokawas HEAVEN & EARTH („Heaven & Earth“, 1990), ein Epos über den japanischen Bürgerkrieg des 14. Jahrhunderts, für das Bannerman gefährliche und komplizierte Schlachtsequenzen entwickelte und auch inszenierte. Mit 800 gesattelten Pferden, die in einer Schlachtszene von den Kameras eingefangen wurden, stellte der Film einen Weltrekord auf.
Nach kurzer Projektentwicklung mit Kadokawa Films wurde Bannermans erstes Drehbuch unter dem Titel REX: STORY OF A DINOSAUR (1993) in Japan verfilmt, unter der Regie von Haruki Kadokawa. Kurz danach führte ihn seine Karriere wieder an die Seite von Clint Eastwood, für den er als Regieassistent an diversen Projekten mitarbeitete. Darunter fallen der Oscar®-Erfolg ERBARMUNGSLOS („Unforgiven“, 1992), PERFECT WORLD („A Perfect World“, 1993), DIE BRÜCKEN AM FLUSS („The Bridges of Madison County“, 1995) und ABSOLUTE POWER („Absolute Power“, 1997).
1997 erfolgte schließlich der Startschuss für eine Zusammenarbeit mit MTV. Für MTV Films produzierte er Alan Cohns Komödie DEAD MAN ON CAMPUS („Dead Man on Campus“, 1998), für die TV-Abteilung des Musiksenders bis Ende 2003 insgesamt vier Filme, darunter Steven Kays hoch gelobtes Heroindrama WASTED (2002). Als ausführender Produzent betreute er schließlich auch Hugh Johnsons, mit Cuba Gooding Jr. besetzten Actionfilm DER CHILL FAKTOR („Chill Factor“, 1999) und arbeitete daraufhin intensiv mit Produzentin Gale Ann Hurd an der Vorbereitung von Ang Lees HULK („Hulk“, 2003), im Auftrag von Universal Pictures.
Ende 2000 wurde er von Dimension/Miramax überzeugt, die Regie des dritten Kapitels im Air-Bud-Franchise zu übernehmen. So feierte Bannerman mit AIR BUD 3 – EIN HUND FÜR ALLE BÄLLE („Air Bud - World Pup“, 2000) sein Regiedebüt, das im DVD-Verkauf die besten Zahlen im gesamten Franchise erreichte.
Seit 2003 trat Bannerman als Produzent und Regisseur des zweiten Aufnahmeteams bei John Hoffmans Komödie IN TIERISCHER MISSION („Good Boy!“, 2003) in Erscheinung, sowie bei Kevin Brays, mit Dwayne „The Rock“ Johnson und Johnny Knoxville besetzten Actionfilm WALKING TALL – AUF EIGENE FAUST („Walking Tall“, 2004), einem Remake von Phil Karlsons Siebzigerjahrehit DER GROSSE AUS DEM DUNKEL („Walking Tall“, 1973). Schließlich wurde er im Frühjahr 2003 von Sam Raimi angesprochen, ein Sequel zum erfolgreichen Franchisestart zu produzieren, das dann, von Takashi Shimizu inszeniert und unter dem Titel DER FLUCH – THE GRUDGE 2 („The Grudge 2“, 2006) in die Kinos kam.
In den letzten beiden Jahren gehörte Bannerman als Produzent zu den Teams von Jeff Wadlows Mixed-Martial-Arts-Film THE FIGHTERS („Never Back Down“, 2008) und Stewart Hendlers Horrorfilm SORORITY ROW (2009). Darüber hinaus hat er den Thriller SHELTER produziert, der, inszeniert von Mans Marlind und Björn Stein, mit Julianne Moore und Jonathan Rhys Meyers in den Hauptrollen 2010 in die Kinos kommen soll.
Marty Bowen (Ausführende Produktion)
Frühling 2006 gab Marty Bowen seinen Job als Partner und Agent in der United Talent Agency (UTA) auf, um sich eine Karriere als Produzent aufzubauen. Mit Produzentenveteran Wyck Godfrey gründete er schließlich die Produktionsgesellschaft „Temple Hill Entertainment“. Nach dem Abschluss eines Vertrags mit New Line Cinema produzierten Bowen und Godfrey ihren ersten gemeinsamen Film, Catherine Hardwickes biblisches Drama ES BEGAB SICH ABER ZU DER ZEIT ... („The Nativity Story“, 2006). Auch ihr nächstes Projekt TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN („Twilight“, 2008), eine Verfilmung von Stephenie Meyers Bestseller, entstand unter der Regie von Hardwicke.
