
Clint Eastwood Biografie
Geburtstag: 31.05.1930
Geburtsort: San Francisco
Land: USA
Kino-Rollen:
Clint Eastwood hat seit 1964 in 44 Spielfilmen die Hauptrolle gespielt. Seit 1968 tauchte er 21 Mal auf der Liste der 10 kommerziell erfolgreichsten Schauspieler auf, die einmal jährlich von Quigley Publications erstellt wird. Nur John Wayne wurde noch öfter von der Quigley-Liste erfasst. Laut Quigley war er zwischen 1972 und 1993 der kommerziell erfolgreichste Schauspieler. Clint Eastwood ist der bis dato älteste Regisseur, der je einen Oscar für die beste Regie erhalten hat – er war 74 Jahre alt, als er den Preis für Million Dollar Baby gewann. Er ist außerdem der einzige Hollywood-Star, der sowohl als Regisseur als auch als Produzent zweimal mit diesem Preis ausgezeichnet wurde (Warren Beatty, Robert Redford, Mel Gibson und Kevin Costner erhielten den Preis bisher je einmal als Regisseur). Insgesamt erhielt er also 4 Oscars. Als Regisseur ist Eastwood für seine effektive Arbeitsweise bekannt und beendet Dreharbeiten häufig schneller als geplant und stets im Rahmen des vorgesehenen Budgets. 2006 sei er mit 76 Jahren „experimentierfreudiger als je zuvor“, stellt Franz Everschor im film-dienst fest. Insgesamt waren bislang acht Schauspieler unter Eastwoods Regie für einen Oscar nominiert. Eastwood hat seit 1971 27 Spielfilme und drei TV- und Dokumentarfilme inszeniert. Seit 1982 war er Produzent von 21 Spielfilmen und vier Dokumentarfilmen. Seit 1969 war er an 14 Filmen als Soundtrackkomponist, Songwriter oder Sänger beteiligt. Clint Eastwood wurde im Lauf der Jahrzehnte zu einem der populärsten Stars weltweit und ist generationenübergreifend als Kultfigur und Ikone anerkannt. Der 1,93 Meter große Star mit den markanten Zügen entwickelte in der Rolle des schweigsamen Actionhelden große Anziehungskraft. Er ist dafür bekannt, mit unbewegter Miene zynische Einzeiler von sich zu geben („Make my Day“, „Do I feel lucky, well do ya punk?“).Eastwoods Image des harten Revolverhelden wurde vor allem in den 1970er Jahren kontrovers diskutiert. Die einflussreiche Filmkritikerin Pauline Kael griff Eastwood regelmäßig scharf an und warf seinen Filmcharakteren eine reaktionäre und menschenverachtende Ideologie vor, was der Schauspieler vehement zurückwies. Im Lauf der Jahrzehnte und mit zunehmendem Alter wurden seine Rollengestaltungen deutlich sanfter und selbstironischer.
Privatleben:
Clint Eastwood wurde als Sohn des Buchhalters Clinton Eastwood und dessen Frau Ruth geboren. Clint lebte zeitweise bei seiner Großmutter, die in Sunol eine Hühnerfarm betrieb. Schließlich ließ sich die Familie in Oakland nieder. Eastwood, der als schüchtern und introvertiert galt, besuchte zehn verschiedene Schulen und brach 1948 sein College-Studium ab. 1951 wurde er in die Army einberufen und nach Fort Ord versetzt, wo er zwei Jahre lang als Schwimmlehrer tätig war. Bei der Army lernte er David Janssen kennen, den späteren Darsteller des Richard Kimble aus der Serie Auf der Flucht. Janssen schlug dem gutaussehenden, athletischen Eastwood vor, es so wie er als Schauspieler in Hollywood zu versuchen. Eastwood war von 1953 bis 1980 mit Maggie Johnson verheiratet und hat mit ihr zwei Kinder: Kyle Eastwood ist ein erfolgreicher Jazz-Bassist, Alison Eastwood arbeitet als Schauspielerin und trat in einigen Filmen ihres Vaters auf. Zwischen 1975 und 1988 lebte Eastwood mit der Schauspielerin Sondra Locke zusammen, die während dieser Zeit in sechs seiner Filme auftrat. 1996 heiratete er in zweiter Ehe die Fernsehjournalistin Dina Ruiz und wurde im selben Jahr Vater einer Tochter, Morgan. Eastwood hat aus seinen Ehen und mehreren Verhältnissen insgesamt fünf Töchter und zwei Söhne. 1986 machte Eastwood Schlagzeilen, als er sich in seinem Heimatort Carmel zum Bürgermeister wählen ließ. Er übte dieses Amt bis 1988 aus. Eastwood ist eingeschriebenes Mitglied der republikanischen Partei und unterstützte unter anderem die Präsidentschaftskandidaturen von Richard Nixon und Ronald Reagan. Obwohl er den Irak-Krieg ablehnte und ihn für einen großen Fehler hält, gilt er auch als Unterstützer von Präsident Bush. Eastwood gilt als stark schwerhörig, verzichtet in der Öffentlichkeit aber dennoch auf das Tragen eines Hörgerätes, wovon sich zuletzt auch die Journalisten bei Eastwoods Pressekonferenz während der 57. Berlinale überzeugen konnten.
