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Prince Of Persia: Fitness, Stunts und Parkours


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15.05.2010 19:50



Damit Prince Of Persia Hauptdarsteller Jake Gyllenhaal fähig war, den körperlichen Anforderungen als Prince of Persia gewachsen zu sein, musste er ein ausgiebiges Training absolvieren. Dank zahlreicher Experten, wie Stuntkoordinator George Aguilar, war es den Filmemachern möglich, noch nie dagewesene, spektakuläre Kampf- und Parkour-Szenen in den Film zu integrieren.



Ein Actionheld leistet harte Arbeit, doch einer zu werden, ist noch viel anstrengender. Als Jake Gyllenhaal mit den Vorbereitungen für seine Rolle als Prinz Dastan in PRINCE OF PERSIA – DER SAND DER ZEIT begann, war ihm klar, dass er schweres Geschütz auffahren musste. „Die Entwicklung meiner Figur war zunächst einmal sehr körperbetont“, erzählt Gyllenhaal. „Ich musste in Form kommen, Parkour, Schwertkampf und die Mentalität eines Kriegers lernen.“

Hier kam der 36-jährige Kraft– und Konditionstrainer Simon Waterson ins Spiel, dessen Fitnessprogramm von den Erfahrungen beeinflusst ist, die er in seinen acht Jahren als Soldat machte. „Ziel von Jakes Trainingsprogramm war es, ihn ganz zweckgebunden in die notwendige körperliche Verfassung zu bringen, ihn stark und gelenkig zu machen, damit er der riesigen körperlichen Belastung und dem Druck, den seine Rolle als Prinz Dastan mit sich bringen würde, auch gewachsen war“, erklärt Waterson seine Richtlinie. „Hauptsächlich ging es mir darum, seine Athletik zu verbessern, denn für den Film musste er laufen, springen, Schwerter schwingen und natürlich auch fantastisch aussehen.“

Waterson gibt zu, dass Gyllenhaal letztlich das körperliche Erscheinungsbild eines echten Actionhelden haben musste. Doch die treibende Kraft bei dem Programm war eine andere Zielsetzung. „Ästhetische Gesichtspunkte standen nicht im Mittelpunkt“, erklärt Waterson. „Wenn er wie ein Athlet trainieren, essen und schlafen würde, dann würde er zwangsläufig am Ende auch wie einer aussehen, das wusste ich.“

Das Programm, das Waterson schließlich für den Oscar®-nominierten Schauspieler entwickelte, orientierte sich an den Anforderungen des Drehbuchs: „Jakes Training sollte ihn darauf vorbereiten, was während der Produktion des Films auf ihn zukommen würde. So wusste ich zum Beispiel, dass Jake Panzerungen und andere schwere, ihn in der Bewegung behindernde Rüstungselemente tragen würde. Deshalb ließ ich ihn während des Trainings eine neun Kilo schwere Splitterschutzweste überziehen, um diese Belastung nachzuahmen.“

„Viele Szenen des Films wurden im Sand von Marokko gedreht“, fährt Waterson fort. „Deshalb gehörte zu unserem Herz- und Kreislauf-Ausdauertraining auch ein Intervall-Training im Sand. Für Jake bedeutete das frühmorgendliche Workouts auf den sandigen Reitwegen im Hyde Park in London, bei denen er eine Splitterschutzweste tragen musste.“

Waterson ordnete auch Trainingseinheiten im Fitnessstudio an, dazu gehörten plyometrische Übungen wie auch Kraft– und Zirkeltraining. „Wir konzentrierten uns dabei mehr auf  Beweglichkeit als auf Muskelbildung, sein Körper sollte in den Bewegungen ganz natürlich wirken“, führt Waterson weiter aus. „Jake geht alles sehr systematisch an, versteht sehr viel von Fitness. Für ihn zählte jede einzelne Trainingseinheit, er setzte sich immer hundertprozentig ein.“

Während der Vorbereitungsphase des Films trainierte Waterson zweimal täglich mit Gyllenhaal – morgens Ausdauertraining im Freien, abends Workouts im Fitnessstudio. Aber auch nach Beginn der Dreharbeiten setzte der Schauspieler sein Training fort. Über die ganze Zeit der Dreharbeiten hinweg trainierte Waterson mit Gyllenhaal, wechselte dabei Ausdauerübungen mit Kraft- und Konditionstraining ab. Und das jeden Tag für 45 Minuten, an sechs Tagen in der Woche. „Wegen der extremen Hitze in Marokko mussten wir das Training sehr früh ansetzen“, erinnert sich Waterson.

