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Alfred Molina im Interview zu Duell Der Magier


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24.08.2010 17:27

Alfred Molina, TrailerSeite.de


ALFRED MOLINA (Maxim Horvath) ist ein in London geborener britischer Charakterdarsteller, der sich mit prägnanten, Vielseitigkeit demonstrierenden Darstellungen eine lange und erfolgreiche Karriere in Film, Fernsehen und auf der Bühne aufgebaut hat. In den deutschen Kinos sah man Alfred Molina zuletzt im hochgelobten Drama „An Education“ (2009). Im gleichen Jahr drehte er mit Komikerin Dawn French eine Komödienserie im Auftrag der BBC und brillierte am Donwar Warehouse Theatre in London in John Logans gefeiertem Drama „Red“, das April 2010 wiederum mit Molina in der Hauptrolle auch seine Premiere am Broadway feiern konnte. Zuletzt drehte Molina für  Walt Disney Pictures und Produzent Jerry Bruckheimer „Prince of Persia – Der Sand der Zeit“ (2010), in dem Jake Gyllenhaal die Hauptrolle spielte.

 

In der innovativen und epischen Abenteuerkomödie DUELL DER MAGIER (Kinostart: 02. September) verkörpert Molina den Zauberer Maxim Horvath.

 

DUELL DER MAGIER ist Ihre zweite Zusammenarbeit mit Produzent Jerry Bruckheimer. Was sind die typischen Kennzeichen und Qualitäten einer Bruckheimer-Produktion?

 

Die Filme von Jerry Bruckheimer erkennt man an dieser wunderbaren Mischung von Action, Abenteuer und Komödie sowie an sorgfältig, mit vielen Details gezeichneten Charakteren. Nichts an seinen Filmen ist langweilig oder alltäglich. Die darin erzählten Geschichten entführen uns stets an völlig unterschiedliche Orte, und das ist mitverantwortlich dafür, dass wir es aufregend finden, seine Filme anzuschauen.

 

Wie würden Sie diesen Film beschreiben?

 

Man könnte ihn als klassische Geschichte vom Kampf zwischen Gut und Böse bezeichnen, aber auch als großartige Abenteuergeschichte. Im Mittelpunkt stehen zwei Rivalen, die einst Freunde waren, jetzt aber Erzfeinde sind. Diese Rivalität besteht seit vielen Jahrhunderten, wobei eine Figur den rechten Weg beschreitet, die andere sich aber der dunklen Seite verschrieben hat. Es wird also eine sehr traditionelle Geschichte erzählt – aber auf eine sehr neue und moderne Weise.

 

Beschreiben Sie bitte die Figur, die Sie in DUELL DER MAGIER verkörpern.

 

Ich spiele Maxim Horvath – eine Figur, die für mich der klassische Bösewicht ist. Immer gut gekleidet und charmant, aber tödlich. Horvath ist ziemlich niederträchtig, aber dabei ausgesprochen höflich. Ich habe an all die britischen Schauspieler gedacht, die diesen Rollentyp im Laufe der Jahre dargestellt haben, und dabei plötzlich bemerkt, dass nun auch ich diese sehr ehrwürdige Tradition fortsetze. Ich glaube, das hat mit dem Akzent zu tun. [lacht]

 

Warum haben Sie sich für die Rolle von Maxim Horvath entschieden?

 

Was meiner Ansicht nach diese Filme unter anderem reizvoll macht, ist, dass sie viel Raum für Humor bieten, ganz besonders dann, wenn man den Bösewicht darstellt. Als Bösewicht hat man absolute Handlungsfreiheit und die Berechtigung, darstellerisch jede Zurückhaltung aufzugeben. Mein britischer Landsmann und Kollege Bob Hoskins pflegte zu sagen, dass es deshalb großartig wäre, einen Bösewicht darzustellen, weil man nur in der Hälfte des Films präsent sein muss, wie ein Kronjuwel behandelt wird und nie dafür verantwortlich gemacht wird, wenn sich ein Film als schlecht herausstellt. Es ist also sozusagen das perfekte Engagement!

