VATIKAN AG Buchtipp
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Es gibt einen aktuellen Neueinsteiger in die Spiegel-Bestsellerliste. Von 0 auf 17 ist Gianluigi Nuzzi's VATIKAN AG eingestiegen. Ein Geheimarchiv enthüllt die Wahrheit über die Finanz- und Politskandale der Kirche. Das buch wird bestimmt bald verfilmt ;) Wir haben schon jetzt den Trailer zum Buch für euch:
Zum
Inhalt:
Skrupellose Finanzoperationen, getarnt als
Werke der Wohltätigkeit unter dem Deckmantel karitativer Stiftungen.
Viertausend
geheime Dokumente des Heiligen Stuhls – Briefe, vertrauliche
Mitteilungen, Aktennotizen, Protokolle, Kontoauszüge und Buchungsbelege –
enthüllen die Verwicklung des Vatikans in Schmiergeldaffairen und
bringen ihn in den Zusammenhang mit der Mafia.
Die Dokumente
stammen aus dem Nachlass von Monsignor Renato Dardozzi (1922–2003), der
bis Ende der 1990er Jahre als einer der wichtigsten Mitarbeiter des IOR
(„Institut für die Werke der Religion“), wie die Vatikanbank offiziell
heißt, fungierte.
In seinem Testament verfügte Dardozzi, dass
diese Dokumente der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden müssen. Die
Aufgabe wurde Gianluigi Nuzzi übertragen, der sich seit 16 Jahren als
Enthüllungsjournalist mit den Polit- und Finanzskandalen Italiens
beschäftigt. Nuzzi reiste unter Personenschutz in den Tessin, wo das
brisante Material im Keller eines alten Bauernhauses lagerte. Von dort
brachte er es in zwei Samsonite-Koffern nach Italien und begann mit der
Auswertung.
Das frappierende Ergebnis veröffentlichte er in
seinem Buch „Vatikan AG“. Die Dokumente aus Dardozzis Archiv beweisen,
dass in der Vatikanbank Anfang der 1990er Jahre ein raffiniertes System
mit Nummernkonten entstand, über das hunderte Milliarden Lire verschoben
wurden.
Architekt dieses Netzwerks war Prälat Donato de Bonis,
der neue Chef der Vatikanbank, den man nach dem Crash der
Ambrosiano-Bank, der rätselhaften Ermordung Roberto Calvis und Michele
Sindonas und dem Rückzug von Erzbischof Marcinkus eingesetzt hatte.
Donato
de Bonis legte, unter dem Deckmantel wohltätiger Stiftungen, Konten für
Politiker, Bankiers und Unternehmer an, darunter auch für den
siebenmaligen italienischen Ministerpräsident Giulio Andreotti.
Als
Offshore Bank, die sich jeglicher Kontrolle von Außen entzog, war die
Vatikanbank ein Paradies für Anleger dubioser Gelder. Sie funktionierte
wie eine gigantische Geldwaschanlage mitten in Rom, die auch von der
Mafia genutzt wurde. Ein Steuerparadies, das allein der Gesetzgebung des
Vatikans unterworfen war. Und das alles im Namen Gottes.
Dokumente
aus dem Archiv beweisen, dass auch Papst Johannes Paul II von der
Tätigkeit des IOR wusste, jedoch nichts dagegen unternahm, weil es ihm
bei seinen Aktivitäten in der polnischen Solidarnosc-Bewegung nützte.
Das
Buch "Vatikan AG" ist mit mehr als 250.000 verkauften Exemplaren das
meist verkaufte Sachbuch 2009 in Italien. Dennoch wurde es von den
italienischen Medien totgeschwiegen.
Am 25.3.10 erschien es erstmals in deutscher Sprache. Anders als andere Veröffentlichungen über den Vatikan, stützt es sich nicht auf Verschwörungstheorien und enthält auch keine Dokumente, die der Vatikan ohnehin freigegeben hat (wie z.B. bei der Öffnung seiner Archive über den Nationalsozialismus). Stattdessen reiht der Autor nüchtern die Fakten aneinander, die durch das Archiv von Dardozzi ungewollt ihren Weg aus den dicken Mauern des Vatikans gefunden haben.
Gianluigi Nuzzi arbeitet als investigativer
Journalist bei der italienischen Tageszeitung „Libero“, zuvor war er für
den „Corriere della Sera“ und „Il Giornale“ sowie für die Zeitschrift
„Il Panorama“ tätig. Seit 1994 verfolgt er die Polit- und Finanzskandale
Italiens. Im Frühjahr 2008 erhielt er Zugang zum Geheimarchiv Monsignor
Dardozzis.
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