Johnny Depp Biografie
Geburtstag: 09.06.1963
Geburtsort: Owensboro, Kentucky
Land: USA
Vom Rebellen zum Familienmenschen – 10 Fakten aus dem Leben von Johnny Depp
In den 80ern war er der Teenie-Schwarm der Kultserie 21 Jump Street, inzwischen ist Johnny Depp zu einem der bestbezahlten Charakterdarsteller Hollywoods avanciert. Abseits der Scheinwerfer ist der Schauspieler bereits seit zwölf Jahren mit dem französischen Chanel-Model Vanessa Paradis liiert. Sie hat aus dem einstigen Rebellen einen treusorgenden Familienmenschen gemacht.
1. Schon während der Schulzeit machte sich Johnnys rebellisches Wesen bemerkbar: Als er einem Lehrer aus Protest gegen eine ihm erteilte Aufgabe seinen nackten Hintern präsentierte, flog er zum ersten Mal von der Schule. Und auch sonst war seine frühe Jugend recht bewegt. Mit 12 Jahren fing Johnny an zu rauchen, hatte mit 13 zum ersten Mal Sex und mit 14 bereits alles Drogen ausprobiert, die er in die Finger bekommen konnte.
2. Die Scheidung seiner Eltern, an der die Familie auseinanderbrach, machte ihm in jungen Jahren schwer zu schaffen. Johnny Depp begann, sich selbst Verletzungen und Narben zuzufügen. In seinem selbstzerstörerischen Verhalten als Teenager lassen sich durchaus Parallelen zu der wilden Jugend Angelina Jolies sehen, an deren Seite der Hollywood-Beau ab dem 16. Dezember in Henckel von Donnersmarcks Agententhriller „The Tourist“ zu sehen sein wird.
3. Mit 15 Jahren verließ Depp die Highschool, um Rockstar zu werden. Mit seiner Band „The Kids“ schaffte er es sogar bis zur Vorband der Gruppe „Iggy Pop“. Am Abend ihres Auftritts ließ sich Johnny hoffnungslos volllaufen. Vermutlich war dies auch der einzige Grund dafür, weshalb er nach der Show Iggy, den er ansonsten sehr verehrte, ohne Vorwarnung „Fuck you“ ins Gesicht brüllte.
4. Der Schauspieler mit dem ewig jugendlichen Gesicht, das er nicht zuletzt seinem Großvater, einem waschechten Cherokee, verdankt, verdrehte schon zahlreichen Frauen den Kopf. Bereits im zarten Alter von 20 Jahren war er das erste Mal verheiratet. Der kurzen Ehe mit Lori Allison, der Schwester eines Bandkollegen, folgte unter anderem eine lange Beziehung zu Winona Ryder, deren Namen er sich aus Liebe unter die Haut stechen ließ. Nach der Trennung wurde aus dem Schriftzug „Winona forever“ allerdings „Wino forever“.
5. Anfangs drehte Johnny Depp nur Filme, um möglichst schnell und einfach an Geld zu kommen. Seine erste Filmrolle in Wes Cravens A Nightmare on Elm Street ergatterte er mit Hilfe seines Freundes Nicolas Cage, mit dem sich seine Ex-Frau Lori nach der Trennung zu verabreden begann. Danach spielte er unter anderem in der Teenie-Sexkomödie Der Superaufreißer mit, dessen einziges Highlight wohl die Nacktszene des knackigen Johnnys darstellte.
6. Nach seinem Durchbruch als Undercover-Polizist in der Kultserie 21 Jump Street suchte der aufstrebende Star am Filmhimmel nach seinem eigenen schauspielerischen Weg abseits der ausgetrampelten Pfade des Hollywood-Mainstreams. Und so stellte er in vielen Filmen sein Talent für schrullige und außergewöhnliche Charaktere unter Beweis, die er mit Vorliebe verkörperte. Vielleicht konnte er diese auch deshalb so glaubwürdig spielen, weil er selbst immer schon ein bisschen schräg war. Als Junge versuchte er beispielsweise Eidechsen zu dressieren, indem er ihnen einen Klaps auf den Kopf gab, damit sie ihm folgten.
7. Obwohl die internationale Presse Johnny Depp frühzeitig den Stempel des verwegenen Rebellen aufdrückte, gab es vergleichsweise wenig Skandale, die dieses Image nährten. 1994 etwa wurde er von der Polizei in Handschellen aus dem New Yorker Nobel-Hotel „The Mark“ geführt, weil er in seinem Zimmer einen Teil des Mobiliars zertrümmert hatte. Die Presse verbreitete wilde Spekulationen zu diesem Vorfall, auf die Johnny schließlich seinerseits mit abenteuerlichen Erklärungen reagierte: Der Sunday Times erzählte er, ein großer Dackel sei aus dem Schrank gesprungen und hätte das Zimmer verwüstet ehe er sich aus dem Fenster stürzte. Dem Empire tischte er eine ähnliche Story auf, diesmal allerdings mit einem Gürteltier in der Hauptrolle.
