
Wee Man in Jackass 3D
Foto © 2010 Paramount Pictures
Wee Man Biografie
Geburtstag: 16.05.1973
Geburtsort: Pisa
Land: Italien
Jeder, der auch nur ein bisschen Zeit mit dem zwergenhaften Trunkenbold verbracht hat, wird bestätigten können, dass der Spruch „Kleiner Kerl, große Klappe“ im Fall von Jason „Wee Man“ Acuna kein Lippenbekenntnis ist.
Wee Man ist ein ungewöhnliches europäisches Fabrikat, gezeugt in Deutschland und geboren in Italien, und wurde im Alter von drei Monaten in die USA exportiert. Auf amerikanischem Boden entwickelte er sich schnell zu einem ungezogenen kleinen Racker, der nichts lieber tat, als in der South Bay von Los Angeles auf seinem Skateboard herumzudüsen. Erstmals wurde er 1993 in der Öffentlichkeit wahrgenommen, als er in einem Artikel über kleinwüchsige Skater in dem Fachmagazin Big Brother porträtiert wurde (um der Wahrheit Genüge zu tun: Es ging nur um zwei kleinwüchsige Skater, der andere war Pancho Moler).
Kurz darauf wurde er von Bitch Skateboards gesponsert, ein rückblickend turbulenter Albtraum, von dem bis heute entscheidende Videoaufnahmen immer noch nicht aufgetaucht sind. Seinen wahren Durchbruch erlebte er 1995, als er blau angemalt wurde und den Auftrag erhielt, in diesem Aufzug für „Hollywood for Shit“, dem ersten Skateboard-Video von Big Brother, auf dessen Cover er prominent zu sehen war, durch Los Angeles zu laufen.
Wee Man war schnell nicht mehr aus der Welt von Big Brother wegzudenken. Im Laufe der nächsten Jahre war er regelmäßig im Magazin vertreten (als Bonus für seine Kontakte zu der Big-Brother-Truppe kann er von sich sagen, einer der wenigen Menschen auf dem Planeten zu sein, die Disneyland mit der Metalband Slayer besucht und unter einem Dach mit dem Kultgrafiker Rick Kosick gelebt haben).
Nachdem er jahrelang von dem ehemaligen Art-Director des Magazins, Jeff Tremaine, gepiesackt worden war, erklärte sich Wee Man Anfang 2000 bereit, in der Pilotsendung von JACKASS in einem Oompa-Loompa-Kostüm durch die Straßen zu skaten - eine Tat, die ihn in den Vereinigten Staaten und darüber hinaus bekannt machte und seinen Namen zu einem Markenzeichen werden ließ.
Er ist der Gnom, der für alle albernen Gelegenheiten zu haben ist - und genießt den Luxus, dass ihm seine Auftritte regelrecht auf den Leib geschneidert werden. Das kann ein Segen sein, aber auch ein Fluch. Einerseits muss er nichts anderes machen, als einfach nur zum Dreh zu erscheinen, andererseits kann das bedeuten, sofort nach seiner Ankunft gleich wieder aus dem Transportwagen geworfen zu werden und dann nichts anderes anzuhaben als ein Mini-Torero-Outfit.
Neben seinen legendären Auftritten bei JACKASS war Wee Man an einem Home-Video-Projekt mit dem Namen „American Misfits“ beteiligt, hat mehrere Pflichtmissionen mit Steve-O auf der Bühne überlebt, war für kurze Zeit Moderator der Sendung „54321“ und trat neben Snoop Dogg in einer Werbekampagne von T-Mobile auf, was fast so gut ist, wie Disneyland mit Slayer zu besuchen, aber doch nicht ganz. Außerdem begleitete er ein paar Mal die „Wildboyz“, wobei er in Kenia Kuhblut zu trinken bekam und sich tiefe Einblicke in die Transgenderszene in Thailand erlaubte.
Zu Wee Mans weiteren Auftritten zählen NATIONAL LAMPOON’S TV: THE MOVIE (2006), „The Grind“, „Death to the Supermodels“ und die Erzählerrolle für „The Man Who Souled the World“, eine Dokumentation über Steve Rocco und sein einstmals böses Skateboardimperium WorldIndustries. Dazu kommt noch „The Silent“, ein Stummfilm.
Autor: Sebastian Lorenz



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