Beim Toronto Film Festival wurde schließlich ihre nächste Produktion, Stephen Belbers romantische Komödie MANAGEMENT („Management“, 2008), uraufgeführt. Der Film kam mit Jennifer Aniston und Steve Zahn in den Hauptrollen im Mai 2009 in die amerikanischen Kinos. Jüngstes Projekt von Temple Hill Entertainment nach Chris Weitz’ NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE („The Twilight Saga: New Moon“, 2009) ist Lasse Hallströms romantisches Drama DAS LEUCHTEN DER STILLE („Dear John“, 2010). In dieser Adaption eines Bestsellers von Nicholas Sparks standen Channing Tatum, Star von Anne Fletchers STEP UP („Step Up“, 2006) und Stephen Sommers’ G.I. JOE - GEHEIMAKTE COBRA („G.I. Joe – The Rise of Cobra“, 2009), Amanda Seyfried, bekannt aus Mark Waters’ Komödie GIRLS CLUB – VORSICHT BISSIG! („Mean Girls“, 2004) und Phillida Lloyds Welterfolg MAMMA MIA („Mamma Mia“, 2008) vor der Kamera.
Bowen, der heute in Los Angeles lebt, wuchs in der Umgebung von Fort Worth in Texas auf, studierte Amerikanische Geschichte und schloss sein Studium in Harvard 1991 „cum laude“ ab. Erste Station seiner Karriere war dann das Agent Training Program bei der United Talent Agency.
Greg Mooradian (Ausführende Produktion)
Sein Einstieg in die Branche gelang Greg Mooradian 1991, als er für den Oscar®-prämierten Produzenten Arnold Kopelson zu arbeiten begann – an erfolgreichen Filmen wie Joel Schumachers Drama FALLING DOWN – EIN GANZ NORMALER TAG („Falling Down“, 1993), Andrew Davis’ Actionthriller AUF DER FLUCHT („The Fugitive“, 1993) und David Finchers Thriller SIEBEN („Seven“, 1995).
1995 schloss er sich in der Position eines Vice President der Produktionsgesellschaft der ebenfalls bereits mit einem Oscar® ausgezeichneten Erfolgsproduzentin Wendy Finerman an. Er war im Entwicklungs- und Produktionsprozess beteiligt an Filmen wie Tony Scotts Drama DER FAN („The Fan“, 1996), Charles Sturridges Fantasyfilm FREMDE WESEN („Fairytale: A True Story“, 1997) und Chris Columbus’ Drama SEITE AN SEITE („Stepmom“, 1998). Vier Jahre nach seinem Einstieg wurde Mooradian zum Präsident der Company befördert und war im Anschluss ausführender Produzent von Francine McDougalls Cheerleaderkomödie SUGAR AND SPICE („Sugar and Spice“, 2001) sowie der musikalischen Komödie DRUMLINE („Drumline“, 2002), inszeniert von Charles Stone III.
Mit Greg Mooradian Productions, seiner eigenen Produktionsgesellschaft, machte sich Mooradian schließlich 2004 selbständig. Die ersten beiden Filme der Company sind Nelson McCormicks, mit Dylan Walsh und Penn Badgley besetztes Thriller-Remake STEPFATHER („The Stepfather“, 2009) und Catherine Hardwickes Welterfolg TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN („Twilight“, 2008). Folgen wird das jugendorientierte Fantasyabenteuer PERCY JACKSON – DIEBE IM OLYMP („Percy Jackson and the Olympians: The Lightning Thief“). Momentan ist Mooradian Senior Vice President von Paramount Pictures.
