Woran wir merken, dass wir doch spießig geworden sind
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Das Spießertum - verpönt, verachtet ... gefürchtet? Es gibt ein paar Dinge, die man im Leben nicht ändern kann. Da hätten wir zum Beispiel das Wetter, unsere Eltern, die Spritpreise oder die x-te Wetten,dass? - Show mit Thomas Gottschalk. Und natürlich diese leidliche Nebensächlichkeit, dass wir jedes Jahr älter werden.
Das ist mit 16 noch cool, mit 18 ziemlich praktisch, mit 25 irgendwie normal, mit 29 ziemlich überraschend und spätestens ab 39 ziemlich erschreckend. Aber eines bleibt, egal wie alt wir gerade geworden sind, immer gleich: Wir haben uns nicht verändert, sind immer noch passabel cool und auf keinen Fall spießig. Das glauben wir zumindest.
Inspiriert durch die neue Komödie Greenberg mit Ben Stiller, die ab Donnerstag (1. April) in den deutschen Kinos zu sehen sein wird, senden wir Ihnen heute die Top Ten Facts, an denen wir feststellen können, ob wir vielleicht doch spießig geworden sind. Auch wenn wir es uns eigentlich nicht eingestehen wollen...
Woran erkennst du, dass Du ein Spießer geworden bist?
- Du ziehst es grundsätzlich vor, an einem Samstagabend auf der Couch zu hocken und Fernsehen zu gucken, anstatt dich ins Nachtleben zu stürzen und im neuesten angesagten Club zu feiern. Warum? Es regnet und du müsstest in der Schlange stehen.
- Du besitzt jetzt einen Terminkalender... wer hätte das früher von Dir gedacht?! In diesem sucht man allerdings Einträge wie „Party bei Chris“, „Wohnungseinweihung Ben“, „Konzert“ oder „Auf der Gästeliste bei...“ vergeblich. Vielmehr finden sich Einträge wie: „Samstag Babyparty Katrin“, „Mama & Papa besuchen“ oder „passende Teller zu den Tassen kaufen“.
- Du hast neulich die Blagen im Hof angeschrien, weil sie unter deinem Fenster viel zu laut gespielt haben. Du wohnst übrigens im dritten Stock.
- Mit deiner Spontanität ist es nicht mehr weit her. Wenn du dich betrunken auf einer Studentenparty dazu überreden lässt, am nächsten Morgen spontan mit nach Australien zu fliegen, überkommt dich spätestens auf dem Weg zum Flughafen im Taxi die Reue und du möchtest einfach nur mit deinem Herzblatt in Ruhe relaxen. Keine Sorge, damit stehst du nicht allein: Ben Stiller alias Greenberg kennt diese Situation ebenfalls zur Genüge.
- Dein Tagesablauf ist fest geplant. Aufstehen, Frühstück, Arbeit, Abendessen, 20 Uhr Nachrichten gucken, dann den Spielfilm ab 20.15 Uhr, danach schlafen gehen. Du hast diesen Rhythmus so sehr verinnerlicht, dass du, als du neulich mit Freunden essen warst, auf der Restauranttoilette deinen Zahnputzbecher gesucht hast.
- Als dich neulich ein Freund eingeladen hat, ihn bei einer Interrail-Tour zu begleiten, hast du spontan Rückenschmerzen bekommen. Bei der Vorstellung, etwas zu essen, was über dem Campingkocher lauwarm gekocht wurde, hast du sofort einen Tisch bei deinem Stamm-Italiener gebucht. Urlaub machst du übrigens trotzdem. In einem 5-Sterne-Robinson-Club mit Vollpension.
- Vorbei sind die Zeiten, als du und deine Freunde Astronauten oder Filmstars werden wollten. Nicht mal einer von Euch hat es wenigstens zum Zweitliga-Fußballer gebracht, stattdessen seid ihr Bankberater oder Schuhverkäufer. Solide, ehrbare Jobs, sicher – aber was ist aus den Rockstar-Träumen von früher geworden? Das ist eine Frage, die sich nicht nur Greenberg im gleichnamigen Kinofilm von Zeit zu Zeit stellt.
- Mitfahrgelegenheit ade. Du legst lieber 40€ mehr auf den Tisch und fährst mit der Bahn, anstatt dir wilde Geschichten von dir völlig fremden Menschen anzuhören. Stattdessen genießt du die Pünktlichkeit und Freundlichkeit der Deutschen Bahn. Von jeher eigentlich DER Inbegriff an Spießigkeit.
- Auf der Hochzeit eines Freundes, der jetzt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern bald ein Reihenhaus in der Vorstadt beziehen wird, schießen dir die Tränen in die Augen. Nicht vor Rührung, sondern aus Neid. Was würdest du für so ein Leben geben.
- Du bist neulich im Baumarkt „ausversehen“ im Gang mit den Gartenzwergen gelandet. Machen wir es kurz, du hast einen gekauft. Willkommen in der Spießerwelt!
Und? Noch einmal Glück gehabt? Oder kam die Erkenntnis wie ein Eimer kaltes Wasser über den Kopf? So wie es aussieht, kann sich niemand - ob früher oder später - der Spießigkeit völlig entziehen. Aber wir können uns bemühen, sie in Grenzen zu halten. Wer sehen möchte, wie sich Ben Stiller in der Kinokomödie Greenberg mit den Tücken der Spießigkeit herumschlägt, sollte ab dem 1. April ein Kino aufsuchen. Und das ist übrigens alles andere als spießig, sondern macht einfach nur richtig viel Spaß!
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Eure Kommentare zu "Woran wir merken, dass wir doch spießig geworden sind":
Max Greenberg ist ne coole Socke. Sehr sympathisch ;)