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Marmaduke: die Synchronsprecher


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08.06.2010 10:19

Bülent Ceylan (Carlos), Twentieth Century Fox, TrailerSeite.de


Marmaduke, eine Dänische Dogge und weltweit geliebter Comic-Star (die Zeichnungen erscheinen in 600 Zeitungen in über 20 Ländern) macht sich bereit, nun auch die Kinoleinwand zu erobern. In der Familienkomödie MARMADUKE findet die linkische Riesen-Dogge endlich seinen Platz im Leben und lernt, dass es ganz OK sein kann, alle und alles zu überragen. Im kalifornischen Orange County lässt es sich auf großem Fuß gut leben und Marmaduke kann sogar seiner Familie helfen, die Schwierigkeiten, die der Umzug vom Mittleren Westen ins O.C. mit sich bringen, zu meistern. Er muss aber auch lernen, dass es für eine 90 Kilogramm schwere Teenager-Dogge gar nicht so einfach ist, sich bei den neuen vierbeinigen Freunden einzufügen. Zum Glück muss Marmaduke die Probleme nicht ganz alleine lösen. Sein „Stiefbruder“ und bester Freund Carlos, ein Russisch Blau Kater, ist stets an seiner Seite.


Owen Wilson (in der deutschen Fassung Christian Ulmen) spricht Marmaduke und George Lopez (in der deutschen Fassung Bülent Ceylan) leiht seine Stimme dem Kater Carlos. Zu Wilsons letzten Kinoerfolgen zählt auch die Familienkomödie MARLEY UND ICH („Marley & Me“, 2008), in der er den Besitzer eines Hundes spielt, der jede Menge Unheil anrichtet. Nun kann Wilson als Stimme der Dänische Dogge Marmaduke selbst Chaos in seiner gebeutelten Familie verbreiten (und ihnen natürlich helfen, wenn es hart auf hart kommt). „Es gibt interessante Parallelen zwischen den beiden Rollen [in MARMADUKE and MARLEY UND ICH]”, gibt Wilson zu. „Aber um ehrlich zu sein, war es ein absoluter Zufall, dass ich die beiden Rollen so kurz hintereinander übernommen habe. Ich habe mich hauptsächlich für die Sprecherrolle in MARMADUKE entschieden, weil sich die Chance zur Zusammenarbeit mit [dem Regisseur des Films] Tom Dey bot, mit dem ich schon [die erfolgreiche Western-Actionkomödie] SHANG-HIGH NOON („Shanghai Noon", 2000) gedreht habe. Als ich mit Tom über MARMADUKE gesprochen habe und er mir seine Ideen für den Film erzählte, machte es plötzlich ‚Klick’ und der Hund in mir erwachte und wies mir den Weg.”


Für Dey hat Wilsons Entscheidung für MARMADUKE mehr mit MARLEY UND ICH zu tun, als der Schauspieler zugibt. „Owen war der letzte Sprecher, den wir besetzt haben, weil die Stimme von Marmaduke am schwierigsten zu finden war”, erinnert sich Dey. „Ich kannte das Drehbuch bereits, als mir Owen während eines Abendessen erzählte, wie viel Spaß er an der Arbeit mit den Hunden bei MARLEY UND ICH gehabt hatte. Ich sagte ihm, dass ich auf der Suche nach einem Sprecher für Marmaduke sei und Owen antwortete nun schmunzelnd ‚Nun, vielleicht sollte ich Marmaduke sprechen’. Wir lachten beide – aber 10 Monate später war er Marmaduke.“

Für den bekannten Schauspieler/ Comedian/ Talkshow-Moderator George Lopez war seine Zusage für die Sprecherrolle des Katers Carlos eine „Frage des Fairplay“: Er hatte knapp zwei Jahren zuvor in BEVERLY HILLS CHIHUAHUA („Beverly Hills Chihuahua”, 2008) die Rolle des Papi gesprochen, ein abgebrühter Straßenhund, der sich in eine verwöhnte Beverly-Hills-Hündin verliebt. „Ich fand einfach, ich sollte den Katzen genauso viel Zeit schenken“, erzählt Lopez schmunzelnd. „Ich liebe es die Figuren, die ich spreche, lustig und ein bisschen frech zu machen, egal um welche Tierart es sich handelt, und Carlos passt bestens in das Schema.”


Die ungewöhnliche Freundschaft zwischen Marmaduke and Carlos – in MARMADUKE leben Hunde und Katzen nicht nur harmonisch unter einem Dach, sie sind sogar die besten Freunde – liefert einige der besten Lacher im Film, sorgt aber auch für rührende Momente. „Mir gefällt die Freundschaft zwischen Carlos and Marmaduke”, erzählt Lopez. „Die meisten Menschen denken, dass Hunde und Katzen nicht zusammenleben können, aber die beiden sind wie Brüder. Carlos ist immer für Marmaduke da und hilft ihm sogar bei seinen verrücktesten Plänen.”