Mark Morgan (Ausführende Produktion)
Mark Morgan betreut als Produzent aktuell eine Reihe völlig unterschiedlicher Projekte. Dazu zählen Chris Columbus’ jugendorientiertes Fantasyabenteuer PERCY JACKSON – DIEBE IM OLYMP („Percy Jackson and the Olympians: The Lightning Thief“), Nelson McCormicks Thriller-Remake STEPFATHER („The Stepfather“, 2009), sowie das Psychodrama THE STANFORD PRISON EXPERIMENT von Autor-Regisseur Christopher McQuarrie, der für sein Drehbuch zu Bryan Singers Thriller DIE ÜBLICHEN VERDÄCHTIGEN („The Usual Suspects“, 1995) mit dem Oscar® ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus ist Morgan auch ausführender Produzent der witzigen Familienserie „The Riches“.
Seine Karriere in der Unterhaltungsbranche begann Mark Morgan in der Produktionsfirma von Regisseur Ridley Scott. Während dieser Zeit arbeitete er unter anderem an THELMA & LOUISE („Thelma und Louise“, 1991) mit. Im Frühjahr 1995 wechselte er zu New Regency Pictures, leitete dort das Story-Department und überwachte die Produktion diverser Filme, darunter Geoff Murphys Actionfortsetzung ALARMSTUFE: ROT 2 („Under Siege II“, 1995), Simon Wincers Jugenddrama FREE WILLY („Free Willy“, 1993) sowie die John-Grisham-Verfilmungen DER KLIENT („The Client“, 1994) und DIE JURY („A Time to Kill“, 1996), beide inszeniert von Joel Schumacher. Ein Jahr darauf ging Morgan als Director of Development zu Orion Pictures und wurde ein weiteres Jahr danach zum Vice President of Production befördert. In dieser Zeit überwachte er unter anderem den Entwicklungs- und Produktionsprozess von Peter & Bobby Farrellys Komödien DUMM UND DÜMMER („Dumb and Dumber“, 1994) und KINGPIN („Kingpin“, 1996), sowie von Dennis Dugans Komödie DIE KAMPFWURST – BEVERLY HILLS NINJA („Beverly Hills Ninja“, 1997).
1998 setzte sich die ganze Führungsspitze von Orion Pictures ab und gründete Destination Films - mit Morgan auf dem Posten des Executive Vice President. Während dieser Zeit produzierte er unter anderem Sally Fields mit Minnie Driver besetztes Drama BEAUTIFUL (2000) und Adam Shankmans Komödie WEDDING PLANNER – VERLIEBT, VERLOBT, VERPLANT („The Wedding Planner“, 2000) mit Jennifer Lopez und Matthew McConaughey in den Hauptrollen.
Schließlich nahm Mark Morgan den Präsidentenposten bei Maverick Films an und wurde bald auch deren Geschäftsführer. In diesen Funktionen überwachte er alle Produktionen der Company und alle First-Look-Deals, produzierte in dieser Zeit unter anderem Harald Zwarts Teenagerabenteuer AGENT CODY BANKS („Agent Cody Banks“, 2003) und dessen Fortsetzung, außerdem Kelsey T. Howards Horrorkomödie CRUEL WORLD (2005), Martha Coolidges Komödie MATERIAL GIRLS („Material Girls“, 2006) sowie die Fernsehfilme „30 Days Until I’m Famous“ und „Chasing Christmas“.
Guy Oseary (Ausführender Produzent)
Seine Karriere in der Unterhaltungsbranche begann Guy Oseary bei der Plattenfirma Maverick Records. Dort arbeitete er sich bis zum Vorsitzenden hoch, holte Künstler und Bands wie The Prodigy, Alanis Morisette, Deftones, The Wreckers, Paul Oakenfold oder Michelle Branch zum Label.
Darüber hinaus brachte er mit dem Label Soundtracks zu populären Filmen auf den Markt, darunter zu Frank Coracis EINE HOCHZEIT ZUM VERLIEBEN („The Wedding Singer“, 1998), zu Andy und Larry Wachowskis MATRIX („The Matrix“, 1999) und MATRIX RELOADED („The Matrix Reloaded“, 2003), zu Jay Roachs AUSTIN POWERS – DAS SCHÄRFSTE, WAS IHRE MAJESTÄT ZU BIETEN HAT („Austin Powers - International Man of Mystery“, 1997) und AUSTIN POWERS – SPION IN GEHEIMER MISSIONARSSTELLUNG („Austin Powers – The Spy Who Shagged Me“, 1999), sowie zu Quentin Tarantinos KILL BILL VOL.1 („Kill Bill Vol.1“, 2003) und KILL BILL VOL.2 („Kill Bill Vol.2“, 2004). Unter Osearys Ägide verkaufte Maverick Records weltweit über 100 Millionen Alben und wurde damit eines der erfolgreichsten kleineren Label der Musikbrache.
