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Charlotte Rampling in Die Herzogin

Charlotte Rampling Biografie


Geburtstag: 05.02.1946

Geburtsort: Sturmer/Essex

Land: England

Kino-Rollen:

In ihrem Heimatland werden Ende der 1960er Jahre größtenteils oberflächliche Komödien gedreht. Die angebotenen Rollen waren daher laut Rampling dollybirds, and girls following plots, and girlfriend of the hero (dt.: Püppchen, Mädchen, die dem Plot folgten und die Freundin des Helden). Sie wendet sich auf der Suche nach aufregenderen Rollen dem italienischen Kino zu und nimmt eine Rolle in Luchino Viscontis umstrittenem Politdrama Die Verdammten an. Bis Mitte der 1970er Jahre spielt sie in vielen italienischen Produktionen mit, darunter auch 1974 in Liliana Cavanis Der Nachtportier, der einen großen Skandal auslöst, da in ihm ein sadomasochistisches Verhältnis zwischen dem ehemaligen Wärter eines Konzentrationslagers (Dirk Bogarde) und seinem weiblichen Häftling (Rampling) geschildert wird. Der Film wurde in Italien verboten und löste hitzige Debatten unter europäischen und US-amerikanischen Filmkritikern aus. Ihr Auftritt in diesem Film treibt aber ihre Karriere voran und macht Regisseure wie Woody Allen, Sidney Lumet, und Alan Parker auf sie aufmerksam. Unter der Regie und an der Seite von Allen übernimmt sie 1980 die weibliche Hauptrolle in Stardust Memories, dem Nachfolger seines Erfolgsfilmes Manhattan. Da man ihr von nun an auch komplizierte Frauenrollen anbietet, arbeitet sie in den 80ern überwiegend in Europa. Mitte der 1970er Jahre lässt sie sich in Frankreich nieder und heiratet 1976 den Musiker Jean-Michel Jarre. Die Ehe wird 1996 geschieden. Im Jahr 2000 übernimmt sie die Hauptrolle in François Ozons Filmdrama Unter dem Sand, für die sie jeweils eine Nominierung für den französischen Filmpreis César und den Europäischen Filmpreis als beste Hauptdarstellerin erhält. Für ihre Dienste um die kulturellen Beziehungen zwischen Frankreich und Großbritannien wird sie Ende des Jahres 2000 zum Officer of the Order of the British Empire ernannt. 2002 veröffentlicht sie ein Album mit dem Titel comme une femme, auf dem sie französische und englische Lieder aus der Feder von Michel Rivegauche und Jean-Pierre Stora singt. Begleitet wird sie dabei von dem Pianisten Claude Rogen. 2003 kommt es mit dem Film Swimming Pool zur zweiten Zusammenarbeit mit Ozon. Wieder wird sie in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin für einen César und einen Europäischen Filmpreis nominiert. Diesmal gewinnt sie aber den Europäischen Preis. Im selben Jahr startet sie ihre Theaterkarriere und tritt im Pariser Theatre Edouard VII. in dem Stück Petits Crimes Conjugaux auf. Im folgenden Jahr erhält sie in London hervorragende Kritiken für ihre Leistung in Pierre Marivaux' Theaterstück The False Servant. Außerdem verbringt sie mit dem deutschen Fotografen Juergen Teller eine Woche in einem Pariser Hotel bei einer exzessiven Langzeit-Performance. Die dabei entstandenen Bilder werden im Sommer 2004 in Wien unter dem Titel Louis XV erstmals ausgestellt und auch in einem Buch veröffentlicht. Bei den 56. Internationalen Filmfestspielen in Berlin vom 9. bis 19. Februar 2006 übernimmt sie den Posten der Jury-Präsidentin.