Deutsche Synchronstimme:
Klaus Kindler
Die Filmografie von Clint Eastwood
1955: Die Rache des Ungeheuers (Revenge of the Creature)
1955: Francis in the Navy
1955: Die nackte Geisel (Lady Godiva)
1955: Tarantula
1956: Klar Schiff zum Gefecht (Away All Boats)
1956: Nur Du allein (Never Say Goodbye)
1956: Noch heute sollst Du hängen (Star in the Dust)
1956: The First Traveling Saleslady
1957: Verschollen in Japan (Escapade in Japan)
1958: Ambush at Cimarron Pass
1958: Lafayette Escadrille
1964: Für eine Handvoll Dollar (Per un pugno di dollari)
1965: Für ein paar Dollar mehr (Per qualche dollaro in più) mit Lee van Cleef
1966: Zwei glorreiche Halunken (Il Buono, il brutto, il cattivo)
1966: Hexen von heute (Le Streghe) mit Silvana Mangano
1968: Coogan’s großer Bluff (Coogan’s Bluff)
1968: Hängt ihn höher (Hang 'Em High)
1968: Agenten sterben einsam (Where Eagles Dare)
1969: Westwärts zieht der Wind (Paint Your Wagon)
1970: Ein Fressen für die Geier (Two Mules for Sister Sara)
1970: Stoßtrupp Gold (Kelly's Heroes)
1970: Betrogen (The Beguiled)
1971: Sadistico (Play Misty for Me)
1971: Dirty Harry
1972: Sinola (Joe Kidd)
1973: Ein Fremder ohne Namen (High Plains Drifter)
1973: Breezy
1973: Dirty Harry II – Callahan (Magnum Force)
1974: Die letzten beißen die Hunde (Thunderbolt and Lightfoot)
1975: Im Auftrag des Drachen (The Eiger Sanction)
1975: Der Texaner (The Outlaw Josey Wales)
1976: Dirty Harry III – Der Unerbittliche (The Enforcer)
1977: Der Mann, der niemals aufgibt (The Gauntlet)
1978: Der Mann aus San Fernando (Every Which Way But Loose)
1979: Flucht von Alcatraz (Escape from Alcatraz)
1980: Bronco Billy
1980: Mit Vollgas nach San Fernando (Any Which Way You Can)
1981: Firefox
1982: Honkytonk Man
1983: Dirty Harry kommt zurück (Sudden Impact)
1984: Der Wolf hetzt die Meute (Tightrope)
1984: City Heat – Der Bulle und der Schnüffler (City Heat)
1985: Pale Rider – Der namenlose Reiter
1986: Heartbreak Ridge
1988: Das Todesspiel (The Dead Pool)
1988: Bird
1989: Pink Cadillac
1990: Weißer Jäger, schwarzes Herz (White Hunter Black Heart)
1990: Rookie – Der Anfänger (The Rookie)
1992: Erbarmungslos (Unforgiven)
1993: In the Line of Fire – Die zweite Chance (In the Line of Fire)
1993: Perfect World (A Perfect World)
1995: Die Brücken am Fluss (The Bridges of Madison County)
1997: Absolute Power
1997: Mitternacht im Garten von Gut und Böse (Midnight in the Garden of Good and Evil)
1999: Ein wahres Verbrechen (True Crime)
2000: Space Cowboys
2002: Blood Work
2003: Mystic River
2004: Million Dollar Baby
2006: Flags of Our Fathers
2006: Letters from Iwo Jima
2008: Der fremde Sohn (Changeling)
2008: Gran Torino


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