Osearys Arbeit fürs Fernsehen ist eng mit dem amerikanischen Moderator Carson Daly verknüpft, denn als ausführender Produzent betreut Oseary die Daly-Shows „Last Call With Carson Daly“ (mittlerweile in der 9.Staffel) und „New Year’s Eve“.
Im Mai 2004 wurde Oseary mit Jason Weinberg und Stephanie Simon leitender Geschäftspartner bei Untitled Entertainment. Diese führende Künstleragentur hat Niederlassungen in Beverly Hills und New York und einen Klientenstamm, dem unter anderem Hilary Swank, David Caruso, Penélope Cruz, Naomi Watts, Demi Moore, Ashton Kutcher und Lucy Liu angehören.
2005 wurde Oseary Manager seiner langjährigen Geschäftspartnerin Madonna, betreute sie bei ihrer „Confessions Tour“ (2006) sowie bei ihrer „Sticky & Sweet Tour“ (2008, 2009). Beide gehören zu den kommerziell erfolgreichsten Tourneen aller Zeiten. 2007 handelte er für den Superstar den bahnbrechendsten und meistdiskutierten Deal im Musikgeschäft aus, als er Madonna und Live Nation, die weltweite Nummer eins unter den Tourpromotion-Firmen, zusammenbrachte. Dieser Deal hat Auswirkungen auf alle Aspekte von Madonnas Musik. „Hard Candy“, das bislang letzte Studioalbum der Künstlerin, wurde für zahlreiche Grammys® nominiert und führte in 37 Ländern auf Anhieb die Charts an. Zu Osearys anderen Klienten gehört auch Alex Rodriguez, Baseball-Star der New York Yankees, der bereits dreimal zum „Most Valuable Player“ der Liga gewählt wurde und von vielen Kennern als bester Baseballspieler der Gegenwart betrachtet wird. Auch Magier David Blaine wird von Guy Oseary betreut.
Schließlich hat Oseary drei Bücher veröffentlicht, das vierte „Madonna: Sticky & Sweet, Photography by Guy Oseary“, eine Sammlung eigener Fotografien von Madonnas Tournee im Jahr 2008. Davor brachte er ein Fotobuch von Madonnas Tournee in 2006 auf den Markt, sowie „On the Record“, in dem viele der berühmtesten Künstler, Produzenten und Führungskräfte der Branche aus eigener Erfahrung berichten, wie man Karriere im Musikgeschäft machen kann. Darüber hinaus ist Oseary auch Autor von „Jews Who Rock“, einem Buch, das sich dem Einfluss jüdischer Kreativer auf die Musikindustrie widmet.
Joseph Middleton (Casting)
Joseph Middleton gehört zu Hollywoods bekanntesten Casting-Agenten. Er war mitverantwortlich für die Besetzung einiger der erfolgreichsten Filme. Darunter fallen die Doug-Liman-Hits MR. & MRS. SMITH („Mr. & Mrs. Smith“, 2005) und DIE BOURNE IDENTITÄT („The Bourne Identity“, 2002), Paul Greengrass’ Erfolgsfortsetzung DIE BOURNE VERSCHWÖRUNG („The Bourne Supremacy“, 2004), Robert Luketics romantische Komödie NATÜRLICH BLOND („Legally Blonde“, 2001) sowie Paul und Chris Weitz’ Komödienblockbuster AMERICAN PIE („American Pie“, 1999). Für letzteren wurde Middleton im Jahr 2000 mit dem Artios Award in der Kategorie „Best Comedy Casting“ ausgezeichnet, den die Casting Society of America vergibt.
