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Adele: Geheimnisse und Mythen um die alten Ägypter

06.09.2010 18:02



Paris, 1912. Die neugierige Journalistin und Hobbyarchäologin Adèle reist nach Ägypten, um das Geheimnis des Pharaos Ramses II zu lüften. Sie benötigt dringend die Mumie von Ramses legendären Leibarzt Patmosis.

Also macht sie sich auf den Weg durch ein unglaubliches und gefährliches Labyrinth im inneren der Pyramide. Doch nicht nur in Adele Und Das Geheimnis Des Pharaos (ab 30. September im Kino) geben die Pharaonen und Pyramiden Rätsel auf – die Forschung beschäftigt sich seit Jahrhunderten mit ihren Geheimnissen. Und noch lange sind nicht alle Rätsel gelöst. Hier die wichtigsten Fakten, Mythen und Geheimnisse rund um Pyramiden, Pharaonen und das alte Ägypten.


Die Pharaonen und die Pyramiden

Der Pharao, der ägyptische König, galt als göttlicher Repräsentant auf Erden. Nach seinem Tod, so die Vorstellung, fährt der Pharao zum Himmel, wo er mit den Gottheiten und seinen Vorfahren über sein Reich herrscht. Um die Auffahrt zum Himmel zu gewährleisten waren etliche Beerdigungsrituale notwendig. Es wurden große Grabkammern errichtet, die Leiche aufwändig mumifiziert und großzügige Grabbeigaben beigelegt. Die größten und beeindruckendsten Grabstätten für Pharaonen waren die Pyramiden. Die berühmtesten Pyramiden sind wohl die drei Pyramiden von Gizeh: Die Cheops-Pyramide, die Chephren-Pyramide und die Mykerinos-Pyramide. Sie zählen nicht nur zu den ältesten Pyramiden, sondern auch zu den ältesten noch erhaltenen Bauwerken der Menschheit. Sie sind als einziges der Sieben Weltwunder noch erhalten. Um die Pyramiden ranken sich viele Mythen und Geheimnisse.


Die Erbauung und das Alter der Pyramiden


Wie wurden die Pyramiden erbaut? Dass es unglaublich schwierig war, sie zu bauen, ist klar. Angeblich waren mindestens 100.000 Menschen allein beim Bau der Cheops-Pyramide beschäftigt. Wie es ohne moderne Technik allerdings gelang, die riesigen Steine zu transportieren und aufeinander zu stapeln, ist immer noch rätselhaft. Viele glauben deswegen, die Pyramiden seien mit Hilfe von Zauberkraft oder aber mit Hilfe fremder, hoch entwickelter Technologie entstanden, die von Außerirdischen stammte. Auch sollen die Pyramiden schon viel älter sein und von den Ägyptern nicht erbaut, sondern lediglich genutzt worden sein. Die anerkannte Forschung hält allerdings wenig von solchen Vermutungen und datiert den Bau der Pyramiden auf etwa 2.600 bis 2.500 Jahre vor unserer Zeitrechnung.


Pyramiden auf dem Mars

Aber waren die alten Ägypter auch auf dem Mars? Denn auch dort gibt es Pyramiden. Auf Fotoaufnahmen der Marsregion Cydonia sind auf der sandigen Oberfläche nahezu symmetrische Pyramiden mit scharfen Kanten zu erkennen. Der Ursprung der Pyramiden ist nicht geklärt, Forscher vermuten, Winderosion habe die Formen hervorgerufen. Oder sind es vielleicht doch die Außerirdischen und nicht die alten Ägypter, die die Kunst des Pyramidenbaus beherrschen?


Das Geheimnis des Orion

Die Sterne spielen eine große Rolle in der ägyptischen Mythologie. Es gibt viele Hinweise, dass sich die alten Ägypter intensiv mit den Sternbildern auseinander setzten und schon präzise Vorstellungen von der Lage der Sterne hatten.

Der Autor Robert Bauval behauptet in seinem 1994 erschienen Buch „Das Geheimnis des Orion“ sogar, die Pyramiden von Gizeh seien in ihrer Anordnung genau dem Sternbild des Orion nachempfunden. Überhaupt sei das ganze Areal rund um die Pyramiden eine riesige Sternenkarte auf der der hindurchfließende Nil die Milchstraße abbilde. Diese These weist jedoch einige Mängel auf und wird von den meisten Ägyptologen bestritten.