Leicht war das alles nicht. Gyllenhaal musste nicht nur sein Konditionstraining absolvieren, sondern im Rahmen seines Parkour-Trainings auch viele gymnastische Übungen durchführen. Parkour, mit all seinen fantastischen, der Schwerkraft trotzenden Bewegungselementen, wie etwa das Hochlaufen an und das folgende Abstoßen von Mauern, erfordert höchste körperliche Leistungsfähigkeit. Und Prinz Dastan, Gyllenhaals Figur, war ein Parkour-Profi. „Es gibt keinen Grund, einen Film wie diesen zu drehen, wenn man den Stuntanforderungen nicht gewachsen ist“, erklärt Gyllenhaal. „Es ging um körperliche Fitness im Allgemeinen, in der Lage zu sein, alles zu tun, was man von mir erwartete. Deshalb brachte ich mich in die bestmögliche körperliche Verfassung, lief große Strecken, trainierte Parkour, hob Gewichte und ritt.“

Und das alles zahlte sich aus. „Es verschafft mir große Befriedigung zu sehen, wenn sich ein Schauspieler wie ein Athlet verhält“, gibt Waterson zu. „So nämlich erging es mir, als ich sah, wie er bestimmte Stunts ausführte, die wir trainiert hatten. Für diese Art Rollen setze ich die Trainingsintensität immer etwas höher an, als es die Rollen vielleicht erfordern. Deshalb konnte Jake auch alles versuchen, was immer auch von ihm verlangt wurde – und das mit großem Selbstvertrauen.“

TRAININGSPLAN FÜR EINEN ACTIONHELDEN

- Das morgendliche Ausdauer- und Krafttraining beginnt mit einem 60-Minuten-Lauf mit beschwerter Weste, 20 Minuten davon müssen im Sand absolviert werden. Dann gibt es zehn Trainingseinheiten mit plyometrischen Übungen, darunter Stützstrecken und Liegestützen. Im Anschluss daran wird auf einen 25 Meter hohen Hügel gesprintet, und das fünfmal hintereinander.

- Zum abendlichen Trainingsprogramm gehört ein plyometrisches Zirkeltraining mit fünf aufeinanderfolgenden Übungen. Das Ganze wird fünfmal absolviert. Für Gyllenhaal hieß das zum Beispiel jeweils zehn Stützstrecken, Klimmzüge mit beschwerter Weste, Liegestützen mit Medizinbällen (wobei eine Hand sich auf den Boden stützte, die andere den Ball umfasste, und das einmal mit der linken, dann der rechten Hand im schnellen Wechsel), Kniebeugen (während eine 20 Kilo schwere Hantel über den Kopf gehoben werden musste) und Ähnliches mehr.

- Waterson empfiehlt, täglich jeweils einen Körperteil speziell zu trainieren, mit fünf Übungen, die sechs- bis achtmal wiederholt werden (Bankdrücken für den Brustkorb, Kreuzheben für den Rücken, Schulterpressen für die Schulter).

- Für das Bauchmuskeltraining nimmt der Coach die Bauchgegend an verschiedenen Punkten in Angriff – und das alle zwei Tage. Waterson liebt es, Klimmzugelemente wie Hanging Leg Raise und Einheiten mit Medizinbällen in die Übungen einzubauen.

- Zu jeder Trainingseinheit gehören Abwärmen und Dehnübungen.

- Im Rahmen seines Ernährungsplans musste Gyllenhaal sechs kleine Mahlzeiten im Laufe des Tages einnehmen, jede einzelne enthielt Proteine, Kohlenhydrate und Fett. Damit konnte Energie während des Tages langsam, aber kontinuierlich freigesetzt werden. Und selbst wenn man nicht mit der extremen marokkanischen Hitze konfrontiert wird, ist Wassertrinken in reichlichen Mengen zwingend erforderlich.

Das von Waterson für Gyllenhaal entwickelte Trainingsprogramm eignet sich aber nicht nur für Filmstars. Laut Waterson sollte man mit weniger Wiederholungen beginnen und auch das  Ausdauertraining nur halb so lange ansetzen. Dann das Ganze allmählich steigern, wenn sich die eigene Fitness verbessert. Watersons abschließender Rat: „Setze Dir kurz- und langfristig immer realistische Ziele, trainiere regelmäßig, selbst wenn es nur 15 Minuten sind. Alles zählt. Gib nie auf und erinnere dich immer daran, dass der wichtigste Muskel im Körper dein Herz ist.“  

Wer Jake Gyllenhaal als echten Actionheld erleben und seine großartigen Stunts sehen will, kann das tun, wenn PRINCE OF PERSIA - DER SAND DER ZEIT am 20. Mai 2010 ins Kino kommt.







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