Nach NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE („The Twilight Saga: New Moon“, 2009) wird Middleton auch Casting-Director von Doug Limans Drama FAIR GAME und von Paul Weitz’ neuer Komödie LITTLE FOCKERS sein. Auch für A SINGLE MAN (2009), Tom Fords Regiedebüt, stellte Middleton die Schauspieler zusammen.
Zu seinen weiteren Filmen zählen Studioprojekte wie Todd Phillips’ Komödie OLD SCHOOL – WIR LASSEN NICHTS ABRENNEN („Old School“, 2003), Paul Weitz’ Komödie REINE CHEFSACHE („In Good Company“, 2004), Peyton Reeds Teenhit GIRLS UNITED („Bring it On“, 2000) und zuletzt F. Gary Grays Thriller GESETZ DER RACHE („Law Abiding Citizen“, 2009). Aber auch bekannte Independentfilme wie Richard Kellys Kultdrama DONNIE DARKO („Donnie Darko“, 2001), Doug Limans Drama GO („Go“, 1999), Peter Solletts Großstadtromanze NICK & NORAH – SOUNDTRACK EINER NACHT („Nick & Norah’s Infinite Playlist“, 2008), Greg Berlantis romantische Komödie DER CLUB DER GEBROCHENEN HERZEN („Broken Hearts Club“, 2000) und Paul Dinellos Komödie STRANGERS WITH CANDY (2005).
Dank seiner Erfahrungen im Casting und einer schillernden Präsenz vor der Kamera wurde Middleton von Ben Affleck und Matt Damon als Experte für ihren innovativen HBO-TV-Hit „Project Greenlight“ ausgewählt. Nachdem er zwei Staffeln lang der Show zur Verfügung gestanden hatte, gehörte er mit Faye Dunaway und Vivica F. Fox zu den Branchenexperten, die für „The Starlet“, eine Reality-Show für Warner Bros., als Juroren verpflichtet wurden.
Joseph Middleton ist Präsident seiner Firma Middleton Casting, Inc. und wurde 2008 in den Aufsichtsrat der Casting Society of America gewählt. Er lebt in Los Angeles.
Alexandre Desplat (Musik)
Nachdem er die Musik zu 50 europäischen Filmen komponiert hatte und dafür mit zwei César-Nominierungen belohnt worden war, katapultierte sich Desplat mit seinem feinfühligen Soundtrack zu Peter Webbers und mit Scarlett Johansson und Colin Firth besetztem Drama DAS MÄDCHEN MIT DEM PERLENOHRRING („The Girl With A Pearl Earring“, 2003) nach Hollywood. Seine Musik erhielt Nominierungen für einen Golden Globe®, einen British Academy of Film and Television Arts Award sowie für den Europäischen Filmpreis.
Sein bereits glänzender Ruf wurde von seinen Kompositionen für englischsprachige Filme weiter bestätigt. Darunter fallen Jonathan Glazers hypnotisches Drama BIRTH („Birth“, 2004) mit Nicole Kidman und Stephen Gaghans, das von Steven Soderbergh produzierte Drama SYRIANA („Syriana“, 2005), mit George Clooney und Matt Damon, das ihm eine weitere Golden-Globe®-Nominierung einbrachte. Zum ersten Mal für den Oscar® vorgeschlagen wurde der Franzose für seine Musik zu Stephen Frears’ Drama DIE QUEEN („The Queen“, 2006), mit Helen Mirren in der Titelrolle. Im gleichen Jahr gewann er zudem einen Golden Globe® für seinen lyrischen Soundtrack zu John Currans Literaturverfilmung DER BUNTE SCHLEIER („The Painted Veil“, 2006).
Mit Regisseur Chris Weitz arbeitete Desplat vor NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE („The Twilight Saga: New Moon“, 2009) bereits bei DER GOLDENE KOMPASS („The Golden Compass“, 2007) zusammen, der Verfilmung des ersten Bandes von Philip Pullmans Trilogie „His Dark Materials“. Im gleichen Jahr schrieb er auch die Musik zu Ang Lees Drama GEFAHR UND BEGIERDE („Lust, Caution“, 2007).
