Meryl Streep Biografie
Geburtstag: 22.06.1949
Geburtsort: Summit, New Jersey
Land: USA
Kino-Rollen:
Meryl Streep wuchs in der Nähe von Bernardsville (New Jersey) auf, wo sie Theater am Vassar College studierte. Sie schloss ihr Studium mit einem Master of Fine Arts der School of Drama an der Universität Yale ab. 1977 begann sie ihrer Film-Karriere mit einer Rolle in Julia (Film), 1978 gefolgt von Die durch die Hölle gehen. Für ihre Leistung in Die durch die Hölle gehen wurde sie mit einer Oscar-Nominierung für die beste weibliche Nebenrolle belohnt. Meryl Streep setzte ihre Karriere in den 80er-Jahren sehr erfolgreich fort, unter anderem mit Rollen in Woody Allens Manhattan, Die Geliebte des französischen Leutnants, Silkwood, Jenseits von Afrika, Wolfsmilch und Grüße aus Hollywood. Bekannt wurde sie ferner für ihre Darstellung der Lindy Chamberlain im Film Schrei in der Dunkelheit, der eines der größten Mysterien Australiens erzählt, nämlich das Verschwinden der gerade geborenen Tochter Chamberlains und ihrer Einlassung, dass ein Dingo das Kind geraubt hätte. Meryl Streeps Schrei Der Dingo hat mein Baby gefressen! wurde seitdem vielfach parodiert, unter anderem in Seinfeld, wo Elaine sagt, Ihr Baby ist vielleicht von einem Dingo gefressen worden.. Außerdem grüßen zahlreiche Webseiten die Besucher mit einem Audioclip des Satzes The dingo took my baby. Meryl Streeps erfolgreichste Filmcharaktere sind emotional reife Frauen, die durch äußere Anlässe zu einer Revision ihres Lebenskonzepts, das sie für unerschütterlich gehalten hatten, gezwungen werden. Anfang der 90er Jahre wurde ihr — trotz einhelliger Anerkennung für ihr handwerkliches Können — von einigen Kritikern vorgeworfen, sie sei auf die Darstellung kalter Charaktere, deren Menschlichkeit sich dem Publikum nicht unmittelbar erschließt, festgelegt. Eventuell war dies der Grund dafür, dass sie in den folgenden Jahren eine größere Bandbreite an Rollen spielte, so zum Beispiel in der Farce Der Tod steht ihr gut an der Seite Goldie Hawns, in der Filmversion von Isabel Allendes Das Geisterhaus, 1995 in Die Brücken am Fluss (diese Rolle wird vielfach als ihr großes Comeback betrachtet), Am wilden Fluss — ihr erster und bislang einziger Actionfilm — oder auch in der Komödie Die Teufelin. Dies bedeutet allerdings keineswegs, dass sie ihrem Ruf als eine der ganz Großen der Branche nicht mehr gerecht würde, was sie mit ihren Darstellungen in Marvins Töchter oder auch in Music of the Heart — für diesen Film lernte sie sogar Violine spielen — eindrucksvoll unterstrich. In jüngster Zeit sprach Meryl Streep hin und wieder im englischen Original verschiedener Zeichentrickfilme, so zum Beispielen in einigen Folgen der Simpsons oder King of the Hill, und sie lieh ihre Stimme der Blue Mecha in A.I. - Künstliche Intelligenz von Steven Spielberg und Stanley Kubrick. Weiterhin spielte sie an der Seite von Nicolas Cage in Adaption., und