Die Filmografie von Charlotte Rampling


1966: Georgy Girl - Regie: Silvio Narizzano - mit James Mason, Alan Bates, Lynn Redgrave
1967: Der Kampf (The Long Duel) - Regie: Ken Annakin
1968: Die Mafia-Story (Sequestro di persona) - Regie: Gianfranco Mingozzi
1969: Die Verdammten (La Caduta degli dei) - Regie: Luchino Visconti - mit Dirk Bogarde, Helmut Berger
1972: Asylum – Regie: Roy Ward Baker
1972: Heinrich VIII und seine sechs Frauen (Henry VIII and His Six Wives) - Regie:
1973: Duell in Vaccares (Caravan to Vaccares) – Regie: Geoffrey Reeve
1974: Zardoz - Regie: John Boorman - mit Sean Connery
1974: Der Nachtportier (Il Portiere di notte) - Regie: Liliana Cavani
1975: Foxtrot - Regie: Arturo Ripstein
1974: Yuppi Du – Regie: Adriano Celentano
1975: Fahr zur Hölle, Liebling (Farewell, My Lovely) - Regie: Dick Richards
1975: Das Fleisch der Orchidee (La Chair de l'orchidée - Regie : Patrice Chéreau
1976: Sherlock Holmes in New York – Regie: Boris Sagal
1977: Orca, der Killerwal (Orca – the killer whale) – Regie: Michael Anderson
1977: Das malvenfarbene Taxi (Un taxi mauve) - Regie: Yves Boisset
1980: Stardust Memories - Regie: Woody Allen
1982: The Verdict – Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit (The Verdict) - Regie: Sidney Lumet
1984: Viva la vie - Es lebe das Leben (Viva la vie) – Regie: Claude Lelouch
1985: Mörderischer Engel (On Ne Meurt Que Deux Fois) - Regie: Jacques Deray
1986: Max mon amour – Regie: Nagisha Oshima
1987: Mascara – Regie: Patrick Conrad
1987: Angel Heart - Regie: Alan Parker
1988: Paris bei Nacht (Paris by Night) - Regie: David Hare
1988: D.O.A. – Bei Ankunft Mord (D.O.A.) - Regie: Rocky Morton, Annabel Jankel
1992: Die verlassene Frau (La femme abandonnée) – Regie: Edouard Molinaro
1992: Sommer des Erwachens (Hammers over the anvil) – Regie: Ann Turner
1993: Asphalt Tango
1993/94: Tödliche Gedanken (Murder in mind) – Regie: Robert Bierman
1994: Time Is Money
1994: Radetzkymarsch - Regie: Axel Corti, Gernot Roll
1996: Tödliche Umstände (Invasion of Privacy)
1997: Wings of the Dove – Die Flügel der Taube (The Wings of the Dove) - Regie: Iain Softley - mit Linus Roache, Michael Gambon
1999: Signs & Wonders - Regie: Jonathan Nossiter
1999: Great Expectations (Fernsehfilm)
2000: Superstition - Spiel mit dem Feuer (Superstition) - Regie: Kenneth Hope
2000: Aberdeen - Regie: Hans Petter Moland
2000: Unter dem Sand (Sous le sable) - Regie: François Ozon
2001: Der vierte Engel (The fourth angel) - Regie: John Irvin
2001: Spy Game - Der finale Countdown (Spy Game) - Regie: Tony Scott
2002: Küss mich, wenn du willst (Embrassez qui vous voudrez) – Regie : Michel Blanc
2003: Dead Simple (I’ll sleep when I’m dead) – Regie: Mike Hodges
2003: Augustus - Mein Vater der Kaiser (Imperium: Augustus) – Regie: Roger Young
2003: Swimming Pool (Europäischer Filmpreis als Beste Hauptdarstellerin) - Regie: François Ozon
2003: The Statement - Regie: Norman Jewison
2004: Le Chiavi di Casa - Die Hausschlüssel (Le Chiavi di Casa) - Regie: Gianni Amelio
2004: Immortal - New York 2095: Die Rückkehr der Götter - Regie: Enki Bilal
2005: In den Süden (Vers le Sud) – Regie : Lauren Cantet
2005: Lemming (Film) mit Charlotte Gainsbourg, Eröffnungsfilm Cannes 11. Mai 2005 - Regie: Dominik Moll
2006: Basic Instinct – Neues Spiel für Catherine Tramell (Basic Instinct 2) - Regie: Michael Caton-Jones
2007: Angel – ein Leben wie im Traum - Regie: François Ozon
2008: Deception
2008: Babylon A.D.
2009: Die Herzogin (The Duchess)

 


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