Seine zweite Nominierung für einen Oscar® und seine vierte für einen Golden Globe® wurde ihm schließlich für seinen romantischen Score zu David Finchers, mit Brad Pitt und Cate Blanchett besetztem Drama DER SELTSAME FALL DES BENJAMIN BUTTON („The Curious Case of Benjamin Button“, 2008) zuteil. 2009 vertonte er schließlich eine Reihe gänzlich unterschiedlicher Filme. So Nora Ephrons Komödie JULIE & JULIA („Julie & Julia“, 2009), mit Meryl Streep und Amy Adams, des Weiteren Stephen Frears’, mit Michelle Pfeiffer, Rupert Friend und Kathy Bates besetzter Kostümfilm CHÉRI – EINE KOMÖDIE DER EITELKEITEN („Chéri“, 2009), außerdem Anne Fontaines biografisches Drama COCO CHANEL – DER BEGINN EINER LEIDENSCHAFT („Coco Avant Chanel“, 2009), Wes Andersons Animationsprojekt DER FANTASTISCHE MR. FOX („The Fantastic Mr. Fox“, 2009) sowie Jacques Audiards Drama UN PROPHÈTE, das für Frankreich in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ ins Oscar®-Rennen geht.
Zu den aktuellsten Projekten von Alexandre Desplat zählen Terrence Malicks neuer Film THE TREE OF LIFE, mit Brad Pitt und Sean Penn in zentralen Rollen, sowie Roman Polankis Thriller THE GHOST („The Ghost“), mit Ewan McGregor und Pierce Brosnan.
Alexandra Patsavas (Music Supervisor)
Alexandra Patsavas, heute Eigentümerin von Chop Shop Music Supervision, begann ihre Karriere im Musikgeschäft als Rockpromoterin in Champaign, im US-Bundesstaat Illinois. 1990 zog sie nach Los Angeles, arbeitete bei Broadcast Music Incorporated (BMI) in der Film- und Fernsehabteilung. 1994 nahm sie ihre Tätigkeit bei Roger Cormans Firma Concorde Films auf, war dort bei über 50 B-Movies Music Coordinator oder Music Supervisor. Darunter fallen Fernsehproduktionen wie „Piranha 2“ oder „Bloody Secret“ („Bucket of Blood“), aber auch Filmprojekte wie Aaron Osbornes CAGED HEAT 3000 (1995).
Nach ihrem Ausstieg bei Concorde Films gründete Patsavas mit Chop Shop Music Supervision ihre eigene Firma, die die Songs für TV-Serien wie „Roswell“ („Roswell“), „Carnivale“, „Boston Public“ („Boston Public“) und „O.C. California“ („The O.C.“) sowie für Mark Illsleys Komödie HAPPY, TEXAS („Happy, Texas“, 1999), Catherine Hardwickes TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN („Twilight“, 2008) und auch Chris Weitz’ Fortsetzung NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE („The Twilight Saga: New Moon“, 2009) zusammenstellte.
Aktuell sind Patsavas und ihre Mitarbeiter für viele amerikanische Serienhits tätig. Dazu gehören „Grey’s Anatomy – Die jungen Ärzte“ („Grey’s Anatomy“), deren Ableger „Private Practice“ („Private Practice“), des Weiteren „Chuck“ („Chuck“), „Gossip Girl“ („Gossip Girl“), „Rescue Me“ („Rescue Me“), „Mad Men“ („Mad Men“) und „Supernatural“ („Supernatural“).
Darüber hinaus trat Patsavas auch als Produzentin diverser Soundtracks in Erscheinung, darunter TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN („Twilight“, 2008) und Betty Thomas’ Komödie RACHE IST SEXY („John Tucker Must Die“, 2006), wie auch die Serien „Mad Men“ („Mad Men“), „Grey’s Anatomy – Die jungen Ärzte“ („Grey’s Anatomy“), „O.C. California“ („The O.C.“) und „Rescue Me“. Die hoch gelobte Soundtrack-Reihe „Music from the OC“ hat in mittlerweile sechs Zusammenstellungen über eine Million Verkäufe erzielt, während das Song-Album „Grey’s Anatomy Volume 2“ sogar für einen Grammy® nominiert wurde.