8. Da im Schauspieler Depp nach wie vor das Herz eines Musikers schlug, eröffnete er 1993 den kleinen Underground-Club Viper Room in West-Hollywood, der mit seiner Einrichtung im „Art Deco“-Stil der 1920er Jahre und fest engagierten Zigarettenmädchen den alten Charme der Filmstadt zu neuem Leben erweckte. Traurige Berühmtheit erlangte dieser als River Phoenix im selben Jahr nach einer Überdosis Drogen vor dem Club zusammenbrach und starb. Johnny Depp wurde daraufhin öffentlich mit dem Vorwurf konfrontiert, er habe den Drogenkonsum in seinem Nachtclub sogar unterstützt.
9. Für Schlagzeilen sorgte auch seine vierjährige Beziehung mit dem skandalumwitterten britischen Super-Model Kate Moss zwischen 1994 und 1998. In dieser Zeit war das Paar, das mit seinem Rock’n’Roll-Lifestyle häufig die Boulevardpresse schmückte, unzertrennlich. Doch statt gemeinsam in den Hafen der Ehe zu segeln, lösten die beiden Ihre Verlobung auf und trennten sich. Ein wesentlicher Grund dafür war Johnnys Kinderwunsch, der im Widerspruch zu den damaligen Karriereplänen der 11 Jahre jüngeren Kate stand.
10. Sein privates Glück fand der Schauspieler schließlich mit der französischen Sängerin Vanessa Paradis, mit der er zwei Kinder hat. Lily-Rose Melody und Jack Christopher sind auch der Grund dafür, weshalb Depp in „Fluch der Karibik“ in die Rolle des tuntigen Piraten Jack Sparrow schlüpfte. Er wollte endlich einen Film machen, den sich auch seine Kinder anschauen konnten. Depps Tochter dachte daraufhin tatsächlich, ihr Daddy, mit dem sie gern mit ihren Barbie-Puppen spielte, wäre hauptberuflich Pirat.
Kino-Rollen:
1990 spielte er in dem Film Cry-Baby seine erste Hauptrolle in einem Kino-Film. Regisseur des Films war John Waters, der für zotige und geschmacklose Filme bekannt ist. Seinen ersten großen Erfolg in einer Hauptrolle hatte er 1990 in der Fantasy-Tragikomödie Edward mit den Scherenhänden, wo er das erste Mal mit Tim Burton zusammen arbeitete, den Johnny Depp als Regisseur sehr schätzt. Für seine Leistung in dem Film wurde er für den Golden Globe als bester Hauptdarsteller nominiert. Mit der Rolle des Edward gelang es Depp, sich von dem Schickimicki-Image der Serie zu lösen und bewies erstmals seine Wandlungsfähigkeit. Während der Dreharbeiten zu Edward mit den Scherenhänden lernten sich Johnny Depp und Winona Ryder, die die weibliche Hauptrolle spielte, persönlich näher kennen. Ihre Liaison hielt vier Jahre lang. 1993 übernahm er die Hauptrolle in der melancholischen Liebeskomödie Benny und Joon, für die er ebenfalls eine Nominierung für den Golden Globe erhielt. Im selben Jahr spielte er die Hauptrollen in dem Emir Kusturica-Film Arizona Dream und in Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa an der Seite von Leonardo DiCaprio und Juliette Lewis. Außerdem spielte er im Musikvideo zu Into the Great Wide Open von Tom Petty. Im selben Jahr wurde der Club Viper Room eröffnet und bis 2004 hatte Johnny Depp Anteile des Clubs. 1993 starb River Phoenix, der zu den engsten Freunden Depps gehörte, an einer Überdosis Speedball vor dem Eingang des Viper Room. 1994 spielte er die Titelrolle in Tim Burtons Ed Wood zusammen mit Martin Landau als abgehalftertem Dracula-Star Bela Lugosi. 1995 versuchte er sich als Musiker und veröffentlichte mit seiner Band P das selbstbetitelte Debütalbum. Flea von den Red Hot Chili Peppers spielte Bass, um seinen Freund zu unterstützen. Als weiterer Künstler war Gibby Haynes von den Butthole Surfers dabei. Auf der CD findet sich eine Coverversion des ABBA-Klassikers Dancing Queen. Der musikalische Erfolg blieb jedoch aus, der Tonträger entwickelt sich allerdings zum Sammlerstück auf entsprechenden Börsen (Quelle: CAPITOL Records Inc. 1995 7243 8 32942 2 0). Schon 1994 spielte er Gitarre im Song 'That Woman's Got Me Drinking' seines Freundes Shane MacGowan und die Hauptrolle im zugehörigen Musikvideo. Er spielte auch auf dem Stück Fade In-Out von Oasis die Slide-Gitarre; dieses Stück ist auf dem Album Be Here Now (1997). In Sleepy Hollow – Köpfe werden rollen arbeitete Depp 1999 erneut mit Tim Burton zusammen. Depp zufolge hätte er nicht gedacht, dass ein großes Studio seine Grundanlage der Rolle des Detektivs – eine Mischung aus Miss Marple, Sherlock Holmes und einem pubertierenden Mädchen (Depp) – jemals toleriert hätte, aber der Film kam beim Publikum gut an. Depp spielte auch in weiteren Horror-Filmen mit u. a. in der Jack-the-Ripper-Verfilmung From Hell (2001), an der Seite von Heather Graham, Robbie Coltrane und Ian Holm, und in Das geheime Fenster (2004), der auf einer Kurzgeschichte von Stephen King beruht. In dem Jarmusch-Film Dead Man 1995 spielt er in einem Western, in dem viele kafkaeske Themen berührt werden. 