gleich vier Rollen in der HBO-Fassung von Tony Kushners Sechs-Stunden-Stück Engel in Amerika. Mit Oscar-Gewinnerin Nicole Kidman und Julianne Moore spielte sie in The Hours, ebenfalls im Jahre 2004 spielte sie die auf Angela Lansbury zurückgehende Rolle im Remake von Der Manchurian Kandidat und mit Jim Carrey, Emily Browning und Jude Law in Lemony Snicket's A Series of Unfortunate Events. Im selben Jahr proklamierte die Präsidentin des Manhattan-Borough C. Virginia Fields den 27. Mai zum Meryl-Streep-Tag. Im Juli 2002 kehrte Meryl Streep nach fast zwanzig Jahren wieder auf die Bühne zurück, wo sie im Rahmen des Public Theatre Revivals die Rolle der Arkadina in Anton Tscheschows Die Möwe spielte. In der selben Aufführung traten unter der Regie von Mike Nichols auch Kevin Kline, Natalie Portman, Philip Seymour Hoffman, Christopher Walken, Marcia Gay Harden sowie John Goodman auf. Dieses All-Star-Ensemble übte eine derartig große Anziehungskraft aus, dass die Zuschauer 17 Stunden für die kostenlosen Eintrittskarten anstehen mussten. Meryl Streep hat für den Sommer 2006 bereits wieder ihre Teilnahme zugesagt, dieses mal für die Titelrolle in Bertolt Brechts Mutter Courage und ihre Kinder in einer neuen Übersetzung ins Englische durch Tony Kushner unter der Regie von George C. Wolfe. Im Oktober 2005 kam der Film Prime mit Meryl Streep in die US-amerikanischen Kinos. In diesem Film spielt sie eine komische Rolle an der Seite von Uma Thurman und Bryan Greenberg. Zwei weitere Filme mit ihr erscheinen 2006: Robert Altmans Last Radio Show und The Devil Wears Prada — eine Komödie mit Anne Hathaway; im Film The Ant Bully / Lucas der Ameisenschreck synchronisiert sie (in der englischen Fassung) die Ameisenkönigin. 2007 wird der Film Spuren eines Lebens vorgestellt, worin Streep als alte Freundin von Vanessa Redgrave eine irische Familiengeschichte mit erzählt. Im gleichen Jahr ist sie neben Tom Cruise und Robert Redford (auch Regie) im Politthriller Von Löwen und Lämmern zu sehen. In der Musicalverfilmung Mamma Mia! trat Meryl Streep im Sommer 2008 als Hauptrolle Donna auf, die unmittelbar vor der Hochzeit ihrer Tochter mit deren drei potenziellen Vätern konfrontiert wird. Die Lieder des verfilmten Bühnenstücks basieren auf den Liedern der Popgruppe ABBA und wurden von Streep und den übrigen Darstellern des Films selbst eingesungen.
Privatleben:
Meryl Streep war bis 1978 die Verlobte von John Cazale , den sie während den Dreharbeiten an Die durch die Hölle gehen kennenlernte.Doch John Cazale starb am 12 März 1978 an Knochenkrebs. Im September 1978 heiratete Meryl den Bildhauer Don Gummer, mit dem sie vier Kinder hat: Henry, Mamie, Grace und Louisa. Ansonsten ist über ihr Privatleben wenig bekannt, weil sie sehr darum bemüht ist, ihre Familie von der Öffentlichkeit fernzuhalten. Sie wird gerne mit den Worten Ich bin eine Schauspielerin, die nach der Arbeit nach Hause geht. zitiert.