 

Beschreiben Sie bitte die komplizierte Beziehung zwischen Ihrer Figur und Drake Stone, der von Toby Kebbell dargestellt wird.

 

Maxim braucht im Kampf gegen Balthazar einen Verbündeten, sucht die Stadt nach einem bösartigen Partner ab, bis ihn sein Weg zu Drake Stone führt. Drake ist ein Zauberer, der sich entschieden hat, seine Kräfte in den Dienst des Entertainments zu stellen und dabei reich zu werden. Maxim verachtet ihn dafür, weil er das Gefühl hat, dass Drake sich für billige Lacher verkauft hat. Deshalb erinnert die Beziehung zwischen den beiden irgendwie an eine zerrüttete Familie. Maxim ist dabei so eine Art überdominanter Vater und Drake der Sohn, der sich als große Enttäuschung herausgestellt hat.

 

Wie war die Zusammenarbeit mit Schauspielerlegende Nicolas Cage?

 

Am Anfang war Nic etwas nervös, denn es war sein erster Film mit Alfred Molina. Er war schüchtern, hat das aber überwunden. [lacht] Jetzt aber mal ernsthaft – wir hatten eine großartige Zeit zusammen. Zunächst ist es immer etwas einschüchternd, mit einem großen Star wie Nicolas Cage zusammenzuarbeiten, aber für mich war es eine wunderbare Zeit. Er ist sehr großzügig und arbeitet mit großem Enthusiasmus. Er freut sich auch über die Kreativität von Kollegen und das, was sie in den Film einbringen.

 

Welchen Eindruck haben Sie von Jay Baruchel, der die Schlüsselrolle des widerwiligen Zauberlehrlings verkörpert?

 

Ich halte Jay für einen der talentiertesten jungen Darsteller derzeit. Ich bin ziemlich beeindruckt von ihm. Er hat große Fähigkeiten und ist sehr selbstbewusst. In seinem Alter hatte ich nicht einmal ein Viertel seines Selbstvertrauens und seiner Selbstsicherheit – weder privat noch als Schauspieler. Außerdem zeichnet ihn großer Einfallsreichtum aus. Er besitzt großes Improvisationstalent. Bei wirklich talentierten Schauspielern sieht alles so einfach aus – wie eben auch bei Jay.

 

Hat Ihnen die Zusammenarbeit mit Jon Turteltaub gefallen?

 

Jon ist wunderbar, ein Regisseur, den Schauspieler lieben. Er weiß genau, was er erwartet und wie er es erreichen kann. Er ist keine Diva, schreit nie oder erhebt seine Stimme, sondern ist einfach kreativ. Er ist auch unglaublich witzig, liebt es zu lachen und genießt die Kameradschaft auf dem Set. Jon hat sehr guten Geschmack und ein Auge dafür, was funktionieren wird und was nicht. Er versteht diese Art Film durch und durch, bringt dabei nicht nur Talent und Intelligenz in den kreativen Prozess ein, sondern auch enormen Enthusiasmus.

 

Was waren die Gründe, den Film an Originalschauplätzen in New York zu drehen?

 

Die Stadt selbst ist schon sehr fotogen und besitzt große dramatische Präsenz. Als ich Anfang der 1980er Jahre zum ersten Mal nach New York kam, fühlte ich mich, als wäre ich schon einmal hier gewesen, weil es hier so viele ikonische Wahrzeichen und Gebäude gibt. Man kennt die Freiheitsstatue, das Chrysler Building und das Empire State Building aus unzähligen Filmen und TV-Shows. Regisseure wie Woody Allen und Martin Scorsese haben New York  Reverenz erwiesen. In dieser Stadt pulsiert das Leben, und diese Energie haben wir meiner Ansicht nach in diesem Film eingefangen. Es ist eine Art kreativer Doppelschlag, wenn sich in einer Stadt etwas Magisches ereignet, die man ohnehin schon als magisch kennt.

 

 

Trailer zum Film

 












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