2003 wurde er für seine schauspielerischen Leistungen als Captain Jack Sparrow in Fluch der Karibik für einen Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert und von der Schauspielergilde mit dem Screen Actors Guild Award als Bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. 2004 erhielt er ebenfalls eine Oscar-Nominierung als bester Hauptdarsteller für seine Darstellung des Peter-Pan-Autors J. M. Barrie im Filmdrama Wenn Träume fliegen lernen. Außerdem spielte er 2005 in der Verfilmung von Charlie und die Schokoladenfabrik den Inhaber der Fabrik, Willy Wonka, eine erneute Zusammenarbeit mit Tim Burton. 2006 war Depp mit dem 2. Teil von Fluch der Karibik in den Kinos, der auch gleichzeitig der Film mit den meisten Zuschauern und dem höchsten Einspielergebnis seiner Karriere ist. Im Mai 2007 kam der 3. Teil der Piraten Reihe mit dem Namen Pirates of the Caribbean- At Worlds End in die deutschen Kinos. Ab Dezember 2007 war Depp als Hauptdarsteller in der Verfilmung des Musicals Sweeney Todd – Der teuflische Barbier aus der Fleet Street von Tim Burton zu sehen, für den er 2008 als Bester Hauptdarsteller für den Oscar nominiert wurde. In der Literaturverfilmung Public Enemies ist Depp im Jahr 2009 in der Rolle des international bekannten Bankräubers John Dillinger zu sehen, der einst vom FBI als erster Staatsfeind Nr. 1 bezeichnet und als solcher verfolgt und getötet wurde. Mit der in Produktion befindlichen 3D-Verfilmung des Kinderbuchklassikers Alice im Wunderland, in der Depp den verrückten Hutmacher verkörpert, ist es zu einer weiteren Zusammenarbeit mit Tim Burton gekommen. Ein Kinostart ist für den Sommer 2010 vorgesehen.
Privatleben:
Seit 1998 ist Depp mit der französischen Schauspielerin und Sängerin Vanessa Paradis liiert, mit der er zwei Kinder namens Lily-Rose Melody Depp (* 27. Mai 1999) und Jack John Christopher Depp III (* 10. April 2002) hat. Seine 1983 geschlossene Ehe mit der Künstlerin Lori Allison war bereits nach zwei Jahren gescheitert und auch seine Beziehungen zu Winona Ryder und Supermodel Kate Moss waren nicht von Dauer.
Deutsche Synchronstimme:
David Nathan, Marcus Off
Die Filmografie von Johnny Depp
1984: Nightmare: Mörderische Träume (A Nightmare On Elm Street)
1985: Die Superaufreißer (Private Resort)
1986: Platoon
1986: Slow Burn (Fernsehfilm)
1987–1990: 21 Jump Street (Fernsehserie)
1990: Cry-Baby
1990: Edward mit den Scherenhänden (Edward Scissorhands)
1991: Nightmare 6: Freddy's Finale (Freddy's Dead: The Final Nightmare)
1993: Arizona Dream
1993: Benny und Joon (Benny & Joon)
1993: Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa (What's Eating Gilbert Grape)
1994: Ed Wood
1995: Don Juan DeMarco
1995: Dead Man
1995: Gegen die Zeit (Nick Of Time)
1996: Cannes Man
1997: Donnie Brasco
1997: The Brave
1998: Fear and Loathing in Las Vegas
1998: L.A. Without A Map
1999: Die Frau des Astronauten (The Astronaut's Wife)
1999: Die neun Pforten (The Ninth Gate)
1999: Sleepy Hollow – Köpfe werden rollen (Sleepy Hollow)
2000: In stürmischen Zeiten (The Man Who Cried)
2000: Bevor es Nacht wird (Before Night Falls)
2000: Chocolat – Ein kleiner Biss genügt (Chocolat)
2001: Blow
2001: From Hell
2003: Fluch der Karibik (Pirates Of The Caribbean: The Curse Of The Black Pearl)
2003: Irgendwann in Mexiko (Once Upon A Time In Mexico)
2004: Das geheime Fenster (Secret Window)
2004: The Libertine
2004: Wenn Träume fliegen lernen (Finding Neverland)
2004: Ils se marièrent et eurent beaucoup d’enfants
2005: Charlie und die Schokoladenfabrik (Charlie And The Chocolate Factory)
2005: Corpse Bride – Hochzeit mit einer Leiche (Corpse Bride) (Stimme)
2006: Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2 (Pirates Of The Caribbean: Dead Man's Chest)
2007: Fluch der Karibik 3 (Pirates of the Caribbean: At World's End)
2007: Sweeney Todd
2009: Public Enemies
2009: The Imaginarium of Doctor Parnassus


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