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John Malkovich in Der fremde Sohn

John Malkovich Biografie


Geburtstag: 09.12.1953

Geburtsort: Christopher, Illinois

Land: USA

Kino-Rollen:

Bereits 1984 spielte Malkovich im Film The Killing Fields – Schreiendes Land, wofür er den Boston Society of Film Critics Award und den National Society of Film Critics Award verliehen bekam. Für die Rolle im Film Gefährliche Liebschaften (1988), in dem er neben Glenn Close und Michelle Pfeiffer spielte, wurde er erneut mit dem Premio Sant Jordi ausgezeichnet. John Malkovich ist einer der profiliertesten Darsteller komplexer, problematischer und abgründiger, oft hochintelligenter und intellektuell herablassender Charaktere. Das Spektrum der von ihm verkörperten Typen ist dabei außerordentlich breit und reicht von sympathischen Schurken (Ripley’s Game) über gescheiterte Intellektuelle (Der Himmel über der Wüste), zynische Verhärmte (Der Mann mit der eisernen Maske) und gewissenlose Intriganten (Gefährliche Liebschaften), bis hin zu rein bösen Charakteren. In Con Air spielt er einen gefährlichen Irren und in Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter den bösen, tyrannischen König. In Mary Reilly und Shadow of the Vampire verkörpert er Wissenschaftler bzw. Künstler, die in ihrem unersättlichen Verlangen nach dem Absoluten auch vor einem Pakt mit dunklen und unkontrollierbaren Mächten nicht zurückschrecken. Eine auf den ersten Blick ganz andere Art von Vielschichtkeit bewies John Malkovich in dem Film Von Mäusen und Menschen, in dem ihm sogar die Darstellung eines arglosen und gutmütigen, in seiner überentwickelten Körperlichkeit jedoch gefährlichen Debilen gelang. Eine Variation des Themas bietet Volker Schlöndorffs deutsch-französisch-britische Koproduktion Der Unhold, in dem Malkovich einen introvertierten, aber zutiefst guten Menschen spielt, der sich für Tiere und Kinder einsetzt, sich als Kriegsgefangener in Nazi-Deutschland jedoch dazu missbrauchen lässt, sein Einfühlungsvermögen in den Dienst der inhumanen nationalsozialistischen Sache zu stellen. Der Reiz und die Eindringlichkeit seiner Darstellung besteht oft in der Ambivalenz, die sich aus der hohen emotionalen Verletzlichkeit seiner für die Umgebung gleichzeitig tödlich gefährlichen Charaktere ergibt. Sein Faible für Independent-Filme und sein Ruf als einer der interessantesten Schauspieler Hollywoods führte dazu, dass ihm der Film Being John Malkovich gewidmet wurde, in dem alle Beteiligten versuchen, durch eine Geheimtür in sein Gehirn zu gelangen.

Privatleben:

Malkovich wurde in Christopher im US-Bundesstaat Illinois als Sohn einer römisch-katholischen Familie geboren, sein Vater ist kroatischer, seine Mutter schottischer Abstammung. Malkovich studierte an der Illinois State University, später übte er unterschiedliche Berufe wie Busfahrer und Maler aus. Im Jahr 1976 wurde er von der Steppenwolf Theatre Company in Chicago eingestellt. Malkovich zog im Jahr 1983 nach New York, wo er 1984 neben Dustin Hoffman im Theaterstück Death of a Salesman auftrat. Ein Jahr später wurde anhand des Stücks der Fernsehfilm Der Tod eines Handlungsreisenden produziert, in dem Malkovich neben Dustin Hoffman, Kate Reid und Charles Durning spielte. Für diese Rolle erhielt er den Emmy Award und den Premio Sant Jordi, für den Golden Globe Award wurde er nominiert. Malkovich lebt in Frankreich und dreht dort auch Filme.

Deutsche Synchronstimme:

Joachim Tennstedt



Die Filmografie von John Malkovich


1981: Der unbekannte Zeuge (TV)
1981: American Dream (TV)
1981: Say Goodnight, Gracie (TV)
1984: True West (TV)
1984: Ein Platz im Herzen (Places in the Heart)
1984: The Killing Fields – Schreiendes Land, mit Haing S. Ngor, Sam Waterston
1985: Tod eines Handlungsreisenden, mit Dustin Hoffman, Kate Reid
1985: Eleni
1986: Tolldreiste (TV)
1987: Making Mr. Right – Ein Mann à la Carte (Making Mr. Right)
1987: Die Glasmenagerie, mit Joanne Woodward, Karen Allen
1987: Das Reich der Sonne (Empire of the Sun)
1988: Miles from Home (Verweistitel: Der letzte Outlaw)
1988: Gefährliche Liebschaften, mit Glenn Close, Michelle Pfeiffer
1990: Himmel über der Wüste (The Sheltering Sky)
1991: Geboren in Queens (Queens Logic)
1991: Object of Beauty (The Object of Beauty) [Verliebt, verwöhnt und abgebrannt]
1991: Old Times (TV)
1992: Schatten und Nebel (Shadow and Fog)
1992: Von Mäusen und Menschen (Of Mice and Men)
1992: Jennifer 8 (Jennifer Eight)
1993: In the Line of Fire – Die zweite Chance (In the Line of Fire)
1994: Herz in der Finsternis (TV)
1995: Jenseits der Wolken (Par delà les nuages)
1995: Das Kloster
1996: Mary Reilly
1996: Nach eigenen Regeln (Mulholland Falls)
1996: Der Unhold (The Ogre) Regie: Volker Schlöndorff
1996: Portrait of a Lady (The Portrait of a Lady)
1997: Con Air
1998: Der Mann mit der eisernen Maske (The Man in the Iron Mask)
1998: Ladies Room (Ladies Room), mit Alika Autran, Greta Scacchi
1998: Rounders
1999: Die wiedergefundene Zeit
1999: Being John Malkovich
1999: Johanna von Orleans (The Messenger: The Story of Joan of Arc)
1999: Citizen Kane - Die Hollywood-Legende aka Die Legende - Der Kampf um Citizen Kane (RKO 281: The Battle Over Citizen Kane) (TV)
1999: Ladies Room, mit Alika Autrran, Greta Scacchi, Veronica Ferres
1999: Die wiedergefundene Zeit (Le temps retrouvé)
2000: Les Misérables – Gefangene des Schicksals (TV)
2000: Shadow of the Vampire
2001: Die starken Seelen
2001: Ich geh' nach Hause
2001: Hotel, mit Ornella Muti, Salma Hayek, Jason Isaacs, Burt Reynolds
2001: Knockaround Guys
2002: Der Obrist und die Tänzerin (Cameo-Auftritt), mit Javier Bardem
2002: Ripley’s Game
2002: Adaption. (er selbst / uncredited)
2002: Napoleon (Napoléon) (TV)
2003: Johnny English, mit Rowan Atkinson, Greg Wise
2003: Um Filme Falado
2004: The Libertine
2004: Art School Confidential
2005: Colour Me Kubrick
2005: Per Anhalter durch die Galaxis, mit Martin Freeman, Mos Def, Bill Nighy
2006: Eragon – Das Vermächtnis der Drachenreiter
2006: Art School Confidential
2006: Klimt
2006: Drunkboat
2007: In Tranzit
2007: Beowulf
2007: Texasa Lullaby
2008: Gardens of the Night
2008: The Great Buck Howard
2008: The Mutant Chronicles
2008: Burn After Reading – Wer verbrennt sich hier die Finger?
2008: Der fremde Sohn

 


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