Die Filmografie von Meryl Streep
1977: Julia – Regie: Fred Zinnemann - mit Jane Fonda, Vanessa Redgrave, Hal Holbrook, Maximilian Schell
1977: Blutiges Eis (The deadliest season) - Regie: Robert Markowitz
1978: Holocaust (Serie) - Regie: Marvin J. Chomsky
1978: Die durch die Hölle gehen (The deer hunter) - Regie: Michael Cimino - mit Robert De Niro, Christopher Walken, John Savage, John Cazale
1978: Manhattan – Regie: Woody Allen
1979: Die Verführung des Joe Tynan (The seduction of Joe Tynan) - Regie: Jerry Schatzberg
1979: Kramer gegen Kramer (Kramer vs Kramer) - Regie: Robert Benton - mit Dustin Hoffman
1981: Die Geliebte des französischen Leutnants (The french Lieutenant’s woman) - Regie: Karel Reisz - mit Jeremy Irons, Richard Griffiths
1982: Sophies Entscheidung (Sophie’s choice) - Regie: Alan J. Pakula - mit Kevin Kline, Peter MacNicol
1982: In der Stille der Nacht (Still of the night) - Regie: Robert Benton
1983: Silkwood - Regie: Mike Nichols - mit Kurt Russell, Bill Cobbs, Cher
1985: Jenseits von Afrika (Out of Africa) - Regie: Sydney Pollack - mit Robert Redford
1985: Der Liebe verfallen (Falling in Love) - Regie: Ulu Grosbard - mit Robert de Niro, Kenneth Welsh, Harvey Keitel
1985: Eine demanzipierte Frau (Plenty) - Regie: Fred Schepisi
1986: Sodbrennen (Heartburn) - Regie: Mike Nichols
1987: Wolfsmilch (Ironweed) - Regie: Hector Babenco
1988: Ein Schrei in der Dunkelheit (A cry in the dark) - Regie: Fred Schepisi
1989: Die Teufelin (She-devil) - Regie: Susan Seidelman - mit Roseanne Barr, Ed Begley, Jr.
1990: Rendezvous im Jenseits - eine himmlische Komödie über das Leben danach (Defending your life) - Regie: Albert Brooks
1991: Der Tod steht ihr gut (Death becomes her) - Regie: Robert Zemeckis - mit Goldie Hawn
1991: Grüße aus Hollywood (Postcards from the edge) – Regie: Mike Nichols - mit Shirley MacLaine, Dennis Quaid
1993: Das Geisterhaus (The house of spirits) - Regie: Bille August - mit Jeremy Irons, Antonio Banderas, Glenn Close, Winona Ryder
1994: Am wilden Fluß (The river wild) – Regie: Curtis Hanson
1995: Die Brücken am Fluss (The bridges of Madison County) - mit Clint Eastwood (auch Regie)
1996: Davor und danach (Before and after) - Regie: Barbet Schroeder
1996: Marvins Töchter (Marvin’s room) - Regie: Jerry Zaks- mit Leonardo DiCaprio, Diane Keaton, Robert De Niro
1997: Solange es noch Hoffnung gibt (First do no harm) – Regie: Jim Abrahams
1998: Familiensache (One true thing) - Regie: Carl Franklin - mit Renée Zellweger, William Hurt
1998: Tanz in die Freiheit (Dancing at Lughnasa) - Regie: Carl Franklin - mit Michael Gambon, Catherine McCormack
1999: Music of the Heart – Regie: Wes Craven
2002: Adaption. (Adaptation.) - Regie: Spike Jonze
2002: The Hours - Von Ewigkeit zu Ewigkeit (The hours) - Regie: Stephen Daldry
2003: Unzertrennlich (Stuck on you) - Regie: Bobby Farrelly, Peter Farrelly
2003: Engel in Amerika (Angels in America) (Mini- Serie)
2004: Lemony Snicket - Rätselhafte Ereignisse (Lemony Snicket’s a serie of unfortunate events)- Regie: Brad Silberling
2004: Der Manchurian Kandidat (The Manchurian Candidate) - Regie: Jonathan Demme - mit Denzel Washington, Simon McBurney
2005: Conquistadora - mit Patricia Clarkson, Laura San Giacomo
2005: Couchgeflüster - Die erste therapeutische Liebeskomödie (Prime) - Regie: Ben Younger
2006: Robert Altman's Last Radio Show - Regie: Robert Altman
2006: Der Teufel trägt Prada (The devil wears Prada) - Regie: David Frankel
2007: Rendition
2007: Von Löwen und Lämmern (Lions for Lambs) - Regie: Robert Redford
2007: Spuren eines Lebens (Evening)
2008: Mamma Mia!
2009: Glaubensfrage (Doubt)
2009: Julie und Julia (Julie and Julia)


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