
Ewan McGregor in I Love You Phillip Morris
Foto © 2010 Alamode Filmverleih
Ewan McGregor Biografie
Geburtstag: 31.03.1971
Geburtsort: Crieff, Perthshire
Land: Schottland
Schon mit 16 Jahren schmiss der Lehrersohn aus Perthshire die Schule, um ans Theater zu gehen und bald darauf eine Ausbildung an der Londoner „Guildhall School of Music and Drama“ zu beginnen. Drei Jahre hielt er durch, bis er eine Rolle in dem TV-Tanzfilm „Lipstick on Your Collar“ ergatterte. Nach dem großen Erfolg des Films häuften sich die Rollenangebote, und auf das offizielle Abschlusszeugnis der Schauspielschule konnte der Schotte nun wirklich verzichten. 1994 arbeitete Ewan für Kleine Morde unter Freunden (Shallow Grave, 1994) zum ersten Mal mit Danny Boyle zusammen. Nur ein Jahr später machte die nächste Zusammenarbeit der beiden Ewan McGregor zum Star: Trainspotting, der drastische Einblicke in den Alltag einer drogensüchtigen Clique aus Edinburgh gewährte, wurde zum absoluten Kultfilm.
Auch wenn sich nun allmählich die Angebote aus Hollywood häuften, nahm McGregor lieber Rollen in ambitionierten und anspruchsvollen Independent- oder Low Budget- Produktionen wie der Jane-Austen-Verfilmung Emma (1996), Lebe lieber ungewöhnlich (A Life Less Ordinary, 1997), Little Voice (1998) oder Freeze – Alptraum Nachtwache (Nightwatch, 1997) an.
Eine Offerte aus Hollywood allerdings konnte auch er nicht ablehnen: Als Star-Wars- Erfinder George Lucas ihn 2001 für die Rolle des Jedi-Ritters Obi-Wan Kenobi in Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung wollte, sagte McGregor zu. Der eigensinnige Schotte war im Mainstream angekommen. Und wie. In den folgenden Jahren tanzte er sich neben Nicole Kidman durch Moulin Rouge (2001), träumte vom Big Fish (2003), kämpfte im Kriegsfilm Black Hawk Down (2001) und mit Renée Zellweger in der Beziehungskomödie Down With Love (2004). Trotz großer Erfolge fand McGregor immer wieder Zeit für kleine Produktionen wie Young Adam (2003). Die wechseln sich ab mit Blockbuster-Produktionen wie Die Insel (2005) oder Miss Potter (2006).
Zwischendurch steht der Familienvater auch noch auf der Theaterbühne, etwa auf der des Londoner Picadilly-Theaters als Sky Masterson in „Guys and Dolls“. Dort feierte er ebenfalls große Erfolge, gewann unter anderem den wichtigen „What’s On Stage“-Award und erhielt eine Nominierung für den Laurence-Olivier-Award.
Nur zu schauspielern war Ewan McGregor schon bald nicht mehr genug. Seit 2004 ist er UNICEF-Botschafter und machte sich im gleichen Jahr mit seinem befreundeten Kollegen Charley Boorman auf eine Motorradtour rund um die Welt. Die daraus entstandene Fernsehserie „The Long Way Round“ zeugt die beiden auf ihrer Reise quer durch Europa. Russland, Kasachstan, die Mongolei, Alaska, Kanada, die USA und nach einer Unterbrechung auch noch nach Südafrika.
Kino-Rollen:
Nach Abschluss der Schule arbeitete er am Perth Repertory Theater, um später an der Londoner Guildhall School of Music and Drama seine Ausbildung zu verbessern. Kurz vor seinem Abschluss verließ er die Schule, um an Dennis Potters TV Produktion Lippenstift an Deinem Kragen (Lipstick on your Collar) mitzuwirken. Weitere Fernsehauftritte schlossen sich an und 1993 war der Schauspieler in dem Film Being Human erstmals auf der Kinoleinwand präsent. Bereits 1994 arbeitet Ewan McGregor erstmals mit dem Regisseur Danny Boyle an dem Film Shallow Grave - Kleine Morde unter Freunden zusammen, mit dem er später auch Trainspotting realisieren sollte, danach widmete er sich dem Surferprojekt Blue Juice. Sein Durchbruch als Schauspieler gelang McGregor mit der gleichnamigen Roman-Verfilmung Trainspotting, in der er den Junkie Renton aus einem Edinburgher Vorort spielt. Ungeschminkt zeigt der Film die Ereignisse um eine schottische Clique und deren Heroinkonsum. Um einen ausgezehrten Heroin-Junkie zu spielen, hatte Ewan 15 kg abgenommen. In der Folge spielte er immer wieder in Filmen mit, die nicht zu den Hollywood-Blockbustern zählten, so zum Beispiel das Horrorremake Freeze - Alptraum Nachtwache oder Lebe lieber ungewöhnlich. Die breite Öffentlichkeit nahm Ewan McGregor in seiner Rolle als Obi-Wan Kenobi in Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung wahr. Auch in den nachfolgenden Episoden Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger und Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith füllte er diese Rolle aus. Neben seiner Arbeit an George Lucas' Mammutprojekt war der Schauspieler in den preisgekrönten Filmen Moulin Rouge!, Big Fish und Black Hawk Down zu sehen. In der Musical-Verfilmung Moulin Rouge stellte er - wie bereits in anderen Filmen vorher - sein musikalisches Talent unter Beweis. Zwischenzeitlich war McGregor Mitglied der Firma Natural NyLon, die er mit Schauspiel-Freunden wie Jude Law und Sean Perthwee gegründet hatte. So produzierte er