Nach all diesen Erfolgen ist es verständlich, dass Patsavas bereits in vielen Hochglanzmagazinen, Tageszeitungen und Branchenblättern porträtiert wurde. Darunter fallen Artikel in Wired, Glamour, The New York Post, The Los Angeles Times, In Style, The Chicago Sun Times, The Chicago Tribune, Elle, Jane, Billboard, Giant und The New York Times sowie TV-Reportagen der Sender CNBC und MTV. Für das Branchenblatt Advertising Age war Patsavas „Entertainment Marketer of the Year“, die Los Angeles Times führte sie auf in ihrer Liste „The West 100“, für die Filmbrachenbibel Variety zählte sie zu den 50 lobend Erwähnten auf ihrem jährlich erscheinenden „Women’s Impact Report“ und für das Billboard Magazine gehörte sie in den Jahren 2007, 2008 und 2009 zu den „Top Women in Music“. Schließlich reihte sie das Fast Company Magazine 2009 unter den „Most Creative People“ ein.
Peter Lambert (Schnitt)
Peter Lambert begann seine Karriere in London, schnitt für das Fernsehen Sachreportagen, machte dann in der National Film & Television School seinen Abschluss als Cutter. Seitdem hat er als Schnittassistent an großen Produktionen wie Richard Curtis’ romantischer Komödie TATSÄCHLICH... LIEBE („Love Actually“, 2003), Alfonso Cuaróns Drama CHILDREN OF MEN („Children of Men“, 2006) und Ridley Scotts Thriller DER MANN, DER NIEMALS LEBTE („Body Of Lies“, 2008) mitgearbeitet, darüber hinaus aber auch an kleinen britischen Independentproduktionen wie Nora Meyers OONA & ME (2005) oder Brendan Grants Drama TONIGHT IS CANCELLED (2007).
Javier Aguirresarobe (Kamera)
Seit über 35 Jahren in der Filmbranche tätig zählt Javier Aguirresarobe zu den großen Bildmagiern des Spanischen Kinos. Erstmals international aufmerksam wurde die Filmwelt auf ihn durch Montxo Armendáriz’ Drama SECRETAS DEL CORAZÓN (1997), den das Fachblatt American Cinematographer zu den 50 bestfotografierten Filmen seit 1970 zählte.
Nachdem der Kameramann bereits siebenmal für den Goya, Spaniens wichtigsten Filmpreis, nominiert worden war und ihn bis dahin dreimal mit nach Hause nehmen durfte, wurde sein blendender Ruf durch Alejandro Amenabars, mit Nicole Kidman besetzten atmosphärischen Geisterfilm THE OTHERS („The Others“, 2001) noch weiter verbessert. Für seine Leistung wurde der Kameraveteran mit seinem vierten Goya ausgezeichnet.
Seitdem hat Aguirresarobe an großen amerikanischen und internationalen Filmen mitgearbeitet. So setzte er das Licht bei Pedro Almodóvars Drama SPRICH MIT IHR („Hable con ella“, 2002) und wurde dafür zum neunten Mal für den Goya vorgeschlagen, des Weiteren bei Alejandro Amenabars Drama DAS MEER IN MIR („Mar Adentro“, 2004), das mit dem Oscar® als „Bester fremdsprachiger Film“ ausgezeichnet wurde und dem Spanier den fünften Goya einbrachte. Darüber hinaus stand Aguirresarobe hinter der Kamera bei John Hillcoats Cormac-McCarthy-Adaption THE ROAD („The Road“, 2009) und Woody Allens Komödie VICKY CRISTINA BARCELONA („Vicky Cristina Barcelona“, 2008), für die Penélope Cruz den Oscar® als „Beste Nebendarstellerin“ erhielt.
In ihrer Rezension von Milos Formans Drama GOYAS GEISTER („Goya’s Ghosts“, 2006) beschrieb Variety Aguirresarobe als einen Meister des Lichts und lobte den Film für seine aufregende Bildgestaltung, die kein in Spanien herausgebrachter Film während dieser Dekade erreicht hatte. Auch Regisseur James Ivory wollte auf einen Meister wie ihn nicht verzichten und verpflichtete den Spanier für sein Drama THE CITY OF YOUR FINAL DESTINATION (2007), in dem Anthony Hopkins und Laura Linney die Hauptrollen spielten.