Lucy, gesprochen von Nora Tschirner
Nora Tschirner spricht Lucy (Copyright: Twentieth Century Fox)


Diese verrückten Pläne gehören zu Marmadukes unermüdlichen Anstrengungen, seine Familie bei der Eingewöhnung in ihre neue Umgebung zu unterstützen. Gleichzeitig muss er aber auch selbst, seinen Platz unter den Hunden der Nachbarschaft finden. Leider läuft es nicht so gut für Marmaduke. Ein Teenager zu sein, kann schon ganz schön hart sein, besonders wenn man noch zu keiner Clique gehört und noch herausfinden muss, wer cool ist (und wer nicht). Und wenn man dann noch eine 90 Kilogramm schwere Dogge ist… na ja, dadurch steigern sich die Schwierigkeiten, ein Teenager zu sein, exponentiell.


Dabei beginnt der Neuanfang im O.C. für Marmaduke ganz vielversprechend: Während einer Spritztour auf dem Pacific Coast Highway mit seinem Besitzer Phil streckt Marmaduke – ausgestattet mit cooler Sonnenbrille – den Kopf aus dem Autodach und genießt die kalifornische Sonne. Aber schon beim ersten Besuch des Hundestrands schwant ihm nichts Gutes. Der Strand ist das Zentrum des Hundelebens. Hier treffen sich alle, man lernt sich kennen, tauscht die letzten Neuigkeiten aus und erledigt dringende „Geschäfte“. Am Hundestrand geht es ab wie in einer Schule... aber für Hunde.


Und genau wie in einer Schule für Zweibeiner wimmelt es hier nur so von Cliquen: da gibt’s die „Sportfreaks” – Hunde, die sich nur fürs Frisbee-Spielen und Verabredungen mit unterbelichteten Cocker Spaniels interessieren; die „Drama Queens” – geborene Schauspieler, die sich ständig in Szene setzen; die „Halbstarken” – eine ziemlich gefährlich aussehende Truppe, die sich am Rand des Hundestrands herumtreibt; die „Kläffer” – Mischlinge, aus dem Armeleute-Viertel, und schließlich die „Rassehunde” – so reich und verwöhnt, dass sie denken, sogar ihr „großes Geschäft“ würde duften.


Der Ansatz, das Leben auf dem Hundestrand und der Hundewiese wie in einer High School aufzuziehen, gefiel den Schauspielern und Filmemachern von MARMADUKE besonders gut. „Ich mag die Idee, dass Marmaduke ein zu groß geratener, linkischer Teenager ist, der sich in einer neuen Stadt und einer neuen Schule zurechtfinden muss“, erzählt Owen Wilson. „Es hat sehr viel Spaß gemacht, aus dem Hundestrand eine Art High School für Hunde zu machen. Jeder ist irgendwann einmal zur Schule gegangen und fast jeder hat einen Hund oder liebt zumindest Hunde. Also wird das Publikum bei MARMADUKE viele Anknüpfungspunkte finden.”


„MARMADUKE erinnert mich an die Teen-Angst-Filme der 80er-Jahre”, fügt John Davis hinzu. Der erfolgreiche Produzent kennt sich bestens mit Filmen aus, die von Tieren mit besonderen Fähigkeiten handeln, schließlich realisierte er neben vielen anderen Kassenschlagern auch DR. DOLITTLE (1998) und GARFIELD (2004). Regisseur Tom Dey ist ein großer Fan der mittlerweile fast schon zu den Klassikern zählenden High-School-Filme, von denen eine ganze Reihe der ebenso legendäre John Hughes inszenierte. „Ich bin mit Filmen wie [den von Hughes inszenierten und produzierten] IST SIE NICHT WUNDERBAR („Some Kind of Wonderful", 1986), SIXTEEN CANDLES (1984) und FERRIS MACHT BLAU („Ferris Bueller’s Day Off", 1985) aufgewachsen”, sagt Dey. „MARMADUKE zu drehen, war ein Trip zurück in meine Teenager-Zeit.”
George Lopez bemerkt dazu, dass seine Filmfigur sich nicht allzu viele Gedanken über die Sorgen von Teenagern macht. „Carlos ist ein sehr unabhängiger Kater, den der ganze High-School-Kram nicht besonders interessiert. Für Carlos ist der Höhepunkt des Tages, einen Fellball zu zerfetzen.”  


Der ganze Cliquen-Zauber am Hundestrand – wo er sich eh’ nicht freiwillig herumtreiben würde – lässt Carlos kalt. Aber für Marmaduke würde er alles tun und so hilft er ihm sogar, seinen größten Wunsch in Erfüllung gehen zu lassen – endlich zu den Rassehunden zu gehören. Die Clique besteht aus Rocco (im Original von Kiefer Sutherland – aus der TV-Serie „24” – gesprochen), dem „Alphatier“ der Gruppe und amtierenden Surf-Meister; seiner Freundin Beverly (im Original von Fergie von den Black Eyed Peas gesprochen), einer eleganten Collie-Dame, deren Herrchen ganz zufällig Phils Boss ist und in die sich Marmaduke unsterblich verliebt hat; sowie Roccos verschlagene Kumpel, die Deutschen Pinscher-Rüden Blitz und Donner (im Original jeweils von den beliebten Komikern Marlon Wayans und Damon Wayans, Jr. gesprochen).
Um sich bei den Rassehunden einzuschmeicheln, schmeißt Marmaduke eine wilde Party (ausschließlich für Rassehunde, vielen Dank) im Haus seiner Familie, die ganz zufällig für einige Tage verreist ist. So wird nur Carlos Zeuge des heillosen Durcheinanders und der Ausschweifungen: flirtende Hunde, die auf dem Tisch tanzen, Kissen zerfetzen, auf die Couch pinkeln und zu ohrenbetäubender Musik grooven.