Die Schächte in der Cheops-Pyramide

Die älteste und größte der drei Pyramiden von Gizeh ist die Cheops-Pyramide, die Grabstätte des Pharaos Chufu (griechischer Name Cheops). Innerhalb der Pyramide liegen die so genannte Königinnenkammer und die Königskammer, in der vermutlich der Leichnam des Königs Cheops lag (seine Mumie wurde nie gefunden). Von beiden Kammern führen schmale Schächte durch die Pyramide. Die Schächte der Königskammer führen bis zur Außenwand und deuten auf der Nordseite auf den damaligen Polarstern und auf der Südseite auf das Sternbild Orion, das den Totengott Osiris symbolisierte. Viele Forscher vermuten, die Schächte seien extra nach den Sternen gebaut worden, um dem König nach seinem Tod die Auffahrt in den Himmel zu ermöglichen.

Die Schächte der Königinnenpyramide geben größere Rätsel auf. Sie führen nicht nach außen, sondern enden irgendwo innerhalb der Pyramide. Forschungen an einem der Schächte haben ergeben, dass sich am Ende ein Stein mit zwei griffähnlichen Vorrichtungen aus Metall befindet. Als die Platte 2002 von einem Forschungsroboter durchbohrt wurde, traf man nach einem Hohlraum auf einen weiteren Sperrstein. Was sich hinter diesem Stein befindet, ist bis heute nicht geklärt.


Unterirdische Gänge

Der Geschichtsschreiber Herodot, der im 5. Jahrhundert v. Chr. gelebt hat, hat sich intensiv mit den Pyramiden beschäftigt und diese nach eigener Aussage auch besichtigt. Er berichtet von einem großen, unterirdischen Raum, in dem ein künstlich angelegter See fließe. Diese Kammer sei das eigentliche Grab Cheops gewesen. In alten Schriften ist auch von einem Verbindungsgang zwischen der Cheops-Pyramide und der nahe gelegenen Sphinx die Rede. Weder Verbindungsgang noch die große Kammer mit künstlichem See wurden je gefunden. Unterhalb der Pyramide befindet sich lediglich eine unfertige kleine Kammer, deren Funktion unklar ist. Aber Forscher stoßen auch heute noch immer wieder auf unbekannte Gänge und Tunnel. Das Geheimnis um die Pyramiden ist also noch nicht endgültig gelüftet.


Der Fluch des Pharao

Eine der bekanntesten Pharaonen neben Cheops ist Tutenchamun. Zwar war er kein bedeutender König und seine Regentschaft war nur von kurzer Dauer. Auch hat er keine riesige Pyramide erbauen lassen. Aber die Entdeckung seiner noch nahezu vollständig erhaltenen Grabstätte im Jahr 1922 im Tal der Könige machte ihn weltberühmt. Die Forscher stießen auf große Schätze, darunter auch die berühmte goldene Totenmaske Tutenchamuns. Zu noch größerer Berühmtheit gelangte Tutenchamun wegen des so genannten „Fluch des Pharaos“. Denn im Zusammenhang mit der Ausgrabung von Tutenchamuns Mumie kam es über die Jahrzehnte zu etlichen unerklärlichen Todesfällen, die viele glauben ließen, das Grab des Pharaos sei verflucht und jeder, der seine Totenruhe störe, dem Tode geweiht. Was den Glauben an den Fluch zusätzlich befeuerte war das Gerücht um eine in der Grabstätte gefundene Steintafel, auf der jedem Eindringling mit dem baldigen Tod gedroht wird. Diese Steintafel ist aber weder erhalten geblieben, noch taucht sie in den Berichten und Protokollen der Archäologen auf. Und auch wenn man die Todesfälle, die mit der Grabstätte in Zusammenhang gebracht wurden, genauer untersucht, kann die Idee des Fluches entkräftet werden: Viele starben nach längerer Krankheit oder im hohen Alter, bei einigen der vermeintlichen Todesfälle handelte es sich um bloße Gerüchte. Dennoch bleibt die Faszination für das alte Ägypten erhalten. Und viele der Rätsel um die Pyramiden und Pharaonen sind noch immer nicht geklärt. Vielleicht werden ja einige Geheimnisse im Film Adele Und Das Geheimnis Des Pharaos gelüftet? – ab 30. September im Kino.





 


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