mit Nora seinen eigenen Film. Nach der Liebeskomödie Down with Love, die in Deutschland jedoch wenig Beachtung fand, versuchte sich Ewan McGregor auch als Synchronsprecher. Trotz des Erfolges drehte McGregor nach vielen größeren Projekten in Schottland den Independent-Film Young Adam, der ihm weltweit noch größeren Respekt und Anerkennung einbrachte. In dem Animationsfilm Robots sprach er im englischen Original die Stimme des Rodney Copperbottom, in Valiant die gleichnamige Taube. Gemeinsam mit Scarlett Johansson wirkte McGregor an Regisseur Michael Bays Blockbusterproduktion Die Insel mit. Zuletzt war McGregor in Marc Forsters Stay als Psychiater bzw. Arzt an der Seite von Naomi Watts und Ryan Gosling zu sehen. Im Frühjahr 2006 drehte er zusammen mit Renée Zellweger in London den Film Miss Potter, in dem er Norman Warne verkörpert. Im Herbst des selben Jahres stand er gemeinsam mit Colin Farrell und Hayley Atwell vor der Kamera zu Woody Allens neuesten Film Cassandras Traum, der ein Jahr später in die Kinos kam. In dem Drama mimt McGregor gemeinsam mit Farrell zwei Brüder aus dem Londoner Arbeitermilieu, die in die Kriminalität abdriften. Vom 20. Mai bis zum 3. Dezember 2005 stand McGregor als Sky Masterson in Guys and Dolls auf der Bühne des Londoner Piccadilly-Theaters und feierte dort große Erfolge. Er gewann unter anderem den wichtigen What's On Stage-Award und wurde für einen Laurence Olivier-Award nominiert. Der Regisseur des Bond-Films Casino Royale, Martin Campbell, bestätigte in der Zeitung Daily Mirror, dass ursprünglich Ewan McGregor für die Rolle vorgesehen war. Der britische Schauspieler habe jedoch abgelehnt, weil er nicht auf einen Charakter festgelegt werden wollte.
Privatleben:
Er ist verheiratet mit Eve Mavrakis und ist der Vater zweier Kinder. Im April 2004 brach er, zusammen mit seinem Freund und Schauspielkollegen Charley Boorman, den er während der Dreharbeiten zu Der Schlangenkuss (The Serpent's Kiss) kennen gelernt hatte, in London auf, um mit dem Motorrad nach New York zu fahren - the Long Way Round quer durch Europa, Russland, Kasachstan, die Mongolei, Alaska, Kanada und die USA. Für beide ein Kindheitstraum. Die daraus entstandene Fernsehserie, sowie das Buch und die 2005 erschienenen DVDs brachen in England alle Rekorde. Vom 12. Mai bis 5. August 2007 fuhr das gleiche Team von John o' Groats in Schottland nach Kapstadt in Südafrika. Der Fahrt wurde der Titel Long Way Down gegeben. Kürzlich adoptierten Ewan und seine Frau Eve ein 4-jähriges Mädchen aus der Mongolei, welches er auf seiner Motorradreise kennengelernt hatte.
Deutsche Synchronstimme:
Philipp Moog
Die Filmografie von Ewan McGregor
1993: Being Human – Alvarez
1994: Kleine Morde unter Freunden (Shallow Grave) – Alex Law
1995: Gegen die Brandung (Blue Juice) – Dean Raymond
1996: Trainspotting – Neue Helden (Trainspotting) – Mark Renton
1996: Die Bettlektüre (The Pillow Book) – Jerome
1996: Brassed Off – Mit Pauken und Trompeten (Brassed Off) – Andy
1996: Emma – Frank Churchill
1997: Freeze – Alptraum Nachtwache (Nightwatch) – Martin Bells
1997: Der Schlangenkuss (The Serpent's Kiss) – Meneer Chrome
1997: Lebe lieber ungewöhnlich (A Life Less Ordinary) – Robert Lewis
1998: Velvet Goldmine – Curt Wild
1998: Little Voice – Die Stimme ihres Lebens (Little Voice) – Billy
1999: Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung (Star Wars: Episode I – The Phantom Menace) – Obi-Wan Kenobi
1999: Das Auge (Eye of the Beholder) – Stephen Wilson
2000: High Speed Money (Rogue Trader) – Nick Leeson
2000: Nora - Die leidenschaftliche Liebe von James Joyce (Nora) – James Joyce
2001: Moulin Rouge – Christian James
2001: Black Hawk Down – Spec. John Grimes
2002: Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger (Star Wars: Episode II – Attack of the Clones) – Obi-Wan Kenobi
2003: Big Fish – Der Zauber, der ein Leben zur Legende macht (Big Fish) – Edward Bloom (junge Version)
2003: Young Adam – Joe Taylor
2004: Down with Love – Zum Teufel mit der Liebe (Down with Love) – Catcher Block
2004: Long Way Round (Fernsehserie Großbritannien) – sich selbst
2005: Robots – Rodney Copperbottom (Sprecher in der original Version)
2005: Valiant – Vailant (Sprecher in der original Version)
2005: Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith (Star Wars: Episode III – Revenge of the Sith) – Obi-Wan Kenobi
2005: Die Insel (The Island) – Lincoln Six Echo/Tom Lincoln
2005: Stay – Dr. Sam Foster
2005: Scenes of a sexual Nature – Billy
2006: Stormbreaker – Ian Rider
2006: Miss Potter – Norman Warne
2007: Cassandras Traum (Cassandra´s Dream) – Ian
2007: Long Way Down (Fernsehserie Großbritannien) – sich selbst
2008: Incendiary – Jasper Black
2008: Deception – Jonathan McQuarry
2009: Illuminati (Angels & Demons) – Camerlengo Carlo Ventresca


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