Tish Monaghan (Kostüme)
Tish Monaghan hat als Kostümdesignerin an Filmen der unterschiedlichsten Genres mitgewirkt. Darunter Scott Derricksons Sci-Fi-Remake DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILLSTAND („The Day the Earth Stood Still“, 2008), in dem sie Stars wie Keanu Reeves, Jennifer Connelly, Kathy Bates und Jon Hamm einkleidete, außerdem Christopher Nolans, mit Al Pacino, Robin Williams und Hilary Swank besetzter Thriller INSOMNIA – SCHLAFLOS („Insomnia“, 2002), des Weiteren Akiva Schaffers Komödie HOT ROD - MIT VOLLGAS DURCH DIE HÖLLE („Hot Rod“, 2007), mit Andy Samberg und Isla Fisher, Scott Derricksons Drama DER EXORZISMUS VON EMILY ROSE („The Exorcism of Emily Rose“, 2005), in dem Jennifer Carpenter, Laura Linney und Tom Wilkinson die Hauptrollen spielten, sowie Susannah Grants Dramödie LIEBEN UND LASSEN („Catch and Release“, 2006), für die sie Jennifer Garner, Timothy Olyphant und Juliette Lewis einkleidete.
Darüber hinaus zählte sie zur Crew von Lasse Hallströms Drama EIN UNGEZÄHMTES LEBEN („An Unfinished Life“, 2005), David S. Goyers Drama UNSICHTBAR – ZWISCHEN DEN WELTEN („The Invisible“, 2007), den beiden Marcos-Siega-Inszenierungen CHAOS THEORY (2007) und TEEN COP („The Underclassman“, 2005), sowie Lawrence Gutermans Hitkomödie CATS & DOGS – WIE HUND UND KATZE („Cats & Dogs“, 2001). Auch für die Fortsetzung, die unter dem Titel CATS & DOGS: THE REVENGE OF KITTY hat Monaghan die Kostüme entworfen.
Nachdem sie als Cutterin für mehrere Bühnenprojekte in British Columbia gearbeitet hatte, war Monaghan 1981 zum Film gekommen. Sie begann als Kostümschneiderin, Supervisorin und Cutterin, bekam dann 1983 mit der Miniserie „Brothers by Choice“ ihren ersten Auftrag als Kostümdesignerin. In ihrer beruflichen Vita finden sich auch mehrere Engagements fürs Fernsehen, darunter die Miniserie „Traffic – Die Macht des Kartells“, zwei Episoden der Krimiserie „Monk“ („Monk“) sowie die Serie „The Heights“.
David Brisbin (Produktionsdesign)
Seit 20 Jahren ist David Brisbin als Produktionsdesigner tätig. Unter seinen Filmen finden sich das Sci-Fi-Remake DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILLSTAND („The Day the Earth Stood Still“, 2008) und DER EXORZISMUS VON EMILY ROSE („The Exorcism of Emily Rose“, 2005), beide inszeniert von Scott Derrickson, des Weiteren Scott Franks Thriller DIE REGELN DER GEWALT („The Lookout“, 2007), die Gus-Van-Sant-Dramen DRUGSTORE COWBOY („Drugstore Cowboy“, 1989) und MY PRIVATE IDAHO („My Own Private Idaho“, 1991), außerdem Matt Dillons Regiedebüt GHOSTS („Ghosts“, 2002), James Foleys Noir-Krimi AFTER DARK, MY SWEET („After Dark, My Sweet“, 1990) und Jane Campions Thriller IN THE CUT („In the Cut“, 2003).
Ursprünglich hatte Brisbin eine Ausbildung als Architekt absolviert, machte seinen Bachelorabschluss an der Rice University und arbeitete dann als Praktikant für den renommierten Architekten Robert Venturi. Aber Brisbin studierte auch Film unter dem berühmten, 1993 verstorbenen Regisseur Alexander Mackendrick, der am California Institute of the Arts unterrichtete, an dem Brisbin auch seinen Masterabschluss machte. Nachdem er das Henry-Luce-Stipendium erhalten hatte, arbeitete er als TV-Nachrichtenreporter in Manila, berichtete in dieser Zeit auch über den Sturz des Marcos-Regimes.
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