Marmaduke, gesprochen in Deutschland von Christian Ulmen
Christian Ulmen spricht Marmaduke (Copyright: Twentieth Century Fox)


Die Straßenhunde sind nicht besonders glücklich über Marmadukes Versuche, von der elitären Rassehunde-Clique aufgenommen zu werden. Ganz besonders trifft es Lucy (im Original von Emma Stone aus ZOMBIELAND (2009) gesprochen, in der deutschen Fassung von Nora Tschirner), eine burschikose Queensland-Heeler Mischlingsdame. Sie sieht in Marmaduke mehr als nur den viel zu groß geratenen Neuzugang. Und schließlich waren es Lucy und ihre Bande – zu denen auch Einstein, ein superschlauer Dackelmischling (im Original von dem bekannten Komiker Steve Coogan gesprochen) und Giuseppe (im Original von Christopher Mintz-Plasse aus KICK-ASS (2010) gesprochen), ein aufgeregter Chinese Crested Mischling, gehören – die Marmaduke bei seinem Einstand auf dem Hundestrand freundlich aufgenommen haben. Der Einzige, den der ganze Cliquenzirkus kalt lässt – und den alle fürchten – ist ein wüst aussehender Mastiff namens Bruno (im Original von Sam Elliott – UP IN THE AIR (2009) – gesprochen). Bruno ist eine Legende, um die sich viele Mythen ranken – u.a. dass er auf einem Haufen Knochen schläft. Er ist die graue Eminenz, mit der sich keiner anlegt. Aber Bruno hat auch noch niemanden wie Marmaduke kennengelernt…


Die Hund-Mensch-Beziehungen im Film sind ebenso spannend wie die Action am Hundestrand. Wenn Marmaduke gerade mal nicht mit seinen Freunden abhängt und sich stattdessen mit seinem Stiefbruder Carlos Zuhause herumtreibt, hilft er Familie Winslow, aber stellt ihre Geduld dabei auch auf eine harte Probe. Zu den Winslows zählen Familienoberhaupt Phil (Lee Pace), ein typischer Vater aus dem Mittleren Westen mit großen Ambitionen, der im O.C. seiner Familie ein besseres Leben bieten möchte, Mutter Debbie (Judy Greer), die die ganze Familie zusammenhält und die Kinder Brian, Barbara und Sarah. Lee Pace, der in der TV-Kultserie „Pushing Daisies” zu sehen war, hatte großen Spaß an der Beziehung zwischen Phil und Marmaduke. „Trotz ihrer ständigen Rangeleien, wer von ihnen der Chef ist, besitzen sie einen ganz besonderen Draht zueinander“, erklärt Pace. „Und der Umzug der Familie bedeutet für beide die Chance auf einen Neuanfang. Sie können sich beide neu erfinden.“
Für Phil dreht sich alles um seinen neuen Job. Er ist zum Marketing Chef einer Firma ernannt worden, die Bio-Hundefutter produziert. Die Hundeliebe des exzentrischen Besitzers Don Twombly (William H. Macy) geht so weit, dass er sogar geschäftliche Besprechungen am Hundestrand durchführt. Damit nicht genug, fügt William H. Macy (FARGO (1995)) hinzu: „Don trägt meistens sogar keine Schuhe bei den Meetings, weil Hunde auch keine tragen!” Mit seinem anspruchsvollem Chef Schritt zu halten, ist gar nicht so einfach für Phil, der zusätzlich auch noch den vielen Hundehaufen ausweichen muss.
Währenddessen versucht Phils Frau Debbie den turbulenten Haushalt ihrer frisch umgezogenen Familie bestehend aus ihrem überarbeiteten Mann Phil, ihren drei Kindern, die sich an die neue Umgebung gewöhnen müssen – und natürlich Marmaduke unter Kontrolle zu halten. „Die Winslows haben Marmaduke als Welpen adoptiert und hatten keine Ahnung, worauf sie sich einlassen“, erklärt Judy Greer, zu deren zahlreichen Filmen auch die Erfolgskomödie 27 DRESSES (2008) gehört. „Als er größer und, nun ja, zu Marmaduke wird, haben die Winslows plötzlich ein viertes Kind.”












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Eure Kommentare zu "Marmaduke: die Synchronsprecher":

Stefanie Ich finde diesen Fil sehr gut, weil er echt liebevoll gemacht ist und einfach zum totlachen ist